5 Beiträge in diesem Thema

Hallo, Ihr da draußen.

Seit ein „paar Tagen“ schaue ich mich so um und bin v.a. über die Ausführlichkeit und Qualität der dedizierten Antworten der OU-Profis Sonja, Inés, Christopher u.a. sehr beeindruckt.

Da haben sich auch für mich Newbie schon ein paar Fragen erübrigt.

Vielleicht zuerst zur Zielsetzung:

In früheren Jahren habe ich ein begonnenes Präsenzstudium an der FH Darmstadt, Fachrichtung „Chemische Technologie“, nach dem Vordiplom abgebrochen.

Lange Jahre in Bereich Umweltschutz tätig (Ausbildung zum CTA vorhanden) , möchte ich dann doch „irgendwie , irgendwann, irgendwo....“ einen akademischen Abschluss nachholen.

Die Crux: bisher habe ich keine deutschsprachigen Anbieter gefunden, die im Bereich Umweltschutz, Chemie oder Artverwandtes ein grundständiges Fernstudium ermöglichen.

[Wenn es in dieser Richtung Hinweise oder Ideen gibt: das wäre Klasse]. (kleine Ausnahme: PFFH DA).

Da Englisch jetzt nicht gerade zu meinen Stärken gehört, hatte ich zuerst vor dem Gang „ins Ausland“ Abstand genommen.

Nach meinen bisherigen Recherchen bietet die OU wenigstens Möglichkeiten:

Entweder das open degree (code BD) , oder fachbezogen den BSc oder BA (hons oder nicht) in Environmental Studies (Code B19). Anfangs habe ich mich nicht so recht in dem Kurs- und Punktesystem zurechtgefunden, aber es wird (auch Dank eurer Beiträge).

Hierzu:

Wie kommen denn die Punkte (zB. 60 für einen Kurs) zustande? Kann es vorkommen, dass man den Anforderungen dieser Einheit nicht ganz genügt, und a) die Punkte sind futsch oder B) man erhält eben prozentual weniger? (zB: Anforderungen für 60 Punkte zu 70% erfüllt; = 42 Punkte? ). Oder muss man den Kurs bestehen (= 50% und besser) und erhält seine 60 Punkte?

Schonmal vielen Dank.

Andreas

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Hallo Andreas,

Es gibt an der FH Köthen (Hochschule Anhalt) einen Fernstudiengang Verfahrenstechnik (es gibt auch Lebensmitteltechnologie, ist aber eher nicht dein Fall, wenn ich das richtig verstehe).

Ansonsten kann ich zu den Credit Points noch folgendes sagen: Die CPs sagen lediglich aus, welchen Umfang der Kurs hat. Ein 60 credits point ist umfangreicher und zeitaufwändiger als ein 30 credit points. Du bekommst die CPs nur gutgeschrieben, wenn du den Kurs bestehst. Ansonsten gilt der Kurs als durchgefallen und du musst ihn wiederholen (wenn das geht). Am Ende brauchst du 360 CPs für einen Bachelor (Hons), d.h. also, der Umfang des Studiums wird mit den CPs beschrieben. Credit points haben nichts mit der Note zu tun. Die ergibt sich aus deinen Leistungen im jeweiligen Kurs.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

Gruß,

Sonja

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Hallo,

und erstmal willkommen im Forum,

ein 60 Punkte Kurs entspricht 30 ECTS Punkten und deshalb einem halben Jahresworkload welches 120 CATS Points entspricht oder dementsprechend 60 ECTS Punkte. Ein ECTS Punkt enspricht wiederum einem Workload von ca. 24-30 Stunden, also entsprechen 120 CATS Points (=60 ECTS) ca. 1440 - 1800 (im Mittel 1620) Stunden Workload.

Die OU unterscheidet zwischen undergraduated studies und postgraduated studies.

Die untergraduated studies werden unterschieden in named und dem open degree.

Das named degree endet mit dem BA/BSc(Hons) ....named... degree (360 CATS points). Davor kann man verschiedende Vorabschlüsse erreichen z.B. ein certificate (60CATS points) oder ein diploma (120 CATS points) und wahrscheinlich auch das Bachelor ordinary degree (300 CATS points), nur da bin ich mir nicht ganz sicher, wie dies möglich ist.

Ein Open degree ermöglicht es sich ein eigenes Curriculum zusammenzustellen, es ist also möglich sich aus dem gesamten angebotenen Spektrum von Kursen einen eigenen Lehrplan zusammenzustellen. Die Abschlußbezeichnung (BA oder BSc) wird nach dem überwiegenden Kursinhalt vergeben, also 190 CATS points in Arts und 170 points in Science = Bachelor of Arts degree. Wobei man hierbei aus Kontinutitätsgründen (und später beim Arbeitgeber) im Fachgebiet bleiben sollte und nicht unbedingt Riesensprünge der Inhalte machen sollte, also keine Technikstudien mit Kunst und Literatur mischen. Als Zwischenabschluß sind certifcates, diplomas und das Bachelor ordinary degree möglich. 40 % der Abschlüsse sind Open degrees.

Die Noten haben keinen Einfluß auf die Punkte die man für einen Abschluß benötigt, hier werden mindestens 40 Punkte (auf TMA und ECA) benötigt um ein Pass zu bekommen und man bekommt alle Punkte des absolvierten Kurses auf sein "Punktekonto" und nicht nur einen alliquoten Anteil. Wie gesagt, ist das "Punktekonto" mit mindestens 360 Punkten gefüllt darf man sich den Bachelor abholen oder zuschicken lassen.

Postgraduated studies sind vor allem der Master und der PhD.

Für einen Master werden weitere 180 CATS postgraduated points benötigt (120 für einen MEng). Auch hier gibt es wieder postgraduated certifactes und postgraduated diplomas mit den gleichen Punkteanforderungen wie bei den undergraduated studies. Die Kurse sind im Regelfall um einiges schwieriger als die undergraduated studies, die Kursmateralien nicht mehr so ausführlich.

Da Du das Vordiplom hast (ich glaube 2 Jahre Studium in D) macht es für Dich Sinn, Dir Deine Vorleistungen anerkennen zu lassen, sowohl zeitmäßig und geldmäßig. Am Besten Du schaust Dir die credit transfer Seite der OU an www.open.ac.uk/credit-transfer an. Wenn Dir die OU 120 Punkte oder gar 240 Punkte anerkennt macht es für Dich Sinn ein Open degree zu machen, bei named degrees ist die Punkteanerkennung geringer.

Im übrigen ein Weiterstudium in D und A ist ohne weiters möglich (auch mit Open degree) z.B. an der Fernuni Hagen, an der Universität Wien oder an der HFH. Die EU erkennt das Open degree als Voraussetzung für einen Posten der Verwendungsgruppe IV oder sonstigen Akademikerposten an.

Wenn Du noch Fragen hast einfach melden.

lG

Christopher

bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gelöscht

Bachelor of Science with honours(OU);Bachelor of Engineering (HFH); Postgraduate diploma in engineering (OU); Certificate in Mathematics(OU)

MBA der wwedu Wels

Master of Science in Engineering an der OU

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An alle, die bisher geantwortet haben, ein dickes Dankeschön für eure Mühe und eure Tips.

Ich habe mich jetzt eine Zeit lang nicht mit der Materie beschäftigt, werde diese Sache zeitnahst aber wieder aufgreifen - und mich dann euren Tips widmen.

Sehr beruhigend ist, dass man auch mit dem Open degree offensichtlich "etwas anfangen kann".

@Christoph:

Genau wegen der punktebezogenen höheren Anerkennung des Vordiploms ist das Open Degree interessanter als ein named degree. Ich könnte mir auch vorstellen, innerhalb des Rahmens Open Degree inhaltlich Fächer zu belegen, die eben meinem Schwerpunkt Environment Protection entsprechen.

Nochmals danke für die Mosaiksteine auf dem Weg zur Durchplanung eines solchen Studiums.

Andreas

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