16 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

bin hier neu und habe schon eine Frage:) Ich habe technische BWL studiert und abgeschlossen und arbeite nun seit 2 Jahren. Meine Tätigkeit spielt sich nun zu 50 Prozent in der Produktion ab und daher möchte ich noch ein Ingenieursstudium draufsetzen. Für mich kommen nur die Hamburger Fernhochschule (Sonderstudiengang Technik) oder HS Anhalt (Maschinenbau) in Frage. Von der Reputation hab ich bei beiden nichts auszusetzen. An der HS Anhalt hab ich aber das Problem, dass es sehr viele Präsenzphasen gibt. Da ich in Stuttgart wohne und häufig eine 55 - 60 Stundenwoche habe, scheint mir das unmöglich:(. Andererseits ist die HFH zwar nicht so teuer wie andere Anbieter aber sollte ich abbrechen müssen usw (was man ja auch einkalkulieren muss) ist schon sehr viel Geld verloren.

Ihr merkt, ich bin ein Schwabe:rolleyes: Was würdet ihr mir raten?

Grüßle

Nicki

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Hallo Nicki !

Ich kann zu der HS Anhalt leider nicht viel sagen. Allerdings musst Du hier glaub ich erstmal eine Grundsatzentscheidung fällen: Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieur. Ich war in einer änlichen Situation wie Du, war aber nicht bereit nochmal 4-5 Jahre zu studieren, daher habe ich mich für den Sonderstudiengang (ist auch auf Maschinenbau ausgerichtet) entschieden und bin bislang sehr zufrieden, auch wenn es viel Arbeit bedeutet. Aber das war mir vorher bewusst.

Viel Arbeit ist ein Stichwort, dass Du nicht übersehen solltest. Die Präsenzphasen würde ich nur als untergeordnetes Kriterium ansehen, aber Du schreibst, dass Du 55-60h arbeitest. Wann möchtest Du noch studieren ? Ich arbeite meist 40-45h die Woche und finde es schon schwierig, alles unter einen Hut zu bringen. Und das obwohl ich sehr flexible Arbeitszeiten habe. Vor den Klausuren habe ich bislang 2x Urlaub nehmen müssen.

Am besten versuchst Du mal, Dir einen Zeitplan aufzustellen, wann und wie Du die angepeilten 15-20h fürs Studium noch in Deinen täglichen Ablauf integrieren kannst. Ich bin kein Freund von "ausschließlich am WE lernen", aber bei Dir wird es vermutlich darauf hinauslaufen.

Viel Erfolg bei Deiner Planung und Grüße aus Hamburg,

Michael

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Hi Hi,

danke erstmal für die Antwort. Das mit den 55-60 Stunden ist vorübergehend und kommt nur ab und zu vor, ist also nicht ständig der Fall. In Normalfall sinds 50 std (ich weiß, auch nicht viel besser:-) ). Ich bin auch in der glücklichen Lage, dass ich mit dem Lernen weniger Probleme habe. Mein Erststudium war ein Präsenzstudium, ich war aber sehr selten in den Vorlesungen und habe mich sicherlich nicht überarbeitet. Das ein Fernstudium und insbesondere technische Studiengänge schwieriger sind, weiß ich. Aber aufgrund meiner Lern-Erfahrungen mach ich mir darüber weniger sorgen als über die Präsenzphasen. Ich kann leider nicht einfach mal ein- oder zweimal im Monat ein Tag frei machen usw. Auch die Kosten sind für mich relevant!

Ich tendiere auch stark zu der HFH aber die Kosten sind schon ein wichtiges Thema für mich, da ich doch auch ein geniesser bin (ich gebs ja zu, ich reise gerne).

Hatte jemand die gleichen Bedenken wie ich oder bin ich einfach nur a bissel pingelig:-)

PS: Wirtschaftsingenieur wäre ausreichend für meine beruflichen Ziele aber Maschinenbau würde mich persönlich sehr interessieren. In dem Fall haben wohl die beruflichen Ziele vorrang:-)

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Hallo Nicki,

zur HS Anhalt kann man momentan nicht sehr viel sagen, da (meines Wissens nach) noch keine Infoblätter zu den neuen Studiengängen da sind. Da müßtest Du Dich ggf. telefonisch informieren. Nur mal soviel:

- Es gibt keinen Dipl-Ing. mehr, sondern ab 2008 nur noch Bachelor.

- Die Studiendauer beträgt dann voraussichtlich "nur" noch 9 Semester (vorher 11).

- Ob beim Bachelor genauso viele Präsenztermine sind, weiß ich nicht.

- Die Lehrmittelgebühr wurde auf 500€ angehoben.

- Wenn Du schon ein Studium hast würde ich vor einer Entscheidung erst mal bei beiden Hochschulen nachfragen, welche Fächer Dir anerkannt werden (z.B. Mathe, Physik, BWL, Recht, Informatik, ggf. technische Fächer). Dann kannst Du evtl. gleich in ein höheres Semester einsteigen, sparst Dir Zeit und Geld und kannst zumindest bei der HS Anhalt noch den Dipl-Ing machen.

Viele Grüße

more

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Ich habe technische BWL studiert und abgeschlossen und arbeite nun seit 2 Jahren.

Hallo,

nur mal rein interessehalber, weil habe noch nie davon gehört. Was genau ist denn der Studiengang technsiche BWL (welche Schwerpunkte im Gegensatz zu einem normalen BWL-Studium) und wie lautet der offizielle Titel nach dem Abschluß und wo kann man diesen Präsenz-Studiengang belegen?

Schon mal danke für die Info und Gruß Katja

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Hi Katja,

Bei technischer BWL liegt der Schwerpunkt meist in der Produktion/Logistik. Man hat anders als bei der normalen BWL noch ein paar technische Fächer (Produktionstechnik usw.) und um einiges mehr Informatik. Controlling, Marketing oder Personalwesen werden dementsprechend reduziert. Aber es reicht noch nicht ganz zum Wirtschaftsingenieur. Mein ehemaliger Studiengang wurde inzwischen auf den Wirschaftsingenieur umgestellt (Bachelor; FH-Reutlingen). Ich habe noch den Diplom-Betriebswirt.

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Hi Nickimäusle,

Bei technischer BWL liegt der Schwerpunkt meist in der Produktion/Logistik. Man hat anders als bei der normalen BWL noch ein paar technische Fächer (Produktionstechnik usw.) und um einiges mehr Informatik. Controlling, Marketing oder Personalwesen werden dementsprechend reduziert. Aber es reicht noch nicht ganz zum Wirtschaftsingenieur. Mein ehemaliger Studiengang wurde inzwischen auf den Wirschaftsingenieur umgestellt (Bachelor; FH-Reutlingen). Ich habe noch den Diplom-Betriebswirt.

Danke für die Info, klingt ja sehr interessant. Ich bin derzeit nämlich auch noch am überlegen, ob für mich ein WiIng oder BWL-Fernstudium die sinnvollere alternative sind. Bin zwar im technischen Einkauf tätig, aber die Tätigkeite an sich ist ja vorwiegend kaufmännisch. Zwar habe ich auch einen technischen Lehrberuf, aber mein Fachabi habe ich wiederum in der Fachrichtung Wirtschaft gemacht. Darüber hinaus waren Mathe, Physik usw. noch nie meine Stärken und auch nicht meine Interessengebiete. Also wäre die logische Schlußfolgerung m.E. ein BWL-Studium.

Andererseits könnte ich durch meine Ausbildung und langjährige Tätigkeit im technischen Bereich evtl. später auch noch in einen Tätigkeitsbereich an der Schnittstelle WIrtschaft / Entwicklung / Produnktion vorstellen, da wäre sicher ein WiIng von Vorteil. Evtl. ist halt der WiIng sinnvoller weil aus beiden Bereichen etwas dabei ist, sozusagen generalitischer?!

Jedenfalls denke ich bei deiner Vorbildung wäre der Sonderstudiengang Technik an der HFH schon ideal, evtl. bekommst ja noch was anerkannt. Warum möchtest du unbedingt noch den WiIng machen rein in deiner Tätigkeit begründet oder eher um einfach im technsichen Bereich mitreden zu können und mit den Ings auf Augenhöhe kommunizieren zu können?

Gruß Katja

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Ich schweife mal ein wenig vom Thema ab ...

Evtl. ist halt der WiIng sinnvoller weil aus beiden Bereichen etwas dabei ist, sozusagen generalitischer?!

Da stimme ich Dir vollkommen zu, Ich provoziere bewusst: was kann ein BWLer was ein WiIng nicht kann ? Oder sich nicht zumindest in kurzer Zeit aneignen könnte ? Warum sitzen so viele WiIng (und sogar Ing, Physiker und Mathematiker) in Positionen, in denen man eigentlich ein BWLer erwartet hätte ?

Unabhängig von der derzeitigigen Arbeitsmarktsituation wird man als WiIng meiner Meinung nach deutlich leichter einen Job finden, da man sich aus dem IngBereich eine vollkommen andere Denkweise angeignet hat. In den meisten Ing-Fächern ist mit Auswendiglernen nicht viel zu erreichen.

Die Entscheidung für ein technisches Studium setzt natürlich ein solides Grundinteresse an Technik voraus, sonst wird dat nix. Hingegen kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass man ein BWL-Studium auch schaffen kann, wenn man sich nicht die Bohne für die Themen interessiert.

So, genug der Abschweifungen, einen schönen Montag morgen Euch allen,

Michael

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Aber wie will man jemals den Wirtschaftsing. gebacken bekommen, wenn einem die

Mathe nicht liegt. Klar lernen kann man alles lernen, doch wenn man wenig Begeisterung

in die Mathe legt, dann klappt das wohl kaum.

Klar bei reiner BWL gibt es immer ein Fach wie Recht, Bilanzierung usw. welches einem

nicht liegt. Doch nach wenigen Monaten hat man den Schein u. die Sache ist durch.

Beim Wirtschaftsing. hat man die ganze Zeit das Pipi in den Augen wenn einem Mathe

nicht liegt, denn welches Fach ist gänzlich ohne Mathe.

Ach stimme ich zu, dass reine BWL im Vergleich zum Wirtschaftsing. ein Kindergeburstag

ist. Doch lieber ein guter BWL ér, als ein schlechter Wirtschaftsing..

hotknife


„Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter

oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen,

als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft

und dem Maß unserer Menschlichkeit.“

(Martin Luther King)

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D...was kann ein BWLer was ein WiIng nicht kann ? Oder sich nicht zumindest in kurzer Zeit aneignen könnte ? Warum sitzen so viele WiIng (und sogar Ing, Physiker und Mathematiker) in Positionen, in denen man eigentlich ein BWLer erwartet hätte ?

Das kann ich Dir sagen, eine ganzheitliche Betrachtung von Sachverhalten, Problemen und Prozessen.

Ich arbeite mit Ing. und Wirtsch.Ing. auf verschiedenen Ebenen zusammen - und alle haben eines gemeinsam, sie verlieren sehr schnell das Gesamtbild aus den Augen und verschwenden Zeit (Ressourcen) für Detaillösungen.

Im übrigen besteht Deutschland nicht nur aus Industrie - Dienstleistung und/oder Handel wird bei weitem nicht so von Wirtsch.Ing. "dominiert" wie Du es darstellst.

Zu generalistisch möchte ich pers. noch hinzufügen das ich die Erfahrung gemacht habe, das generalistisch oft profillos heißt. Ich bin selbst einer der solchen - ich habe eine generalistische Ausbildung mit passender Weiterbildung und Erfahrungen in vielen Bereichen ... und ich habe es schwer ein Profil zu bilden und jemanden zu überzeugen das ich "alles kann" oder das ich in einem bestimmten Feld besser bin, als jemand der bereits spezialisiert ist. Darum ging meine Strategie mich sehr breit aufzustellen nach hinten los - aber das ist nur mein "Einzelschicksal" ;)

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