michaelffm

Eher technisch orientierten Studiengang wählen?

4 Beiträge in diesem Thema

Hi,

zu beginn: Nach meinem Bachelor Studiengang plane ich mittelfristig einen Master of Business Administration drauf zu setzen.

Jetzt ist meine Frage, welcher Studiengang dann als Bachelor zu empfehlen wäre. Die PFFH bildet ja eher Techniker aus, hat aber einen enormen Schwerpunkt auf BWL. Wäre es sinnvoll einen BBA zu machen oder wäre das fachlich zu eng? Fühle mich ja eher im IT Bereich zuhause...

Danke schonmal und Gruß,

Micha

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Hi,

zu beginn: Nach meinem Bachelor Studiengang plane ich mittelfristig einen Master of Business Administration drauf zu setzen.

Jetzt ist meine Frage, welcher Studiengang dann als Bachelor zu empfehlen wäre.

(..)

Wäre es sinnvoll einen BBA zu machen oder wäre das fachlich zu eng?

Darf ich fragen, warum Du unbedingt einen MBA zu erwerben planst, bevor Du mit dem Bachelor überhaupt begonnen hast?

Ein BBA ist i.d.R. die Abschlussbezeichnung für ein wirtschaftswissenschaftliches Studium. Ein MBA wendet sich aber eher an Nicht-Wirtschaftswissenschaftler, die eine Führungsposition anstreben.

Vielleicht mal etwas Allgemeines zum MBA, ist meine Meinung, die ich aber gern zur Diskussion stelle:

Früher (bis vor etwa 10-15 Jahren vielleicht) war der MBA Abschluß ein relativ sicheres Karriere-Sprungbrett insbesondere für Akademiker aus anderen Bereichen als Wirtschaftswissenschaften, also Ingenieure, Juristen etc.

Das lag m.E. vor allem daran, dass jemand, der einen MBA vorweisen konnte, damals zu einem recht kleinen, elitären Kreis gehörte, denn der Titel wurde vor allem von amerikanischen und einigen britischen (Spitzen-)Hochschulen vergeben. Pro Jahrgang wurden und werden nur wenige Bewerber angenommen.

Um überhaupt zum Studium zugelassen zu werden, brauchte man neben ersten Berufserfahrungen in Führungspositionen mindestens

- einen sehr guten Abschluss des Erststudiums,

- möglichst hochrangige Empfehlungsschreiben (nicht jede® hat schließlich die Gelegenheit zu einem Praktikum unter dem Schreibtisch des US-Präsidenten),

- viel Geld, um die sehr hohen Studiengebühren vorfinanzieren zu können (und damit einen bestimmten sozialen Hintergrund)

Und wer diese Kriterien erfüllen konnte, und den MBA erwarb, gehörte eben zu jener Elite, die sich ihre Top-Position in den internationalen Unternehmen aussuchen konnte.

Mit der Liberalisierung der Hochschullandschaft, der Zulassung privater Hochschulen und ausländischer Studienprogramme in Deutschland (und im übrigen Europa) haben dann allerdings viele Institutionen versucht, vom Glanz dieses Titels zu profitieren und viele zweit- und drittklassige MBA-Programme sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, die mit den MBA-Programmen der amerikanischen Ivory-League überhaupt nicht vergleichbar sind.

Damit hat auch die Ausstrahlung des MBA-Grades auf den Titelträger deutlich nachgelassen, denn heute wird von den Personalern sehr genau geschaut, wo der Titel erworben wurde. Mit der Exklusivität ist es lange vorbei.

Die MBA Absolventen aus Harvard un vom MIT können sich ihren Job wohl immer noch aussuchen. Aber ein mittelmäßiger MBA von einer mittelmäßigen Hochschule ist auch nicht mehr als irgendein anderer Master-Abschluß.

Fühle mich ja eher im IT Bereich zuhause...

Wenn Du dich im IT-Bereich zu Hause fühlst, also Interesse und Spass daran mitbringst, dann ist damit eine wichtige Voraussetzung für das Studium erfüllt.

Du solltest auf keinen Fall irgendetwas studieren, womit Du nicht wirklich zufrieden bist, nur um einen bestimmten Titel auf die Visitenkarte drucken zu können.

Damit das nicht flasch verstanden wird: Ich finde schon, dass man bei der Studienplanung auch die eigenen Karrieremöglichkeiten berücksichtigen sollte. Aber die ergeben sich nicht unmittelbar aus einem bestimmten akademischen Grad, sondern aus mehreren Faktoren wie (Berufs-)Biographie, Fachkennnisse, Kontakte, Persönlichkeit uvm.

Fang doch erst einmal an zu studieren, was dir Freude macht. Wenn Du mit dem Bachelor fertig bist, solltest Du dich noch einmal fragen, wo du stehst, wo du hin willst, und was dafür der beste Weg ist.

(Nur meine Meinung.)

Herzliche Grüße,

Lippi

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Ich glaub Du hast recht.

Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und sehe in Stellenausschreibungen nur noch akademmische Abschlüsse... Das deprimiert. Ich bin im IT Bereich mehr als fit - sowohl im technischen als auch im BEreich Projektmanagement - aber die meisten Firmen filtern einfach stur nach Abschluss.

Ich habe das Glück in einem Unternehmen zu arbeiten, das jedem Bewerber eine Chance gibt - nur sehe ich kein großes Wachstum die nächsten Jahre und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das nächste Unternehmen bei dem ich mich bewerbe wieder so einen Filter besitzt.

Ein akademischer Abschluss ist kein Garant für eine Zukunft ohne Arbeitslosigkeit (war auch schon 6 Monate arbeitslos) - aber die Tatsache, dass ich mich anstatt auf 15% der Stellen nun auf ca 80% bewerben darf, steigert die Hoffnung auf eine nie eintreffene Arbeitslosigkeit.

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Ich glaub Du hast recht.

Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und sehe in Stellenausschreibungen nur noch akademmische Abschlüsse... Das deprimiert.

Naja, häufig wird aber auch ".. oder eine vergleichbare Ausbildung" dahintergesetzt. Im Moment sieht der Arbeitsmarkt für Bewerber ja ganz gut aus.

Ich bin im IT Bereich mehr als fit - sowohl im technischen als auch im BEreich Projektmanagement - aber die meisten Firmen filtern einfach stur nach Abschluss.

Naja, manche Unternehmen machen das sicherlich. Aber verallgemeinern sollte man das auch nicht. Je mehr Ablehnungen man kassiert, desto mehr bildet man sich auch ein, es läge an der mangelnden Qualifikation seiner selbst und weniger an der schlechten Arbeitsmarktsituation. Ich kenne das auch aus eigener Anschauung, wir haben wohl einen ähnlichen Hintergrund.

Ich habe das Glück in einem Unternehmen zu arbeiten, das jedem Bewerber eine Chance gibt - nur sehe ich kein großes Wachstum die nächsten Jahre und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das nächste Unternehmen bei dem ich mich bewerbe wieder so einen Filter besitzt.

Ein akademischer Abschluss ist kein Garant für eine Zukunft ohne Arbeitslosigkeit (war auch schon 6 Monate arbeitslos) - aber die Tatsache, dass ich mich anstatt auf 15% der Stellen nun auf ca 80% bewerben darf, steigert die Hoffnung auf eine nie eintreffene Arbeitslosigkeit.

Ja, das sehe ich auch so. Ein abgeschl. Studium verbessert auf jeden Fall die Wahrscheinlichkeit, im Ernstfall schneller wieder einen Job zu finden.

Aber ich kenne auch diverse (langzeit-)arbeitslose Akademiker, vor allem Naturwissenschaftler und Ingenieure. Arbeitslosigkeit kommt heute in den besten Familien vor, Garantien gibt es leider keine.

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