EverDare.

So viele Fragen...ich brauch dringend Hilfe

10 Beiträge in diesem Thema

Hey ihr alle,

hab mich heute erst angemeldet und hoffe doch, dass mein Beitrag hier nicht ganz falsch plaziert ist...

Ich weiß gar nicht wo ich genau anfangen soll, ich bin in einer für mich doch recht aussichtslosen Lage.

Ich bin weiblich, 24 Jahre alt und im Leben noch nichts erreicht.

Ich habe Abitur (mehr schlecht als recht) mit 2,4 gemacht und danach angefangen, an der FH im Nachbarort Informatik zu studieren. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch keine wirkliche Ahnung von Computern und Informatik, dachte aber, dass ich das alles lernen kann. Das erste Semster kam...und so schnell es angefangen hatte, so schnell war es auch schon wieder vorbei. ich hatte keine Zeit zum Reflektieren und Nachdenken, ob das alles so richtig ist. Über Weihnachten und Neujahr waren "Ferien" und da ist mir klar geworden, dass es zwar ok ist, mich aber (richtige) Naturwissenschaften doch mehr interessieren. Die hatte ich immerhin jahrelang ind er Schule, Chemie und Bio sogar als Leistungskurse.

Hab mich dann für Pharmazie beworben und sofort vond er ZVS nen Studienplatz bekommen. Zu dem Zeitpunkt war ich mit meinem Freund schon lange zusammen und er hatte mir versprochen, dass er überall mit mir hinziehen würde, wenn ich den Platz kriege. Leider waren das nur Worte und am Ende bin ich allein los. Ok, ich kanns ihm nciht verübeln, er war davor lang arbeitslos und hat dann erst kurz vorher wieder einen neuen Job gefunden. Dass er den dann nicht einfach soaufgibt, das kann ich schon verstehen. Das Pharmaziestudium hab ich nach 4 Tagen bereits wieder aufgegeben, weil ich es allein da einfach nicht ausgehalten hab. Lacht ruhig und denkt euch euren Teil, aber ich bin ein Mensch mit vielen psychischen Problemen und ich kann u.a. absolut nicht allein sein. Ich kanns einfach nicht. Diese Woche war die mit Abstand schlimmste in meinem Leben.

Zurück musste ich mir dann natürlich was Neues suchen. Ich dachte mir, dass ich "damals" im Inf-Studium eigentlich gar nicht schlecht war. Hatte alle Prüfungen auf Anhieb (gut) bestanden und irgendwann würde es mir schon anfangen Spaß zu machen. Das war leider nur eine Selbstlüge. Ich hatte keinen Spaß daran und mittlerweile bin ich im fünften Semester (hab das erste nochmal wiederholt, weil von Diplom- auf Bachelor-Abschlüsse umgestellt wurde in der Zwischenzeit) und hasse es nur noch. Ich bin seit Auguste im Praxissemester und es ist jeden einzelnen Tag aufs Neue ein Kampf, da auch wirklich hinzugehen. Die Freitag abende sind befreiend, an Samstagen sehe ich sogar lichte Momente, aber sonntags bin ich fast ausschließlich am Weinen, weil die Schatten der neuen Woche schon wieder über mir hereinbrechen. Das ist für mich so unerträglich, das kann ich gar niemandem sagen. Es liegt nicht an der Firma, es liegt einzig und allein an mir.

Ich hab das Fach aus den ganz falschen Gründen gewählt.

1) weil meine Familie das Geld braucht.

Ich bin die einzige in der Familie, die Abitur hat und somit hab ich das Potenzial, wirklich etwas zu reißen. Meine Eltern sind geschieden, meine Mutter chronisch krank und deshalb seit fast 20 Jahren arbeitslos (ok, mit kleineren Unterbrechungen, aber das spielt keine Rolle). Meine Oma wohnt auch da mit im Haus (ich nicht mehr) und sie braucht auch im Prinzip Pflege rund um die Uhr. Ich dachte, Informatiker verdienen viel, da kann ich die Hälfte an meine Familie abtreten, dann gehts denen auch mal gut.

2) ich muss nicht wieder umziehen

3) Informatik ist sehr anspruchsvoll und die wenigstens schaffen das.

Ich will nicht, dass mich jemand für dumm hält. Das bin ich nicht und das wollte ich damit allen zeigen. Geschafft hab ich das, ds muss ich zugeben. Wenn mich jemand nach meinem Studienfach fragt und sind alle doch sehr erstaunt und es kommen Sätze a la "wow, das ist aber schwer!" oder "echt? Das apckst du? Da hören doch so viele auf, weils zu schwer ist" etc pp.

Zu schwer ist es nicht. Ich hab nen Notendurchschnitt im 1,x-Bereich und alle Prüfungen beime rsten Versuch geschafft. Ich könnte das schon, so ist das nicht. Ich hasse das fach einfach nur so abgrundtief. Es ist nix für mich. Es ist nicht das richtige für mich.

Soweit zu meiner Geschichte. Jetzt zum eigentlichen Problem. Meine Familie macht tierisch Druck, dass ich endlich mit dem Studium fertig werde. Wechslen wäre jetzt also...naj...suboptimal.

Meine Eltern sind ja wie gesagt geschieden und mein Vater zahlt UNterhalt. Er ist ein Rabenvater und ich hab eigentlich keinen Kontakt zu ihm und dennoch hat er gedroht mir den Unterhalt zu entziehen, sollte ich Informatik nochmal canceln. Ich brauch doch aber die Kohle.

Er stellt sich quer und deshalb hab ich kein BaföG bekommen. Hab mir dann nen Studienkredit geholt und bin bisher mit 3600€ in den Miesen.

Versteht ihr? Ich hab die letzen Jahre so viel mitgemacht und wo stehe ich jetzt? Verschuldet und psychisch zeimlich am Ende? Vor dem nichts.

Ich würde so gerne Steuerberater werden. Aber dazu muss ich erstmal BWL studieren (oder??). Ich weiß nicht, wieso ich das nicht gleich von Anfang an gemacht hab. Vielleicht weil alle beim Wort BWL sagen "wenn du dumm wie Brot bist und nix kannst und keinen Plan von gar nix hast...das studier BWL"?

Ich glaube (momentan), dass ein Fernstudium so ziemlich die einzige Möglichkeit ist, die ich habe. Aber davon hab ich halt auch wieder keine Ahnung. kann ich, wenn ich BWL über einen Fernlehrgang studiere, michd ann am Ende wirklich und wahrhaftig "BWLer" schimpfen? Also hab ich dann den gleichen Status wie ein an einer Uni/FH studierter BWLer und darf dieselben Jobs ausführen?

Ich dachte mir, ich könnte halbtags jobben und den anderen halben Tag studieren. An der Motivation oder dem Durchhaltevermögen/Willen liegts nicht (auch wenn ihr jetzt vielleicht denkt, dass das dummes Gerede angesicht 2 bzw 3 abgebrochener Studien...). Könnte das funktionieren?

Mir ist schon klar, dass das Ganze kostenintensiv werden wird. Aber Studiengebühren musste ich früher ja auch zahlen,d ann wirds wohl aufs Gleiche rauslaufen.

Ich weiß auch nicht, ich hab Angst vor dem was kommt. Ich weiß nicht, was ich mit mir selbst anfangen und wie ich jemals mein Leben auf die Reihe kriegen soll.

Könnt ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben oder einfach nur ein statement zu meinem Beitrag? Vielleicht krieg ich dann eine neue Sichtweise drauf? Sind meine Pläne völlig utopisch oder könnte das so alles funktionieren? Hab ich den "Haken" an der Sache vergessen, oder gibt es keinen? Es gibt doch immer einen...

Über eine Antwort würde ich michs ehr freuen und wäre euch wahnsinnig dankbar.

LG,

EverDare.

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Hallo,

hast du schon mal mit jemandem über deine Probleme (Familie, Studienwahl, usw.) gesprochen? Ich meine, es gibt doch sicher bei euch an der FH eine Studienberatung, und meist sind die Leute dort nicht nur für die eigentliche Studienbetreuung usw. zuständig.

Bei uns an der Uni gab es früher auch eine psychologische Beratungsstelle für Studenten. Das hat nicht jede Hochschule, vor allem wenn sie klein ist, aber häufiger kooperieren die Hochschulen da miteinander und man kann dann evtl. in der näheren Umgebung auf Angebote zurückgreifen. Schau' dir vielleicht mal an, was deine FH da anbietet.

Ich halte das in deiner jetzigen Situation für das Beste, bevor du irgendwelche Entscheidungen triffst, die du am Ende bereust und die ja ganz offensichtlich ziemlich einschneidend sind für dich.

Gruß,

Sonja

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Hallo Everdare,

vielleicht ist das jetzt nicht die Antwort auf deinen Beitrag die Du lesen möchtest, aber ich würde Dir empfehlen einen Psychologen aufzusuchen. Manchmal macht es Sinn das eigene Leben gemeinsam mit einem Fachmann zu prüfen. Denn deine Schilderungen lassen eher auf einen Bedarf an "Lebensberatung" schließen als auf die Notwendigkeit eines Rats hinsichtlich Fernstudien.

Ich denke nicht das sich deine Probleme allein durch ein wechseln des Studiengangs lösen lassen.

LG

Marko

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Hallo EverDare.,

zunächst möchte ich Sonja und Marko zustimmen - Du solltest mal mit jemandem über Deine ganze Situation sprechen.

Trotzdem ein paar Infos zum Fernstudium:

Es gibt BWL-Fernstudiengänge, und Du kannst auf dem Weg einen "richtigen" akademischen Abschluss erlangen. Aber: Bei den Hochschulen handelt es sich zumeist um private Hochschulen, bei denen Du > 250 pro Monat an Studiengebühren zahlst.

Eine Alternative könnte die FernUni Hagen sein - aber dort dauer das BWL-Studium sehr lange.

Hast Du mal überlegt, erstmal eine Ausbildung zu machen und dann darauf aufzusatteln? - Zum Beispiel bei einem Steuerberater? Dann bekommst Du auch einen Eindruck davon, ob es wirklich etwas für Dich ist.

Viele Grüße

Markus


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Hallo EverDare,

ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Mache als aller erstes deinem Umfeld (Familie, Freund, Freunde) klar das Informatik nicht das ist was du dir für die Zukunft vorgestellt hast. Wenn du dein Studium in Informatik so sehr hasst, dann macht es auch keine Sinn diesen Weg weiterzuverfolgen. Damit zögerst du nur das unvermeidliche hinaus und selbst wenn du den Abschluss zum Bachelor in der Tasche hättest, dann fängt das Arbeitsleben im verhassten Informatikfeld an.

Als aller erstes würde ich dir den Rat geben über alles noch einmal genau nachzudenken. Ist Informatik wirklich das Problem ansich? Was wäre mein Wunschstudium bzw. das was ich gerne machen würde (Studium oder evtl. doch Ausbildung)?

Ganz wichtig erachte ich auch, und man hört es aus deinen Worten, das du dich selbst extrem unter Druck setzt ("möchte meine Familie später unterstützen" ... "möchte sie nicht enttäuschen" ... usw..). Durch diese Drucksituation kann es durchaus sein, das du dies auf dein Informatikstudium projezierst und somit auf die Informatik ansich.

Alles in allem hinterfrage noch einmal ganz genau deine jetzige Situation und das was DU machen willst, und nicht das was evtl. andere von dir verlangen oder wollen!! Spreche mit deinem Umfeld darüber - wie immer - sprechen macht frei!! Und fallst du dich wirklich zum Abbruch entschließen solltest - dann informiere dich ganz genau - es gibt eine Vielzahl von akademischen Studienanbietern bei dennen du einen anerkannten akademischen Abschluss per Fernstudium absolvieren kannst.

Ich hoffe du findest für dich persönlich die Beste Lösung - hör auf dich unter Druck zu setzen - du bist es die zählt und du solltest es sein die bestimmt wie ihr weiteres Leben zu verlaufen hat! Dabei wünsche ich dir Kraft - desweiteren sind wir jederzeit hier um dich bei deinen weiteren Entscheidungen zu unterstützen - keine Frage ....

Gruß,

Jürgen


1. Semester Studiengang Bachelor of Science - Angewandte Informatik (Wirtschaftsinformatik) / PFFH Darmstadt

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Hallo Everdare,

deine Schilderungen haben mich schon ziemlich bewegt, daher will ich dir auch mal antworten, auch wenn ich dir wahrscheinlich nicht wirklich weiterhelfen kann. Das Gefühl in einer aussichtslosen Lage gefangen zu sein und keine Perspektive zu sehen, kenne ich nur zu gut. Deinen Schilderungen zufolge sind deine Probleme ja äußerst vielschichtiger Art.

Du sagst ja selbst, du hättest große psychische Probleme und in den letzten Jahren viel mitgemacht. Falls du es noch nicht gemacht hast, solltest du in dieser Hinsicht wirklich etwas tun und nicht damit warten, bis es noch schlimmer wird. Zur psychologischen Beratung an deiner Hochschule zu gehen, ist - wie ja auch schon vorgeschlagen wurde - eine super Idee. Du kannst aber auch einfach im Branchenbuch nachschlagen oder mit deinem Hausarzt reden oder auch mal hier http://www.psychotherapiesuche.de/ schauen. Dann findest du Menschen, die dir zuhören und dir dabei helfen, wie du dir selbst besser helfen kannst.

Denn auch wenn du jetzt das Gefühl hast, vor dem Nichts zu stehen, mit Schulden an der Backe, keinen Abschluss, ein Studium in einem Bereich, in dem du eigentlich nie arbeiten willst, einem Vater, der dir den Geldhahn zudrehen will und dem vermeintlichen Erfolgsdruck, doch etwas aus dir zu machen, ist das noch lange nicht das Ende. Du bist doch noch so jung und anscheinend auch intelligent und kannst noch so vieles machen. Die Alternative hast du dir ja schon überlegt. Wenn es wirklich das ist, was du machen möchtest, also Steuerberaterin zu werden, dann gibt es da auch Möglichkeiten. Ein Weg würde z.B. über ein entsprechendes Studium führen (z.B. Steuerrecht bei der FOM). Hast du auch mal daran gedacht, eine Ausbildung beim Finanzamt zu machen? Dort wärst du ja, was Steuern betrifft schon mal an der richtigen Adresse ;) und hättest auch erstmal keine finanziellen Sorgen. Allerdings musst du dich, soweit ich das in Erinnerung habe, verpflichten, die ersten 5 Jahre nach der Ausbildung beim Finanzamt zu bleiben. Aber anschließend könntest du die Steuerberatungsprüfung ablegen und dich selbständig machen.

Hör am besten auf das, was dein Herz dir sagt. Das ist oft leider gar nicht so einfach, weil es so leise spricht und von Ängsten und Forderungen, die man an sich selbst stellt, übertönt wird. Aber wenn du das alles mal beiseite lässt und tief in dich hineinhorchst, kannst du diese kleine zarte Stimme hören, vielleicht nur ein Flüstern, mit der du dir selber sagst, was für dich ganz persönlich stimmig und richtig ist.

Dass dich die Ungewissheit und die möglichen Veränderungen ängstigen, kann ich gut verstehen. Aber bei der Aussicht, dass du dann etwas machen kannst, was dir wirklich liegt, dass du dir selbst ausgesucht hast und aus eigener Kraft bewerkstelligt hast, trotz widriger Umstände, lohnt es sich vielleicht die Ängste in Kauf zu nehmen oder?

Und es ist auch nicht schlimm, auf dem Weg dorthin zu scheitern oder Rückschläge einzustecken. Sowas passiert halt. Die Frage ist, ob du den Mut hast, dann wieder aufzustehen, den Staub abzuschütteln und weiter zu machen. Nachdem was du schreibst, würde ich sagen: ja.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass du den richtigen Weg für dich findest.

Viele Grüße

Vanje


2. Fachsemester Bachelor-Studiengang Web- & Medieninformatik bei W3L

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Du hast eine Angststörung. Die Ursache kennst nur du selber. Wurdest du im Leben wenig gelobt oder wurde dir wenig Beachtung geschenkt? Was ist in der Familie vor der Scheidung passiert? Wer hat so auf deinen Selbstwertgefühl rumgetrampelt?

Da hilft dir meiner Meinung auch kein neuer Studiengang. Dadurch wird dein Leben auch nicht besser.

Geh zum Hausarzt, sei ehrlich zu ihm. Sag das du Hilfe brauchst. Nimm dir eine Auszeit. Entscheide erst dann wie es weitergeht, wenn du dir klar bist, was du eigentlich willst. Mache deine zukünftige Entscheidung nicht von deinen Ängsten abhängig wie bisher.

Kopf hoch, du kommst da wieder raus.

LG

Nina

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Hey ihr alle,

........

Ich glaube (momentan), dass ein Fernstudium so ziemlich die einzige Möglichkeit ist, die ich habe. Aber davon hab ich halt auch wieder keine Ahnung. kann ich, wenn ich BWL über einen Fernlehrgang studiere, michd ann am Ende wirklich und wahrhaftig "BWLer" schimpfen? Also hab ich dann den gleichen Status wie ein an einer Uni/FH studierter BWLer und darf dieselben Jobs ausführen?

Ich dachte mir, ich könnte halbtags jobben und den anderen halben Tag studieren. An der Motivation oder dem Durchhaltevermögen/Willen liegts nicht (auch wenn ihr jetzt vielleicht denkt, dass das dummes Gerede angesicht 2 bzw 3 abgebrochener Studien...). Könnte das funktionieren?

.....

Liebe EverDare,

Also der Abschluß an einer Fernhochschule ist gleichwertig mit dem Abschluß einer Präsenzhochschule.

Wenn Steuerlehre das ist, was Du wirklich willst, gibt es auf jeden Fall die Möglichkeit, dies per Fernstudium zu absolvieren.

Zum Steuerberater gibt es verschiedene Wege:

1.) Studium an einer (Fern)FH, wobei Du dennoch im Anschluß noch die Steuerberaterprüfung ablegen mußt (die muß jeder ablegen)

2.) Wie oben schon angesprochen, eine Ausbildung beim Finanzamt, dann beim FA arbeiten und nach fünf Jahren die Steuerberaterprüfung ablegen

3.) Eine Ausbildung (Lehre - bei Dir 2 Jahre) als Steuerfachangestellte und nach 10 Jahren die Steuerberaterprüfung ohne Studium

oder

Lehre als Steuerfachangestellte: 2 Jahre. Anschließend halbtags arbeiten oder 25 bis 30 Stunden und nebenbei - falls Dich immer noch die Steuerberaterprüfung interessiert - ein BWL-Fernstudium mit Schwerpunkt Steuerlehre draufsetzen, wobei Du dann nicht mehr so unter finanziellem Druck stehst.

Vorteil wäre, dass Du nach 2 Jahren einen guten Beruf hast, in dem Du auch gut verdienen kannst, in dem du ohne Probleme halbtags oder als freie Mitarbeitein arbeiten kannst, an jedem Ort arbeiten kannst, auch in der Buchhaltung oder Lohnabteilung von Firmen arbeiten kannst.

Du hättest in relativ kurzer Zeit eine gute berufliche Basis, auf der Du weiter aufbauen kannst. Und wenn Du irgendwann doch noch einmal feststellen solltest, dass Du das nicht auf Dauer machen möchtest - dann kannst Du dich trotzdem wieder neu orientieren oder in diesem Beruf z.B. halbtags arbeiten und halbtags was anderes machen.

In der heutigen Zeit kommt es sehr sehr oft vor, dass man mehr als eine Ausbildung macht. Du bist ja noch so jung. Auch das, was Du bisher gelernt hast, wird Dir - egal was Du beruflich weiterhin machen möchtest/wirst - immer wieder nützlich sein, es war also auch bestimmt nicht umsonst, auch wenn Du es jetzt haßt. Auch wenn Du in die BWL gehst, sind diese Kentnisse hilfreich.

Du könntest aber auch folgendes probieren:

1.) Vorübergehend Informatik weiterstudieren (bis alles andere geregelt ist)

3.) Eine Fern-FH aussuchen, die Dir von den Bedingungen her zusagen würde

4.) Nebenbei bei Steuerkanzleien um eine (bezahlte) (Halbtags-)praktikantenstelle bewerben mit der Begründung, du beginnst BWL zu studieren, um Steuerberaterin zu werden; zu dem Zeitpunkt solltest Du auch wissen, bei welcher Fernhochschule du beginnst, um bei Nachfrage antworten zu können

5.) Ins BWL-Studium wechseln und nebenbei arbeiten.

Du mußt Dir natürlich bewußt sein, dass man als Praktikantin auch uninteressante Dinge erledigen muß, aber es hätte den Vorteil, dass Du begleitend zum Fernstudium gleich berufserfahrung sammeln könntest, als wenn Du jetzt vielleicht irgendwo jobst.

Du kannst auch mal auf der Homepage der nächstgelegenen Steuerberaterkammer nachsehen, ob Praktikumsplätze inseriert sind.

Ich würde jedenfalls nichts überstürzen ohne es vorher gut zu durchdenken, wie Du einen Wechsel angehst.

Wenn Du allerdings weißt, dass Du auf keinen Fall in der Informatik bleiben möchtest, dann kannst Du diese Entscheidung ja heute schon treffen. Es ist für einen selbst sehr beruhigend, sich zu sagen: "Ich mache das nur noch vorübergehend, bis alles geklärt ist."

Falls Du noch Fragen (auch z.B. bezüglich des Berufs Steuerberatin) hast, kannst Du mir auch gerne eine private Nachricht schicken.

Elke


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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Hey! Wow, ich weiß gar nicht, was ich zu so viel feedback sagen soll! Mit so vielen liebenudn verständnisvollen Worten und Zusrpüchen hätte ich nie gerechnet! Ihr seid klasse, vielen Dank!

@TomSon/Sonja:

Ich kann mit niemandem über meine Probleme reden. Vor allem nicht mit meiner Familie. Die glauben alle, dass es mir prima geht. Die haben absolut keine blasse Ahnung wie schlimm alles ist.Weißt du, meine Familie hat mit so vielen Problemen zu kämpfen, da kann ich nicht auch noch kommen. Da lasse ich lieber meine Maske auf.

Ich war ind er Tat schonmal bei der psychologischen Beratungsstelle meiner FH. Der Berater dort hat mich mit einem Satz abserviert. Ich solle zu nem Psychiater gehen. Mehr kam nicht.

@Student Marko:

Ich kann momentan zu keinem Psychologen gehen. So gern ich das evtl auch wollte. Ich bin mir schon im Klaren darüber, dass meine ganzen probleme nciht gelöst werden, indem ich einfach was neues studiere. Das Problem ist folgendes: Meine Familie weiß wie gesagt absolut nix von meinen Problemen. Für die bin ich der einzige Part, der funktioniert, der keinerlei Probleme hat,d er sein Leben im Griff hat. Natürlich stimms nicht, aber die dürfen das nciht wissen. Ich bin noch über 1 Jahr bei meiner Mutter krankenversichert und wenn ich jetzt ne Therapei machen würde, würde die das mitkriegen. Das geht einfach nicht. Ich muss warten, bis ich mich selbst versichern muss.

@Redaktion/Markus:

Nein, an eine Ausbildung in dem Bereich hab ich noch nicht nachgedacht. Ich wusste schlich und ergeifend nicht, dass man auch "nur" durch eine Ausbildung Steurberater werden kann! Werd mich da aber auf eden Fall erkundigen. Es muss von meiner Seite aus nicht unbedingt ein Studium sein. Eine Ausbildung wäre völlig ok für mich! Danke für den Tipp!!

@@JC/Jürgen:

Ja, dein erster Absatz stimmt voll und ganz!

Ich kann meiner Familie unmöglich sagen, dass ich die Informatik sein lasse. Die würden mir den Kopf abbeißen! Ohne Spaß, die würden komplett ausrasten. Ich muss die Ausbildung/das andere Studium/was auch immer jetzt kommen mag heimlich machen. Ich denke, wenn ich denn irgendwann mal einen Abschluss hab, dann wird das Donnerwetter nur halb so großausfallen? Zumindest hoffe ich das.

Ja, das mit dem unter Druck setzen, das höre ich so oft. Das kommt mir gar nicht so schlimm vor.

problem ist halt, solange ich keinen Abschluss hab, bin ich auf andere angewiesen. Also muss ich zusehen, dass ich den so schnell wie möglich kriege und mich selbst versorgen kann. Klar, da ist schon ein gewisser Druck dahinter, aber anders gehts nicht. Und bei anderen Leuten ist das doch auch nicht anders?

@vanje:

Den Link der Psychotherapeutensuche kenne ich schon. Trotzdem danke! Aber wie gesagt, so gern ichs tun würde und so viel es mir bestimmt bringen würde (zu verlieren hab ich zumidnest nix), es geht einfach nicht. Wenn dann irgendwer aus meiner Familie mitkriegt, dann ist der Teufel los.

Gott, deine Worte sagen genau das, was ich nicht aussprechen kann. Danke!

@Blueprint28/Nina:

Mag sein, dass du mit der Angststörung recht hast. Da ist noch mehr im argen, aber das tut hier wenig zur Sache. Ich kenne die Gründe dafür nicht. Ehrich. An zu wenig Lob oder den anderen Dingen, die auf aufgezählt hast, kanns nicht liegen. Ich hab noch nie andere enttäuscht. Ich würde das schon alles hinkriegen...ich hab ja bisher immer alles gut hingekriegt, das sagen eher alle.

Ja, du hast schon recht. Nach dem Praktikum erstmal ein halbes Jahr ne Auszeit nehmen und nachdenken. Da kligt traumhaft. Aber wie soll ich das meiner Familie erklären? Wie soll ich das in meinem Lebenslauf rechtfertigen? Ich kann mir leider nciht so einfach eine Auszeit nehmen, ich muss funktionieren. Auch wenn es moemntan halt etwas schwieriger ist. Trotzdem danke für deinen Rat, cih weiß das zu schätzen!! Ganz ehrlich.

@Pielm/Elke:

Wow, vielen Dank für diese Fülle an Informationen! Plötzlich kommt da wirklich ein klitzekleiner Lichtblick durch.

Oprion 3...die Ausbildun/Lehre zur Steuefachangestellten klingt zu schön um wahr zu sein!

Ganz umsonst war mein Studium bisher mit Sicherheit nicht. Hab immerhin meine Liebe zur Mathe und zu Zahlen entdeckt =)

Ich denk mir halt, Informatik wieterstudieren, das wäre die absolute Hölle auf Erden für mich. Das wäre ein weiteres unendlich langen Jahr voller Qualen. ich würde Unmengen an Geld ausgeben dafür und was hätte ich am Ende? Einen Abschluss und mit 99,9%iger Sicherheit danach jahrelang einen Job in eben diesem verhassten Umfeld. Ich hab mir das sehr gut überlegt und ich wollte es ja auch nicht wahrhaben, dass ich an diesem Fach absolut nix finde, aber zu dem Ergebnis bin ich schon vor einem halben Jahr gekommen und es hat sich nix dran geändert. Wenn ich eins mit Sicherheit sagen kann, dann dass ich Inf abgrundtief hasse.

Ein Praktikum im Steuerberater-Bereich ist eine tolle Idee! Ich wusste nicht, dass man da einfach kommen kann und kriegt dann auch eins. Ich dachte immer, da muss man schon ne ganze Weile studiert haben. Aber wenn das so ist, dann kann ich das auf jeden Fall machen. Natürlich ist das viel besser als "irgendwo" arbeiten!! Danke für den Tipp! Ach je, ich denk an so viele Sache gar nicht, weil ich förmlich nur noch diesen Tunnelblick ins Nichts habe.

@all:

ihr könnt euch nicht vorstellen wie dankbar ich euch allen für die vielen Antworten und neuen Denkanstöße bin!

Vielen, vielen Dank!

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Hallo,

bezügl. deines Einwandes wegen der Familienversicherung und dass deine Mutter dann etwas über deine Therapie/Behandlung erfahren würde. Das stimmt so nicht. Du bist zwar über deine Mutter versichert, d.h. sie bezahlt die Beiträge, aber letztlich ist die Krankenkasse auch zur Verschwiegenheit verpflichtet und darf die Details deiner Behandlung - soweit sie ihr bekannt sind (normalerweise nur Anzahl und Datum der Sitzungen, Behandlungsgrund und Betrag) nicht einfach so weitergeben. Deine Mutter erfährt also nichts von deiner Behandlung, wenn du dich für eine entschließen solltest.

(Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, da ich während meiner Studienzeit auch familienversichert war und auch etliche Behandlungen in Anspruch genommen habe, von denen meine Familie nichts erfahren hat, außer direkt von mir.)

Wegen des Psychologen an der Beratungsstelle und seines Rats an dich, doch einen Psychiater aufzusuchen: Es gibt zwar schon auch jede Menge Psychologen, die nicht viel taugen, trotzdem würde ich mir seinen Rat zu Herzen nehmen. Es kann durchaus sein, dass er ganz schnell gemerkt hat, dass dir mit ein bisschen "über das Problem reden" nicht wirklich geholfen ist, und dass du möglicherweise an einer psychischen Erkrankung leidest, für die du professionelle Hilfe brauchst.

Ich möchte dir auf diesem Wege auf jeden Fall viel Kraft wünschen für deinen weiteren Lebensweg, ich glaube, dass du sie brauchen wirst.

Gruß,

Sonja

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