19 Beiträge in diesem Thema

Hallo in die Runde.

Nachdem ich eine Weile mitgelesen bzw. mich durch das umfangreiche Archiv gearbeitet habe, möchte ich zunächst einmal loswerden, dass ich diese Seite enorm hilfreich finde! Nicht nur, um eine Übersicht über die Fülle an Informationen zu bekommen, sondern auch einen Eindruck, wie die Realität hinter den Zahlen und Versprechungen aussieht.

Zu meiner Person. Ich bin im Bereich Kommunikationsdesign tätig (Werbung, eher im gestalterischen, konzeptionellen Bereich) und möchte mich im kommenden Semester in Hagen einschreiben. Derzeit schwanke ich noch zwischen Wirtschaftswissenschaft (Bachelor of Science) und Wirtschaftsrecht (Bachelor of Law). Beruflich möchte ich mich in Richtung Consultant/Unternehmensberatung orientieren und prinzipielle wären wohl beide Studiengänge geeignet. Mich wundert nur, dass der B.Sc. mit 6 VZ/9 TZ veranschlagt wird und der LL.B. auf 7 VZ/14 TZ (also gleich doppelt!?). Ich vermute, dass letzterer erheblich lernaufwändiger ist. Ist grundsätzlich davon auszugehen, dass er dann auch höherwertig einzuschätzen ist?

Falls also jemand irgendetwas Hilfreiches zu diesem Thema beitragen kann, wäre ich außerordentlich dankbar. Und falls jemand im kommenden Semester ebenfalls anzufangen beabsichtigt, bitte gerne hier andocken, vielleicht kann man sich gegenseitig unterstützen oder beratschlagen...

Danke und schönen Gruß an alle

Die Anna

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Ich kann nicht wirklich viel zum Thema Beitragen, außer schon öfters gelesen zu haben, dass man gerade im Bereich Unternehmensberatung mit einem Fernstudium keine wirklich guten Chancen hat.

Aber vielleicht kann da ja noch jemand mehr dazu sagen bzw. das entkräften.

Gruß,

Sonja

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Thema Fernstudium und Unternehmensberatung

Dazu sage ich jetzt einfach mal kurz etwas (auch bezüglich meinen Erfahrungen).

Es ist sehr wichtig, dass man unterscheidet in welche UB man möchte. Strategy Consulting (McK, BCG & Co.) machen sich es wahrlich nicht leicht die Leistungen eines Fernstudenten anzuerkennen und schon gar nicht, wenn es sich erst einmal "nur" um einen Bachelor handelt. Ich halte es nicht für unmöglich aber für extrem schwer.

Andere Bereiche des Unternehmensberatung (z.B. die Unternehmensberatung innerhalb der Big4 - WPG) sind da deutlich offener. Die akzeptieren bei entsprechenden Leistungen (im Beruf sowie im Studium) auch berufsbegleitende Absolventen aller Art. Gleiches gilt z.B. auch für die Medien- und Kommunikationsberatung, was für Dich vielleicht auch nicht unspannend wäre.

Dazu kommt hier noch etwas anderes. Die Fernuni Hagen ist eine Universität wie jede andere. Der Stoff - im Vergleich zu vielen Anbieter von Vz/Tz-Anbietern - ist nicht speziell für den Tz-Bereich umgeschrieben worden, sondern lediglich "verlängert". Das wird auch bei den Arbeitgebern positiv aufgenommen. Daher auch die im Vergleich überlangen Studienzeiten. Allerdings und das ist meine persönliche Meinung, sind 9 Semester für WiWi ja noch zu verkraften aber 14 für den LL.B. würde ich mir nicht geben. Dann lieber einen LL.B. an einer anderen (Fach-)Hochschule und anschließend noch einen LL.M. draufsetzen. Da brauch man für beide keine 14 Semester.

Grüße,

Aquila

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Meines Wissens nach ist der Hagener LLB kein Wirtschaftsrecht-Studiengang, sondern ein allgemeines Recht (so hätte ich auch http://www.fernuni-hagen.de/studium/studienangebot/studiengaenge/b_law.shtml interpretiert). Auf das Verhältnis VZ/TZ-Semester würde ich nicht soviel geben. Traditionell verdoppelt man in Hagen (was ja auch sinnvoll ist, wenn einer in Teilzeit nur die Hälfte aufwendet). Oft waren die Leute schon immer schneller. Bei den Wiwis hat man offenbar erkannt, dass kurze Zeiten gut sind, um mit den Privaten mitzuhalten. Ich halte Jura ansonsten generell für aufwendiger als BWL. Ich glaube, auch an einer Präsenzuni arbeiten die Juristen mehr als die BWLer.

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Das ist ja schon eine Menge Feedback, danke dafür.

@stefhk3 (hat der Name eine tiefere Bedeutung?)

Ja, selbstverständlich meinte ich den Studiengang Rechtswissenschaft. Ich hatte das gedanklich verkürzt, weil ich mich in Richtung Wirtschaftsrecht ausrichten würde. Das kommt davon, wenn man tagelang in diversen Foren und Prospekten liest...

@ auqila

Danke für die wirklich detaillierten Infos!! Allerdings strebe ich keine Angestelltentätigkeit mehr an, das hatte ich unvollständig formuliert. Ich bin schon jahrelang selbstständig und möchte meinen Kompetenzbereich erweitern bzw. neue Geschäftsbereiche erschließen. Ich bin ja schon steinalt und treibe hier vermutlich den Alterdurchschnitt ganz fies nach oben... :cool:

Ich denke, dass man ohnehin keine generellen Aussagen machen kann, was genau ein Studium wo in welcher Form bringen wird. Man kann im Vorwege abklopfen, was es bringen KANN. Aber zum einen gibt es da keinerlei Garantien, zum anderen spielt der persönliche Einsatz und Auftritt eine mindestens ebenso wichtige Rolle.

So, außerdem hatte ich die geniale Idee, mal mit dem Fachbereich WiWi zu telefonieren. Sinngemäß schilderte mir mein Ansprechpartner (Dr. Hoffmann), dass die Perspektive für den LL.B. eher in Richtung Verwaltung, Gutachten etc. geht und ein sehr großes Detailwissen erworben wird. Trotz einiger inhaltlicher Überschneidungen in den Fachbereichen unterscheiden sich in den jeweiligen Modulen die Prüfungen voneinander. Mehr Stoff und mehr Details beim LL.B. und ein breiteres (Anwendungs-)Spektrum beim B.Sc. Das wollte ich doch gleich mal als Info in diesem Artikelbaum hinterlassen...

LG

Anna

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Ich habe mal eine generelle Frage, warum die UB Fernstudiengänge nur schwer akzeptieren? Inhaltlich lernen die Leute doch das gleiche wie an einer Präsenz-Uni und habe schon mehr Berufserfahrung.


HFH - 7. Semester BWL

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Ja und Nein...

Die meisten Fern- oder berufsbegleitenden Studiengänge sind ja im Bereich BWL anzutreffen und dort ist es auch am leichtesten zu verdeutlichen. BWL berufsbegleitend dauert in den allermeisten Fällen nicht viel länger als Vollzeit. Diese Diskrepanz - was die Vorlesungszeiten angeht - muss ja irgendwo wieder bereinigt werden. Daher werden diese Studiengänge nicht selten auf berufstätige in dem Bereich gemünzt und sehr bewußt praxisirrelvante Theorie weggelassen (dafür andere Vertieft) und bestimmte Dinge (z.B. Buchführung) vorausgesetzt. Insgesamt unterscheidet sich aber das gemeine Uni oder FH-Vollzeitstudium schon etwas von den meisten berufsbegleitenden. Das bemängeln manche, vornehmlich die UBs. Ob das Sinn macht ist eine ganz andere Frage.

Wenn Du eh schon selbstständig bist (glaub ja nicht, dass hier nur Leute mit einer 2 vorne rumlaufen ;-)), dann würde ich sogar fast von der Fernuni-Hagen abraten um den Kreis zu erweitern (m. einer Ausnahme). Hagen ist eine "normale" Uni mit der entsprechenden Thorielastigkeit. Dieses wird Dich aber in Deiner Selbstständigkeit nicht übermäßig schnell weiterbringen (in the long run - yes, of course). Da bist Du wahrscheinlich mit den normalen berufsbegleitenden Kursen á la FOM, AKAD etc. besser bedient. (schneller, praxisorientierter)

Die Fernuni macht meiner Meinung da nur Sinn, wenn Du auf Dauer auch noch eine Promotion anstrebst (ginge auch über Akad-WHL).

Aber - das ist eine persönliche Meinung.

Wenn Du bereits einen grundanständigen (akademischen) Studiengang hast, dann wäre für Dich eh ein Nicht-Konsekutiver Master sinnvoller. Da gäbe es ja neben dem Klassiker MBA noch einige andere (s. Akad, WHL, HS Wismar, Fernuni Hagen (HIMS), TU Kaiserslautern). Teilweise gibt es auch LL.M. als nicht-konsekutive Studiengänge, die auch keinen BWL-Hintergrund erfordern.

Grüße,

Aquila.

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Tja, der erste grundständige Studiengang fehlt mir ja leider... Meine Ausbildung habe ich an einer Privatschule gemacht, die zwar staatlich anerkannt ist, aber das "Diplom" hat keinerlei akademische Relevanz. Und so komisch das klingt: Das Theorielastige ist einer der Gründe, die aus meiner Sicht FÜR die UniHagen sprechen. Meine Lernerfahrung hat mir stets gezeigt, dass ich den Stoff so wesentlich effektiver aufnehmen kann als wenn mir etwas vorgesetzt wird (Präsenz-Uni/Vorlesung, habe damals mein Studium an der Uni HH abgebrochen nach 3 Sem.). Bin da wohl der klassische Autodidakt. Promotion nicht ausgeschlossen. Weniger für die Visitenkarte, mehr fürs Ego... ;)

Die HFH beispielsweise bietet ja den Bachelor of Arts - Wirtschaftsrecht an. Inhaltlich wäre das sicher meins. Aber hier zahle ich dann für etwas, das ich gar nicht wünsche/brauche, nämlich Präsenztermine mit praktischen Übungen, Unterstützung beim Lernen etc. Abgesehen davon sehe ich hier den Nachteil darin, dass (im Gegensatz zu anderen privaten FHs) ein ziemlich starres Zeitgerüst besteht. Da ist dann die Euro-FH flexibler. Grundsätzlich würde ich Dir voll und ganz zustimmen und unter den gegebenen Gesichtspunkten unter den FHs wählen. Nur in meinem ganz persönlichen Fall liegen die Prioritäten eben anders...

(letzter Absatz v.a. für die Mitleser)

LG

Anna

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Hi Anna,

auch ich fand anfangs den Studiengang Wirtschaftsrecht sehr reizvoll. Ich habe aber nach einem Semester gewechselt und studiere nun BWL. Einer der Hauptgründe ist, dass die deutschen doch sehr konservativ sind und sich unter einem Betriebswirten einfach mehr vorstellen können, als unter einem Wirtschaftsjuristen. Ein weiterer Punkt ist, dass ich in einem Verlag im Bereich Anzeigenverkauf/Anzeigenmarketing tätig bin. Ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing/Vertrieb lässt sich da einem potenziellen Arbeitgeber wesentlich besser verargumentieren als ein Rechtsstudium. Auch wenn die Juristerei spannend ist. Ich habe zumindest in Berlin bis dato nur eine Stellenanzeige für einen Wirtschaftsjuristen gesehen.

Wenn du jedoch die Selbständigkeit wählst, schadet das Studium Wirtschaftsrecht nicht. Hier werden viele Ding vermittelt, die das BWL-Studium auf rechtlicher Seite vermissen lassen. Du bekommst dann quasi wirklich einen guten Querschnitt aus allen Bereichen.

Zum LL.B.-Studium in Hagen: Ich denke, dass es ein wirklich gutes Programm ist, allerdings wirst du es schwer haben, gegen die abertausenden Volljuristen in diesem Land. Die Rechtsverdreher in Deutschland sind in meinen Augen einfach noch nicht bereit für einen LL.B.

Gruß

Rico


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Hi Ocean,

Damit könntest Du richtig liegen, dass die deutschen Juristen noch nicht bereit für Bologna im Allgemeinen sind (auch nicht für den LL.M. als Standardabschluß vorm Staatsexamen)...und solange man mit LL.B. & LL.M. nicht auch zum Volljuristen werden kann, wird es auch so bleiben.

Der LL.B. von Hagen hat meiner Meinung nach noch einen weiteren Nachteil. Es handelt sich hier ja auch von der Darstellung nicht um ein klassisches WJ-Studium sondern um ein rechtswissenschaftliches, was eher an die "normale" Juristenausbildung angelehnt ist als an den anderen wirtschaftsjuristischen Studiengängen an den diversen FH in Deutschland.

@Anna

Warum hast Du damals das Studium an der Uni abgebrochen? Gerade die Uni ist im Vergleich zur FH sehr viel besser geschaffen für Autodidakten? Die meisten Vorlesungen muss man ja nicht einmal besuchen...

Grüße,

Aquila

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