MarcBW

"Schubs" in die richtige Richtung erbeten...

7 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

Und wieder mal einer, der an der Fülle der Optionen schier verzweifelt... ;-)

Leider hat mir die Forensuche bisher nur vereinzelt weitergeholfen und daher nun meine Bitte an die geballte Foren-Kompetenz, ob diese mir evtl. ein paar Tips rund um das Thema Fernstudium geben kann, denn ich stehe bisher lediglich vor der Entscheidung zu einem solchen und benötige noch den einen oder anderen Schubs in die richtige Richtung...

Vielleicht vorab ein paar Worte zu mir:

Ich bin der Marc, Angestellter und 37 Jahre alt.

Meine schulische und berufliche Laufbahn stellt sich folgendermassen dar:

- Fachoberschulreife

- Ausbildung zum Tischler mit 7 jähriger Berufstätigkeit in der Möbelindustrie

- 4 jährige Selbstständigkeit im IT-Bereich

- seit 8 Jahren Angestellter als IT-Consulter

- seit letztem Sommer Hochschulreife (nebenberuflich via Abendgymnasium)

Nun suche ich einen passenden Studiengang. Studieren möchte, nein "muss"ich an einer Fernuniversität wie z.B. Hagen, da ich weiterhin berufstätig sein werde. Die benötigte Zeit für ein Teilzeitstudium kann und möchte ich ebenfalls gerne aufbringen - schliesslich bin ich ja noch die 21 nebenberuflichen Wochenstunden des Abendgymnasium gewöhnt.

Meine Grundgedanken zu einem Studium sind zum einen der akzeptierte lebenslange Lernprozess, daran anschliessend der Wunsch, meinen Bildungshunger zu stillen und last but not least natürlich meine bisher erworbenen Kenntnisse in der Holzbearbeitung (u.a. Anlagensteuerung/CNC-Programmierung/Prozessabläufe) sowie recht umfangreiches Prasxiswissen aus der IT unter dem Deckmantel eines entsprechenden Studiums zu vereinen. Auch, weil ich einfach das Gefühl habe, ohne einen akademischen Grad eine gewisse berufliche Schwelle nicht überschreiten zu können. Dabei sei aber erwähnt, dass es nach einem Studium nicht zwingend bei einem der genannten Berufe bleiben muss. Ich günstigsten Falle nehme ich halt das beste aus beiden Welten mit...

Hinzu kommt, dass ich mich seit längeren rein privat sehr für die Wirtschaft und ökonomische Zusammenhänge interessiere. Und hier schwebt mir nun also ein Studium der Wirtschaftswissenschaften vor. Ich weiss aber nicht so genau, ob das wirklich das richtige ist und ob es evtl. nicht noch andere Studiengänge gibt, die für mich ggf. in Frage kämen... Es würde sich z.B. noch Verfahrenstechnik anbieten, aber das geht ja soweit ich weiss nicht via Fernstudium, oder?

Mehrere Gespräche mit Freunden ergaben, dass mich diese durchaus auch im Pädagogischen/kreativen Bereich ansiedeln würden da ich Wissen anscheinend ganz gut vermitteln kann, recht kommunikativ bin und auch viele Ideen habe die ich gerne innerhalb eines Teams umsetze. Ich persönlich sehe mich aber eher so im Bereich Technik/Forschung, es sollte also nichts rein theoretischer Natur sein. Und da habe ich halt so meine bedenken, das Wirtschaftswissenschaten vielleicht doch noch nicht der Weissheit letzter Schluss ist...?

Hat vielleicht jemand von Euch schon einmal ähnliche Gedankengänge gehabt oder einfach einen guten Tip zur Hand? Über Anregungen oder Hinweise würde ich mich sehr freuen und falls noch Fragen aufkommen - einfach Fragen.

Danke für die Hilfe im Voraus und liebe Grüsse,

Marc

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Hallo Marc,

also, wenn ich deinen Beitrag richtig gelesen habe, dann bist du dir einfach noch nicht so recht schlüssig, was du eigentlich studieren willst.

Zum einen erwähnst du Wirtschaftswissenschaften, dass dir auch aus persönlichen Gründen 'Spaß machen' könnte, dann wiederum liegt dir auch das Technische, aber auch im IT-Bereich bist du irgendwie zu Hause. Und da sind da noch die kreativen/kommunikativen Fähigkeiten, die dir Freunde zuschreiben; du selber siehst dich aber eher im Bereich Technik/Forschung.

Wirtschaftswissenschaften an sich ist ja nun keine Festlegung in dem Sinne, als dass du dann bis ans Lebensende in dieser Richtung tätig sein musst. Es gibt wohl etliche Absolventen der WiWi, die wirklich was komplett anderes machen, und damit auch glücklich werden. Man kann wohl sagen, dass WiWi an sich sehr flexibel ist, und in Kombinatino mit deiner Berufserfahrung schon mal keine schlechte Wahl.

Wenn du aber definitiv eher in der Technischen Schiene bleiben willst, dann könntest du z.B. Wirtschaft und Technik miteinander verbinden, und Wirtschaftsingenieurwesen studieren - wird z.B. bei der HFH angeboten. Falls die IT-Branche dich aber auch interessiert, besteht z.B. auch die Möglichkeit, Wirtschaftsinformatik zu studieren, z.B. auch an der FernUni Hagen.

Das sind jetzt so spontan die Sachen, die mir dazu einfallen. Keine Ahnung, ob das der Schubs ist, den du benötigst... es gibt ja sicher noch andere, die ihren Senf dazu geben wollen. ;)

Gruß,

Sonja

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Hallo Marc,

da kann ich Sonja nur zustimmen. Ich bin beispielsweise Wirtschaftswissenschaftler und arbeite in einem ziemlich fachfremden Bereich. Gerade deswegen habe ich mich aber dazu entschieden nochmals zu studieren (und zwar was Technisches). Ich würde Dir aufgrund Deiner Beschreibungen eher davon abraten etwas rein "Wirtschaftliches" zu machen. Der Einstieg in einen typisch wirtschaftswissenschaftlichen Beruf wird aufgrund der enorm hohen Konkurrenz in diesem Bereich sicher auch nicht leicht. Wobei ich natürlich nicht weiss, ob Du das überhaupt möchtest. Wenn Dich die Kombination aus Technik und Wirtschaft ebenfalls interessiert (und danach sieht es ja aus!), bietet sich in der Tat z.B. Wirtschaftsingenieurwesen oder -informatik an. Ein ganz interessantes Gebiet ist auch Wirtschaftsmathematik. Allerdings kenn ich Deine Vorliebe für Mathe nicht und bin mir nicht sicher, ob es das als Fernstudium gibt.

Soweit meine kleinen Tipps, Gruß,

Michael

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@ Sonja und Michael:

Ja, das sind so die "richtigen" Denkanstösse. ;) Also ich würde durchaus gerne die Technik mit der Wirtschaft verbinden - dabei etwas hinderlich dürfte allerdings mein nicht allzu ausgeprägtes Zahlenverstandnis sein. Mathe ist nicht so sehr mein Fach und somit habe ich mich von Wirtschaftsinformatik bzw. Wirtschatfsmathematik bereits "verabschiedet".

Das der Einstieg in diesen Bereich nicht allzu leicht wird, ist klar. Doch denke ich, dass ich den Einstieg dort aufgrund mehrjähriger Berufserfahrung durchaus wagen könnte...

Die Sache mit dem Wirtschaftsingenieurwesen schaue ich mir auf jeden Fall einmal an. Vielleicht hat der eine oder andere aber noch eine Idee/Hinweis?

Liebe Gruße,

Marc

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Noch ein kleiner Nachtrag...

um Mathe kommst Du in keinem der von Dir angepeilten Fächer herum. Deine Einschätzung, dass die Matheanforderungen in WiInf höher sind als in WiIng ist vermutlich falsch.

Falls Du Dich für die reinen WiWi entscheiden solltest, kann ich Dir nur dringend empfehlen, Dich ein wenig über die Unterschiede zwischen FH-BWL und Uni-BWL zu informieren. Dabei möchte ich keineswegs sagen, dass das Eine schwerer oder leichter ist. Interessierst Du Dich mehr für Theorie/Forschung/Beweise/Herleitungen geh an die Uni. Möchtest Du BWL "praktisch anwenden" geh unbedingt an die FH !

Insbesondere in beliebten Fächern wie Logistik und Marketing bestehen zwischen Uni und FH erhebliche Unterschiede (in Uni deutlich höherer Schwerpunkt auf Mathe). Das gilt aber auch für Fächer wie Allgemeine BWL (hier insbesondere Finanzierung und Investition) und vor allem für VWL. In Uni-VWL solltest Du Dich auf viele z.T. sehr abstrakte Theorien einstellen, die oftmals hergeleitet und bewiesen werden müssen. Die Skripte sehen aus wie Mathe-Bücher! Ich möchte Dich keineswegs von irgendetwas abbringen, weiss aber von etlichen früheren Kommilitonen, die das einfach falsch eingeschätzt haben und dann an eine FH gewechselt sind. Dort kommen viele einfach besser zurecht. Würde ich nochmal von vorne beginnen, würde ich immer an eine FH gehen, da mich das Praktische auch viel mehr interessiert.

Dann mal viel Erfolg bei der hoffentlich richtigen Entscheidung !

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Hallo,

ich möchte nicht wiederholen, was meine Vorredner schon richtig "geschubst" haben.

WiIng halte ich für einen möglichen, vielleicht den richtigen Weg für Dich.

Als Personaler im Maschinenbau kann ich aber ergänzen, dass dieser die wesentlich besseren Berufsaussichten hat, als der Wirtschaftswissenschaftler. Gerade das Interdisziplinäre macht es aus.

Ich habe mir heute die Arbeitsmarktzahlen angeschaut (über www.ba-bestellservice als PDF beziehbar).

Bei den Wirtschaftswissenschaftler sind rund doppelt soviele Bewerber wie Stellen da. Bei den Ingenieuren sind rund 2-3mal so viele Stellen wie bewerber da.

Gut, dass Du kein Jurist werde möchtest, denn dort kommen etwa 10.000 Bewerber auf 2.000 Stellen.


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Hallo!

Nur, um den Thread hier mal zu "komplettieren":

Ich habe mich nun also für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der HFH entschieden weil ich denke, dass dieser die von mir gestellten Kriterien am besten erfüllt. Bin sehr gespannt, was mich da erwartet...

Danke für Eure Hilfe und viel Erfolg weiterhin.

Liebe Grüsse,

Marc

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