schicht gesicht

Mechatronik oder Elektro- und Informationstechnik

8 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

bin das Schichten leid und suche mir eine neue Perspektive. Habe mich bereits durch einige Threads gelesen und mich über das Studienhandbuch der PFFH Darmstadt informiert.

Jetzt stehe ich vor der Entscheidung, Studiengang Bachelor Mechatronik oder Bachelor Elektro- und Informationstechnik?

Muss dazu erwähnen, dass ich gelernter Kfz-Elektriker bin und seit mehr als 4 Jahren in der Kfz-Industrie tätig. Mein Aufgabenfeld befasst sich mit der Behebung von Fehlern/Problemen, welche an den Fzg. während des Produktionsprozesses auftreten. Sowohl mechanischer (Motor, Getriebe, Fahrwerk, etc.), als auch elektrischer (Motormanagement, Sensorik/Aktorik, Spannungsversorgung, etc.) Herkunft.

Da ich auf meinen Beruf aufbauen möchte (Entwicklung/Konstruktion), ich mir aber noch nicht im Klaren bin, welcher Studiengang meinem Berufsbild ähnelt und noch offene Fragen zu den o. g. Studiengängen habe, hoffe ich bei euch die Antworten zu finden.

Meiner Ansicht nach ist ein Studium der Mechatronik nahe liegend. Allerdings ist dieser Beruf meines Erachtens noch sehr neu, genauso kann ich mir schlecht vorstellen, dass eine Art "Schnittstelle" zwischen den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik in der Berufswelt sehr gerfragt ist. Momentan habe ich erfahren, dass die Firmen doch eher auf altbekannte Fachleute des Maschinenbaus, der Fahrzeugtechnik oder der Elektrotechnik zugreifen.

Hierzu können mich sicherlich manche unter euch aufklären.

Andererseits vermute ich, dass ich durch meine Tätigkeit auch Kenntnisse für ein Studium der Elektro- und Informationstechnik habe. Wobei ich denke, dass dieser Weg eher in die IT-Branche führt und in der Automobilindustrie, verzeiht mir den Ausdruck, als Programmierer oder Software-Entwickler Verwendung findet. Tatsächlich sind in den Ebenen der Entwicklung meines Unternehmens Ingenieure der Elektrotechnik sehr gefragt.

Kurz gesagt, meine Bedenken sind, dass ich mich mit einem Studium dieser Art fern ab von dem Kraftfahrzeug, in Richtung Informatik zu steuern würde und mich somit auf völlig unbekanntes Terrain begeben würde.

Vielleicht kann mir jemand helfen meine Zweifel zu beseitigen.

Wer es geschafft hat bis hier hin durchzuhalten, dem möchte ich für die Mühe danken. Ich hoffe euch mit diesem Brocken von Text nicht vom Lesen abgeschreckt zu haben.

euer

schicht gesicht

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Hallo schicht gesicht,

mir geht es ähnlich wie Dir. Ich habe mich neulich für die Studienrichtung Technische-Informatik (Automatisierungstechnik) entschieden und die Anmeldung abgeschickt. Bin gespannt wann ich die ersten Unterlagen erhalte. :D

Ich bin in der Nutzfahrzeug-Branche in der Erprobung von Elektroniken / Steuergeräten tätig. Um beruflich weiterzukommen brauche ich unbedingt einen Hochschulabschluß.

Da für mich Mechanik/Maschinenbau uninteressant ist, kamen für mich nur Elektrotechnik oder Informatik in Frage. In Sachen Elektrotechnik bin ich schon vorbelastet (Meister Elektrotechnik). Da selbst beim LKW der Anteil von Elektronik im Fahrzeug immer mehr zunimmt ist Elektrotechnik oder Technische Informatik meiner Meinung nach der richtige Weg.

Da die meisten Elektrotechnik-Ingenieure bei uns sowieso maximal 20% des Wissens aus dem Studium praktisch anwenden und die Tendenz in Richtung Informatik immer mehr zunimmt habe ich mich für Technische-Informatik entschieden. Da lernt man zwar nicht so viele Details wie in einem reinen Informatik- oder Elektrotechnik-Studium - ABER - man hat eine breitere Basis und wenn man mal tatsächlich detaillieres Wissen benötigt, kann man das ja immer noch nachlesen oder sich entsprechend weiterbilden.

In den meisten Stellenausschreibungen bei uns werden hauptsächlich Leute mit einem Elektrotechnik- oder Maschinenbaustudium gesucht. Das tätsächliche Tätigkeitsfeld ist aber meistens etwas anderes.

Z. B. im Bereich Elektrotechnik: Datenbanken, EDV-Messtechnik, Steuergeräte-Software entwickeln und testen, Sensoren/Aktoren testen, HIL-Prüfstände betreuen usw.

Das hat meiner Meinung nach mehr mit Informatik als mit Elektrotechnik zu tun - aber in der Stellenausschreibung steht aber nun mal "Elektrotechnik-Studium an Uni oder FH; gute EDV und Programmierkenntnise erwünscht".

Die meisten Steuergeräte, Sensoren, Aktoren werden sowieso nur von irgendwelchen Zulieferfirmen entwickelt. Bei denen wäre ein reines Elektrotechnik-Studium vielleicht sinnvoller.

Gruß

Harald

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Danke für Deine Rückmeldung Harald.

Bin Deiner Meinung.

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Schade ich hatte hierzu eigentlich auf mehr Resonanz gehofft.

Wo seid ihr angehenden Bachelor der Mechatronik den alle!

Ihr habt doch bestimmt schon einige Erfahrungen gesammelt, auf welche Art und Weise diese Fachrichtung in der Berufswelt ihre Anwendung findet.

Was spricht für diesen Weg und in wie fern wisst ihr über dessen Notwendigkeit auf dem Arbeitsmarkt? (ist ja noch recht neu, dieser Beruf)

Mich würde es einfach auch interessieren wo ihr euch nach dem Studium seht?

Wäre nett, wenn ihr mich an euren Erfahrungen teilhaben lassen würdet - genauso angesprochen sind die ETler unter euch ;).

Vielleicht sollte ich es aber auch einmal über andere schon bereits vorhandene Treads probieren und einfach mal in die Runde Fragen.

Danke euch trotzdem im Voraus.

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Ich studiere zwar Maschinenbau in Iserlohn, aber ich habe mich mit einigen Mitstudenten unterhalten können, die vor der Wahl standen: Maschinenbau oder Mechatronik. So haben die sich für den Maschinenbau entschieden, da laut den Aussagen derer Kollegen der Mechatroniker nichts halbes und nichts ganzes ist. Und die Personaler wohl lieber auf altbewehrtes setzen würden. Einige studieren auch Maschinenbau und spekulieren darauf, nach dem Bachelor, den Master für Automotive zu machen.

gruß

Sebastian


Staatlich geprüfter Techniker für informatik

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da laut den Aussagen derer Kollegen der Mechatroniker nichts halbes und nichts ganzes ist. Und die Personaler wohl lieber auf altbewehrtes setzen würden.

Diesen Aussagen kann ich mich anschließen, habe Ähnliches gehört. Ich denke, da meiner Meinung nach der Mechatroniker erst kürzlich angeboten wird, kann es noch dauern bis dieser in der Berufswelt fest integriert und ebenso anerkannt sein wird, wie seine altbekannten Vorgänger.

Der Trend geht schon in Richtung Mechatronker. In dem Unternehmen in dem ich mein täglich Brot verdiene wird bereits auch der BA-Studiengang Mechatronik (Bachelor) angeboten - ist aber sehr schwierig da einen Platz zu bekommen.

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Hallo peterlanger1,

für welchen Weg hast du dich entschieden, wenn man fragen darf? :)

Ich habe mir mal die Mathe-Aufgaben angesehen und dabei bemerkt, dass diese von der HFH stammen.

Wundert mich grad, weil ich mich auch über diese Einrichtung mal über das Angebot an Studiengängen informiert habe. War leider nichts Technisches darunter, außer einem techn. Wirtschaftsingenieur-Studium.

Oder hab ich da was übersehen?

Komme übrigens aus dem Raum Stuttgart.

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