Kiwi 08

Studieren oder nicht studieren ... (Lernaufwand, Chancen auf dem Arbeitsmarkt)

11 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

stehe derzeit vor der Entscheidung, ob ich ein Fernstudium aufnehmen soll, oder nicht.

Zwei Fragen habe ich an euch:

1. Wie hoch ist eurer Erfahrung nach der tatsächliche tägliche/wöchentliche Lernaufwand für das BA Studium BWL an der Euro FH

2. Hat jemand von Euch den Abschluß schon in der Tasche und kann mir sagen, wie der so bei Bewerbungen bei Arbeitgebern ankommt bzw. mich würden auch Reaktionen von Arbeitgebern interessieren, falls ihr euch schon während eures Studiums bewerbt.

Kurz zu mir, da ich hier noch ganz neu bin:

Bin Mutter eines Sohnes (1,5 Jahre) und erwarte im September ein zweites Kind. Bin derzeit nicht berufstätig, da in Elternzeit.

Da ich nach meiner Elternzeit den Arbeitgeber wechseln will, erhoffe ich mir Verbesserung meiner Chancen in meinem Wunschberuf Personalreferentin (bin nämlich im kaufmännischen Bereich nur Quereinsteigerin; eigentlich bin ich Lehrerin, habe aber schon 4 Jahre im kaufmännischen Bereich gearbeitet).

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Hallo Kiwi!

Zu der Euro FH kann ich nichts sagen, da ich mit dieser bisher noch nicht zusammengearbeitet habe.

Bezüglich Deiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt möchte ich Dir kurz mitteilen, warum ich noch mit 35 Jahren ein Studium aufgenommen habe: Wahrscheinlich werde ich noch 30 Jahre arbeiten dürfen/müssen. Damit die nächsten 30 Jahre möglichst so laufen, wie ich sie mir vorstelle, habe ich meine berufliche Weiterbildung selbst in die Hand genommen - und somit hoffentlich bessere Chancen, mehr Spaß und eine höhere Anerkennung.

Wenn auch Du der Meinung bist, das jeder für das verantwortlich ist, was er tut - und auch nicht tut - dann solltest Du auch studieren, damit Du Deine Segel auf dem manchmal doch etwas harten Arbeitsmarkt besser nach dem Wind ausrichten kannst. Und vielleicht ist das Lernen während der Kindererziehung eine willkommene Abwechslung.

Große Erfolge

wünscht

Oliver


Oliver Schumacher

Lingen/Ems - Niedersachsen

Diplom-Betriebswirt (FH)

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Hallo Kiwi,

HIER kannst Du den Bericht einer Absolventin lesen. :)


Viele Grüsse

Zippy

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Hallo,

2. Hat jemand von Euch den Abschluß schon in der Tasche und kann mir sagen, wie der so bei Bewerbungen bei Arbeitgebern ankommt bzw. mich würden auch Reaktionen von Arbeitgebern interessieren, falls ihr euch schon während eures Studiums bewerbt.

Hallo Kiwi,

wirklich beantworten kann ich Deine Frage nicht, möchte aber versuchen meine Meinung und Erfahrungen darzulegen.

Nach meiner Beobachtung gibt es auf dem Weg zu einem Job drei Hürden zu nehmen.

1. Jemanden finden, der jemanden sucht.

2. Am Sieb der Personalabteilung vorbeikommen.

3. Den Entscheider überzeugen.

Zu 1: Die Arbeitslosenquote bei Studierten liegt <= 4%. Im Laufe des Studiums wirst Du lernen, dass das Vollbeschäftigung bedeutet. Und das bedeutet: Du wirst immer einen Job finden.

Zu 2: Personaler bekommen pro Offerte manchmal hunderte von Bewerbungen. Da wird gnadenlos ausgesiebt. Auch nach nebensächlichen Kriterien. Erfahrung zählt im Zweifel nicht viel, da Personaler fachliche Fähigkeiten kaum beurteilen können (ist bei Deinem Wahlstudium möglicherweise anders). Personaler haben daher die Tendenz nach scheinbar objektiven Kriterien zu urteilen. Etwa einen formellen Abschluss. Interessant dabei: Irgendein Studium wird oft besser bewertet, als eine fachliche perfekt passende Fachschulausbildung.

Zu 3: Durch ein Fernstudium hast Du zwei Dinge: A) Berufliche Erfahrung und B) den Beweis über sehr lange konsequent ein Ziel verfolgt und erreicht zu haben. A) ist hilfreich für den objektiven Teil des Gesprächs. B) ist hilfreich für den subjektiven Teil des Gesprächs. Selbst dann, wenn über das Fernstudium nicht gesprochen wurde. Du selbst weißt ja, was Du während des Fernstudiums über Dich selbst erfahren und gelernt hast. Nämlich B)

Bezüglich Kind: Dein Sohn dürfte jetzt aus dem Gröbsten raus sein, d.h. Du hast Abends ein paar Stunden Zeit. Schwierig wird wohl das erste Jahr nach der Geburt des Zweiten Kindes. Der Sohn kommt in die Trotzphase (und die ist beim ersten Kind heftig), während das zweite Kind viel Zeit und Aufmerksamkeit braucht. Immerhin: Das zweite Kind ist einfacher als das erste. :)

Viele Grüße

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Immerhin: Das zweite Kind ist einfacher als das erste.

Das möchte ich so aber nicht unterschreiben.... ich habe da nämlich andere Erfahrungen gemacht.

Sonja

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Hi!

Wie du am Ende des Erfahrungsberichts lesen konntest, habe ich doch recht schnell einen Job bekommen. Trotz (oder gerade wegen) dem Fernstudium. Also ich habe meine Entscheidung an der Euro-FH zu studieren bis heute nicht bereut.

Gruß

Rita


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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Hallo,

2. Hat jemand von Euch den Abschluß schon in der Tasche und kann mir sagen, wie der so bei Bewerbungen bei Arbeitgebern ankommt bzw. mich würden auch Reaktionen von Arbeitgebern interessieren, falls ihr euch schon während eures Studiums bewerbt.

Da ich nach meiner Elternzeit den Arbeitgeber wechseln will, erhoffe ich mir Verbesserung meiner Chancen in meinem Wunschberuf Personalreferentin (bin nämlich im kaufmännischen Bereich nur Quereinsteigerin; eigentlich bin ich Lehrerin, habe aber schon 4 Jahre im kaufmännischen Bereich gearbeitet).

Hallo,

als Pädagogin hast Du gute Chancen in den HR-Bereich einzusteigen.+

Durch oft funktionale Organisationsgliederung werden im HR Juristen (Arbeitsrecht), Pädagogen (Personalentwicklung), Psychologen (Recruiting, Eignungsdiagnostik) und Betriebswirte (HR-Controlling u.a.) eingesetzt.

Viele AG haben die Stellen zur Personalreferentin akademisiert, so dass Fachwirte und Fachkaufleute heute kaum noch eine Chance haben.

Da Du schon Akademikerin bist, wäre der Türöffner schon da, jetzt gilt es HR-Expertise zu sammeln, also bei der Studienwahl auf einen HR-Schwerpunkt zu setzen.... dann klappts auch mit dem HR ;). Gerade, wenn Du beispielweise in die Personalentwicklung gehen möchtest, ist dein Lehramtsstudium ein Mehrwert zu Wettbewerbern.

Die Akzeptanz der AG bei Fernstudien ist i.d.R. sehr hoch, das mit dem Abschluss eines Fernstudiums auchSoft Skills in der Bewerbung nachgewiesen werden... doch das weist Du als Pädagogin natürlich.

Also meinen Segen für die Euro-FH hast Du.


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Hallo,

zunächst einmal vielen Dank an euch alle, für eure Antworten :) . Meine Entscheidung reift weiter und ist zumindest an dem Punkt angekommen, dass weiterbildungsmäßig auf jeden Fall etwas passieren muß - um auch, nach dann längerer Auszeit, einen Job zu finden, der mir wirklich Spaß macht (zumal ich eigentlich auch sehr gern Neues lerne - manchmal fehlt es mir etwas an Durchhaltevermögen - 3 Jahre sind doch schon eine ganz schön lange Zeit).

Auf jeden Fall soll es auch ein richtig "offiziell anerkannter" Abschluß sein, was bei einem FH-Studium ja gegeben ist.

Euro-FH ist für mich interessant, da ich in Hamburg lebe. Außerdem hat die Euro-FH bei mir bisher einen sehr guten, professionellen Eindruck hinterlassen.

Leider habe ich das Gefühl, dass bei dem BA - BWL personalwirtschaftliche Themen doch recht kurz kommen und zudem sehr spät im Studium integriert sind. Könnt ihr das bestätigen?

Im Moment habe ich auch noch ein Auge auf den Bachelor of Laws geworfen, da es dort auch einen expliziten HR-Schwerpunkt gibt. Und der Bedarf an Mitarbeitern mit fundiertem rechtskundigem Wissen ist meiner Erfahrung nach sehr hoch, zusammen mit wirtschaftlichen Kenntnissen und meinem pädagogischem Hintergrund und meinen Fremdsprachenkenntnissen, das wäre sicherlich eine ganz attraktive Mischung.

Leider kann ich mir auch nach der Lektüre der Infobroschüre der Euro-FH nur bedingt etwas unter dem Bachelor of Laws-Studium vorstellen. Stelle mir das trotz betriebswirtschaftlicher und fremdsprachlicher Ergänzungsfächer etwas sehr trocken vor - arbeitsrechtliche Grundkenntnisse wären bei mir immerhin schon vorhanden.

Hat jemand zufällig Erfahrung mit dem Studium Bachelor of Laws?

Viele Grüße

Kiwi

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Hallo Kiwi,

zum Bachelor of Laws kann ich dir nichts sagen, wohl aber zum Thema Personal:

Das Fach kommt im Bachelorstudiengang erst vor. Es hat 12 von 180 Credits. Das umfangreichste Fach hat 16 Credits (Englisch) schließt aber mit einer externen Prüfung ab. Frag doch mal bei der Euro-FH an, ob du dir ein Plan senden, wie umfangreich die einzelnen Fächer von den Credits sind. Dann bekommst du dafür ein Gefühl.

Gruß

Rita


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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Hallo Rita,

vielen Dank für die Antwort, der Plan bezüglich Credits liegt mir insoweit vor, als er ja recht ausführlich im Infomaterial geschildert ist. Du hast sicher Recht, dass eine Bewertung mit 12 Credits verhältnismäßig viel ist, wenn man das mit anderen Fächern vergleicht. Zudem natürlich auch andere Fächer im Zusammenhang mit HR auf jeden Fall interessant sind (PR zum Beispiel).

Aber: Beim Bachelor of Laws sind es 48 (!!) Credits, die dem Bereich HR zugeordnet sind.

Allerdings spricht auch einiges für BWL. Die internationale Ausrichtung des Studiengangs finde ich sehr interessant. Wie du siehst bin ich mir einfach noch etwas unschlüssig und versuche das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Man trifft ja schließlich eine schwerwiegende Entscheidung (deswegen bin ich auch hier für dieses Forum und für eure Meinungen und Anregungen sehr dankbar).

Viele Grüße

Kiwi

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