MysteryWriter

Eine Frage an alle (angehenden) WI-Ings :-)

14 Beiträge in diesem Thema

Hallo ihr Lieben,

aus purer Neugier, würde ich sagen, habe ich mal ein paar Fragen an alle (angehenden) WI-Ings :)

Kurz zu meiner Person: Ich heiße Steffi, bin 23 Jahre jung und studiere, wie man unschwer an meiner Signatur erkenne kann, BWL an der PFH Göttingen :D

Ich bin voll und ganz zufrieden mit meinem Studium, aber dennoch "trage" ich ein gesundes Interesse an dem Ingenieurwesen mit mir herum ;)

Aus diesem Grund würde ich gerne von euch erfahren:

- was wollt ihr später einmal mit dem Studium anfangen?

- welche Ängste begleiten euch bei dem Studium?

- aus welchen Gründen habt ihr dieses Studium begonnen?

Vielleicht finde ich ja auf diesem Weg heraus, ob ein späteres Zusatzstudium (z.B. der Sonderstudiengang Technik) auch etwas für mich wäre.

Ich danke euch für eure Antworten! :)

Liebe Grüße

Steffi

[Nach Rücksprache mit MysteryWriter wurde der Beitrag vom HFH- in das Fernstudium-allgemein-Unterforum verschoben]


BWL an der PFH 2007-2010 - Dipl.-Betriebswirtin (FH)

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Hallo Steffi!

Also ich beginne mein Studium ja erst demnächst - bin aber wild entschlossen, WiIng zu studieren und das aufgrund folgender Überlegungen:

Ich möchte gerne meine bisherige gewerbliche Ausbildung um ein entsprechendes kaufmännisches Wissen erweitern. Zumal ich seit Jahren beruflich auch interdisziplinär zwischen beiden Welten wandel - dieses aber nicht schriftlich anerkannt belegen kann. In Zeugnissen kann ja alles mögliche drin stehen und ich habe auch das Gefühl, dass in Deutschland Hochschulzeugnisse nach wie vor höher gewichtet werden als berufliche Erfolge. So weit, so blöd.

Ziel ist es also, mit dem Studium eine universelle und anerkannte Ausbildung nachzuweisen, welche als ein Verbindungsglied zwischen dem gewerblichen und dem kaufmännischen Bereich anzusehen ist.

Zu der von Dir gestellten Frage über die Ängste kann ich von mir behaupten, dass sich diese mit vermutlich 85 oder mehr Prozent aller Fernstudierenden decken:

- Angst, dass tägliche Pensum über den langen Zeitraum aufzubringen

- Angst, vor dem "nicht packen" der Fächer, die einem eher weniger liegen

- Angst vor Motivationslöchern

- Angst, nach Jahren der paukerei mit einem "wertlosen" weil nicht mehr gefragten Titel dazustehen.

- Angst, nach der entspechenden Ausbildung einfach zu teuer zu sein, weil man ja als Arbeitnehmer jenseits der 30 pauschal verdächtigt wird, seine Rechte zu kennen und sich nicht mehr mit einem für den AG kostengünstigen Praktika abspeisen lässt...

Zu Deiner 3. Frage:

Da ich der festen Überzeugung bin, dass der immer noch vorherrschende Jugendwahn in den Personalbüros aufgrund unserer demografischen Bevölkerungsentwicklung abklingen wird (werden MUSS!), glaube ich auch noch an eine Karrieremöglichkeit jenseits der 40. Dennoch ist das Studium für mich keine reine "Erfüllungsgehilfe" sondern dient auch, und das vielleicht sogar in erster Linie, meiner persönlichen Weiterentwicklung um u.a. meinem Wissendurst zu entsprechen.

Ich weiss zwar nicht, ob Dir das jetzt hilfreich war, würde aber gerne auch noch etwas über die Motivation der anderen User hier lesen.

Liebe Grüsse,

Marc

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Hallo Steffi,

ich bin erst seit kurzem dabei, versuche aber auch mal meine Gedanken niederzuschreiben.

was wollt ihr später einmal mit dem Studium anfangen

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich möchte weder meinen Job wechseln noch ist für meinen Job zwingend erforderlich (aber sehr hilfreich) noch werde ich meine Gehaltssituation dadurch wesentlich ändern.

Wie Du aus meiner Signatur erkennen kannst, habe ich bereits einmal studiert, so dass dies ein Aufbaustudium für mich ist. Für mich ist es also keine "Pflicht" mehr, sondern eher eine "Kür". Ich arbeite in einem ziemlich technischen Beruf zusammen mit lauter Ingenieuren. Durch diese Arbeit wurde zum einen mein Interesse an der Technik geweckt und zum anderen möchte ich einfach "besser mitreden können".

welche Ängste begleiten euch bei dem Studium?

Die Ängste hat Marc schon beschrieben. Im Wesentlichen teile ich die Ansichten. Nur die Angst vor einem nicht anerkannten Abschlußgrad habe ich nicht. Marc, kannst Du diese Sorge erklären ?

- aus welchen Gründen habt ihr dieses Studium begonnen?

Im Wesentlichen siehe oben. Hinzufügen kann ich nur noch, dass diese Entscheidung aus persönlichem Interesse und dem Wunsch nach neuem Wissen entstanden ist. Letztlich hat mich auch mein Arbeitgeber in dem Vohaben gestärkt und unterstützt mich auch finanziell.

Hoffe, Du kannst damit was anfangen. Ansonsten frag einfach !

Viel Erfolg weiterhin :)

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Hallo Steffi,

Die Ängste hat Marc schon beschrieben. Im Wesentlichen teile ich die Ansichten. Nur die Angst vor einem nicht anerkannten Abschlußgrad habe ich nicht. Marc, kannst Du diese Sorge erklären ?

Ich versuche es mal. Ich schrieb ja nicht "nicht anerkannt" sondern wertlos. Damit meinte ich die Unsicherheit, dass man ja nicht wissen kann, wie sich die Arbeitssituation in eingen Jahren darstellt. Hier im Forum wurde ja gerade die rasante Zunahme von (weniger gut bezahlten) Zeitarbeitsjobs beschrieben und ebenso ist ein Trend der Akademisierung von selbst einfachen Berufen festzustellen.

Somit ist "wertlos" gleichbedeutend mit "überqualifiziert und somit zu teuer" zu verstehen.

Um mal so richtig schwarz zu malen: Es könnte ja sein, das auch die höher qualifizierten Jobs im Laufe der nächsten Jahre in das günstigere Ausland verlagert werden und wir hier jobtechnisch so langsam auf dem trockenen sitzen. Ich hoffe zwar, dass es nicht so kommen wird aber die Angst schwingt ein bisschen mit.

So, genug schwarz gemalt... :)

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Ah ok, geht so ein wenig in Richtung Schweinezyklus. Den kann ich natürlich nachvollziehen. Einfach nicht drüber nachdenken :-)

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Hi MarkBW

Keiner kann in die Zukunft schauen und daß wir auf lange Sicht alle tot sind, ist ja eine Binsenweisheit. Aber zum einen halte ich es für realistischer, daß man auch in Zukunft mit höherer Qualifikation eine bessere Chance auf einen passablen Job hat als ohne diese höhere Qualifikation. Zum anderen landen wir ja vielleicht alle arbeitslos in der Gosse, aber selbst dann sind wir immer noch Akademiker :-)

Gruß

Jörg

Ich versuche es mal. Ich schrieb ja nicht "nicht anerkannt" sondern wertlos. Damit meinte ich die Unsicherheit, dass man ja nicht wissen kann, wie sich die Arbeitssituation in eingen Jahren darstellt. Hier im Forum wurde ja gerade die rasante Zunahme von (weniger gut bezahlten) Zeitarbeitsjobs beschrieben und ebenso ist ein Trend der Akademisierung von selbst einfachen Berufen festzustellen.

Somit ist "wertlos" gleichbedeutend mit "überqualifiziert und somit zu teuer" zu verstehen.

Um mal so richtig schwarz zu malen: Es könnte ja sein, das auch die höher qualifizierten Jobs im Laufe der nächsten Jahre in das günstigere Ausland verlagert werden und wir hier jobtechnisch so langsam auf dem trockenen sitzen. Ich hoffe zwar, dass es nicht so kommen wird aber die Angst schwingt ein bisschen mit.

So, genug schwarz gemalt... :)


ehemaliger Fernstudent.

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Hi MarkBW

Aber zum einen halte ich es für realistischer, daß man auch in Zukunft mit höherer Qualifikation eine bessere Chance auf einen passablen Job hat als ohne diese höhere Qualifikation.

DAS ist natürlich die Kernaussage die mein gewollt übertrieben schwarz gemaltes Beispiel wieder aus dem dunkeln hervorholt. ;)

Gruss,

Marc

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Vielen lieben Dank für eure ausführlichen Berichte! Das sollte mir auf jeden Fall schon mal weiter helfen!

Ich habe von einem guten Freund noch den Tipp bekommen, mir einfach mal Fachliteratur (wie diese heiß umworbene Werkstofftechnik-Bücher) zu besorgen, und mich etwas in die Themen einzulesen, und vielleicht mal eine Fachmesse zu besuchen, um zu sehen, ob das wirklich etwas für mich wäre :) Danke nochmal für den Tipp; dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin :D

Ich denke die einzige Frage, die mir vielleicht niemand beantworten kann ist, ob es generell für mich Sinn macht, diesen Weg einzuschlagen, und wie es dann für mich weiter gehen könnte.

Die Meisten die ich hier kenne/gelesen habe, arbeiten bereits in einem technisch versierten Betrieb oder haben eine technische Position. Gut, ich arbeite bei einem Stahlhandel und habe auch Einblicke bekomme, was wir im Forschungsbereich oder im "technischen" Bereich so alles machen, aber ich habe eine kaufmännische Position und arbeite in der kaufmännischen Sparte des Konzerns. Deswegen weiß ich nicht, in welchen Bereichen ich genau tätig sein würde, oder was es so für Möglichkeiten gibt, zwischen denen ich mich entscheiden muss ;) Ich denke, da muss ich mich noch ein wenig genauer informieren.

Aber nochmal danke an euch alle bisher! :)


BWL an der PFH 2007-2010 - Dipl.-Betriebswirtin (FH)

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Prima, dass es Dir ein wenig geholfen hat.

Mit dem Einlesen in Fachliteratur wäre ich allerdings vorsichtig. Vor allem, weil Du als Beispiel Werkstofftechnik gewählt hast. Das kann auf den ersten Blick ganz schön abschrecken ... ich musste aber feststellen, dass es ein sehr interessantes Thema ist, je mehr man sich damit beschäftigt.

Aber "mal eben drübergucken" funktioniert m.E. nicht, bzw. hinterlässt einen falschen Eindruck (und das gilt wohl für die meisten Fächer). Klar kannst Du das machen, aber lass Dich nicht zu schnell abschrecken.

Eine Messe ist sicher interessant, hat aber mit einem Studium natürlich wenig zu tun.

So, das wars, schönen Abend,

Michael

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Das ist ein sehr guter Hinweis, danke Michael! :) Ich neige glaube ich auch schnell dazu, mal kurzerhand in Panik zu geraten, wenn ich eine Seite von einem komplizierten Buch (Mathe z.B.) aufgeschlagen habe, und erkenne, dass ich nichts verstehe :D

Immerhin sagen mir viele Begriffe im Bereich der Automatisierungs- oder Fertigungstechnik etwas, da wir in unseren Betrieben im Konzern viele tolle Anlagen habe, wie z.B. Brennscheidmaschinen, Plasamaschneidmaschinen oder Laserschneidmaschinen :) Das beruhigt *grins*

Was die Sache mit den Messen angeht: Du hast schon recht, das sagt eigentlich nicht über das Studium aus. Ich würde damit eher testen, was mein Bauch zu diesen Eindrücken sagen würde :)

Schönen Abend dir auch!


BWL an der PFH 2007-2010 - Dipl.-Betriebswirtin (FH)

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