74angus

MBA contra Master of Arts

7 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich möchte aus beruflichen Gründen ein betriebswirtschaftliches Fern-Studium absolvieren (habe bereits ein abgeschlossenes Geschichtsstudium hinter mir). Die beiden Anbieter, die für mich in die engere Wahl kommen, sind die Euro-FH (MBA) und AKAD (Master of Arts).

Leider hat sich mir der Unterschied zwischen den beiden infrage kommenden Abschlüssen MBA - Master of Arts immer noch nicht erschlossen. Bei AKAD hat man mir erklärt, dass der MBA ein ursprünglich amerikanischer Abschluss sei, der allerdings durch seine inflationäre Verwendung weltweit ein wenig an Reputation verloren habe. Laut AKAD sei der Master of Arts lediglich das relativ neue europäische/deutsche Pendant. Inhaltlich gebe es keine Unterschiede.

Dem widerspricht das, was mir ein Doktorand der BWL erzählt hat, für den der Master of Arts eher theoretisch ausgelegt und weniger praxisorientiert ist als der MBA.

Ich zumindest habe die in den Broschüren aufgeführten Module der Euro-FH und von AKAD verglichen und konnte - bis auf kleinere Abweichungen bei den Wahlfächern - keine inhaltlichen Unterschiede ausmachen.

Nun bin ich echt verwirrt und weiß immer noch nicht, wo die Unterschiede liegen. Vor allem würde mich interessieren, ob die beiden Abschlüsse denselben Ruf genießen. Wer kann helfen? Danke!

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Die Unterschiede liegen im konkreten Fallvergleich ganz einfach im Namen und sonst wohl eher nirgends.

Der MBA ist eben ein Spezialfall in der BWL und stammt ursprünglich aus Amerika. Er wurde wohl meines Wissens vor allem mal als der Abschluss für BWL-Aufbau-Studiengänge konzipiert, anhand dessen man ursprünglich Fachleute anderer Disziplinen mit zusätzlicher Managementausbildung erkennen konnte (also ein nicht-konsekutiver BWL-Master). Außerdem konnte man in Europa daran leicht Leute erkennen, die ihren Studienabschluss in den USA gemacht hatten. Weil das internationale Kompetenz signalisiert hat, wurde der MBA dann auch unter BWLern hierzulande Mode, so dass er sich auch im Zuge der beginnenden Bachelor-/Master-Einführung hier verbreitet hat. Grundsätzlich ist es von der fachlichen Seite also ein Master wie jeder andere.

Der "Master of Arts" sollte in Deutschland für eher geisteswissenschaftliche, konsekutive Studiengänge gelten und der "Master of Science" für eher naturwissenschaftliche konsekutive; so zumindest der Gedanke des ursprünglichen Namenskonzepts in Deutschland wie ich es mal gelesen habe und wie es auch auf Wikipedia dargestellt wird.

In der Praxis erscheint es mir aber so, dass der Name genommen wird, den die jeweilige Hochschule für wohlklingender hält, insbesondere gerade bei BWL ist eigentlich alles vertreten: M.A., M.Sc. und MBA.

Viel wichtiger als der Titel sollte für Dich daher wirklich der Inhalt sein, die Hochschule und die Details der Akkreditierung. Denn bei Fachhochschulen muss z.B. bei der Akkreditierung gesondert festgestellt werden, dass der Master zum Höheren Dienst befähigt, während dies bei Unis automatisch gegeben ist. Außerdem wird es auch mit einem Master von der FH schwieriger sein, ggf. bei einem Promotionswunsch einen Doktorvater zu finden, manche Unis verlangen bei einem FH-Master sogar noch zusätzliche Studien (wie bisher beim FH-Diplom), bevor sie einen als Doktorand annehmen.

Was den Ruf angeht, tu ich mir schwer - AKAD gibt es natürlich insgesamt schon deutlich länger am Markt, die Euro-FH rührt zur Zeit stark die Werbetrommel...ich glaube dass der Unterschied nicht wirklich so groß sein dürfte, aber dazu wissen andere eher mehr.


VAWi SS 2008:

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Der MA an der AKad ist aufbauend auf ein BWL Studium. Fachfremde müssen davor das Kompaktstudium absolvieren.

Hallo yoda,

Bei der AKAD gibt es auch einen nicht-konsekutiven M.A. in BWL, der ausdrücklich nur für Nicht-Ökonomen ist und das Kompakt-Studium zumindest nicht als Vorraussetzung erwähnt:

https://www.akad.de/studiengaenge/details/fernstudium/studiengang/betriebswirtschaftslehre-master-of-arts-fuer-nicht-oekonomen/

Somit hat AKAD insgesamt drei BWL-Master im Programm, plus den von der WHL...ziemlich undurchsichtig auf den ersten Blick... ;)

bearbeitet von Markus Jung
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VAWi SS 2008:

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Vom Programminhalt sagt mir persönlich die Euro-Fh nicht zu.

Was stört dich am Programm der Euro-Fh? Mir scheinen AKAD und Euro-FH inhaltlich fast deckungsgleich hinsichtlich der Module (Controlling, Marketing, Personalwesen etc..). Einziger Unterschied scheint der bei der Euro-FH obligatorische Auslandsaufenthalt und die angebotenen Vertiefungsschwerpunkte, soweit ich das sehe.

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Die TH Kaiserslauten ist für Master of Arts Interessenten im Fernstudium wessentlich günstiger! Kontaktaddy steht hier im Forum!


Beim Umtrunk auf ihr Staatsexamen stand sie zu nah am Fensterrahmen!

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Alternativ bietet sich zudem der MSc in Management der Fernuni Hagen / HIMS an. Ist zwar schon wieder ein tacken teurer, beschäftigt sich allerdings fast ausschließlich mit klassischen Managementthemen. Die Struktur und Fächerauswahl sagt vielleicht nur nicht jedem zu.

Akad und WHL sind eigentlich nicht unübersichtlich - wenn man sich einmal kurz den Unterschied klar macht.

Die Akad ist eine offizielle Fachhochschule während die WHL einen universitären Status hat. Je nachdem wohin man tendiert scheidet die eine oder andere Möglichkeit aus.

Vorteil der WHL - wer evtl. mit dem Gedanken spielt doch noch zu promovieren und die entsprechenden Formalkriterien erfült, kann mit einem Master/Diplom der WHL über deren Kooperation an der HHL promovieren.

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Danke für die Infos soweit. Da ich die Präsensveranstaltungen aus zeitlichen Gründen gerne an meinem Wohnort Hamburg besuchen möchte, läuft es dann doch wohl auf eine Entscheidung zwischen Euro-FH (MBA) und AKAD (Master of Arts) hinaus. Einen anderen Anbieter, der das gewährleistest, habe ich noch nicht gefunden. Allerdings bietet wohl auch die Hamburger Fern-Hochschule ab Anfang nächsten Jahres einen MBA-Fernstudiengang an.

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