duke1976

Überlegungen zum Studium Wirtschaftsingenieurwesen

53 Beiträge in diesem Thema

Hallo erstmal,

schön, dass ich eine Plattform im Internet gefunden habe, bei der ich gezielt die Studenten der HFH erreichen kann.

Ich interessiere mich seit ein paar Wochen für den Studiengang "Wirtschaftsingenieurwesen" an der Hamburger Fernhochschule. Bisher habe ich Unterlagen per Post erhalten, mich im Internet informiert und eine Informationsveranstaltung (in Würzburg) besucht.

Das Studium wäre für mich schon sehr interessant, da es so etwas wie der Königsweg bzw. meine persönliche "von 0 auf 100" Lösung wäre. Ich habe bisher ausser einem Realschulabschluss (Technik) und einer breit gefächerten Berufserfahrung nichts vorzuweisen. Eine kaufmännische Ausbildung habe ich abgebrochen und meine FOS (Abi) musste ich leider ebenso vorzeitig beenden. Nun bin ich 31 Jahre alt und ich würde schon noch gerne was erreichen, auch wenn ich mit meinem momentanen Job eigentlich sehr zufrieden bin; zumal sich mir auch ohne meine bisherige Qualifikation gute Chancen für einen Aufstieg in der Firma bieten.

Die vier Jahre Berufserfahrung, die die HFH als Minimum verlangt, kann ich problemlos vorlegen. Das Grundpraktikum sollte damit ebenfalls abgegolten sein. Die einzige Hürde, die ich nun formal zu bewältigen hätte, wäre die jeweilige Eingangsprüfung in Mathematik und Deutsch.

Bei Deutsch mache ich mir die wenigsten Sorgen. Schreiben fiel mir schon immer leicht und ich habe u.a. ein Jahr als Redakteur gearbeitet. Lediglich die neuen Rechtschreibregeln, die ich mir bisher eher nicht einverleibt habe, wären dann genau zu lernen und einzuprägen.

Bei Mathematik müsste ich schon mehr Aufwand betreiben. Ich habe mir mal die Aufgaben angeschaut. Ich erkenne einiges wieder und es scheint weitestgehend dem Stand der 9./10. Klasse Realschule zu entsprechen. Ich bin nur leider draussen, was den Stoff bzw. die Kenntnisse angeht. Es ist jetzt auch 13 Jahre her, wo ich mich damit aktiv auseinandergesetzt habe.

Ich hoffe aber, dass mir die empfohlene Literatur, die bei der HFH zur Eingangsprüfung empfohlen wird, mich entsprechend ausreichend auf die Prüfung vorbereiten würde. Ausserdem macht es ja auch Sinn, da der Mathematik-Anteil im Studium nicht unwesentlich ist und ich bei Studiumstart in der Hinsicht keine Probleme haben möchte, sollte ich mich dafür entscheiden.

Die größte Hürde, die ich für mich sehe, ist die Frage, ob ich genügend Kampfmoral für 4-5 harte Jahre aufbringen kann. Und es wäre bestimmt eine harte Zeit für mich, da mache ich mir nichts vor. Der Studiengang ist mit Sicherheit nicht ohne und würde mir viel Energie abverlangen. Die Frage kann ich mir natürlich nur selbst beantworten bzw. kann mir keiner dabei helfen. Man kann sich natürlich immer selbst motivieren, um ein (hohes) Ziel zu erreichen. Es haben sich halt nur im Lauf der Jahre meines ungeraden Lebenslaufs gewisse Zweifel und Ängste gebildet, die ich bekämpfen muss. Auch erhielte ich keine finanzielle oder moralische Unterstützung seitens der Familie, da es ihnen schlichtweg egal ist, was aus mir wird. :(

Mir stellen sich momentan auf jeden Fall eine Menge Fragen und einige davon würde ich gerne an Euch richten, da Ihr es sicher am besten wisst:

1. Ist das Studium zu 100% und damit von Studienbeginn bis einschliesslich der Bachelor-Arbeit mit einer Vollzeitbeschäftigung (35-40 Stunden/Woche) vereinbar? Ich könnte es mir nämlich nicht leisten, innerhalb dieses gesamten Zeitraums auf eine Vollzeitbeschäftigung zu verzichten.

2. Ist die angegebene Stundenanzahl (Selbststudium ohne Präsenzzeiten) von 15 Stunden / Woche realistisch? Wieviele Seiten der Studienhefte muss man im Schnitt täglich bearbeiten, um den Anschluss nicht zu verlieren?

3. In einem Bericht über das Studium an der HFH war von sog. "Errata" die Rede - also von genannten Fehlern, die im Lehrmaterial vorhanden sind. Ist das noch ein aktuelles Problem und wie sehr beinträchtigt das das Lernen?

Ich würde mich freuen, wenn mir Studenten der HFH hier antworten würden. :)


Fernstudium-Interessierter (Wirtschaftsingenieurwesen - Bachelor of Engineering - Hamburger Fernhochschule - Studienzentrum Würzburg) - Zertifikatsstudium ab 01.01.2009

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Hallo Duke

Herzlich Willkommen im Forum.

Beim Durchlesen deines Beitrages hatte ich sofort das Gefühl, der Mensch weiß was er will und er wird es auch schaffen. Es ist ein Bauchgefühl, aber bekanntlich sind diese intuitiven Vermutungen recht aussagekräftig.

Demnach kann ich dich in deinem Wunsch dich weiterzubilden nur bestärken. Es haben schon so viele erfolgreich geschafft. Auch viele, die noch wesentlich mehr Zweifel und erschwerten Background hatten. Demnach kann der Erfolg letztendlich nur bei dir selbst liegen.

Aber glaube mir. Wenn du mit dem Studium angefangen hast, dann wirst du für diesen Schritt stolz auf dich sein. Und schneller als du denkst, wird sich das in deinen Alltag einpendeln und zur Routine werden.

Ok, also nun zu deinen Fragen.

1. Ist das Studium zu 100% und damit von Studienbeginn bis einschliesslich der Bachelor-Arbeit mit einer Vollzeitbeschäftigung (35-40 Stunden/Woche) vereinbar? Ich könnte es mir nämlich nicht leisten, innerhalb dieses gesamten Zeitraums auf eine Vollzeitbeschäftigung zu verzichten.
Das ist es. Das Fernstudium ist ja extra für die Berufstätigen ausgerichtet und unterstützt diese Doppelbelastung durch didaktisch gut aufbereitete Lernmaterialien. Du wirst natürlich einige deiner Gewohnheiten verändern, oder aber neu entdecken. Ich konnte mir bspw. nie vorstellen, bereits morgens um 6h lernen zu können. Aber es funktioniert einwandfrei.

Rechne ungefähr mit 15 Std. Aufwand die Woche (je nach Vorkenntnissen) - also bspw. Mo.-.Do. je 2 Std. - Fr. nix - Sa u. So. 3,5 h

2. Ist die angegebene Stundenanzahl (Selbststudium ohne Präsenzzeiten) von 15 Stunden / Woche realistisch? Wieviele Seiten der Studienhefte muss man im Schnitt täglich bearbeiten, um den Anschluss nicht zu verlieren?
Siehe Anmerkung oben. Die Seitenzahl ist schwer festzulegen, denn es gibt Fächer, die laufen leichter von der Hand und welche, wo man sich reinbeißen muss. Ich mache mir selbst immer einen Semesterplan und versuche alle Fächer so chronologisch aufeinander aufzubauen, dass ich ein permanentes Semester-Wochenpensum von 45-50 Seiten habe.

3. In einem Bericht über das Studium an der HFH war von sog. "Errata" die Rede - also von genannten Fehlern, die im Lehrmaterial vorhanden sind. Ist das noch ein aktuelles Problem und wie sehr beinträchtigt das das Lernen?
Errate korrigieren kurzfristig fehlerhafte Inhalte, die auch mal ein Zahlendreher, oder Fehldrucke in Grafiken sein können. Ich finde auf Grund der Masse an Studienbriefen, ist die Anzahl und der Umfang der Errata bei der HFH verschwindend gering. In Summe sind die Studienbriefe der HFH einwandfrei. Das kann ich jetzt aber nur für die BWLer sagen. Bei den WiIng müssen dir das die anderen sagen können.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.

Mittlerweile ist die HFH-Comunity hier recht groß, so dass du während deines Studium hier immer eine Anlaufstelle für Fragen oder Weiteres haben wirst. Generelle wirst du hier immer jemanden finden, der sich deinem Anliegen annehmen kann und wird. Viele Helferlein, Tipps und Tricks, Literaturvorschläge können dich ebenfalls unterstützen.

Mich würde es jedenfalls freuen, wenn du uns weiterhin darüber erzählen wirst, wie´s bei dir weitergeht und wie dein Studium verläuft.

Wir haben mittlerweile auch eine Blog-Funktion eingerichtet, wo man etwas mehr über das Leben eines/r Fernstudenten/-in erfahren kann, als es im Forumsthread möglich ist. Schau einfach mal hier rein.

Viele Grüße

Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Hallo Duke,

im Grunde kann ich mich Lutz in seinen Antworten nur anschließen.

Ich befinde mich gerade im 1. Semester WiIng und kann bestätigen, dass das alles ziemlich flott ganz normal wird, sich nach der Arbeit bzw. am Wochenende mit den Studienbriefen usw. zu beschäftigen und dass du auch schnell stolz sein wirst, die Entscheidung getroffen zu haben.

Mit den Studienbriefen komme ich gut zurecht, außer dass Werkstofftechnik für mich zu speziell formuliert ist. Mit Sekundärliteratur läst sich das aber ausgleichen. Solche Sachen sind sowieso subjektiv und sollten dich nicht in deiner Entscheidung beeinflussen. Wenn du Techniker bist, sollte das ja dein Thema sein.

Wenn du noch Fragen hast, einfach raus damit : )

Grüße und schönen Sonntag!

Mella


WiIng an der HFH 2007-2012

Change Management, Laudius 2013

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@ Lutzbutz:

Danke für Deine Antworten. Es hilft mir ungemein, wenn jemand das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erkennt und ausspricht. Ich bin bereits nach den beiden Posts hier zuversichtlich, dass ich hier noch mehr nette Ansprechpartner für meine Fragen etc. finden werde. :)

@ m.e.l.l.a:

Danke auch Dir für Dein Feedback. Die eine oder andere Frage wird bestimmt noch auftreten. Ich wünsche Dir auch noch einen schönen Sonntag :)


Fernstudium-Interessierter (Wirtschaftsingenieurwesen - Bachelor of Engineering - Hamburger Fernhochschule - Studienzentrum Würzburg) - Zertifikatsstudium ab 01.01.2009

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Hallo Duke,

ich bin ebenfalls am überlegen, ob ich am 1. Juli bei der HFH beginnen soll. Ich habe ebenfalls meine Zweifel, ob ich wirklich die Zeit für 4 Jahre pro Woche 15 Stunden + Präsenzphasen aufbringen werde. Ich bin berufstätig, und habe ein Kleinkind. Und ein Kind fragt nicht, ob Du Zeit hast. Ich möchte auch auf keinen Fall, daß der Kleine zu kurz kommt. Mein Vorteil ist, dass ich in der Regel nur 3 Tage arbeite, dafür einen immensen Weg zur Arbeit habe. Mo - Mi könnte ich vergessen mit Lernen. Da ich aber nicht mehr zu den "jungen Hüpfern" gehöre, ist es wirklich Zeit für mich. Es wäre allerdings das erst Mal, dass ich etwas nicht packe.

In was für ein Studienzentrum würdest Du Dich anmelden? Bei mir wärs München. Ich freue mich über jeden Mitstreiter! Manchmal tut Motivation von aussen richtig gut.

Schöne Grüße

CLaudiag


staatl. gepr. Bekleidungstechnikerin

Technische Betriebswirtin IHK

Wirtschaftsingenieur Erstellung der DA

HFH SZ München

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Ich möchte auch auf keinen Fall, daß der Kleine zu kurz kommt. Mein Vorteil ist, dass ich in der Regel nur 3 Tage arbeite, dafür einen immensen Weg zur Arbeit habe.
Hallo Claudia,

bestünde für dich die Möglichkeit die Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewältigen? Ich selbst gehöre seit Anfang 2007 zu den Bahnfahrern und muß täglich eine einfache Entfernung von 110km zurücklegen. In dieser Zeit kann ich aber sehr gut lernen und spare mir somit 1-2 Std. Lernaufwand, den ich ansonsten abends bewältigen müsste.

Und was dein Kind betrifft kann ich dir nur von einer Freundin von mir erzählen. Sie hat einen 18 Monate alten Sohn und ist akt. im 8 Monat schwanger. Dennoch bekommt sie das mit dem Studium parallel geregelt.

Die Frage ist nicht ob, sondern immer nur wie. Und da spielt deine Motivation und die Unterstützung der Familie und dem Freundeskreis eine Schlüsselrolle. Sie müssen dich dabei unterstützen und ggf. auch entlasten.

Gruß Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Hallo Lutz,

nein, leider nicht. Ich benötige mit dem Auto schon 1,25 Stunden (einfach!). Mit den öffentlichen Mitteln wäre ich bei ca. 2,5 Stunden, da ich immer erst in die eine, und dann wieder in die andere Richtung fahren müsste. Zu den Präsenzveranstaltungen kann ich dann den Zug nehmen. Dauert zwar auch ca. eine halbe Stunde länger, aber ich kann lernen. Aber für 3 Tage kann ich es gerade noch so akzeptieren. Nur mit Lernen ist an diesen Tagen nichts mehr drin. Wenn ich abends dann endlich zu Hause bin, kommt mein Kleiner schon angerannt. Ich fahre schon sehr früh los, dass es nicht zu spät wird, und gehe dann auch dementsprechend früh schlafen.

Viele Grüße

CLaudia


staatl. gepr. Bekleidungstechnikerin

Technische Betriebswirtin IHK

Wirtschaftsingenieur Erstellung der DA

HFH SZ München

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Ich hab das gleiche Problem mit dem Arbeitsweg, 85km einfach und öffentliche Verkehrsmittel nicht möglich, da ich auf dem Land wohne. Ich nutze die Zeit trotzdem fürs Studium indem ich mir Zusammenfassungen der Studienbriefe auf Voice-Rekorder aufnehme und über einen Radiotransmitter höre.

Hilft mir persönlich sehr viel, da ich beruflich sehr eingespannt bin und unter der Woche sonst nur stundenweise zum lernen komme.

An die eigene Stimme aus meinem Radiosender "HFH" ;) hab ich mich mittlererweile gewöhnt und es bleibt erstaunlich viel hängen trotz Konzentration auf den Verkehr.

Liebe Grüsse,

Dani


BWL an der HFH (Diplom) - erfolgreich beendet 05/2011

Here we all are born into a struggle to come so far but end up returning to dust...(Steven Wilson)

 

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Hallo Proggie,

keine schlechte Idee! Werde ich evtl. auch versuchen. Technische Frage: Wie schließt man den Voice-Recorder an?

Danke!!

Claudia


staatl. gepr. Bekleidungstechnikerin

Technische Betriebswirtin IHK

Wirtschaftsingenieur Erstellung der DA

HFH SZ München

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Hi Claudia,

gar kein Problem - bei den Radiotransmittern, die man ja mittlererweile in allen gutsortierten Elektrofachmärkten findet ist eine Buchse, wo man MP3 Player, Voice Rekorder oder CD-Player anschliessen kann.

Da ich beides im gleichen Geschäft gekauft hab, war das gar kein Problem vor Ort die Stecker zu testen :)

Liebe Grüsse

Dani


BWL an der HFH (Diplom) - erfolgreich beendet 05/2011

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