chillie

Die Frage der Fragen: Woher die Zeit nehmen?

8 Beiträge in diesem Thema

Die Zeit ist ein so kostbares Gut,

daß man es nicht einmal für Geld kaufen kann.

Dieses alte israelische Sprichwort ist nicht nur wahr, sondern auch leider ein Problem vieler Fernstudenten, die sich gerade erst mit der Materie Fernstudium beschäftigen.

Viele Dinge während des Fernstudiums lassen sich relativ einfach beschaffen, sei es Geld, Hilfe, Wissen, Materialien, Unterstützung. Was dabei meist auf der Strecke bleibt ist und bleibt die Zeit.

Die Ausgangslage

Es ist anzunehmen, dass jeder Fernstudent auch ein Leben vor dem Beginn des Fernstudiums hatte. Wer nicht direkt von einem anderen Fernstudium umschwenkt muss sich also umorientieren - und das wirklich komplett. Absolventen einer Präsenzweiterbildung oder eines Präsenzstudiums müssen sich auf andere Dinge nicht so sehr umstellen, aber die Zeitproblematik bleibt auch ihnen.

Zusammen mit der Immatrikulation oder der Anmeldung heisst es ab sofort: "Hiermit möchten wir Ihren neuen Lebensabschnittsgefährten herzlich willkommen heissen, Ihr Fernstudium". Bitte nicht falsch verstehen, man muss deswegen seinen Partner nicht verlassen, aber man sollte ihn schonend auf eine mittelfristig polygame Beziehung vorbereiten!

Um es mal aus der Sicht des Fernstudiums zu betrachten (man stelle sich vor, man lernt seinen zukünftigen Fernstudenten kennen und freut sich auf die Zeit mit ihm) - gibt es mehrere Dinge auf die man eifersüchtig werden könnte:

  • Partner
  • Kinder
  • Haustier
  • Hobby
  • Freunde
  • Arbeit
  • Angehörige
  • ...

Somit kämpft das arme Fernstudium gegen viele Dinge, die schon vorher im Leben des Fernstudenten da waren. Irgendwo muss also der Platz her, damit sich in diese Liste noch das Fernstudium einfinden und am besten für eine absehbare Zeit einnisten kann, schließlich wollen wir ja alle, das es unserem Fernstudium für ein paar Jahre gut bei uns geht.

Die Zahl

Eines haben alle Fernstudien gemeinsam, durch die ZFU-Zulassung wird auch eine Workload (Lernbelastung) festgelegt, welche durch die Anbieter natürlich als Richtgröße an den Fernstudenten weiter kommuniziert wird.

Bei einem nicht akademischen Fernkurs liegt diese Workload meist bei ca. 5-10Std pro Woche, bei einem akademischen Fernkurs zwischen 12-18Std pro Woche.

So auf den ersten Blick sehen diese Zahlen eigentlich ganz nett aus, nicht wahr? Leider werden diese kleinen süßen arabischen Ziffern leider schnell zu gefräßigen Biestern, die einen die Haare vom Kopf... nein, eher die Zeit vom Zifferblatt fressen.

Wie alles im Leben ist aber eben das das lernen und studieren eine sehr individuelle Geschichte. Insgesamt sind diese Richtzeiten auch auf das komplette Studium zu betrachten. Sie sind keineswegs linear - im Gegenteil je nach Vorkenntnis, Stoffvermittlung ... und ja, auch Zeit zur Klausur sinkt und fällt die tatsächliche Belastung.

Wichtig ist für den frisch gebackenen Fernstudenten die Zahl weder unter- noch überschätzen.

Unterschätzt man die Zahl, so läuft man Gefahr seine Lernplanung auf wackelige Füße zu stellen. Die Folge ist permanenter Zeitmangel, gefolgt von permanenter Frustration

Überschätzt man wiederum die Angaben der Anbieter, setzt man sich unnötig unter Druck. Plant zu viel und vergeudet wertvolle Zeit damit, sich wertvolle Zeit schaffen zu wollen.

Generell gilt, die Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen. Erfahrungen anderer Fernstudenten haben gezeigt das z.B. der Umfang für ein akademisches Fernstudium wirklich ca. 12-15Std. beträgt, wenn man denn in der Regelstudienzeit verbleiben möchte.

Die Einflussgrößen auf "Die Zahl"

Und schon sind wir beim nächsten Thema. Wie kann ich "Die Zahl" denn nun beeinflussen?

Ich sage es gleich - nur mit Abstrichen.

Hat man (augenscheinlich) weniger Zeit, als man zum Studium benötigt, muss man noch keine Studienbriefe in höherer Mathematik gewälzt haben um festzustellen... negative Zeiteinheiten wurden noch nicht erfunden!

Es gibt auch nur eine wirkliche Möglichkeit "Die Zahl" in den Griff zu bekommen - man steckt mit seinen Zielen zurück. Die Regelstudiendauer rückt dann leider etwas weiter weg.

Dies erleichtert dann zum einen das Studium (ohne ständigen Zeitdruck arbeitet es sich nunmal leichter) zum anderen sind private Einschnitte nur marginal notwendig.

Übertreiben sollte man es natürlich nicht - zum einen geht es ums Geld, wenn man die kostenlose Überschreitungsfrist vieler Anbieter erreicht hat - zum anderen wird 50% Lernaufwand eher selten zu 50% längerer Studiendauer sondern eher zum scheitern führen. (es geht hier wohlgemerkt nicht um ein paar Tage oder 1-2 Wochen, sondern um einen längeren Zeitraum).

So, nun haben wir also ein neues Fernstudium. Es fühlt sich bei uns wohl und nach reichlichen überlegen, haben wir ihm angeboten, es bei einer Affäre zu belassen. Das kann gut gehen - ... aber um nicht pokern zu müssen gibt es zum Glück noch andere Möglichkeiten.

Tick..Tack... das Zeitmanagement

Bisher wollten wir also auf Studienzeit verzichten - das kann nun aber nicht die endgültige Lösung sein. Unser aller Leben besteht aus vielen Facetten, vielen Aufgaben und vielen Leerzeiten.

Um dies alles in den Griff zu bekommen haben schlaue Unternehmensberater das Zeitmanagement erfunden... bereits ein paar Jahre vorher hat aber die Natur zum Glück schon dem Menschen die Fähigkeit gegeben Abhängigkeiten zu erkennen und Aufgaben einzuordnen.

Leider ist es in der modernen Welt nicht mehr einfach so möglich alles genau im Blick zu behalten. Sind wir mal ehrlich, aufstehen -> essen -> jagen -> essen -> schlafen bekommt man etwas einfacher geregelt als den Standard Tagesablauf eines Mitteleuropäers ... absolviert dieser auch noch ein Fernstudium ist eben mehr gefragt als das Hirn oder die Höhlenwand.

Man braucht einen Plan!

Step 1 - Was tu' ich eigentlich?

Bevor man mit der Planung für sein Fernstudium beginnt sollte man sich die große Frage stellen und sich am besten nicht vor einer Antwort drücken.

Um herauszufinden was man eigentlich den lieben langen Tag macht, sollte man sich (wer hätte es gedacht) Zeit nehmen. Was man innerhalb weniger Minuten auf ein Blatt Papier schreiben kann ist meist sowieso das wichtigste, dessen man sich bewusst ist - somit sind das auch die Teile des Tages/der Woche, an denen man am wenigsten drehen kann.

Nach dem Motto Vorbereitungszeit verdoppeln, Ausführungszeit halbieren ist es sinnvoll sich einen Wochenplan zu gestalten und je nach dem, wie Abwechslungsreich der Tages- und Wochenablauf ist über 1-2 Wochen erfassen was man so den lieben langen Tag tut.

Die daraus gewonnenen Informationen sind Gold wert.

Am besten analysiert man seinen Wochenplan nach Kategorien wie Arbeit, Freizeit, Familie usw. - ganz wichtig dabei ist auch Leerlaufzeiten und Leerlaufhandlungen auszumachen und deutlich hervorzuheben. Denn da setzen wir den Rotstift zuerst an!

Step 2 - Planlos mit Plan

Nun wissen wir, was wir tun - was nun?

Wie bereits erwähnt sollte der erste Schritt sein die Leerlaufzeiten (keine Erholungszeiten!) auszumachen, aufzusummieren und von der vorgesehenen Workload abzuziehen.

Diese Minuten und Stunden kann man am leichtesten aktivieren und nutzen, je mehr man hat um so weniger muss man an seinem sonstigen Lebensstil ändern. Leider (oder eher zum Glück) hat niemand 15Std. in der Woche "einfach so" frei.

Darum geht man nun ein Stücken weiter - Leerlaufhandlungen wie Fernsehen nur des Zeitvertreibs willen, Shopping nur aus Langeweile, den Englischen-Rasen mit dem Rasierer trimmen oder auch Pendlerzeit ohne praktischen Nutzen... hier gehen die ersten Abstriche los und hier fängt es auch schon an etwas weh zu tun. Also auch hier wieder die mögliche Zeit der Woche addieren und von der restlichen Workload-Zeit abziehen. Mit viel Glück ist vllt. jetzt schon eine untere einstellige Zahl zu sehen.

Wenn es noch nicht reicht rückt man wieder ein Stückchen nach vorne ... und nun wird es sehr individuell... individuell heisst auch schmerzhaft. Worauf kann man von der restlichen Zeit, am ehesten Verzichten?

Klar doch... auf die Arbeit natürlich. Aber Spaß beiseite, auch das kann eine Lösung sein. Es kommt eben ganz auf die Prioritäten an.

Nun muss man sich je nach Schmerzgrenze die restlichen Stunden von den Hobbies, von der Partnerzeit usw. abringen.

Man sollte sich aber nicht selbst bemogeln, alles was nicht mehr als 1 Std. die Woche bringt kann man unmöglich nachhalten. Bei 10 Hobbies 6 Minuten pro Woche abzuziehen und eine Stunde Lernzeit zu gewinnen ist eher unwahrscheinlich.

Step 3 - Jetzt hab' ich die Zeit, wohin damit?

Das ist durchaus eine berechtigte Frage, denn das, was man sich mühsam abgerungen hat, ist sicherlich in keinster Weise regelmässig auf die Woche verteilt. Und sicherlich auch nicht in lernrelevante Blöcke unterzubringen.

Nachdem man nun also schon schmerzhaft Zeit für das Fernstudium errungen hat geht es nun darum auch noch den Rest des Tagesablaufs durcheinander zu würfeln.

Mit mehr Zeit hat man mehr Freiräume. Das Ziel sollte nun sein, seine beweglichen Zeitelemente an die eher wenig beweglichen (wie Arbeit) anzupassen. Dabei sollte man nicht vergessen, das auch Schlaf ein bewegliches Element ist ... warum nicht mal etwas eher aufstehen und morgens die Bücher wälzen?

Eine sinnvolle Vorgabe für eine Lerneinheit gibt es nicht - allerdings hat sich die Wissenschaft die Zeit genommen die Lernzeit zu untersuchen. Dabei gilt das alles unter 20 Minuten eher keine konzentrierte Einheit ist - und nach 90 Minuten eine Pause fällig ist. Lernen nach 23.00 Uhr sei auch nicht mehr so produktiv usw. usw.

Wer sich hierfür interessiert, dem lege ich ein einschlägiges Buch der Lerntechniken nahe. Dort wird entsprechend auf die aktuelle wissenschaftliche Lage eingegangen. Allerdings sind Fernstudenten ja Menschen und jeder Mensch ist anders, darum kann man das sicher nur als Anhaltspunkt lernen. Der Eulen-Typ wird morgens, wenn der Körper wissenschaftlich gesehen am fitesten ist, eher nicht lernen können.

Step 4ff - Und nu'?

So nun haben wir das Handwerkszeug zusammen um zu bestimmen wie wir das Studium zeitlich angehen, wir wissen wie viel Stunden angesetzt sind - womit wir unsere Tage verbringen (oder besser gesagt, bisher verbracht haben!) - und wir haben einen Plan davon wie man den Tag am besten angehen sollte... wie geht es nun weiter?

Das Stichwort heisst: "Try & Error" - der Plan ist nunmal nur ein theoretisches Machwerk. Nun heisst es die Ideen umzusetzen und auszuprobieren, sich selbst Feedback geben, Augen und Ohren offen halten und jederzeit bereit sein den Plan zu modifizieren oder evtl. sogar neu aufzustellen.

Irgendwann (optimalerweise sofort) kommt der Punkt an dem man sein altes Leben mit dem neuen Fernstudentenleben so gut synchronisiert hat, das man nichts mehr ändern muss. Der Körper gewöhnt sich an Lernzeiten und ist an denen aufnahmefähig, lernen wird zu Gewohnheit.

Wenn es so weit ist, hat man es geschafft.

Allen die daran noch arbeiten müssen, wünsche ich mit diesen Gedanken viel Erfolg beim ausprobieren und Erfahrungen sammeln.

Abschließend noch ein kleines Zitat ... denn schon die Römer wussten:

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.

Lucius Annaeus Seneca

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Hallo Chillie,

ein hervorragender Beitrag zu einem oft unterschätzten Thema.

Deine vorgeschlagene Vorgehensweise ist sehr gut, verständlich und für jeden umzusetzen.

Unterstützen möchte ich den o.g. Beitrag mit einer persönlichen Erfahrung.

Vor meinem Studium konnte ich mir niemals vorstellen, dass ich

a) früh aufstehen kann

B) und dann auch noch den Kopf zum Lernen habe

c) jemals auf meine Leidenschaft, das Zocken am PC, verzichten kann

Doch sind es genau diese 3 Punkte, die mir sehr viel Flexibilität während des Studiums ermöglichen. Es hängt letztendlich, wie Chillie richtig beschrieben hat, alles an der Disziplin und Priorität. Wenn mir Zocken wichtiger wäre, hätte ich definitiv ein Problem.

Könnte ich morgens nicht lernen, müsste ich es abends - nach einem anspruchsvollen Arbeitstag - machen. Das geht natürlich auch, aber es ist wesentlich kraftraubender. Außerdem ist es ein gutes Gefühl nach Hause zu kommen, bereits gelernt zu haben und den Feierabend geniessen zu können.

(Dies gilt jedoch nicht kurz vor einer Prüfung... ;) )

Es gilt einfach mal verschiedene Optionen auszuprobieren und nicht von vorne herein zu sagen "das will, oder das kann ich nicht".

Man wird während des Studiums noch das ein oder andere mal positiv überrascht sein von sich selbst und Fähigkeiten feststellen, die man sich nicht zugetraut hat.

Nur Mut!

Und noch eines.

Man muß sich immer darüber im Klaren sein, dass es hier um einen Zeitraum von 3-4 Jahren geht, der, im Verhältnis zur restlichen Arbeits- und Lebenszeit, aber nur ein kurzer Moment darstellt.

Also ein überschaubarer Zeitraum, in dem der ein oder andere Verzicht durchaus machbar ist.

Gruß Lutz

bearbeitet von Lutzbutz

Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Moin Daniel !

Ein wirklich sehr gelungener Beitrag, sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Habe während meines Studiums so einige Diplomarbeiten "korrigiert" bzw. quergelesen, die da sprachlich bei weitem nicht mithalten konnten.

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Beitrag zu verfassen !

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Hallo Chillie,

wirklich ein toller Beitrag und ein guter Leitfaden.

Ich hatte nie viele zeitraubende Hobbies und durch meinen Umzug und die neue Arbeit ist auch erst mal der Umfang an Freizeitaktivitäten sehr geschrumpft - trotzdem hat man oft scheinbar keine Zeit, weil man Sie nicht richtig nutzt oder sich keine Gedanken darüber macht. Fernsehen und im Internet surfen waren / sind bei mir gerne mal große Zeitfresser.

Ich lerne auch am besten morgens. Weil nach einem anstrengenden Arbeitstag vor dem PC meine Konzentration meistens nicht mehr die beste ist, beschäftige ich mich morgens gerne mit der Theorie und mache am Abend die Aufgaben, wo es eher um die praktische Anwendung geht und man ein wenig beim Programmieren herumtüfteln kann.

Fürchte nur, dass diese Aufteilung für Mathe nicht funktionieren wird :(

Grüße

Cait


Bachelor-Studiengang Web- & Medieninformatik bei W3L

Studientagebuch unter fernstudiert.de/wordpress

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Huhu Daniel,

super Beitrag! Hilft mit Sicherheit vielen, die sich ein Fernstudium vorstellen könnten - aber mit der Zeitangabe "12-15h/Woche" nichts anfangen können.

Bei mir ist es so, dass ich morgens vor 9 Uhr nicht aufnahmefähig bin. Da ich flexible Arbeitszeiten habe, fange ich halt schon um 7 an zu arbeiten. Meinen Job kann ich auch ohne "Aufnahmefähigkeit" zur vollsten Zufriedenheit erfüllen. Nachmittags bringen die 2h früher heimgehen natürlich viel. Ich komme um 16:30-17 Uhr (idealfall natürlich!) nach Hause, mache 30 Minuten Päuschen - das muss sein! - und dann kann ich gut 3-4h lernen. JE nachdem auch mal mehr.

Ich habe auch gemerkt, dass für mich ab ca. 22h oder auch nach ca. 5-6h das Thema Konzentration durch ist. Da haben bisher auch keine kurzen Pausen geholfen. Punkt eins natürlich, weil ich morgens schon um 5:30 Uhr aufstehe. An Punkt 2 muss ich noch bisschen arbeiten, weil vor einer Klausur sollte auch mal ein Wochenende "durchgelernt" werden können. Aber kommt Zeit kommt Ausdauer - denk ich mal.

Viele Grüße an alle Mitleidenden

Danny

PS: meine Freizeit musste ich nicht sonderlich einschränken - ich habe einfach die Zeiten jetzt wegfallen lassen, die ich sonst sinnlos mit Fernkucken und im Internet surfen verbracht habe. Selbst meine Zockerei geht noch in Maßen - das sollte mir mal einer nachmachen ;-)


Danny

Ausbildung Industriekauffrau (1998)

Bachelor of Science in Angewandter Informatik 12/2007 - 12/2011

Master of Science Innovations- und Technologiemanagement 06/2012 -

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Das freut mich, das der Beitrag entsprechend gut ankommt.

Mir war es wichtig ein Anliegen zu thematisieren das man meist erst sieht, wenn man schon ein Problem damit hat. Das wichtigste am Fernstudium ist sicher die Eigenmotivation und die fähigkeit autodidaktisch zu lernen ... aber dann kommt schon das Zeitmanagement.

Da ich versucht habe den Artikel neutral zu halten möchte ich natürlich auch noch meine persönliche Erfahrung mit hinzufügen.

Ich persönlich bin, was lernen angeht, ein Gewohnheitstier. Je länger ich am Stück regelmässig lerne um so einfacher fällt es mir. Das hat Vorteile besonders vor Klausuren bin ich meist fit und kann deutlich länger produktiv arbeiten.

Allerdings falle ich gleich zurück, wenn ich länger als 2-3 Tage pausiere. Dieser "Sägezahneffekt" ist teilweise sogar so stark, das ich dann über 1,5 Wochen brauche um wieder voll konzentriert ans Werk gehen zu können. Darum war es mir wichtig regelmässig etwas zu machen.

Meine Hauptlernzeit ist zwischen 19.00 und 22.00 Uhr - am Wochenende selten mal 1 Std. zwischen um die Mittagszeit herum.

Zusätzlich ergänze ich das durch Freiräume, wird es knapp stehe ich meist früher auf und versuche morgens noch mit einer halben bis dreiviertel Stunde aufzufüllen.

Eingeschränkt habe ich auch vor allem TV-Konsum (was ist ein Fernseher???? ;) ) und sinnloses Internetsurfen. Ansonsten spare ich natürlich auch an der Hausarbeit :D

Was das zocken angeht, habe ich mir vor kurzem nach langer Abstinenz sogar wieder eine xBox 360 angeschafft - allerdings eher als Belohnung und zum ausspannen. Klappt also auch noch ganz gut - ein paar Minuten zum abschlaten sind auf jedenfall sinnvoll invenstiert.

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Hallo Chillie,

bei mir ist es so, dass ich vor dem Studium viel Freizeit hatte, die relativ ungenutzt blieb. Ich musste also keine geliebten Hobbies aufgeben oder so. Ich hab die Auswärtsfahrerei zu den Fußballspielen ziemlich reduziert und lass meinen Mann da jetzt öfter alleine los zum Fotografieren, aber ansonsten nutze ich nun die bisher vertrödelte Zeit zum Lernen. Leider hat mir im Laufe des 2. Semester desöfteren die Disziplin gefehlt und ich habe zuviel Zeit einfach so verstreichen lassen, aber im Moment bin ich wieder gut in Tritt. Glücklicherweise habe ich im Job durch ein Gleitzeitkonto relativ viele Freiräume und kann dann auch mal eher gehen, später anfangen oder mal nen Tag frei nehmen.

Viele Grüße,

Mella


WiIng an der HFH 2007-2012

Change Management, Laudius 2013

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Sehr gut zu lesender Artikel! Hier ist wie ich meine Zeit einteile:

Ich habe das große Glück, dass ich in einem 3er Büro sitze und verstehe mich mit meinen beiden Kollegen auch über das Arbeitsverhältnis hinaus sehr gut. Wir werden von unserem Vorgesetzten weitesgehend in Ruhe gelassen, da wir eine sehr gute Arbeit abliefern und kaum einer Führung bedürfen.

Meine beiden Kollegen haben meine Pläne für das Fernstudium positiv aufgenommen und - das ist sehr wichtig für mich - unterstützen mich zu 100%.

Wenn bei uns nicht viel zu tun ist, kann ich mich ganz auf meine Lerneinheiten konzentrieren und nehme mir dadurch den Druck, zu Hause noch viel nacharbeiten zu müssen. Klar, das klappt natürlich nicht immer - es gibt auch Tage, da wird man regelrecht von Arbeit erdrückt.

Meine Arbeitszeiten sind MO - FR 07:30 - 16:00 Uhr. Danach Lebensmittel einkaufen, aufräumen und kochen. Anfangen tue ich meistens um 18:30 oder 19:00 Uhr und lerne dann bis ca. 22:00 Uhr. Am Wochenende pendelt sich das Pensum je nach geschafftem Wochenziel ein. Für Klausuren musste ich noch nicht lernen, bin erst im ersten Semester. Aber auch das sollte ich dank einer guten Zeitplanung und der Unterstützung von Kollegen, Freunden und Famile hinbekommen.


AKAD - Wirtschaftsinformatik

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