Danni

Für welche Weiterbildung soll ich mich entscheiden?

7 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:

Ich bin 26 Jahre alt, habe nach dem Abitur eine Ausbildung zur Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft absolviert. Nach der Ausbildung habe ich allerdings 3 Jahre lang verschiedene andere Dinge ausprobiert. Seit einem Jahr arbeite ich nun wieder in meinem erlernten Beruf bei einer kleinen Hausverwaltung und möchte auch im kaufmännischen Bereich bleiben.

Nun möchte ich mich weiterbilden, weiß aber nicht so genau für was ich mich entscheiden soll. Ich hoffe ihr könnt mir bei meiner Entscheidung helfen. Ich weiß nur, dass es ein Fernlehrgang sein muss, da ich eine 40-Stunden Woche habe und einen täglichen Arbeitsweg von insgesamt 3 Stunden, daher ist ein Lehrgang mit mehreren Terminen zu festen Zeiten in der Woche für mich nicht möglich.

Ich habe nun schon viel im Internet gelesen und bin auf folgende Weiterbildungen gestoßen:

staatlich geprüfter Betriebswirt (als Fernlehrgang bei ILS oder SGD)

Vorteile :

- staatlich anerkannt

- ich kann Meister-Bafög beantragen

- man kann einen Schwerpunkt wählen, allerdings muss man sich schon bei der Anmeldung entscheiden. Ich schwanke zwischen Finanzwesen und Wirtschaftsinformatik (Kann mir vielleicht jemand etwas näheres darüber erzählen?)

- ich kann in verschiedenen Branchen arbeiten

Nachteile:

- relativ hohe Kosten

- man muss mindesten 36 Monate hierfür einplanen

- man muss 3 zweiwöchige Seminare absolvieren, ist für mich sehr schwierig zu realisieren, da ich nur 4 Wochen Urlaub pro Jahr habe und auch nicht immer so den Urlaub bekomme, wie ich ihn gern hätte (Weiß zufällig jemand, in welchem Abstand diese Seminare stattfinden?)

Wirtschaftsfachwirt (bei ILS)

Vorteile:

- nur 18 Monate Lehrgangsdauer

- geringere Kosten

- auch hier kann ich Meister-Bafög beantragen

- ich lege mich damit nicht auf eine Branche fest

Nachteile:

- gibt es nur in wenigen Bundesländer (ich komme aus NRW, und hier heißt er jetzt glaube ich jetzt schon wieder anders, die Prüfung wäre bei der IHK Nürnberg), ist dadurch wahrscheinlich auch nicht so bekannt und vielleicht auch nicht so angesehen

Immobilienfachwirt (bei ILS oder SGD)

Vorteile

- nur 20 Monate Lehrgangsdauer

- geringere Kosten

- Meister-Bafög

Nachteil:

- ich lege mich auf die Immobilienbranche fest, mit Stellen in der Immobilienbranche sieht es hier aber nicht so gut aus

Fernlehrgang bei der Steuerfachschule Dr. Endriss zum Finanzbuchhalter

Vorteile:

- Lehrgang speziell fürs Rechnungswesen, dieser Bereich interessiert mich besonders

Nachteile:

- ich kann kein Meister-Bafög beantragen

- es ist nur eine institutsinterner Abschluss, ich weiß nicht wie es mit der Anerkennung aussieht und ob ich überhaupt Chancen habe damit eine Stelle in der Buchhaltung zu bekommen

Bei meinem jetzigen Arbeitgeber bin ich sehr unglücklich (schlechtes Betriebsklima, Chef lässt seine schlechte Laune an Mitarbeitern aus, totales Chaos im Betrieb, 3 Stunden Fahrtweg jeden Tag, schlechte Bezahlung usw.). Ich suche schon seit mehreren Monaten eine neue Stelle, habe aber bis nichts neues gefunden. Mit Stellen in der Wohnungswirtschaft sieht es hier in der Gegend sehr schlecht aus. Habe mich auch auf kaufmännische Stellen in anderen Branchen beworben aber nur Absagen erhalten. Durch eine Weiterbildung möchte ich nun meine Chancen verbessern endlich eine neue Stelle zu finden. Besonders interessieren würde mich hierbei eine Anstellung im Rechnungswesen, bin aber auch für andere Bereich offen (könnte mir auch vorstellen mich in ein paar Jahre vielleicht selbständig zu machen)

Vielleicht hat jemand Erfahrungen mit den o. g. Weiterbildungen und kann mir etwas dazu erzählen, damit mir die Entscheidung leichter fällt.

Gruß

Daniela


BWL an der HFH

Studienzentrum Düsseldorf

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Hallo Daniela!

Ich kann dir zu den Weiterbildungen direkt nichts erzählen, aber ich kann dir mene Meinung sagen:

Bei deiner Geschichte würde ich zum staatl. geprüften Betriebswirt tendieren.

Warum?

du bist sehr unglücklich in deinem Job, es steht also ein Stellenwechsel bevor. Nun hab ich mir die Frage gestellt, was würde ich an deiner Stelle tun. Mit dem staatl. gepr. Betriebswirt hälst du dir viele Türen auf und du hast m.M. nach sehr viele Möglichkeiten im kaufm. Bereich zu bleiben. Gut, es spricht die lange Dauer dagegen, aber danach sehe ich es für dich als Sprungbrett.

Aus welchem Bundesland bist du? GGf. hast du Anspruch auf Bildungsurlaub. Gut, dein Chef wird nicht sonderlich begeistert sein, aber nachdem du in absehbarer Zeit eh wechseln willst... warum also nicht?!

wie gesagt, das ist meine Meinung.

glg

rita


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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Hallo,

Wirtschaftsfachwirt (bei ILS)

Vorteile:

- nur 18 Monate Lehrgangsdauer

- geringere Kosten

- auch hier kann ich Meister-Bafög beantragen

- ich lege mich damit nicht auf eine Branche fest

Nachteile:

- gibt es nur in wenigen Bundesländer (ich komme aus NRW, und hier heißt er jetzt glaube ich jetzt schon wieder anders, die Prüfung wäre bei der IHK Nürnberg), ist dadurch wahrscheinlich auch nicht so bekannt und vielleicht auch nicht so angesehen

>> Stimmt so nicht. Du kannst die Prüfung an JEDER x- beliebigen IHK machen, die die Prüfung abnimmt. Der Wirtschaftsfachwirt ist auch superbekannt! Bis du damit fertig bist, kannst du die Prüfung auch in NRW wieder ablegen. Ich arbeite bei der IHK, zufällig in der Weiterbildung, zufällig zuständig für die Wifawi und weiß es somit aus 1. Hand ;) <<

Fernlehrgang bei der Steuerfachschule Dr. Endriss zum Finanzbuchhalter

Vorteile:

- Lehrgang speziell fürs Rechnungswesen, dieser Bereich interessiert mich besonders

Nachteile:

- ich kann kein Meister-Bafög beantragen

- es ist nur eine institutsinterner Abschluss, ich weiß nicht wie es mit der Anerkennung aussieht und ob ich überhaupt Chancen habe damit eine Stelle in der Buchhaltung zu bekommen

>>Warum nicht gleich den Bilanzbuchhalter? Höheres Ansehen garantiert und Meister-Bafög ist auch kein Problem mehr.<<

Warum ziehst du kein akademisches Studium in Betracht? Ist dir das zu lang? Würde ich in jedem Fall dem staatl. geprüften BW vorziehen.

Beste Grüße

Nina

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>>Warum nicht gleich den Bilanzbuchhalter? Höheres Ansehen garantiert und Meister-Bafög ist auch kein Problem mehr.<<

Hallo,

das geht leider ohne entsprechende Vorbildung und Erfahrung im Buchhaltungsbereich nicht, da der Bilanzbuchhalter eine Fortbildungsprüfung für in der Buchhaltung bereits tätige ist.

Also wäre der Weg über den Finanzbuchhalter schon der richtige.

Wenn Du Dir absolut sicher bist, in das Rechnungswesen wechseln zu wollen, kannst Du diesen Weg schon wählen.

Wenn Du Dir mehrere Wege offen lassen möchtest, wäre der staatl. geprüfte Betriebswirt nicht schlecht.

Du könntest mal hier nachfragen, wie die Chancen eingestuft werden, als staatl. geprüfter Betriebswirt eine Stelle zu finden:

http://209.85.135.104/search?q=cache:K6avApasfQQJ:www.karriere.de/psjuka/fn/juka/SH/0/sfn/cn_artikel_print/bt/1/page1/PAGE_2365/page2/PAGE_2424/aktelem/DOCUMENT_2425/oaobjid/22805/index.html+Berufsaussichten+Wirtschaftskommunikation&hl=de&ct=clnk&cd=6&gl=de

Grüße

Elke


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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Hallo zusammen,

danke für eure Antworten.

@ Rita: Ich komme aus NRW. Ist es dort möglich Bildungsurlaub in Anspruch zu nehmen? Ich denke auch, dass ich mit dem staatl. geprüften Betriebswirt mehr Möglichkeiten habe. Ein Einstieg ins Rechnungswesen wäre bestimmt auch möglich, oder?

@Nina: Ich habe mal auf der verschiedenen Seiten der IHK in meiner Nähe geschaut (Krefeld, Düsseldorf, Niederrhein) und dort tauchte bei den Übersichten über Fortbildungsprüfungen niergendwo der Wirtschaftsfachwirt auf. Weißt du denn wie häufig diese Prüfungen stattfinden? Bilanzbuchhalter ist, wie Elke schon geschrieben hat, leider für mich noch nicht möglich. Über ein akademisches Studium habe ich auch schon nachgedacht. Was mich dabei aber abschreckt sind zum einen die zum Teil sehr hohen Kosten bei den Privaten Fern-FHs (wie z. B. AKAD oder Euro-FH) und die Dauer. Die Kosten könnte ich zwar von der Steuer absetzen aber ich weiß nicht wie viel das jährlich wirklich bringt. Hatte mit dem Gedanken gespielt, bei der FH Wismar anzufangen, aber das kostet bei EInhaltung der Regelstudienzeit auch schon 7515,- Euro. Außerdem müsste ich mich bis zum 30.08. einschreiben. Das ist doch etwas kurzfristig. Die Regelstudienzeit liegt hier bei 9 Semestern, das ist schon ziemlich lang. Ich habe Angst, dass ich mich nicht so lange motivieren kann. Andererseits hat man mit einem Studium natürlich viel mehr Möglichkeiten und man hat innerhalb des Studiums mehr Wahlmöglichkeiten (Schwerpunkte + Wahlplichtfächer). Das würde mir schon gefallen.

@yoda: Ich denke auch, dass man mit dem Bilanzbuchhalter gute Chancen hat, aber leider könnte ich den erst nach entsprechender Berufserfahrung beginnnen.

@Elke: Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich mich auf das Rechnungswesen festlegen möchte. Während der Ausbildung hat mir die Arbeit in diesem Bereich immer sehr viel Spaß gemacht. Danke für den Link, ich werde dort mal nachfragen.

Hat sonst vielleicht jemand Erfahrungen mit den o. g. Weiterbildungen gemacht und kann mir sagen, welche Chancen ich damit habe?

Gruß

Daniela


BWL an der HFH

Studienzentrum Düsseldorf

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Hallo Daniela!

Wegen dem Bildugnsurlaub hab ich hier mal etwas zusammen gestelt:

http://www.fernstudium-infos.de/fernstudium-infos-de-intern/11735-gesetzl-regelungen-bildungsurlaub.html#post37588

Ich denke, dass du mit dem staatl. Betriebswirt dir die meisten Wege also auch ins Rechnungswesen offen hälst. Dennoch ist das was Nina sagt richtig. Ein Bachelor bietet dir evtl. mehr Möglichkeiten und auch langfristig evtl. mehr Geld. Du bist noch eine Stufe höher qualifiziert. Vor allem hälst du dir ein weiteres "Feld" für mögliche Interessen offen.

Ich habe den Bachelor of Arts an der Euro-Fh gemacht und habe jetzt als Berufsanfängerin eine gute Stelle bei dem großen "Baggerhersteller mit L" gefunden. Das Studium war durchaus annerkannt. Somit kann ich dir nur diese Frage beantworten..

glg

Rita


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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Hallo,

du musst die Zulassungsvoraussetzungen aller IHK-Lehrgänge erst zur Abschlussprüfung vorweisen. Somit hättest du ja noch Zeit diese zu sammeln :o)

Du müsstest in etwa etwas mit Buchhaltung zu tun haben, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Du sagst du hast drei Jahre Verschiedenes gemacht. Was denn alles? Du kannst natürlich erstmal bei der IHK deine Zulassungsvoraussetzungen prüfen lassen, dazu rate ich dir in jedem Fall.

Beste Grüße

Nina

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