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Markus Jung

Erfahrungsbericht zum AKAD-Fernstudium BWL

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Ein Gastbeitrag von Alexandra Weigl.

Meine Name ist Alexandra Weigl und ich studiere seit September 2006 bei der AKAD Stuttgart BWL (BA).

Bereits vor dem Abitur war mir klar, dass ich unter gar keinen Umständen gleich anschließend ein Studium machen wollte. Trotz ziemlich guter Noten hatte ich die Nase ziemlich voll von der Theorie. Über einige Umwege bin ich schließlich in einem Reisebüro gelandet, in dem ich die Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau begonnen habe. Obwohl mir der Job wirklich Spaß macht, war ziemlich bald klar, dass das definitiv nicht die Arbeit ist, die ich die nächsten 40 Jahre oder mehr ausüben will. Die Idee, ein Studium an die Ausbildung zu hängen, war also relativ früh geboren.

Da ich wusste, dass nach dem Ende meiner Lehrzeit ein Umzug nach Karlsruhe bevorstand, habe ich mich letzten Sommer im Internet dann ein bisschen schlau gemacht. Ziemlich schnell stellte sich allerdings heraus, dass ich mindestens ein halbes Jahr verlieren würde, da zum Sommersemester einfach nichts Passendes angeboten wurde, ich jedoch im Januar mit der Ausbildung fertig werden sollte.

Mehr oder weniger durch Zufall bin ich beim Stöbern dann auf die Idee Fernstudium gekommen und nach kurzem Suchen auf der Seite von AKAD gelandet. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon für ein BWL-Studium entschieden. Nicht gerade mein Hobby vielleicht, aber auch nicht uninteressant und in der Kombination mit dieser Ausbildung die einzig sinnvolle Variante.

Ziemlich schnell hatte ich die nötigen Infos zusammen. Dann ging’s ans Rechnen. Die entscheidende Frage war: komme ich besser weg mit einem klassischen Studium und einem 400-Euro Job nebenbei oder bleibt mir mehr, wenn ich arbeite und dafür das Studium finanzieren muss? Da ich eigentlich kein Geld von meinem Eltern nehmen wollte, war die Entscheidung schnell gefallen. Über das Pensum habe ich mir in diesem Moment irgendwie nicht wirklich Gedanken gemacht.

Etwas blauäugig wohl, aber auch sehr schnell habe ich mich angemeldet. Um noch die alten Preise zu erhalten, musste dies bis Ende August 2006 geschehen. Leider kam es wohl bei meinem vorherigen Telefonat zu einem Missverständnis, denn eigentlich dachte ich, ich könnte mich anmelden und erst ab Januar loslegen, so wie ich das ursprünglich geplant hatte. Natürlich kamen die ersten Unterlagen prompt zwei Wochen später im September.

Ziemlich motiviert habe ich mich auf die ersten Hefte gestürzt. Das hielt allerdings nicht lange an, da ich dummerweise mit meiner Ausbildung noch nicht fertig war und ich noch massenhaft Klausuren und vor allem die Abschlussprüfung vor mir hatte. Als ich im Januar dann offiziell fertig war und nach dem wohlverdienten Urlaub wieder zurückkam, hing ich alles in allem etwa 5 Monate hinter dem Zeitplan.

Da ich im Februar praktisch arbeitslos war, konnte ich trotz Umzug einiges aufholen. Ich habe meine Hefte alle im Schrank aufgereiht. Es ist echt schwer zu beschreiben, was für ein unglaubliches Triumphgefühl es war, als zum ersten Mal der Stapel mit den erledigten Heften größer wurde als der mit den jungfräulichen Unterlagen… Seit dem halte ich meine eigene Vorgabe, pro Monat mindestens ein Modul zu absolvieren, tapfer durch. Auch wenn es ganz schön bremst, wenn man sich auf einmal alleine Dinge wie Differentialrechnung beibringen soll…

Es ist oft hart und mit Spaß hat das Ganze rein gar nichts zu tun. Manchmal bereue ich, dass ich mich selbst um die unbeschwerten Studentenjahre gebracht habe, von denen alle immer so schwärmen. Aber jetzt hinzuschmeißen, lässt mein Ehrgeiz nicht zu.

Alles in allem denke ich aber, ich hatte ziemlich Glück. Obwohl ich ziemlich naiv an die Sache rangegangen bin, bin ich bei AKAD mit Sicherheit bei der richtigen Hochschule gelandet. Die Materialen sind recht gut aufgebaut, das Tutoring klappt einwandfrei, die Seminare, die ich bis jetzt besucht habe, haben mir persönlich sehr viel gebracht, ich habe die anschließenden Klausuren bis jetzt alle bestanden (na ja, für Mathe ist die Note noch nicht da…) und wenn ich Fragen hatte, wurde ich in Stuttgart immer recht schnell und gut betreut. 275€ im Monat sind nicht wenig, aber wenn ich überlege, was mit Studiengebühren und Büchern auf mich zu kommen würde, wenn ich an einer normalen Uni wäre, glaube ich, ist der Unterschied nicht mehr ganz so groß.

Ein weiterer Vorteil sind die Vorlesungen. Ich hatte bis jetzt kein Seminar, in dem mehr als 20 Leute saßen; wenn mehr angemeldet waren, dann gab es immer eine Parallelveranstaltung. In so kleinen Klassen hab ich das Gefühl, tatsächlich betreut zu werden. Wenn ich höre, wie andere Studenten von Vorlesungsräumen erzählen, die aus allen Nähten platzen, bin ich über meine Entscheidung immer wieder froh.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Art von Studium nicht für jeden funktioniert. Ich habe den unglaublichen Vorteil, dass ich den Stoff eigentlich nur einmal lesen muss, dann vor der Klausur noch einmal die Zusammenfassungen anschaue, das Seminar besuche und anschließend in den Klausuren gut zurechtkomme. Dadurch mache ich in der Woche höchstens halb so viel fürs Studium, wie die AKAD als Richtwert vorgibt (15-18 Stunden bei Sprintvariante). Wobei ich jedoch gestehen muss, dass mir in meinem Leben Noten noch nie so egal waren. Ich bin eine leidenschaftliche Verfechterin der Vier-gewinnt-Strategie geworden, obwohl ich bis jetzt eigentlich doch immer weit über meinen eigenen Erwartungen lag.

Für jemanden, der sich mit dem Lernen schwer tut, wächst die Belastung natürlich enorm an. Und drei Jahre oder mehr komplett auf Freizeit oder Hobbies zu verzichten, hält ja kein Mensch durch!

Ich habe die Sprintvariante gewählt, d.h. rein theoretisch könnte ich in drei Jahren neben dem Job meinen Bachelor machen. Sonderlich realistisch ist es nicht, dass ich das wirklich schaffe. Ich habe an der AKAD bis heute niemandem getroffen, der wirklich exakt im Zeitrahmen wäre, aber das ist auch nicht nötig. Ich kann kostenlos um zwei Jahre verlängern, d.h. ich habe insgesamt fünf Jahre Zeit für diesen Abschluss. Das sollte zu schaffen sein. Und dann habe ich nicht nur meinen BA, sondern nebenbei auch noch zwei, drei Jahre Berufserfahrung gesammelt. Ich werde dann die Superfrau sein, die in allen Bewerbungen gesucht wird: Mitte Zwanzig, Ausbildung, Berufserfahrung, Studium. Karriere, ich komme!

Herzlichen Dank an Alexandra für diesen eindrucksvollen und lebendigen Bericht.

bearbeitet von Markus Jung

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