ordeln

Fachkräftemängel - Studiengebühren belasten sozialschwache Familien, arme Studenten

14 Beiträge in diesem Thema

Die Studiengebühren belasten finanziell die sozialschwachen Familien und behinderte Studenten und bedürftige Studenten und die Abschaffung der Studiengebühren - OECD Studie Fachkräftemängel beim deutschen Arbeitsmarkt

ich bin der Meinung,dass die Studiengebühren kontraproduktiv aus vielen verschiedenen Gründen sind.Die Bildung ist der Kernkomponente für ein zukunftsfähiges Land.Die Studiengebühren verringern die Zukunftschancen von Deutschland.Ferner ist die Zahl der Studienanfänger und Hochschulabsolventen deutlich bei von Union-FDP regierten Ländern gesunken.Deutschland muss in Bildung investieren und braucht mehr Hochschulabsolventen,um gut beim globalen Wettbewerb voranzukommen.

Die Studiengebühren führen zu Fachkräftemängel und wenigeren Hochschulabsolventen.Das bremst erheblich die deutsche Wirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen,die eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen spielen.Wie eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte OECD-Studie zeigt,sind die Studiengebühren Gift für deutsche Wirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen.

Die Studenten müssen immer mehr arbeiten,um die Studiengebühren die Miete,die Lebenshaltungskosten,die Telefonkosten,den Semesterbeitrag zu finanzieren.Das führt dazu,dass die Studenten die Studienzeit verlängert.

Wegen der Studiengebühren entscheiden die Abiturienten sich immer für die Ausbildung statt des Studiums.

Im Übrigen müssen die sozialschwachen Familien aus Arbeitnehmer und Arbeitslosen für die Studiumsfinanzierung ihrer kinder wegen der Studiengebühren mehr in die Tasche greifen.Damit erschweren Union und FDP die Bildungschancen für Studenten aus Arbeiter- und Arbeitslosenfamilien.Das ist aus sinkenden Zahlen der Studienanfänger an den Universitäten und Fachhochschulen zu erkennen.

Die Studiengebühren erschweren das Studium der Studenten mit Kindern und behinderte bedürftige Studenten.Ferner sind die Studiengebühren für die Studenten,die Bafög erhalten,extra finanzielle Belastung.

Die Studiengebühren verursachen,dass die Studenten hoch sich verschulden müssen und mit dem Berufsleben nach dem Studium unter dem Schuldenlast beginnen.

Ich glaube ,Die staatliche Finanzierung der Hochschulen und Universitäten soll garantieren,dass der Hochschulzugang allen sozialen Schichten offensteht.

Aus diesen geschilderten Gründen schaffen die Studiengebühren keine Lösungen sondern gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und neue Probleme.Deswegen sollen die Studiengebühren abgeschafft werden.

http://www.presseportal.de/text/story.htx?nr=1044360

05.09.2007

Statistisches Bundesamt: Die Zahl der Studienanfänger in Deutschland geht zurück

Die Studienanfängerzahlen in Deutschland sind laut

des Statistischen Bundesamtes im letzten Jahr erneut zurückgegangen.

Im Wintersemester 2006/2007 nahmen demnach bundesweit 295 091

Anfänger ihr Studium auf. Im Wintersemester 2005/2006 waren es noch

299 954, im Jahr zuvor 300 959. Dies geht aus der neuesten

Studierendenstatistik hervor, die dem "Tagesspiegel"

(Donnerstagsausgabe) vorliegt. Ob der Rückgang mit der Einführung von

Studiengebühren in mehreren Ländern zusammenhängen könnte, geht aus

den Zahlen nicht eindeutig hervor. So ist in den Gebührenländern

Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die Zahl der

Studienanfänger tatsächlich gesunken. In Bayern und Hamburg, wo

Studierende ebenfalls zahlen müssen, nahmen allerdings mehr Anfänger

ein Studium auf.

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Ich sehe das anders.

Studiengebühren machen die Bildung zu einer Dienstleistung. Das heisst, dass der Konsument für etwas zahlt und somit das Recht hat Ansprüche zu stellen und sich natürlich am Markt umzugucken. Es verhindert, dass man einfach mal irgendwas drauf los studiert, sondern man guckt sich erstmal genau an, was man wo macht.

Dies und natürlich die Mehreinnahmen sollten auf langfristige Sicht die Qualität der Studiengänge steigern.

Auch finde ich es nicht verkehrt das Ganze über Kredite zu finanzieren. Es gibt mitlerweise viele Angebote von zinsgünstigen Darlehen, die man als Student nutzen kann. Man macht so ein Studium ja schließlich um später mehr Geld zu verdienen, warum dann nicht in Vorleistung treten? Wie heißt es so schön... "Investition in Bildung bringt die besten Zinsen"... Und warum sollte diese gewinnbringende Investition vom Staat, also der Allgemeintheit erbracht werden?

Des weiteren gibt es in Deutschland staatliche Förderung im Rahmen der Bafög. Diese ist sogar gerade erhöht und der Rahmen der Berechtigten erweitert wurden. Es sollte daher auch für Abiturienten aus weniger wohlhabenden Familien möglich sein ein Studium zu beginnen und erfolgreich abzuschließen.

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@ordeln:

Du meinst also, dass alle, die nach der Schule in eine Ausbildung gegangen sind und somit sehr früh Steuern und Sozialbeiträge gezahlt haben, und somit insbesondere auch die von Dir geschilderten Arbeiterfamilien mit knappen Kassen, den Studenten ihre komplette Ausbildung bezahlen sollen.

Ergänzend zu dem was ZappelFry geschrieben hat:

Soweit ich den Überblick habe, gibt es überall Sonderregelungen für finanzschwache Studenten. In Baden-Württemberg z.B. setzt die Tilgung der Kredite erst ein, wenn man später auch genug verdient, und wer nach einem Studium ein für Akademiker durchschnittliches Einkommen erzielt, hat das Ganze (wenn er die Sinne beisammen hat) nach spätestens zwei Jahren abbezahlt, ohne sich dabei was abzubrechen.

Außerdem werden extreme Fälle (wer z.B. als Student bereits Kinder versorgen muss) in B-W ganz von den Studiengebühren befreit.

Die Vollkaskomentalität in Deutschland muss einfach wieder ein bisschen auf den Boden kommen. Wenn der Staat alles für alle gleichermaßen organisieren und bezahlen sollte, müssten die Bürger ihm auch ihr gesamtes Geld überlassen. Komischerweise will das aber auch keiner. Also hilft es nix und jeder muss wieder mehr (auch finanzielle) Verantwortung für sich selbst übernehmen.


VAWi SS 2008:

Pflicht: IM, PM, RUC

Wahl: Recht

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Aber das Problem ist ja, daß der Student zwar zahlen darf aber keinerlei Ansprüche erwirbt.

Das die Mehreinnahmen zu einer Qualitätssteigerung führt ist wohl Wunschdenken. Diese Gelder werden in kürzester Zeit direkt von den Bildungsinvestitionen des Landes abgezogen und bis dahin werden damit die Heizkosten bezahlt.

Kredite bekommen auch nicht alle, wenn überhaupt eine Mehrheit. Ab einem gewissen Alter gibt es ganz sicher keine Kredite mehr und schon gar nicht für alle Fachrichtungen.

Bislang funktioniert das Kredit-System überhaupt nicht.Es existieren nichtmal Stipendien für 1% der Studenten. Bafög wurde zwar erhöht, aber erst ab Ende nächsten Jahres und mit 10% wurden nicht mal die Verluste der letzten Jahre ausglichen. Mit 100% mehr wäre noch immer nicht genug getan, zumal die wenigsten Studenten, aus der Noch-Mittelschicht Anspruch darauf haben. Danach, auch bei Bafög hat man Schulden am Hals und wenns schlecht läuft noch nicht einmal einen Job.

Es wurde in den letzten Jahren alles getan die Kinder der unteren Mittelschicht und der Unterschicht aus dem Studium zu drängen. Wenn Du also sagst es wäre nicht Aufgabe des Staates, also der Gemeinschaft, den Leuten ein Studium zu bezahlen, dann kann dem Staat, bzw. der Gemeinschaft der angebliche Fachkräftemangel ja auch egal sein. Offensichtlich werden höherqualifizierte Menschen nicht gebraucht.

Zur Zeit ist die Situation so, daß es für Kinder schlecht verdienender Eltern fast unmöglich ist ein Studium zu beginnen und wenn nur unter erschwerten Umständen.

Die Situation ist absurd und wird jeden Tag schlechter.

Gruß

Jörg

Ich sehe das anders.

Studiengebühren machen die Bildung zu einer Dienstleistung. Das heisst, dass der Konsument für etwas zahlt und somit das Recht hat Ansprüche zu stellen und sich natürlich am Markt umzugucken. Es verhindert, dass man einfach mal irgendwas drauf los studiert, sondern man guckt sich erstmal genau an, was man wo macht.

Dies und natürlich die Mehreinnahmen sollten auf langfristige Sicht die Qualität der Studiengänge steigern.

Auch finde ich es nicht verkehrt das Ganze über Kredite zu finanzieren. Es gibt mitlerweise viele Angebote von zinsgünstigen Darlehen, die man als Student nutzen kann. Man macht so ein Studium ja schließlich um später mehr Geld zu verdienen, warum dann nicht in Vorleistung treten? Wie heißt es so schön... "Investition in Bildung bringt die besten Zinsen"... Und warum sollte diese gewinnbringende Investition vom Staat, also der Allgemeintheit erbracht werden?

Des weiteren gibt es in Deutschland staatliche Förderung im Rahmen der Bafög. Diese ist sogar gerade erhöht und der Rahmen der Berechtigten erweitert wurden. Es sollte daher auch für Abiturienten aus weniger wohlhabenden Familien möglich sein ein Studium zu beginnen und erfolgreich abzuschließen.


ehemaliger Fernstudent.

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Aber das Problem ist ja, daß der Student zwar zahlen darf aber keinerlei Ansprüche erwirbt.

Abes es steht ja wohl jedem Student frei sich dafür zu entscheiden wo er sein Studium beginnt. Und dann sollte es da gemacht werden, wo die Bedingungen zufriedenstellend sind...

Das die Mehreinnahmen zu einer Qualitätssteigerung führt ist wohl Wunschdenken. Diese Gelder werden in kürzester Zeit direkt von den Bildungsinvestitionen des Landes abgezogen und bis dahin werden damit die Heizkosten bezahlt.

So genau kenne ich mich mit den Finanzierungen da nicht aus, aber das der Staatshaushalt damit entlastet wird ist doch nichts schlimmes. Schließlich sind so ziemlich alle unserer Bundesländer mächtig überschuldet.

Kredite bekommen auch nicht alle, wenn überhaupt eine Mehrheit. Ab einem gewissen Alter gibt es ganz sicher keine Kredite mehr und schon gar nicht für alle Fachrichtungen.

http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Service/KfW-Formul26/144051_M-KfW_Studienkredit_174_2007_06_15.pdf

Also ich finde das hört sich doch ganz vernünftig an. Und das ganze auch noch staatlich gefördert.

Und das man über 31 Jährigen nicht mehr ein Erststudium finanziert wird sicher nur bei wenigen Personen zu Problemen führen...

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Tja... was soll man da sagen.

Wäre es nicht besser für den Staatshaushalt man würde alle Schulen, Hochschulen, Fachhochschulen usw. einfach schließen? Man denke nur an all die sinnlos rausgeworfenen Milliarden die doch den Staatshaushalt entlasten könnten .....

Abes es steht ja wohl jedem Student frei sich dafür zu entscheiden wo er sein Studium beginnt. Und dann sollte es da gemacht werden, wo die Bedingungen zufriedenstellend sind...

So genau kenne ich mich mit den Finanzierungen da nicht aus, aber das der Staatshaushalt damit entlastet wird ist doch nichts schlimmes. Schließlich sind so ziemlich alle unserer Bundesländer mächtig überschuldet.

http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Service/KfW-Formul26/144051_M-KfW_Studienkredit_174_2007_06_15.pdf

Also ich finde das hört sich doch ganz vernünftig an. Und das ganze auch noch staatlich gefördert.

Und das man über 31 Jährigen nicht mehr ein Erststudium finanziert wird sicher nur bei wenigen Personen zu Problemen führen...


ehemaliger Fernstudent.

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Ich beziehe mich jetzt ausdrücklich auf Ba-Wü, weil ich das Modell hier kenne und gut finde.

Quelle für die meisten Angaben: http://www.mwk.baden-wuerttemberg.de/studiengebuehren/

Aber das Problem ist ja, daß der Student zwar zahlen darf aber keinerlei Ansprüche erwirbt.

Das die Mehreinnahmen zu einer Qualitätssteigerung führt ist wohl Wunschdenken. Diese Gelder werden in kürzester Zeit direkt von den Bildungsinvestitionen des Landes abgezogen und bis dahin werden damit die Heizkosten bezahlt.

Das lässt sich zumindest für Ba-Wü klar wiederlegen. Schau Dir nur mal die Webseiten der Hochschulen an, wie viele neue Professuren und sonstige Stellen dieses Jahr durch die Studiengebühren geschaffen und ausgeschrieben wurden. Hier war der Deal auch ganz klar: es kommen Studiengebühren, diese werden von den Hochschulen selbst eingezogen und verwendet. Die Hochschuletats im Land werden für einen festen Zeitraum nicht angetastet. Erst wenn dies vom Land gebrochen werden sollte, ist jede derartige Kritik berechtigt, aber vorher nicht.

Und wenn ein Student sich an den Kosten seines Studiums beteiligt, ist er auch eindeutig in einer stärkeren Position, um von der Uni und den Professoren offensiv Leistung einzufordern.

Kredite bekommen auch nicht alle, wenn überhaupt eine Mehrheit. Ab einem gewissen Alter gibt es ganz sicher keine Kredite mehr und schon gar nicht für alle Fachrichtungen.

Zumindest in Ba-Wü hat jeder Student, der seine Studiengebühren nicht aus dem aktuellen Einkommen aufbringen kann, einen Anspruch auf einen Studienkredit der L-Bank für die Zeit des Regelstudiums und vier Semester darüber hinaus.

Bislang funktioniert das Kredit-System überhaupt nicht.Es existieren nichtmal

Stipendien für 1% der Studenten.

Was denn nun, Kredite oder Stipendien? Das sind zwei paar Schuhe.

Bafög wurde zwar erhöht, aber erst ab Ende nächsten Jahres und mit 10% wurden nicht mal die Verluste der letzten Jahre ausglichen. Mit 100% mehr wäre noch immer nicht genug getan, zumal die wenigsten Studenten, aus der Noch-Mittelschicht Anspruch darauf haben. Danach, auch bei Bafög hat man Schulden am Hals und wenns schlecht läuft noch nicht einmal einen Job.

Wer keinen Job hat, muss so lange auch weder BAFöG noch den Studienkredit zurückbezahlen. In Ba-Wü wurde ausserdem die Verschuldung aus BAFöG plus Studienkredit zusammen auf 15.000 Euro gedeckelt, d.h. was darüber hinaus geht, muss man nicht zurückzahlen, sondern es trägt die Allgemeinheit.

Es wurde in den letzten Jahren alles getan die Kinder der unteren Mittelschicht und der Unterschicht aus dem Studium zu drängen.

Diese Aussage betrachte ich als widerlegt.

Wenn Du also sagst es wäre nicht Aufgabe des Staates, also der Gemeinschaft, den Leuten ein Studium zu bezahlen, dann kann dem Staat, bzw. der Gemeinschaft der angebliche Fachkräftemangel ja auch egal sein. Offensichtlich werden höherqualifizierte Menschen nicht gebraucht.

Doch, sie werden gebraucht. Nur ist es doch überraschend, wie viele der bisher kostenlos ausgebildeten Höher- und Hochqualifizierten hinterher besonders dankbar dem Land den Rücken gekehrt haben, um irgendwo zu arbeiten, wo sie das Studium 50.000 Euro und mehr gekostet hätte.

Und bei den 500 Euro Studiengebühren pro Semester in Ba-Wü beteiligt sich ein Student nur mit einem Bruchteil an den Gesamtkosten, die sein Studium verursacht - das Land Baden-Württemberg rechnet hier mit ca. 8500 Euro pro Jahr und Student. Somit anerkennt der Staat also den Nutzen der Akademiker für die Allgemeinheit nach wie vor mit einer Kostenübernahme von rund 88%.

Zur Zeit ist die Situation so, daß es für Kinder schlecht verdienender Eltern fast unmöglich ist ein Studium zu beginnen und wenn nur unter erschwerten Umständen.

Die Situation ist absurd und wird jeden Tag schlechter.

Auch diese Aussage betrachte ich als weitgehend widerlegt. Ich unterschreibe natürlich die "erschwerten Umstände", weil diese für alle Studenten gelten. Allerdings schwammen wir deutschen Studenten bisher auch auf einer Insel der Glückseligkeit.


VAWi SS 2008:

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Also ich halte keine meiner Aussagen für widerlegt.

Denn die Wirklichkeit untermauert jeden Tag das Scheitern dieser neoliberalen menschenfeindlichen "Bildungskorrektur" und...."Insel der Glückseeligkeit"....was für ein blöder Spruch, wie soll man da Argumentieren?

Aber brauche ich ja auch gernicht, die Gebührenbefürworter habe ja ohnehin gewonnen und ,fast, alle Studierenden haben verloren. Außer natürlich die Kinder der Gebührenbefürworter, also der Bessergestellten in der Gesellschaft... diese haben jetzt ja ein bischen mehr Platz im Hörsaal und lassen die läppischen 500 Euro pro Semster ja eh von Vati überweisen.

Aber:

Wird die Lage des Landes besser wenn man das Studieren nur schwer genug macht?

Was könnte man noch unternehmen um jemandem das Studium zu vermiesen der keinen reichen Daddy hat um die Rechnungen zu bezahlen? Was steht denn als nächstes auf dem Programm?

Und Stipendien? Ja, das ist doch der zweite Punkt den die Befürworter von Studiengebühren so gerne bemühen.Also Förderung für Begabte ohne eigene Mittel. Gibt es auch nicht... außer in den Reden irgendwelcher Politiker.

Ich beziehe mich jetzt ausdrücklich auf Ba-Wü, weil ich das Modell hier kenne und gut finde.

Quelle für die meisten Angaben: http://www.mwk.baden-wuerttemberg.de/studiengebuehren/

Das lässt sich zumindest für Ba-Wü klar wiederlegen. Schau Dir nur mal die Webseiten der Hochschulen an, wie viele neue Professuren und sonstige Stellen dieses Jahr durch die Studiengebühren geschaffen und ausgeschrieben wurden. Hier war der Deal auch ganz klar: es kommen Studiengebühren, diese werden von den Hochschulen selbst eingezogen und verwendet. Die Hochschuletats im Land werden für einen festen Zeitraum nicht angetastet. Erst wenn dies vom Land gebrochen werden sollte, ist jede derartige Kritik berechtigt, aber vorher nicht.

Und wenn ein Student sich an den Kosten seines Studiums beteiligt, ist er auch eindeutig in einer stärkeren Position, um von der Uni und den Professoren offensiv Leistung einzufordern.

Zumindest in Ba-Wü hat jeder Student, der seine Studiengebühren nicht aus dem aktuellen Einkommen aufbringen kann, einen Anspruch auf einen Studienkredit der L-Bank für die Zeit des Regelstudiums und vier Semester darüber hinaus.

Was denn nun, Kredite oder Stipendien? Das sind zwei paar Schuhe.

Wer keinen Job hat, muss so lange auch weder BAFöG noch den Studienkredit zurückbezahlen. In Ba-Wü wurde ausserdem die Verschuldung aus BAFöG plus Studienkredit zusammen auf 15.000 Euro gedeckelt, d.h. was darüber hinaus geht, muss man nicht zurückzahlen, sondern es trägt die Allgemeinheit.

Diese Aussage betrachte ich als widerlegt.

Doch, sie werden gebraucht. Nur ist es doch überraschend, wie viele der bisher kostenlos ausgebildeten Höher- und Hochqualifizierten hinterher besonders dankbar dem Land den Rücken gekehrt haben, um irgendwo zu arbeiten, wo sie das Studium 50.000 Euro und mehr gekostet hätte.

Und bei den 500 Euro Studiengebühren pro Semester in Ba-Wü beteiligt sich ein Student nur mit einem Bruchteil an den Gesamtkosten, die sein Studium verursacht - das Land Baden-Württemberg rechnet hier mit ca. 8500 Euro pro Jahr und Student. Somit anerkennt der Staat also den Nutzen der Akademiker für die Allgemeinheit nach wie vor mit einer Kostenübernahme von rund 88%.

Auch diese Aussage betrachte ich als weitgehend widerlegt. Ich unterschreibe natürlich die "erschwerten Umstände", weil diese für alle Studenten gelten. Allerdings schwammen wir deutschen Studenten bisher auch auf einer Insel der Glückseligkeit.


ehemaliger Fernstudent.

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Also ich halte keine meiner Aussagen für widerlegt.

Denn die Wirklichkeit untermauert jeden Tag das Scheitern dieser neoliberalen menschenfeindlichen "Bildungskorrektur"

Genau für diese Aussage gibt es in der gesamten Diskussion bisher nur die Vermutung der Gebührengegner, dass dies so sei, aber noch keinen einzigen Beleg. Ideologie allein ist keine Tatsache.


VAWi SS 2008:

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Ist es Ideologie oder Logik zu sagen:

Gebühren schrecken viele vom Studieren ab?

Schulden schrecken viele von Studieren ab?

Die zusätzlichen Gelder müssen von den Studenten erst erarbeitet werden und belasten und verlängern das Studium?

oder ist es nicht vielmehr Ideologie zu sagen:

Wir brauchen Gebühren um dem Studium einen konkreten Preis zu geben und einen küstlichen Wettbewerb zu erzeugen und um das Studium zu beschleunigen. Denn der Markt wird es Richten und der Markt, also Gott, wird allem einen gerechten Preis anhängen, denn der Markt irrt ja nie

Genau für diese Aussage gibt es in der gesamten Diskussion bisher nur die Vermutung der Gebührengegner, dass dies so sei, aber noch keinen einzigen Beleg. Ideologie allein ist keine Tatsache.

ehemaliger Fernstudent.

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