kjacky20

Bachelor of Arts / Master of Arts

6 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich überlege mir, ob ich nicht endlich mal was für meine Bildung tue :D und möchte gern ein Fernstudium BWL oder so machen.

Jetzt bin ich aber total verwirrt und bestimmt ist es eine doofe Frage, aber wo ist der Unterschied zwischen Master of Arts oder Bachelor of Arts bzw einfach nur BWL???

Als kurze Info: bin 26 Jahre alt und habe kauffrau im Gross und Aussenhandel gelernt, 5 Jahre Berufserfahrung und nun seit 1 jahr selbstständig, aber leider kein Abitur

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen!?

Danke schonmal

Gruss Kathrin

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Liebe Kathrin,

willkommen hier einmal im Forum,

der Unterschied ist der Spezialisierungsgrad der Ausbildung, sprich ein Bachelor ist ein Grundlagenstudium (aber nicht zum Verwechseln mit dem ehemaligen dt.Grundstudium, oder österreichischen 1. Studienabschnitt) z.B. in BWL und dauert im Mindestudienfall 3 Jahre = 180 ECTS Punkte. Masterstudien sind Spezialisierungsstudien und können auf fachspezifischen Bachelorstudien aufbauen. Ein Masterstudium dauert zwischen 1 und 2 Jahren (60-120 ECTS Punkte). Dieser Aufbau folgt dem Bolognaprozeß der EU, welcher ein 3 gliedriges Studiensystem fordert, Bachelor-Master-Doktorat. Der Bachelor ist hierbei der erste berufsqualifzierende Abschluß und ist in den meisten Ländern Europas bereits jetzt üblich, insbesondere den englischsprachigen.

Was ich so kryptisch mit "können" beschrieben habe, heißt es gibt Masterstudien die einen fachspezifischen Bachelor unbedingt bedingen z.B. eine Masterstudium Finanzwissenschaft, benötigt im Regelfall einen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre als Voraussetzung. Dies sind die sogenannten konsekutiven Masterstudien.

Es gibt nun auch sogenannte nichtkonsekutive Masterstudien, welche irgendeinen Bachelorabschluß benötigen, so z.B. viele MBA Programme (Master of Business administration), oder der Master in Computer Science der Fern Uni Hagen, d.h. du kannst mit einem Bachelor of Science in Informationtechnology ohne weiters einen MBA machen. Genaue Aufnahmevoraussetzungen (Abi, Praxis, etc. dort erfragen)

Wo steht nun das alte Diplom einer UNI und das alte Diplom einer FH

nun irgendwo zwischen Bachelor und Master, eine Reihung würde meiner Meinung nach so lauten :

BA/BSc = 180 ECTS

Diplom(FH)= 240-270 ECTS

Diplom(UNI)= 240-300 ECTS

Master = 270-300 ECTS

Doktor = 480 ECTS

So das einmal zu Bachelor und Master und Bologna.

Du suchst eine Weiterbildungsmöglichkeit ohne Abitur, da gibt es z.B. als gute aber leider nicht billige Variante die Open University in GB mit allen möglichen Studienrichtung von Arts bis Technology, möglicherweise einige Fachhochschulen, wie die Hamburger FernFH oder EURO FH aber die genauen Aufnahmebedingungen dort mußt du dir ansehen, bzw. hier im Forum nach sehen.

lG

und ein gutes neues Jahr 2008

Christopher

bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gelöscht

Bachelor of Science with honours(OU);Bachelor of Engineering (HFH); Postgraduate diploma in engineering (OU); Certificate in Mathematics(OU)

MBA der wwedu Wels

Master of Science in Engineering an der OU

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Hallo Christopher,

das ist eine tolle Erklärung! Ich habe noch eine Frage zur Promotion. Wie funktioniert diese bei einem nichtkonsekutiven Master? Da fehlen doch gewisse Fachkenntnisse, oder habe ich das System falsch verstanden?

Guten Rutsch und Grüsse Carsten.

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Der nicht-konsekutive Master ist so ausgelegt, dass er ohne spezifische Vorkenntnisse in dem Fach gemacht werden kann, sonst wäre es nämlich ein konsekutiver Master ;-)

Übrigens würde ich die Formulierung "ein Master ist eine Spezialiserung" etwas einschränken. Das kann er sein, muss er aber nicht. Ein nicht-konsekutiver Master ist nicht unbedingt spezialisierend und auch ein konsekutiver muss es nicht sein, der kann auch das Fach in seiner gesamten Breite vertiefen. Insofern würde ich sagen, ein Bachelor ist ein grundständiges Studium, ein Master erfordert bereits einen Bachelor und baut darauf auf. Wie das dann inhaltliche im Master aussieht, schwankt sehr.

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Hallo Christopher,

das ist eine tolle Erklärung! Ich habe noch eine Frage zur Promotion. Wie funktioniert diese bei einem nichtkonsekutiven Master? Da fehlen doch gewisse Fachkenntnisse, oder habe ich das System falsch verstanden?

Guten Rutsch und Grüsse Carsten.

Gute Frage, aber meiner Ansicht nach ist ein Doktorat (wie es auch immer heißen mag, PhD oder Dr. ) eine Forschungsarbeit aufbauend auf mindestens einem fachverwandten Bachelorgrad. Dies heißt du solltest schon ein Grundlagenwissen in dem Gebiet haben, welches Du eigenständig erforscht. Wobei ich der Meinung bin das natürlich auch hier der Begriff Grundlagenwissen sehr weit gestreut ist, kenne ich doch selber einen Techniker (Dipl.Ing. der TU-Wien) der ein Doktorat in Naturwissenschaften (Biologie) macht. Wahrscheinlich geht dies bei im weitesten Sinne verwandten Studien. Wobei ich nicht weis welche Auflagen (z.B. Absolvierung einer Arbeit oder Publikation im jeweiligen Fach)und Zusatzprüfungen von der jeweiligen Universität für die Aufnahme zum Doktoratsstudium gemacht wurden. Ich kann nur vom österreichischen Gesetz sprechen, dieses beschreibt eine Zulassung zum Doktoratsstudium sehr schwammig, wobei hier von "..dem Master gleichzuhaltenden Abschlüssen oder Qualifikationen.." die Rede ist.

lG

Christopher


Bachelor of Science with honours(OU);Bachelor of Engineering (HFH); Postgraduate diploma in engineering (OU); Certificate in Mathematics(OU)

MBA der wwedu Wels

Master of Science in Engineering an der OU

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Ähnlich schwammig sind die Promotionsordnungen der meisten deutschen Unis. Viele haben Formulierungen wie "Abschluss im Fach X oder anderem geeigneten Fach". Was geeignet ist, entscheidet dann der Promotionsaussschuss, der wiederum akzeptiert im Regelfall alles, was die Doktorväter vorschlagen, so dass man meist, wenn man einen Betreuer hat, auch die Zulassung hat. Man muss ja sehen, dass Promotionen oft sehr spezialisiert sind. Z. B. in Informatiker, der seit längerem Embedded Systems macht, kann durchaus mit einem Elektrotechniker in diesem Feld konkurrieren. Bei Starkstromtechnik eher nicht, aber damit kommt er ja in der Promotion nicht in Berührung.

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