Stonie

Das dritte Semester - Niemand hat gesagt, dass es leicht werden würde

3 Beiträge in diesem Thema

Hallo allerseits,

nach meinen Berichten zum ersten und zweiten Semester möchte ich den Stand der Dinge nach dem dritten Semester nicht schuldig bleiben.

Warum hat es diesmal so lange bis zu meinem Bericht gedauert? Nun, mein Semester ist etwas anders gelaufen als geplant, weshalb ich gar nicht soviel zu berichten habe, dazu unten mehr. Dann wollte ich noch den schon mehrmals angekündigten Relaunch der isits-Webseite abwarten, aber der wird immer wieder verschoben. Jetzt soll es wohl am 10. Juni soweit sein. Getreu Murphy's Law schreibe ich jetzt einfach mal, dann kommt der Relaunch wahrscheinlich morgen und alle meine Links stimmen nicht mehr ;-).

Sonst ist erst einmal nicht viel passiert. Auf der Lernplattform wurden die bisher bestehenden Foren zu den einzelnen Modulen aufgeteilt, was wirklich gut ist. Es gibt nun z.b. nicht mehr das Forum "Modul 8" für alle, sondern stattdessen lande ich im Forum "Modul 8 - Sommersemester 2008". Das macht Sinn, kann man doch so gleich sehen, wer das Modul ebenfalls aktuell belegt hat und man muss sich z.B. keine Gedanken machen, zu welcher Auflage eine Anmerkung zum Skript gehört.

Wieder habe ich nach dem Semester Zertifikate für meine bestandenen Module bekommen und auch eine neue Belegungsübersicht, in der der Vermerk "Zulassung unter Auflagen" nun erfreulicherweise fehlte, denn diese habe ich ja mittlerweile erfüllt (siehe meinen letzten Bericht).

Nach ein wenig Überlegung hatte ich mich entschieden, zur Weihnachtsfeier nach Bochum zu fahren und muss sagen, dass dies eine halbwegs gute Entscheidung war. Die Entscheidung war gut, weil es eine tolle Veranstaltung war: Vorstellungsrunde, dann ein paar interessante Vorträge, sehr leckeres Essen, kostenlose Getränke und tolle Gespräche. Halbwegs sage ich deshalb, weil ich mir ein Zimmer hätte nehmen sollen, so musste ich viel zu früh weg, um meinen Zug zu bekommen. Dieses Jahr bin ich sicher wieder dabei, dann auch mit Übernachtung.

Aber nun zum eigentlichen Semester, in dem ich nach dem Abschluss der ersten vier Module wenig überraschend die Module 5 und 6 belegte. Hier muss ich nun ausdrücklich belegt sagen, abgeschlossen kann ich leider nicht behaupten, da ich in diesem Semester nur das halbe Soll erfüllt habe.

Mit dem - übrigens komplett deutschen - Modul 5 (Infos der isits) habe ich das neben dem Modul 1 älteste Modul belegt. Der Kurs entsprach dem Buch Sicherheit und Kryptographie im Internet von Jörg Schwenk, der auch der Professor des Kurses ist. Das Buch gab es als Lehrmaterial dazu, außerdem Tanenbaums Computernetzwerke und die aktuelle Präsentation zur entsprechenden Vorlesung von Prof. Schwenk an der Präsenzuni. Der Onlinekurs, der bis auf ein einzelnes ausgelassenes Unterkapitel dem Buch entsprach, hatte zahlreiche Multiple Choice-Aufgaben, allerdings gab es diesmal nichts, was vom Tutor korrigiert wurde. Da ich immer schon recht Tutor-unabhängig gearbeitet habe, hat mir das nichts ausgemacht.

Der Kurs beinhaltete das, was nach dem Titel zu erwarten war, neben dem eigentlichen Inhalt in Form von PGP, S/MIME, IPSec, DNSSEC, XML und Co. allerdings auch zum x-ten Mal die Grundlagen der Kryptographie, zu denen ich inzwischen wirklich genug Einführungen gelesen habe, aber schaut selbst.

Das komplett englische Modul 6 (Infos der isits) habe ich zwar belegt, aber nicht abgeschlossen, an der Klausur habe ich nicht teilgenommen und nachdem diese Entscheidung gefallen war, habe ich auch das Lernen weitgehend eingestellt. Dies hatte rein persönliche Gründe, da ich zwischen Mitte 2007 und Mitte 2008 in vielerlei Hinsicht berufliche und private Veränderungen vollzogen habe, da musste das Studium im letzten Semester hinten anstehen. Hier aber ein dickes Lob an die isits: Die Absage der bereist gebuchten Klausur war ebenso problemlos wie die weitere Belegung im aktuellen Semester.

Deshalb kann ich hier nur von den formalen Dingen berichten: Der Kontakt zur Tutorin, die ich auf der o.g. Weihnachtsfeier kennenlernen konnte, war sehr herzlich. Hier gab es zwar keine Tests oder Aufgaben in der Plattform, dafür aber schriftliche Aufgaben, die man schnell korrigiert zusammen mit einer sehr sehr umfangreichen Musterlösungen von der Tutorin zurück bekam. An Material gab es neben dem Skript die englische Originalausgabe von Schneiers Klassiker Applied Cryptography. Das letztgenannte Buch habe ich übrigens dem Informatiklehrer unseres örtlichen Gymnasiums gespendet, da ich diesen Klassiker als Sicherheitsinteressierter natürlich schon seit langer Zeit im Regal hatte. Alles weitere dann in meinem nächsten Bericht, in dem ich hoffentlich auch für dieses Modul Vollzug melden kann.

Die Klausuren (bzw. die eine Klausur) fanden übrigens weiter in der Ruhr-Universität Bochum statt, noch nicht wie vermutet im Haus der IT-Sicherheit. Allerdings haben wir diesmal in einem größeren Vorlesungssaal geschrieben, so richtig mit harten Holz-Klappbänken. Auch eine Erfahrung ...

Als Termine gab es wie schon im letzten Jahr einen Haupttermin (Mitte März) und einen Nachschreibtermin (Mitte April). Positiv war, dass erstmals auch der Samstag angeboten wurde (wobei es nicht gut von mir geplant war, mit dem Reginalexpress vormittags nach Bochum zu fahren, da an dem Tag der VfB Stuttgart beim VfL Bochum gastierte und die Stuttgarter Fans mitreisten; nunja, statt IT-Sicherheit habe ich halt ein paar neue Lieder gelernt, um dem da noch amtierenden Meister zu huldigen ;-).

Negativ hier war, dass Haupt- und Nachschreibtermin wieder genau analog beplant waren, also z.B. die Klausur zum Modul 6 konnte in beiden Terminen nur freitags morgens geschrieben werden. Und gerade die morgendlichen Termine sind für Anreisende ja eher schlecht. Dies haben wir Prüflinge dann aber dem Sekretariat gegenüber angesprochen und siehe da: Ab diesem Semester kann ganz frei bestimmt werden, welche Klausur wann geschrieben wird (also im Rahmen der angebotenen Haupt- und Nachschreibetermine versteht sich).

Während (abgesehen von Schreibgeräten und dem obligatorischen Taschenrechner) in der Klausur zum Modul 6 nur ein beidseitig beschriebenes DIN A4 Blatt als Hilfsmittel erlaubt war, war die Auswahl an Hilfsmitteln im Modul 5 ungewöhnlich: Es waren das Buch zum Kurs, das (inhaltlich abweichende) Skript und sechs (?) handbeschriebene DIN A4-Seiten erlaubt. Probeklausuren gab es auch wieder, wobei für die Klausur zu Modul 5 keine Musterlösung verschickt wurde. Stattdessen wurde angeboten, meine Antworten zu korrigieren. Ich hätte meine Bearbeitung jedoch innerhalb von 10 Tagen einreichen müssen und das passte nicht in den Terminplan eines Vollzeit-beschäftigten Fernstudenten.

Die Benachrichtigung über das Ergebnis erfolgte diesmal sehr gestückelt: Erst mehr als einen Monat nach der Klausur habe ich per Mail die Nachricht bekommen, dass ich bestanden habe, allerdings ohne konkrete Note. Die gab es dann erst wieder einen Monat später (!) ebenfalls per Mail (da war ich leider etwas von mir enttäuscht). Eine Woche nach dieser Mail hatte ich dann die korrigierte Klausur im Briefkasten.

Damit habe ich dann ein Drittel des Weges geschafft, mit den 10 Credit Points vom Modul 5 habe ich 40 (anrechenbare) von 120 nötigen Punkten.

Das schon lange begonnene vierte Semester habe ich mir dann auf den ersten Blick recht vollgepackt. Neben dem noch abzuschließenden Modul 6 - Sicherheitssysteme und Protokolle stehen die Module 8 - Sicherheitsmanagement und 10 - Rechtliche Grundlagen der IT-Sicherheit auf dem Plan.

Ganz so dramatisch sind die drei Module dann aber doch nicht. Zum einen sind die Module 8 und 10 die kleineren mit lediglich 5 Credit Points, sodass ich weiterhin nur 20 Credit Points bearbeite, zum anderen hat sich die Aufteilung halb technisch (hier Modul 6), halb nicht so technisch (hier die Module 8 und 10) bewährt. Im Sicherheitsmanagement arbeite ich und in Sachen Recht habe ich eine gewisse Vorbildung aus meinem Erststudium (BWL), welches ja bisher eher nachteilig war, wenn ich mich mit den "technischen" Kommilitonen vergleiche. Sicher ist das nur eine Schmalspurausbildung im Vergleich zu den Juristen vom Lehrstuhl, aber ich muss zumindest nichts nachschlagen, nur weil es mal um Willenserklärungen oder Bereicherungsrecht geht. Ich werde hier berichten, wie es geklappt hat

Aktuelles Fazit: Trotz des kleinen Rückschlags im abgelaufenen Semester (von zwei geplanten Klausuren nur eine abgeschlossen und die unterhalb der Erwartungen) bin ich recht guter Dinge. Wenn das aktuelle Semester läuft wie geplant, habe ich die Hälfte der nötigen Credit Points in der Hälfte der Regelzeit gesammelt, das klingt doch schon einmal ganz gut. Auch wäre dann wirklich Licht am Ende des Tunnels zu sehen, da mich dann nur noch zwei weitere Module von der Masterarbeit trennen. Also kann ich jetzt ja wohl schlecht nachlassen. Davon abgesehen war das Studium auch ein großer Pluspunkt beim Arbeitgeberwechsel und der neue AG wird mir die Gebühren erstatten, sobald ich den Abschluss habe, also auf geht's!

Gruß

Stonie

bearbeitet von Stonie
Nur ein paar Fehler ausgemerzt.

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Hallo Stonie,

da ist ja doch wieder ein ausführlicher Bericht heraus gekommen. Danke sehr. Und insgesamt kannst Du doch sehr zufrieden. Hier liegt ja wohl doch ein sehr anspruchsvoller Studiengang vor.

Viele Grüße

Markus


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