Anneka

Motivation fürs Studium

11 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

würde mich mal für Studienmotivationen interessieren.

Momentan gehts mir so, dass ich einfach "Input" brauche, und daher lieber etwas studieren möchte, was mich interessiert und subjektiv gesehen schon zu meinem Beruf passt (Soziologie oder Psychologie zu Ergotherapie), aber meine konkreten Chancen auf einen anderen / bestimmten Arbeitsplatz (bestimmte Branche / Tätigkeiten) nicht garantiert verbessert.

Nur für den Lebenslauf möchte ich nicht studieren, auf keinen Fall. Daher möchte ich auch nicht Ergotherapie , Gesundheitsmangement o.ä. studieren. Denn ich glaube eine führende Position kann man auch ohne diese Qualifikationen erreichen, es ist dann wichtiger, ein guter Therapeut (Berufserfahrung, Sozialkompetenz, Empathie) zu sein. Solche Dinge sollen ja auch in Studiengängen vermittelt werden, aber ich glaube, das hat mehr mit persönlicher Entwicklung zu tun. Und die bekommt man meiner Meinung nach nur durch Lebenserfahrung, und nicht durch Zuhören oder Lesen.

Mir gehts nur um die Grundmotivation, nicht um spezielle Interessen. Ich glaube, nämlich, ich erwarte zu viel vom Studium.

LG, Anne

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Hallo,

im Gesundheitswesen kenne ich mich nicht so aus, aber leider ist es, gerade in Führungspositionen schon so, dass ein Studium verlangt wird um reinzukommen. Die persönlichen Kompetenzen sind da dann erst mal zweitrangig (lassen sich ja in einem Bewerbungsgespräch schlecht überprüfen).

Meine Motivation ein Fernstudium zu starten war, das ich vorhabe die Branche zu wechseln, oder zumindest die Möglichkeit in der Hinterhand wissen will.

Außerdem habe ich eine Herausforderung gebraucht um nicht stehenzubleiben.

Gerade wenn die Anforderungen im beruflichen Bereich stagnieren, sucht man sich lauter halbseidene Hobbies und hat irgendwann das Gefühl zu verblöden!

Nun schaun mer mal, ob das Fernstudium dort entgegenwirken kann.

Stephan

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Ich glaube, nämlich, ich erwarte zu viel vom Studium.

...es ist dann wichtiger, ein guter Therapeut (Berufserfahrung, Sozialkompetenz, Empathie) zu sein. Solche Dinge sollen ja auch in Studiengängen vermittelt werden...

Ich glaube wirklich das Du zuviel erwartest... ich sehe es genau andersrum, die von Dir geschilderten Soft-Skills sind doch typische Dinge die man in der Praxis lernt und perfektioniert - in einem Studium geht es um theoretische Dinge, gerade bei den von Dir genannten Studiengängen sogar darum Dinge zu erforschen und wissenschaftlich zu begründen.

Zudem geht im Gesundheitssektor der Trend mehr und mehr zur akademisierung, sicher ist es hier nicht so schlimm wie in der Wirtschaft aber die Zeiten werden auch da kommen... ich pers. studiere vor allem für den Lebenslauf - denn leider kann ich noch so überzeugt von meinen Qualitäten sein, in Positionen die ich pers. erreichen möchte komme ich nicht ohne Studium.

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Ich glaube, nämlich, ich erwarte zu viel vom Studium.

Darf ich fragen, was genau das Zuviel ist, das du vom Studium erwartest?

Ich habe nun wirklich einen Haufen Studienerfahrung - sowohl in Präsenz als auch im Fernstudium - und kann sagen, dass man an manchen Erfahrungen während des Studiums wirklich wachsen kann. Die Frage ist halt, ob ich nicht auch an diesen Dingen gewachsen wäre, wenn ich was anderes als das Studium gemacht hätte. Wachstum an sich geschieht also schon, aber ob das Studium da nochmal einen entscheidenden oder wesentlich anderen Einfluss hat als das Leben allgemein ist sicherlich schwer zu beantworten.

Du sagst ja selber, dass du Input haben möchtest. Etwas tun (lernen), was dich interessiert. Für mich hört sich das so an, als ob du auf der Stelle trittst und nun mit dem Studium in Bewegung kommen möchtest. Und du zweifelst vielleicht ein bisschen, ob ein Studium dich wirklich in Bewegung versetzen kann.

Gruß,

Sonja

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Hallo Stephan,

frage mich, ob es wirklich so ist, dass man für bestimmte Positionen studiert haben "muss", oder ob es im sozialen Bereich eher auf individuelle Vorgehensweisen in der Personalauswahl ankommt. Für jemanden, der therapeutisch arbeitet, sind soziale Kompetenzen wichtiger als alles andere.

Mir kommt es aber auch nicht auf eine bestimmte Position an, eher darauf, einen erfüllenden Job zu haben, die Stellung ist mir egal. Verantwortung und Handlungsspielraum sind mir allerdings schon wichtig. In Praxen ist die "Personauswahl" sehr individuell, z.B.

Aber mir ist noch nicht klar, wie "abschlussgläubig" Chefs im Durchschnitt sind. Aber ich möchte mein Leben nicht vom Markt bestimmen lassen.

Das Gefühl des langsamen Verblödens kenne ich auch...

Ich kann verstehen, dass Du etwas in der Hinterhand haben willst, wenn Du mit Diner jetzigen Sparte nicht zufrieden bist oder denkst, dort nicht weiterzukommen.

Hallo Chillie,

das:

"...es ist dann wichtiger, ein guter Therapeut (Berufserfahrung, Sozialkompetenz, Empathie) zu sein. Solche Dinge sollen ja auch in Studiengängen vermittelt werden..."

erwarte ich nicht vom Studium. Ich habe gelesen, dass es vermittelt werden soll (zumindest Sozialkompetenz), aber kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Kannst Du Dir das vorstellen? (Anscheinend auch nicht). Es wird einem viel versprochen, als könnte man studieren anstatt sich aus eigener Kraft weiterzuentwickeln (im Studium entwickelt man sich sicher auch weiter, aber im"echten Leben" doch wahrscheinlich mehr als im Fernstudium, wo man nur mit dem PC kommuniziert).

Die Theorie, besonders die Soziologie, interessiert mich sehr, aber ich muss aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr mit "Kopfdingen" befasse. Auf der anderen Seite habe ich keine Lust, einem Trend (Akademisierung) hinterherzulaufen. So wie es aussieht, hast Du eine bestimmte Position im Kopf, die Du erreichen möchtest. Ich möchte mich evtl. selbständig machen, als Ergotherapeutin, und möglicherweise eine zweite Einnahmequelle haben. Ergos verdienen nicht gerade viel, und wenn ich studiere, reicht das Geld nicht mehr für die obligatorischen Fortbildungen, und für Fortbildungen aus Interesse schon garnicht. Zur Zeit arbeite ich mit Demenzkranken und Kindern, und ich möchte mich gern in Richtung Psychotherapie (Gestalttherapie, Gesprächsführung) fortbilden bzw. solche Aspekte mit in die Arbeit einfließen lassen.

Die Theorie interessiert mich als Hintergrund sehr.

Vielleicht erwarte ich allgemein vom Leben zu viel, will ich zu viel, schaffbar in fünf Leben..

Hallo Sonja,

würde gern an einem Studium wachsen. Momentan arbeite ich zum Teil noch als Hilfe in der Pflege, also noch nicht mal als VZ-Ergo. Daher möchte ich vor allem mit einem anderen Job vorwärts kommen. Vielleicht ist es zu viel, auch noch mit einem Studium anzufangen, auf der anderen Seite habe ich "die Funktion meines Hirns" in meinem bisherigen Leben immer eindämmen müssen, und wenn ich das Studienangebot (Kurse) denke, sauge ich mich quasi visuell an dem Angebot fest, endlich garantierter, strukturierter Input! Vor meiner Ergoausbildung habe ich eine technische Ausbildung gemacht, daher möchte ich auch auf einer Linie bleiben, und vielleicht weicht Soziologie (oder auch Psychologie) zuviel davon ab. Aber auch ein Ergostudium habe ich garkeine Lust.

Wenn ich lange auf der Stelle getreten bin (bin ich!!) ist es auch schwer zu glauben, plötzlich loszustarten, auf mehreren Ebenen. Finde ich. Aber es könnte ja funktionieren.

vielen lieben Dank für eure Antworten!! Es macht Spaß, hier zu diskutieren und von Euren Erfahrungen "zu profitieren"..

Viele Grüße, Anne

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Hallo Anneka,

so wie ich dich verstehe strebst du die Selbstständigkeit an, arbeitest aber zur Zeit nicht Vollzeit in deinem erlernten Beruf. Gibt es keinen Bedarf dafür?

Passen für dich würde ein Studium in Richtung Wirtschaftswissenschaften, da lernst du wie man einen Betrieb führt, Marketing betreibt und welche anderen Einnahmenquellen man noch erschließen kann und natürlich wie man Mitarbeiter führt.

Und vor allem kannst du mit einem akademischen Studium als Berater tätig sein und du fällst steuertechnisch gesehen unter die freien Berufe. Auch kannst du z. B Dozententätigkeiten ausüben.

Bei uns in der Gegend arbeiten Ergotherapeuten, die selbstständig sind vor allem in Praxisgemeinschaft mit Logopäden, außerdem sind sie noch freiberuflich für verschiedene Vereine oder Pflegeheime tätig. Manche vertreiben auch Produkte von Sanitätshäusern.

Gruß

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Hallo,

in Entscheidungen bin ich nicht gut, aber Wirtschaftswissenschaften werde ich wohl nicht studieren (die Inhalte sind ansonsten auch Teil von aufbauenden Ergotherapiestudiengängen, viel komprimierter und weniger ausführlich natürlich). Klingt natürlich auch interessant, aber bisher haben die Praxeninhaber das auch immer ohne WW-Studium hinbekommen, mehr oder weniger (ok, die Zeiten werden härter- vielleicht). Jedenfalls habe ich noch nie gehört, dass einer das studiert hätte.

Ich interessiere mich sehr für die Inhalte der Soziologie, etwas weniger für die der Psychologie, aber auch sehr. Ob das etwas "bringt", hmm, vielleicht doch durch den akademischen Abschluss (Leitungsposition). Wie meinst Du das mit dem Berater und der Dozententätigkeit? Ist Ergotherapie kein freier Beruf?

Momentan arbeite ich selbständig ein paar Studen (geringfügig) zusätzlich und rechne die Rezepte über 2 Praxen ab.

Wie gesagt, ich lege mich erst langsam fest, für das was ich eigentlich anstrebe. Leider. Im Grunde möchte ich gern in Richtung psychologische Beratung, ergotherapeutische Arbeit mit klienten mit psychischen Problemen (Arbeitsbereiche Psychiatrie, Pädiatrie=Kinderheilkunde) gehen, Fortbildungen in diese Richtung machen (Gestalttherapie, Gesprächsführung). Eine eigene Praxis wäre das I-Tüpfelchen, aber momentan habe ich noch nichtmal einen richtigen Ergotherapiejob. Ist nicht leicht zu bekommen, Angebote gibt es aber schon.

Welchen vorangegangen (?) Beruf hast Du denn? Du studierts sicherlich WW?

Viele Grüße

Anne

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Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du eher mit psychiatrischen/psychisch kranken Patienten zusammenarbeiten. Mit deiner Ergotherapie-Ausbildung und evtl. entsprechenden Fortbildungen sehe ich da eigentlich mehr Sinn, weil du vermutlich eher zum Ziel kommst, und ein Soziologie-Studium (auch evtl. ein Psychologie-Studium) dich nicht unbedingt näher an dein Ziel bringen wird.

Wenn du tatsächlich richtig therapeutisch (psychotherapeutisch) tätig werden willst, besteht zum einen die Möglichkeit über ein Studium. Allerdings wird dich Soziologie da nicht wesentlich näher bringen, Psychologie vielleicht ein Stückchen. Aber ein Bachelor ist nur ein erster Schritt in die Richtung, oder wie ich vor kurzem irgendwo gelesen habe: "Ein abgeschlossenes Psychologiestudium ist die Fahrkarte für eine sehr lange Reise".

Der HP für Psychotherapie und evtl. Fortbildungen, wie z.B. Gestalttherapie, wären da die kürzere Alternative, aber natürlich mit der Einschränkung, dass du selbstständig wärst dich selber darum kümmern müsstest, dass Klienten zu dir kommen. Das unterscheidet sich dann sicher wenig von der Erfahrung die du jetzt mit der Ergotherapie machst.

Wenn ich aber den Grundton in deinen letzten Postings richtig verstehe, bist du momentan mit der jetzigen Arbeitssituation nicht zufrieden (keine richtige Stelle). Für mich hört sich das auch so ein bisschen an als ob dich diese Situation mitbelastet, nicht nur die Tatsache, dass du nicht von der Stelle kommst und Input brauchst.

Gruß,

Sonja

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Hallo,

ja, momentan bin ich nicht richtig zufrieden- was daran liegt, dass ich die Ergotherapie schon als Grundlage meines beruflichen Tuns sehe- schon allein, um die Ausbildung nicht umsonst gemacht zu haben. Daher muss ich mich erst einmal einarbeiten, ob in der Arbeit mit Kindern oder (psychisch kranken) Erwachsenen muss ich sehen, vielleicht kann ich auch beides gleichzeitig machen, je nachdem wo ich einen Job bekomme.

Bin auch unsicher wegen des ergotherapeutischen Arbeitens überhaupt, Psychotherapie / Beratung / Gesprächsführung / die psychosoziale Ebene der Arbeit interessiert mich aber sehr.

Studieren möchte ich, um etwas mehr Sicherheit zu bekommen (es gibt viel zu viele Ergotherapeuten), d.h. um auch etwas breiter ausgebildet zu sein, evtl. eine andere Stelle zu bekommen (psychologische Beratung). Leider weiß ich nicht, wie Heilpraktiker frequentiert sind und ob dort überhaupt jemand hingeht.

Überlege jetzt, ob ich mich für ein Akademiestudium bei der Fernuni einschreibe, dann habe ich Zeit zum Überlegen (ein Semester) und kann mir trotzdem "den Kopf füllen", mir fehlt wirklich der Input, vermutlich auch wenn ich ergotherapeutisch arbeite.

Gestalttherapie gibt es auch für Kinder, aber es ist halt keine ergotherapeutische Weiterbildung, sondern eine psychotherapeutische, ohne HP-Schein wären das 16.000 Euro (!) "nur zum Spaß".. Irgendwie verstehe ich da auch noch nicht ganz die Anwendungsmöglichkeiten, bezahlen das die KLienten privat..?

Sorry, dass ich Euch mit meinen noch etwas unausgegorenen GEdanken belaste, wahrscheinlich gibts einfach zu viele Möglichkeiten..

Liebe Grüße

Anne

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Hallo,

Leider weiß ich nicht, wie Heilpraktiker frequentiert sind und ob dort überhaupt jemand hingeht.

Naja, ist so wie bei Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, usw. Wenn man nicht so gut ist, spricht es sich herum und die Leute kommen nicht. Wenn man gut ist, kommen sie. Man muss es halt aus eigener Tasche bezahlen bzw. Privatversicherte kriegen es erstattet, aber ansonsten muss man sich schon um seine Klientel bemühen.

Ich denke, dass ein Akademiestudium nichts verkehrtes ist. Wenn es dir gefällt, kannst du einfach weiterstudieren.

Gruß,

Sonja

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