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mentus

FSH – Tätigkeitsbeschreibung – Arbeitsauftrag

3 Beiträge in diesem Thema

Außenstehende haben oftmals keine Vorstellung vom Tätigkeitsfeld des Ass jur FSH.

Nicht selten heißt es: Gegen den Jurist habe der Ass jur FSH am Arbeitsmarkt keine Chance. Allerdings bringt dies nicht eine Konkretisierung der Vorstellung über die Arbeit des Ass jur FSH, sondern der Äußernde legt Wissenslücken bzw. ein Informationsdefizit offen über die juristische Betätigung in der Wirtschaft.

Auf der FSH – Hompage in der Ruprik Berufsperspektive heißt es dazu:

http://www.assessorreferent.de

Zunächst ist es so, dass an jeden juristischen Mitarbeiter (Ass jur FSH , LL.B., Jurist), der in einem Wirtschaftsunternehmen seinen Dienst versieht, besondere Anforderungen gestellt sind. Die volljuristische Ausbildung ist zu speziell, als dass sie Bandbreite der Anforderungen betrieblicher Tätigkeit abzudecken vermag.

Es ist nicht, gleich der Tätigkeit des Richters, über zwei vorgebrachte Rechtsauffassungen zu befinden und damit zu erkennen, was rechtens sein soll. Das schließt ein, dass dem juristischen Mitarbeiter im Betrieb nicht die Befugnis und die Pflicht zukommt, das objektive Recht mit bindender Wirkung für die Gerichtsbarkeit fortzubilden. Denn das Gericht ist, bekanntermaßen, nicht an den Vortrag und die Rechtsauffassung der Parteien gebunden. Auch kommt es außerhalb richterlicher Tätigkeit nicht darauf an, tolle juristische Konstruktionen zu entwickeln. Nur diejenige juristische Arbeitsleistung ist, innerbetrieblich gesehen, für den Vorgesetzten etwas wert, die sich finanziell günstig für das Unternehmen auswirkt.

Hier liegen die Möglichkeiten des Ass jur FSH. In den durch den Link dargestellten Tätigkeitsfeldern der Wirtschaft kann der Ass jur FSH arbeiten. Sein Auftrag wird stark zurück geführt und für alle Tätigkeiten in dem Link lauten: „Maximiere Einzahlungen an das Unternehmen, minimiere Auszahlungen des Unternehmens.“

Zu diesen Zwecken wird der Ass jur FSH ausgebildet. Er muss in seinen Prüfungen jeweils nachweisen, in einem gegebenen Zeitrahmen mit den Gestaltungsmitteln des Rechts anhand eines Sachverhalts eine rechtstheoretisch vertretbare Falllösung ausarbeiten zu können.

Später wird es darum gehen, als Stelleninhaber in Abhängigkeit von der Verantwortung, nach der Prüfung von Sachverhalten die Schriftsätze gegenüber Dritten zu formulieren. Die Rollen der Adressaten sind hierbei verschieden. Es kann sich um Partner außergerichtlicher Vergleichsverhandlungen, Banken, Gerichtspersonen, klagende/beklagte Rechtsanwälte, Inkassobüros oder Schuldnerberater handeln.

Sicherlich ist die Fortbildung nicht dazu konzipiert, in höchste Ebenen der Betriebshierarchie aufzusteigen. Und natürlich wird es so sein, wie in anderen Bereichen auch, dass nicht alle Absolventen gleichermaßen erfolgreich sein können. Denn der Erfolg als solcher ist von zahlreichen Bedingungen abhängig, sicherlich auch von Dritten oder manchmal von glücklichen Umständen. Der Erfolg lässt sich nicht bis ins einzelne durchplanen.

Ausgehend von den Möglichkeiten des Juristen in der Wirtschaft zweifele ich jedenfalls die zu allgemein gehaltene Ansicht aus der Ecke der Juristen an, wonach neben einem Examenskandidaten mit Mindestpunktzahl niemand stehen könne, der nicht Jurist ist. Ein solcher Jurist sei demnach noch zu einer besseren Arbeitsleistung befähigt als alle Absolventen übriger juristischer Ausbildungsgänge.

Allerdings habe ich persönlich für solche und ähnliche Äußerungen Verständnis. Bologna ist nicht mehr rückgängig zu machen und wird zukünftig noch weitere Auswirkungen im juristischen Bereich hervorbringen.

ment1

P.S.: Die Abkürzung "Ass jur FSH" stellt keinen Titelmißbrauch dar, da schon der objektive Tatbestand der Strafrechtsnorm nicht erfüllt ist.


Assessorreferent jur. (FSH) - Abschluss Mai 2011

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Nun, ich führte nicht die Bezeichnung Ass iur, sondern kürze Assessorreferent jur FSH ab durch Ass jur FSH, eben mit dem Zusatz.

Das sind eben zwei Paar Schuhe.

Genau so wie es den Kurt M. und den Kurt K. geben kann.

Die in dem Link aufgeführte Rechtsauffassung, aufwändig gemacht und mit Normen unterlegt, ist keineswegs zwingend.

ment1


Assessorreferent jur. (FSH) - Abschluss Mai 2011

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Ich möchte nicht versäumen, meine Auffassung zu erläutern. Hierzu genügt ein kurzer Blick in das Gesetz.

In § 132 a StGB heißt es auszugsweise:

Absatz 1 Nr. 1:

(...) unbefugt...Titel...führt,...(...) .

Absatz 2

(...) in Absatz 1 genannten Titeln....stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.

Absatz 2 erweitert Absatz 1, setzt aber -ungeschrieben- ein Führen eines Titels voraus.

Ohne Führung kein Titelmissbrauch.

Demnach absolviere ich ein Fernstudium zum Ass jur FSH bei der Fachakademie Saar für Hochschulfortbildung.

ment1


Assessorreferent jur. (FSH) - Abschluss Mai 2011

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