7 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

kann mir jemand sagen, wie die unterschiedlichen Weiterbildungsabschlüsse für Betriebswirte einzustufen sind oder gibt es hier im Forum schon einen Thread dazu?

Der Betriebswirt IHK wird interessanterweise zwischen 1-3 Jahren angeboten (nebenberufl.), was ich merkwürdig finde,

der staatl.geprüfte Betrw. hingegen dauert immer 3 Jahre. Es ist wohl anzunehmen, dass der der staatl.gepr. Betrw. höher zu bewerten ist und mehr Anerkennung findet?

Und wie verhält es sich hinsichtl.der Anerkennung sonstiger Betrw.abschlüsse, die tlw. auch von Hochschulen als Weiterbildungszertifikate angeboten werden: (FH), KA, TÜV, VWA, FHDW etc.?


"Aber denken kann ich, was ich will, solange ich mir selbst nicht widerspreche." (Kant)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Du musst beachten das ein BW IHK einen entsprechenden Fachwirt voraussetzt, schlussendlich kommen beide Angebote auf die gleiche Workload.

Welcher der beiden Abschlüsse höher zu bewerten ist, ist ein unendliches Streitthema. Ich persönlich sehe beide Abschlüsse auf gleicher höhe mit anderen Schwerpunkten.

Der VWA Betriebswirt ist irgendwo über den Fachwirt IHK bei den anderen Betriebswirten zu suchen.

Die restlichen Betriebswirte sind nicht staatlich geprüft und haben auch unterschiedlichste Inhalte.

Wie die Anerkennung von Hochschulzertifikaten im Vergleich zu den staatl. überwachten Abschlüssen ist kann ich Dir aber leider nicht beantworten.

mfg

Daniel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Daniel,

den Btrw. IHK kann man auch ohne Fachwirt absolvieren, sowohl bei der IHK selbst, wie bei anderen Anbietern, wenn man entsprechende Berufserfahrung/en nachweist.

Hätte jetzt mal getippt, dass der Staatl.gepr. Btrw. mehr Ansehen genießt.

Aenny


"Aber denken kann ich, was ich will, solange ich mir selbst nicht widerspreche." (Kant)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hallo Daniel,

Hätte jetzt mal getippt, dass der Staatl.gepr. Btrw. mehr Ansehen genießt.

Aenny

Hallo,

das ist auch so.

Leichter fällt der Vergleich im Technischen:

1. Ingenieur Uni

2. Ingenieur FH

3. Techniker

4. Meister

5. Geselle

Hier lässt sich recht leicht eine "Hierarchie" der Abschlüsse bilden. Für mich gehört der staatl. geprüfte Betriebswirt auf die Ebene Techniker, da beide an staatl. Fachschulen absolviert werden.

Der Betriebswirt IHK gehört auf die Ebene zwischen Fachwirt und Meister, da beide an IHK´s absolviert werden.

Da der Fachwirt aber schon dem Meister entspricht, ist der Betriebswirt IHK höher anzusiedeln. Aufgrund der kürzeren Ausbildungsdauer und damit geringerem Stundenumfang bleibt er aber unter dem staatl. geprüften Betriebswirt.

Fazit: gut sind beide, der staatlich gepr. BW wird vermutlich mehr Anerkennung finden.

Aber Vorsicht: Der Arbeitsmarkt ist voll von Betriebswirten, da hier viele Studienabsolventen auf dem Markt sind und hier die nicht-akademischen Betriebswirte verdrängen. Bewirbt man sich also auf Stellen, die für Betriebswirte ausgeschrieben sind, verlangen die Unternehmen häufig Diplom-Betriebswirte... der staatliche ist damit aus dem Rennen.

Damit möchte ich niemanden abschrecken, doch wer sich überlegt, nach einer Ausbildung einen Betriebswirt XXX zu machen, sollte sich der Arbeitsmaktsituation bewusst sein und mittelfristig denken. Also z. B. den Fachwirt, Betriebswirt IHK oder staalt. gepr. Betriebswirt durchaus absolvieren... dann aber um im gehobenen Stellenmarkt wettbewerbsfähig zu sein, ein Studium zum Diplom-Betriebswirt dranhängen.

Das geht dann auch ohne Abi:

http://www.zvs.de/AntOn/Hilfe/Maske5/hilfe502b.htm

oder für Hessen:

http://www.hmwk.hessen.de/irj/HMWK_Internet?cid=9c0bb4b347705e868c8a33c657ad1e8b

post-1806-144309702245_thumb.jpg


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

...

Aber Vorsicht: Der Arbeitsmarkt ist voll von Betriebswirten, da hier viele Studienabsolventen auf dem Markt sind und hier die nicht-akademischen Betriebswirte verdrängen. Bewirbt man sich also auf Stellen, die für Betriebswirte ausgeschrieben sind, verlangen die Unternehmen häufig Diplom-Betriebswirte... der staatliche ist damit aus dem Rennen.

...

Hm, ich denke mal -wenn ich falsch liege lasse ich mich gerne belehren - dass speziell in KMUs eher die Praktiker

gefragt sind. Praktiker hier gleich kfm.Ausbildung, enorme Berufserfahrung und zusätzlich Weiterbildung zum (z.B. staatl.gepr.) Betriebswirt.

Zumindest sind dies bisher meine Erfahrungen hier in NRW.


"Aber denken kann ich, was ich will, solange ich mir selbst nicht widerspreche." (Kant)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Aenny,

das kann ich leider nicht bestätigen.

Viele Stellen sind heute akademisiert. Das bedeutet nicht, dass hier keine Praktiker gesucht werden.

Teilweise wird schon für Sachbearbeiter und Referenten-Stellen ein Studium vorausgesetzt. Dies ergibt sich klar aus den derzeit geschalteten Stellenanzeigen.

Beispiel:

Ein KMU mit 100 Mitarbeitern möchte die Stelle als Einkaufsleiter besetzen.

Anforderungsprofil: Studium BWL, 5 Jahre Einkaufserfahrung, 3 Jahre Führungserfahrung.

Es bewirbt sich Herr X, Dipl.-Betriebswirt, 6 Jahre Einkaufserfahrung, 4 Jahre Führungserfahrung (... trotz Studium ist er Praktiker!).

Weiterhin bewirbt sich Herr Y, staatl.gepr. Betriebswirt, 7 Jahre Einkaufserfahrung, 4 Jahre Führungserfahrung.

Herr Y erfüllt nicht das Anforderungsprofil des Unternehmens, auch wenn er über ausreichend Erfahrung verfügt. Hat das Unternehmen das Studium hier als "KO-Kriterium" festgelegt, ist Herr Y aus dem Rennen, auch wer er 20 Jahre Einkaufserfahrung hätte.

Das aus meiner Personaler-Erfahrung.

Wie würde es bei der Sendung mit der Maus heisen: Ist nicht schön, ist aber so!


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Okay, dann hat " KMU mit 100 Mitarbeitern" ein gutes Personalkostenbudget! ;)


"Aber denken kann ich, was ich will, solange ich mir selbst nicht widerspreche." (Kant)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden