Lutzbutz

Verwirrung durch "Bachelor (professional)"

96 Beiträge in diesem Thema

Hallo Leute,

Die Wirtschaftsminister und Senatoren der deutschen Bundesländer haben mit dem "Bachelor Professional" einen neuen Titel in der beruflichen Weiterbildung beschlossen. Die Hochschulen sehen das mit gemischten Gefühlen....

der komplette Artikel unter

http://www.ftd.de/karriere_management/karriere/221178.html?nv=nl

Ich finde, es wird langsam richtig undurchsichtig und verwirrend. Der akademische Abschlußgrad wird m.M.n. immer weiter verwässert.

Gruß Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Hallo Lutz,

hier bin ich ganz Deiner Meinung und finde die Bezeichnung auch mehr als unglücklich. Das wird in Zukunft noch zu vielen Rückfragen und Missverständnissen führen.

Viele Grüße

Markus


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Hallo ihr zwei!

da bin ich auch absolut eurer Meinung.. Das ist etwas komisch.. eine Vereinfachung wird es sicherlich nicht und ich denke auch, dass es für normale Bachelorabsolventen auf dem Arbeitsmarkt schwieriger wird.

glg

rita


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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Hallo,

ich bin eine "Bachelor Professional of Corporate Management CCI" -Tante, auch genannt "Fachwirtin für betriebliches Management IHK" :)

Ich würde von mir aus diesen Titel in Deutschland nicht tragen, da nehme ich doch lieber den Deutschen, der nicht weniger gut klingt. Anders siehts aus, wenn ich ins Ausland gehen würde, da wäre es sicherlich hilfreicher.

Zur kleinen Beruhigung aller Gemüter: Auf dem Zeugnis steht in Deutsch und in Englisch, dass es sich nicht um einen Hochschulabschluss handelt, sondern nur um eine Übersetzung bzw. Einschätzung, um die Einordnung der Kenntnisse zu erleichtern. Und das gut sichtbar auf dem Notenblatt, nicht klein auf der Rückseite.

Viele Grüße

Nina

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Hallo,

ich bin eine "Bachelor Professional of Corporate Management CCI" -Tante, auch genannt "Fachwirtin für betriebliches Management IHK" :)

Ich würde von mir aus diesen Titel in Deutschland nicht tragen, da nehme ich doch lieber den Deutschen, der nicht weniger gut klingt. Anders siehts aus, wenn ich ins Ausland gehen würde, da wäre es sicherlich hilfreicher.

Und hast gute Chancen, Dich damit auch im Ausland strafbar zu machen, auch dort darf man nämlich im Regelfall Hochschulgrade nur führen, wenn sie an einer Hochschule erworben wurden. In Deutschland ist das sowieso der Fall. Und Du bist eben nicht "Bachelor Professional" und diese Bezeichnung wurde Dir auch nicht verliehen. Ein Titel ist es erst recht nicht, also ist es keine Großzügigkeit von Dir, dass die "diesen Titel in Deuschland nicht trägst", Du hast ihn nämlich gar nicht.

Im übrigen stellt sich hier die Frage, was der Vorteil im Ausland sein soll. Wer den Fachwirt nicht kennt, kennt den Bachelor Professional auch nicht (den es "im Ausland" keinesfalls generell gibt, auch wenn von manchen behauptet). Einen Vorteil hat man nur dann, wenn es mit dem akademischen Bachelor verwechselt wird. Diese Bezeichnung funktioniert also nur, wenn man gezielt auf Verwirrung, Verwechslung und Betrug setzt. Die IHKs tun dies, ihre Absolventen tun dies oft auch.

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Hallo Leute,

Die Wirtschaftsminister und Senatoren der deutschen Bundesländer haben mit dem "Bachelor Professional" einen neuen Titel in der beruflichen Weiterbildung beschlossen. Die Hochschulen sehen das mit gemischten Gefühlen....

Übrigens ist der Artikel sehr irreführend, er erweckt den Eindruck, als sei der Bachelor Professional beschlossen und als gäbe es das jetzt. Dem ist natürlich keinesfalls so. Die IHKs sind nach wie vor nicht berechtigt, Bachelor-Grade (oder Master oder Doktor ;-) ) zu verleihen. Das wären Gesetzesänderungen nötig, die die Wirtschaftsminister nicht beschließen können. Ansonsten finde ich diesen Beschluss eigentlich ein Armutszeugnis für die Beteiligten Minister.

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ja und, dann nennt man das Kind halt nicht Titel, sondern schlicht "staatliche Abschlussbezeichnung"? gibt's doch heute auch schon mit dem Dipl.-Ing. (BA), das ist auch kein akademischer Grad, sondern nur eine staatliche Abschlussbezeichnung. demzufolge wird Mißbrauch der Berufsbezeichnung Dipl.-Ing. (BA) übrigens auch nicht als Straftat geahndet, sondern man begeht nur eine Ordnungswidrigkeit und bekommt auch nur eine Geldbuße (weiß bloß so gut wie keiner).

sowas ähnlich verwirrendes stelle ich mir auch für einen möglichen "Bachelor Professional" vor... und außerdem, mal ganz ehrlich: der Bachelor ist sowieso ein ungeliebtes Kind und ob es da jetzt noch ein paar Varianten mehr oder wenig gibt, ist eigentlich auch schon egal. richtig schlimm wird es eigentlich erst, wenn auch noch der Master beliebig verwässert wird...

:)

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"Die KMK will die internationale Bezeichnung auch nicht als Übersetzungshilfe für den deutschen Fachwirt dulden. Wer seinen Bachelor (CCI) auf die Visitenkarte setze, mache sich wegen Titelschwindels "strafbar", genauso wie ein falscher "Doktor". Deshalb hat das KMK-Generalsekretariat inzwischen die Kultusminister der Länder aufgefordert, mit Anzeigen gegen die Kammern und ihre Scheinakademiker vorzugehen - allerdings ohne sichtbaren Erfolg. "

"Tatsächlich ist die KMK-Position nicht so gefestigt, wie sie klingt. So hat Baden-Württemberg vor vier Jahren die Bachelor-Master-Abschlüsse gesetzlich für die Universitäten und Fachhochschulen eingeführt - aber auch für die Berufsakademien (BAs), die amtlich nicht als Hochschulen gelten. "

Ich denke auch, da wirds noch lange Diskussionsbedarf geben. Mal sehen wie es ausgeht. Ich denke aber, man wird immer deutlich unterscheiden können, ob das ein Universitätsabschluss ist oder halt eben ein Kammerabschluss.

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Ich denke auch, da wirds noch lange Diskussionsbedarf geben. Mal sehen wie es ausgeht. Ich denke aber, man wird immer deutlich unterscheiden können, ob das ein Universitätsabschluss ist oder halt eben ein Kammerabschluss.

Und genau das bezweifle ich. Heute sagen die Kammer "wir nennen uns Bachelor Professional, das geht schon, ist eindeutig", morgen heißt es dann "wir lassen das Professional weg, Bachelor sind wir ja eh schon". Und die Absolventen lassen das Professional sowieso weg, da kann man Gift drauf nehmen. Insofern finde ich, man sollte konsequent sein. Und Tekky sollte sich mal nicht zu sehr zurücklehnen, denn den Master hat die IHK natürlich bereits im Augen, den Master Professtional soll es für den IHK-Bw geben (wenn es nach der IHK geht).

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Ich habe die IHK-Düsseldorf angeschrieben zwecks aktueller Rechtslage in NRW. Ich hoffe mal das die mir antworten, werde dann Näheres berichten.

Wie gesagt, es steht auf den Zeugnissen sehr deutlich, dass es kein Hochschulabschluss ist. Und das in zwei Sprachen.

Mein letzter Kenntnisstand war (ist aber auch schon was her):

Auf Visitenkarten kannst du schreiben "Fachwirt für betr. Management (IHK) - Bachelor Professional of Corporate Management (CCI)" oder nur "Bachelor Professional of Corporate Management (CCI) " mit dem Zusatz "not an university degree o.ä.) Hauptsache die Abgrenzung ist zum Hochschulabschluss da.

Ich als "Betroffene" finde das irgendwie lustig (so im Allgemeinen). :) Ich drucke vorerst mal keine Visitenkarten...:D

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