claudiag

Anerkennung Bachelor of Engeneering durch die Wirtschaft

67 Beiträge in diesem Thema

Hallo an alle,

wer hat bereits Erfahrungen, wie der neue Title "Bachelor" bei der Wirtschaft ankommt? Da es das Diplom ja nicht mehr gibt ( für die, die sich in den letzten Monaten eingeschrieben haben), wird sich auch die Wirtschaft umstellen müssen. Ich habe trotzdem so meine Zweifel. Der Master soll ja dem Diplom gleichgestellt sein, dass ich aber auch etwas unfair finde. Der Master hat dann schließlich 2 Jahre volle Berufspraxis aufzuweisen, und nicht "nur" die Diplomarbeit. Daher empfinde ich den Master als höherwertig. Der Bachelor steht meines Empfinden nach etwas drunter.

Dass es den Diplom nicht mehr gibt, finde ich auch nicht gut. Ich würde lieber den Diplom machen.

Wer hat Erfahrungen damit?

Claudia


staatl. gepr. Bekleidungstechnikerin

Technische Betriebswirtin IHK

Wirtschaftsingenieur Erstellung der DA

HFH SZ München

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Hi Claudia,

auf unserer Einführungsveranstaltung (PFFH Darmstadt) wurde uns mitgeteilt, dass der Bachelor zukünftig dem Diplom gleichzusetzen wäre und beide sich durch den Master-Studiengang noch "verbessern" könnten.

Ohne Gewähr, aber das hat die Tante da gesagt :-)

Viele Grüße

Danny


Danny

Ausbildung Industriekauffrau (1998)

Bachelor of Science in Angewandter Informatik 12/2007 - 12/2011

Master of Science Innovations- und Technologiemanagement 06/2012 -

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Hallo allerseits !

Das ist ein schwieriges Thema. Vorweg: ich würde auch lieber ein (weiteres) Diplom machen.

Selbst auf den Seiten der Kultusminister (den wir das ja zu verdanken haben) ist darüber nichts Eindeutiges zu lesen. In vielen Foren wird das heiss diskutiert.

Fakt ist, dass das Diplom im Ausland relativ unbekannt ist und die Abschlüsse wie Bachelor und Master gängig sind. Wenn man nicht plant, im Ausland zu arbeiten, ist dieser Vorteil erstmal bedeutungslos.

Auch wenn die "Tante auf der Einführungsveranstaltung" gesagt hat, dass das zukünftig Bachelor = Diplom, so irrt sie. Das sieht man schon an den Regelstudienzeiten für die Abschlüsse (Bachelor meistens 6 Semester, Diplom meistens 8-9 Semester).

Theoretisch sollten immerhin alle Bachelor-Abschlüsse gleichwertig sein, d.h. z.B. Bachelor of Arts = B. Eng. = B. Sc. Wobei mir der Unterschied zwischen Engineering und Science auch nicht so ganz klar ist.

Claudia hat aber ursprünglich nach der Anerkennung in der Wirtschaft gefragt. Ich denke,dass momentan das Diplom mehr Wert ist. Aber richtig, bald gibt es das nicht mehr und somit müssen sich die Unternehmen umstellen.

Eine Möglichkeit zur Messung der Wertigkeit wäre ein Blick in die Gehaltseinstufung gemäß Tariftabellen. Da war es bislang so, dass ein Diplom (Uni) mehr Wert war, als ein Diplom (FH) und diese wiederum mehr als Ausbildung / Techniker etc.. Über den akademischen Graden (Diplome) gibt es dann nur in den Tariftabellen nur noch akademische Titel (Dr., Prof.). Hab aber keine Ahnung, wo sich hier der Bachelor bzw. Master einreiht.

Tja, Ihr seht ich bin auch ratlos. Denke eine endgültige Antwort zu diesem Thema gibt es nicht. Aber her mit Euren Meinungen !

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Wie üblich: Unterscheidet Diplom (FH) und Diplom. Der Bachelor ist dem Diplom (FH) gleichwertig, der Master dem Diplom (dem universitären). Auch wenn das (FH) gerne mal weggelassen wird, es ist entscheidend. Warum hat denn ein Master zwangsläufig berufserahrung? Wenn die einer hat, wird sie sicher positiv bewertet, genauso wie beim Diplom auch.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich positive Erfahrungen mit dem Bachelor gemacht habe. Ich denke, auch die unverbesserlichen werden sich in absehbarer Zeit umstellen müssen, weil es bald nicht mehr möglich ist, die Bachelor/Master-Leute zu ignorieren.

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Eine Möglichkeit zur Messung der Wertigkeit wäre ein Blick in die Gehaltseinstufung gemäß Tariftabellen. Da war es bislang so, dass ein Diplom (Uni) mehr Wert war, als ein Diplom (FH) und diese wiederum mehr als Ausbildung / Techniker etc.. Über den akademischen Graden (Diplome) gibt es dann nur in den Tariftabellen nur noch akademische Titel (Dr., Prof.). Hab aber keine Ahnung, wo sich hier der Bachelor bzw. Master einreiht.

Im öffentlichen Dienst reiht sich Bachelor ein wie Diplom (FH), Master wie Diplom. Das wird auch anderswo nicht anders sein, so akademische Grade überhaupt auschlaggebend sind.

In welchem Tarifvertrag bekommt man denn mehr für Doktor oder Prof (abgesehen davon sind das keine Titel, aber das wollen wir mal nicht diskutieren)?

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weil es bald nicht mehr möglich ist, die Bachelor/Master-Leute zu ignorieren.

Sehr treffend.

Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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@stefhk3

den genauen Tarifvertrag kann ich Dir leider nicht nennen. Wir haben hier bei uns solche Tabellen, die an Tariftabellen angelehnt sind, an denen die Einordnung auf dieser Basis erfolgt. Da taucht mindestens Dr. auf. Prof. weiss ich nicht, aber sowas gibts bei uns ohnehin nicht. Warum sind denn Deiner Meinung nach sonst die Einstiegsgehälter von Promovierten in der Regel höher ?

Ok ich gebe Dir recht, für die Bezeichnung "Titel" für Dr. und Prof. gibt es keine gesetzliche Grundlage, denn Titel müssen meines Wissens vom Bundespräsidenten (?) verliehen werden ??. Oder wie war das noch ?

Dennoch wird es ja zumindest umgangssprachlich so bezeichnet. Während die Diplome als Grade bezeichnet werden. Einigen wir uns darauf in allen Bereichen von Graden zu sprechen und das Wort Titel zu streichen. Dann macht man (hoffentlich) nichts falsch.

Aber der Hinweis auf den öffentlichen Dienst ist sehr interessant. Das war mir bislang neu.

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Hallo,

die Frage von Stefh

Warum hat denn ein Master zwangsläufig Berufserahrung?

Nach meiner Rechereche wegen dem Studiums Wirtschaftsingenieur haben manche ja nur den Aufbaustudiumsgang Master. Und dort wurde als Zugangsvoraussetzung der Bachelor, plus 2jährgie Berufserfahurng verlangt. Ich glaube, es war sogar die AKAD. Bei der HFH sind sie ja gerade dabei, die Skripte für den Master zu erstellen. Wir werden sehen, was dort als Zugangsvoraussetung angegeben wird.

Claudia


staatl. gepr. Bekleidungstechnikerin

Technische Betriebswirtin IHK

Wirtschaftsingenieur Erstellung der DA

HFH SZ München

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Nur so als OT-Anmerkung: Der Dr. ist ein akademischer Grad. Das steht außer Frage, auch wenn er gerne Titel genannt wird. Ich glaube gerne, dass promovierte oft mehr verdienen, das ist aber mehr im AT-Bereich bzw. weil sie für die besser bezahlten Stellen eher in Betracht gezogen werden. Dass sie aber tariflich höher eintestuft sind, bezweifle ich. Ist im ÖD z. B. nicht der Fall.

Der Professor ist im Regelfall eine Dienstbezeichnung des höheren Dienstes an Universitäten. Deshalb ist ein höhere Einstufung von Prof. in Tarifverträgen auch wenig sinnvoll, denn der Professor arbeitet im Regelfall an der Uni. Daneben gibt es noch Honararprofessoren oder (in D selten, in AT häufig) den Titel Professor, der als Auszeichung verliehen wird. Wichtig: Der Professor ist keine Qualifikation, der irgendwie durch Prüfung o. ä. erworben wird (im Gegensatz zur Promotion). Insofern also eine tarifliche Höherstufung wenig sinnvoll.

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Hallo,

die Frage von Stefh

Warum hat denn ein Master zwangsläufig Berufserahrung?

Nach meiner Rechereche wegen dem Studiums Wirtschaftsingenieur haben manche ja nur den Aufbaustudiumsgang Master. Und dort wurde als Zugangsvoraussetzung der Bachelor, plus 2jährgie Berufserfahurng verlangt. Ich glaube, es war sogar die AKAD. Bei der HFH sind sie ja gerade dabei, die Skripte für den Master zu erstellen. Wir werden sehen, was dort als Zugangsvoraussetung angegeben wird.

Claudia

Das mag sein, aber der Master an sich hat das nicht. Insofern scheint es mir schon sinnvoll, den Master wie Diplom einzustufen. Wenn einer Berufserahrung hat, wird sich das auszahlen, aber warum soll deswegen der Master an sich höher sein?

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