8 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

Ich bin zur Ziet 25 Jahre alt und wurde vor einem Jahr nach meiner bestandenen Ausbildung (Indu-Kaufmann) in die Vertriebs-/Verkaufsabteilung unseres Unternehmens aufgenommen. Die Unternehmensleitung möchte nun, daß ich meine Qualifikationen via Fernstudium (das mir bezahlt wird) aufbessere, sie denken dabei an ein Fernstudium zum Dipl. Kaufmann (FH).

Ich selbst tendiere auch zu diesem Fortbildungslehrgang, da der Zeit-/Arbeitsaufwand ja scheinbar nicht viel mehr wie beim Bachelor ist, der Abschluß aber etwas besser angesehen ist.

Nun laß ich aber, daß man mit 16-18 Stunden pro Woche Lernaufwand (und das außerhalb der Prüfungszeit, ich bin nur "normal" lernbegabt mit starken Schwächen in Mathematik) rechnen muss, daß wären ca. 2 1/2 Stunden am Tag.

Wenn ich bedenke, daß ich um 17 Uhr mit meiner Arbeit fertig bin, im Schnitt alle 2 Tage bis ca. 18:45 Sport treibe (ich hab leider nur den einen Körper, daher muss er auch in Schuß bleiben, leide jetzt schon unter dem Bürostuhlbauch), gegen 19 Uhr daheim bin, die 2,5 Stunden bis 21:30 lerne, Abendesse und gegen 22:15 dann bettfertig bin, am Wochenende dann die Wohnung aufräume (Single), Einkäufe erledige etc., dann schleicht sich bei mir der Gedanke ein, daß ich in der Zeit in der ich studiere (ca. 4 Jahre) nahezu Null Freizeit habe, in der Zeit war noch kein Fernseher oder PC angeschalten (Horror für mich als passionierter WoW-Spieler, und das in meinen besten Lebensjahren).

Nun der Kern meiner Frage: Ist es wirklich so, daß ich in den 3-4 Jahren nahezu keine Freizeit mehr habe? Oder male ich mir das ganze jetzt schlimmer aus als es ist?

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Es ist schon so, dass du dich mit deinen sonstigen Aktivitäten einschränken musst - wie stark, hängt sicherlich auch davon ab, in welcher Studienphase du dich befindest und auch ein bisschen vom aktuellen Fach.

Normalerweise wird ja ein Durchschnittswert von ca. 15 Std./Woche angegeben, und je nach Fach/Vorbildung kann das durchaus auch mal mehr oder weniger sein.

Als Studienanfänger hat man sicherlich noch nicht so den Durchblick "wie der Hase läuft" und wo man sich vielleicht etwas Aufwand sparen kann und wo nicht, also verbringt man da erfahrungsgemäß etwas mehr Zeit beim Lernen. Ich denke, dass man so ca. nach einem Semester den Bogen raus hat und dann auch weiß, wie man effektiv lernt. Vor Klausuren oder wichtigen Terminen kann es auch sein, dass man etwas mehr Zeit investieren muss.

Du wirst auch sicher feststellen, dass das eine Fach mehr Zeit verschlingt als das andere, wobei das sicherlich auch an deinen eigenen Vorlieben liegt. Kurzum, kann sein dass du durchaus mal Wochen hast, wo du 10 Std. oder gar weniger fürs Lernen investieren musst, weil der Stoff nicht so anspruchsvoll ist. Es wird aber auch die Wochen geben, in denen du 20 Std. lernen wirst.

Es ist also nicht so, dass du gar keine Freizeit mehr hast. Die Zeit wird sicherlich eingschränkt sein, aber sicher nicht die ganzen 4 Jahre über gleichmäßig stark.

Ich hoffe, das beantwortet deine Frage.

Gruß,

Sonja

P.S.

Vielleicht besteht für dich die Möglichkeit, während der Fahrt zum Arbeitsplatz zu lernen (öffentl. Verkehrsmittel) oder aber Pausen dafür zu nutzen. Das reduziert natürlich die Zeit, die du abends nach der Arbeit investieren musst.

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was die Sache mit deinem Bauch angeht, kann ich Dich als Fernstudent (Dipl. kfm FH) beruhigen. Meiner Erfahrung nach verbrennt man durchaus einige Kalorien durch das Lernen und den Streß.

...zumindest habe ich dabei abgenommen. ;-)

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Hi,

es kommt darauf an, was du als "Freizeit" definierst.

Ich habe beispielsweise "nur" Fernseh- und Computerspielezeit in Lern- und Lesezeit umgewandelt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich nach der Arbeit täglich noch gut vier bis fünf Stunden spielen konnte aber seit Beginn des Studiums nur etwa zwei Stunden lernen kann. 1:1 kann kaum jemand die Spielezeit in Lernzeit umwandeln womit ich sagen möchte, dass du hoffentlich nicht kalkulierst "Bisher 30 Stunden pro Woche WoW - 17 Stunden für das Studium = 18 Stunden bleiben für WoW" ;-)

Beim Studienstart wurden alle PC Spiele von mir deinstalliert.

Auch meine Mitstudenten haben alle ihre ursprünglichen Hobbies massiv reduziert und wenn nicht gar aufgeben müssen. Freizeit ist vorhanden aber natürlich sehr knapp.

Da man bei uns die Module eigentlich fast beliebig schieben kann, nehmen viele etwas Druck heraus und genehmigen sich pro Jahr auch mal ein oder zwei Monate Auszeit.

Wenn du also anstatt vier Jahre etwas fünf Jahre benötigst, macht das nichts, so lange am Ende die Noten stimmen und dein Arbeitgeber nichts dagegen hat.

Schönen Gruß

Matthias

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Hallo Matthias & die obendrüber,

vielen Dank für Eure Antworten, ihr habt mir damit schonmal in meinen Gedankengängen sehr geholfen. Ich muß ehrlich gestehen, ich habe auch so gerechnet: 30 Stunden WoW - 18 Stunden lernen = 12 Stunden WoW, wird wohl ein harter Bruch werden, hoffe die hierfür notwendige Willenskraft aufzubringen (Schurken haben bisher WIllenskraft ignoriert ;-).

Habe eben einfach Sorgen meine "späte Jugend" für's lernen kommplett zu opfern und die nächsten 4 Jahre nur allein daheim zu sitzen (durch weiten berufsbedingten Umzug mehr oder weniger alle Freunde verloren und hier in meiner neuen Stadt noch niemanden kennengelernt).

Aber naja, vielleicht lern ich ja gerade durch's Studium jemand kennen :-)

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Hallo Benjamin,

durch ein Studium, auch ein Fernstudium, lernst Du auf jeden Fall neue Leute kennen - wenn auch ggf. einen Teil davon nur virtuell.

Ansonsten hat es natürlich auch Vorteile, wenn Du in einer neuen Stadt noch nicht so viele kennst - dann steht auch nicht ständig jemand auf der Matte und lenkt vom Studium ab ;-)

Aber klar ist schon: Für das Fernstudium musst Du auf manches verzichten, gerade im Freizeitbereich. Dies sollte Dir nicht zu sehr als Opfer vorkommen, sonst würde ich es mir mit dem Studium nochmals überlegen. Du kannst es eher so sehen, dass Du auch geistig gesehen jetzt noch frisch bist und das ausnutzt und nicht mit Zeitvertreib verplemperst....

Viele Grüße

Markus


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Hallo @ alle,

danke für die Informationen, ihr habt mir damit schon mal ziemlich weitergeholfen. Ein Mitarbeiter in unserer Gruppe hat mir auch von seinem Studium zum Betriebswirt (VWA) an einer Akademie als Abendstudium erzählt. Das ganze klang auch recht interessant, da man hier auch mehr Kontakt zu Mitstudierenden hat. Leider ist die nächste Akademie (Dresden) 50km entfernt, was einen bedeutenden Fahrtzeit- und Spritgeldaufwand bedeutet, vermutlich brauche ich auch bei dieser Form genausoviel Zeit zum lernen wie mit einem Fernstudium, da hier noch die Fahrtzeiten zu berücksichtigen sind... und auf ein Dipl. vor dem Namen ist halt doch was feines ;)

Ich sehe das Studium jetzt nicht als Quälerei an (außer Paragraphenauswendiglernerei, da grauts mir jetzt schon vor...), aber von 100% Computerspielesucht auf 10% runterzufahren wird schon heftig, aber mein Leben lang nur Facharbeiter bleiben und finanziell grad so hinzukomme liegt nicht gerade in meinem Sinne, da muß man wohl Opfer bringen.

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Der Aufwand für ne VWA ist deutlich geringer als für ne FH (trotz Fahrerei). Der vermittelte Stoff deckt nach meinen Erfahrungen rund den Umfang des FH-Grundstudiums ab, geht dabei jedoch nicht so in die Tiefe. Wenn Du hauptsächlich Wert auf Wissen legst reicht VWA, wenn Du gerne beruflich vorankommen möchtests (grade bei Grossunternehmen) ist FH oder gar Uni eher zu empfehlen...

Nick

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