Bolero

Fernstudium, nachdem ich schon einen Studienabschluss in der Tasche habe - Meinungen?

15 Beiträge in diesem Thema

Hallo ihr,

seit ca. 3 Monaten dreht sich bei mir alles um das Thema (Fern)studium zum Ingenieur oder WInformatiker. Der Hintergrund dürfte allerdings ein anderes sein als bei den meißten der hier anwesenden (denke ich mal):

Ich habe bereits einen UNiversitätsabschluss in der Tasche, der sich als so ziemlich sinnlos erwiesen hat (ich bin Diplomkulturwirt, also Geisteswissenschaften). Ich arbeite im MOment im Vertrieb, was so gut wie die einzige Möglichkeit war, diesen Abschluss anzuwenden. Der Job ist sch...., und ich brauche daher eine neue Perspeltive.

So, ich will hier nicht rumjammern: bereits während des Studiums hatte ich Informatik, war mein Lieblingsfach. Abi hatte u.a. in Physik und Mathe, handwerklich geschickt bin ich durch Basteltätigkeiten seit Kindheit.

Ich sehe also als einzige Perspektive, auf das Studium erneut ein Studium zu machen. Vorzugsweise WInfo oder (W)Ing, hier würde sich E-Technik anbieten. Mein altes und neues STudium würden sich perfekt ergänzen, haben aber mit einander so gut wie nichts zu tun.

Frage an euch:

- ist hier jemand im Forum, dem es ähnlich gegangen ist / geht wie mir und mit dem man Erfahrungen austauschen kann?

- ist jemand von euch diesen Weg schon mal gegangen und kann mir sagen, wie Personaler darauf reagieren?

LG

Bolero

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ist hier jemand im Forum, dem es ähnlich gegangen ist / geht wie mir
Ja, ich bezeichne meine Situation als ähnlich :rolleyes:

Auch wenn ich mein Erstabschluss nicht als sinnlos sehe. Ich bin Dipl.-Kfm. habe allerdings ein viel stärkeres Interesse an Technik und Informatik. Ich habe einen Job, wo diese Disziplinen stark ineinander greifen. Daher habe ich mich entschieden den Sonderstudiengang Technik an der HFH zu belegen. Das ist ein Wi-Ing-Studium, wobei man als Dipl.-Kfm die BWL Teile anerkannt bekommt und sich das Studium somit etwa auf die Hälfte reduziert. Das war genau das was ich suchte.

Ich habe keine Ahnung, was ein Diplom-Kulturwirt ist (noch nie gehört...), glaube aber nicht, dass Du dafür zugelassen wirst. Vielleicht ist aber ja das WiIng-Studium etwas für Dich (es gibt hier im Forum jede Menge Diskussionen dazu). Eventuell könntest Du einige Leistungen aus Deinem Erststudium anerkannt bekommen.

ist jemand von euch diesen Weg schon mal gegangen und kann mir sagen, wie Personaler darauf reagieren?
Wie bereits geschrieben, bin ich diesen bzw. einen ähnlichen Weg gegangen. Das ist auch keineswegs so ungewöhnlich wie Du schreibst, auch wenn der umgekehrte Weg (also erst Ing. dann BWL) sicher öfter anzutreffen ist. Wie Personaler darauf reagieren ? Keine Ahnung. Mein Chef hat es positiv aufgenommen und dies durch Übernahme eines Großteils der Kosten gezeigt.

Sieh Dir doch einfach mal die Liste der Fernstudiengänge hier im Forum an. Vielleicht findest Du ja etwas.Zu all den von Dir genannten Bereichen gibt es viele Angebote.

Ich denke ich war/bin in einer ähnlichen Situation wie Du und bereue meinen Schritt bislang nicht. Auch wenn der Verzicht auf Freizeit, Bier und Fussball nicht immer ganz leicht fällt :D Kann Dir insgesamt nur empfehlen, es auch nochmal zu probieren !

Viel Erfolg bei der Suche !

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Mercy!

Fragen:

- Wie alt bist du?

- Was für einen Berufs übst du im Moment aus?

Grüße

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Wie alt bist du?
Na, so was fragt man doch nicht ... na gut: Ich bin 31 ;)

Was für einen Berufs übst du im Moment aus?

Software-Entwickler (für verschiedenste Anwendungen aus dem Schiffbau-Sektor).

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Hallo!

Auch ich Studiere zum zweiten mal. Mein Erststudium (bis 2005) war Elektrotechnik (Fachrichtung Automatisierungstechnik) und ergänze dies nun

seit 2008 mit Informatik (Kommunikations- und Informationsmanagement). Also nicht wie bei dir „sinnlos“!

In meinem Beruf habe ich viel mit dem Programmieren von Steuerungen und der Hardware drum herum zu tun. Aber auch mit dem Programmieren von

Hochsprachen und dem Abwickeln von Projekten. Daher sehe ich das Informatikstudium eben mit dieser Fachrichtung als sehr gute Ergänzung, da

ich hier die Möglichkeit habe die fachliche Kompetenz weiter auszubauen und mit wirtschaftlichen/leiterischen Fähigkeiten zu untermahlen.

Aber als „sinnlos“ erachte ich kein Studium!!! Auch wenn man vielleicht nicht immer den Traumjob damit findet. Ich sehe in einem Studium neben dem

vermitteln von Wissen viel mehr die Vermittlung von grundlegenden Fähigkeiten wie Arbeits- und Vorgehensweisen etc.!

Bevor du dein zweites Studium anfängst solltest du dir gründlich überlegen wo du hin willst, also deine Ziele genau definieren. Kurzfristig, sowie langfristig!

Und dann ob und wenn ja, welches Studium dich dahin bringt. Vielleicht findest du andere Möglichkeiten deine Ziele zu erreichen.

Gruß

Steffen

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viel mehr die Vermittlung von grundlegenden Fähigkeiten wie Arbeits- und Vorgehensweisen etc.!

Das kann ich aus eigener Erfahrung unterstreichen. Auf dieFrage an meinen Chef, warum er einen BWLer für einen derart technischen Job einstellen möchte, war genau das die Antwort !

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erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Wohin soll es gehen beruflich (allgemein ausgedrückt):

- fachliche Beratung in den Bereichen Elektrotechnik oder Maschinenbau: eine Stelle, in der ich meine technischen Fähigkeiten, durch Studium oder andere Wege aufgenommen, als kompetenter Ansprechpartner verwenden kann.

- eine SChnittstellenfunktion, in der eine interdisziplinäre Herangehensweise ein große ROlle spielt

- Verbunden mit internationaler Reisetätigkeit (DAFÜR wurde ich in meinem ersten Studium ausgebildet, sowohl sprachlich als in interkultueller Kommunikation)

- Verwenden von Spanisch

- ev. Verhandlungsführung mit Lieferanten, Schnittstellen, etc. (DAS bringe ich aus meiner momentanen Tätigkeit mit)

Das wäre die optimale Kombination beider Studienfächer (Kulturwirt ist eine Mischung aus BWL, Kulturwissenschaften und Sprachen)

Nach einer Analyse von Jobprofilen kam dabei heraus:

- (Junior) Projektingenieur

- (Junior) Entwicklungsingenieur

- (Junior) Serviceingenieur

Als Sparte tut sich hier vor allem die Energietechnik und der Anlagenbau hervor. Meine persönliche Wunschsparte wäre Luftfahrzeugtechnik (ich bin SPortpilot).

Im Moment berate ich zu technischen Produkten der Kommunikationstechnik ohne technisches Hintergrundwissen (ausser den Fachkursen dazu). Das soll sich ändern: die beraterische Funktion mit Kontakt nach Aussen will ich beibehalten, aber eben jetzt MIT technischen Fachwissen gepaart.

Wie seht ihr dieses Bild (ehrlich bleiben :) !)?

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Hi Bolero !

Das hört sich ja nach ziemlich genauen Vorstellungen an. Jetzt habe ich auch ein verständlicheres Bild von Kulturwissenschaft. Ich sehe das Erststudium gar nicht so negativ wie Du. Du schreibst doch sehr genau, wie man das gut verbinden kann. Für mich hört sich das sehr plausibel und stimmig an. Es wäre natürlich großes Glück, wenn alle Deine Wünsche (Beratung, Spanien, Luftfahrt) in Erfüllung gehen, aber wenn es dann nur einer oder vielleicht zwei werden ist doch auch prima !

Was Dein Zweitstudium betrifft, so sehe ich das eher so, dass es wichtiger ist, dass Du überhaupt etwas in dem technischen Bereich machst, als die letztliche Fächerwahl. Denn das was Du später genau brauchst, lernst Du sowieso nicht haargenau im Studium Und Erfahrung bringst Du ja bereits mit, so dürfte der Einstieg/Umstieg nicht ganz so schwer fallen.

Guten Morgen,

Michael

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Hallo Doenis,

ich weiß ja das du auf den Praxisbezug schwörst, ich werde es mal überspitzt ausdrücken, ich arbeite bei uns in einen Teilbereich die jung Ing. ein, alle von der FH/UNI (leider waren zum direkten Vergleich noch keine Fernstudenten dabei), die meisten können nicht mal einen Schraubzieher halten, die werden alle 1-2 Jahre eingearbeitet dann haben Sie die Praxis, die Sie für das Arbeitsleben brauchen. UNI/FH vermitteln nun mal primär theoretisch Wissen, deine Labore sind nett, aber das war es dann schon.


Master of Science: (Innovations- und Technologiemanagement) (2013)

Bachelor of Engineering (B. Eng.)- Technische Informatik (Automatisierungstechnik) (2011)

technischer Betriebswirt IHK (2005)

staatlich geprüfter E-Techniker (1989)

Lehre zum Elektrogerätemechaniker (1984)

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Also bei uns gibt es mind. folgende Labore/Praktika:

Werkstofftechnik

Elektrotechnik

Konstruktion

Kraft- und Arbeitsmaschinen

Das ist also auch bei Fernstudiengängen möglich. Ob man danach allerdings einen Schraubendreher halten kann weiß ich nicht ...

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