bassi

Vorstellung meinerseits und Frage bezgl. Linux Fernlehrgang

10 Beiträge in diesem Thema

Einen guten Abend, die Damen, die Herren!

Als angehender Fernlernender, 30 Jahre, Fachabi Elektrotechnik, Ausbildung IT-Systemelektroniker, gebürtiger Saarländer, in FFM arbeitender und wegen Frau in die Pfalz (!) gezogener mit 1 Frau, 1 (Zieh-)tochter, 2 Katzen, 1 eigenem Zimmer (!!!) und 2 Rechnern stellt sich mir folgende Frage:

Ich arbeite (noch) in einer Branche, die Dank Telefon-Flatrates gerade ausbrennt und schau mich nach nem neuen Job um. Deswegen möchte ich mich weiterbilden (hätts längst schon tun sollen) im Bereich Sys-Admin, speziell Linux.

Frage: Ich fand bis jetzt erst 3 Fernlehrgänge, "geprüfter Linux-Systemadministrator" bei ILS, "Geprüfter Linux-Systembetreuer bei SGD" und "Linux-Administration LPI" bei der Fernschule Weber. Als geprüfter Stammtischphilosoph mag ich meine eigene Meinung von "Betreuer" und "Sys-Admin" haben, doch nun Tacheles, gibt es einen Unterschied? Hört sich Sys-Admin einfach nur besser an oder hat er mehr auf dem Kasten bzw. im Porte-monnaie?

Die groben zeitlichen Unterschiede: 12 Monate bei SGD (Red Hat Linux), 18 Monate/9 Wochenstunden bei ILS (Suse Linux), 9 Monate/10Wochenstunden bei Fernschule Weber (Linux Debian).

Ich bitte diejenigen mit Erfahrung in einem dieser 3 Kurse eben diese mit mir zu teilen!

Vielen Dank und Guude!

Bassi

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ILS und SGD bieten Kurse an, die halt mit internem Zertifikat enden. Im übrigen darf sich jeder Sys-Betreuer oder Sys-Admin nennen, auch ohne das entsprechende Zertifikat (und ohne vorher jemals ein Linux-System gesehen zu haben).

Weber bereitet auf die LPI-Prüfung vor, die Distro-unabhängig ist und so wie mein Mann mir das gerade verklickert hat durchaus angesehen in der Richtung.

Hier mal ein Auszug von der LPI-Seite:

Das Linux Professional Institute Certification (LPIC) Programm ist ein standardisiertes und hoch entwickeltes Programm zur Zertifizierung von Linux-Fachleuten. Dieses Zertifizierungsprogramm ist distributionsneutral, folgt den Empfehlungen der Linux Standard Base und anderen bedeutenden Standards und professionellen Prüfungskonventionen.

Ich denke, wenn du in die Richtung gehen willst fährst du vermutlich mit der LPI-Prüfung am sichersten (zumindest im Vergleich mit ILS und SGD). Ob du evtl. was Spezifischeres brauchst um Fuß zu fassen, oder ob es bessere Vorbereitungskurse auf das LPI gibt, kann ich aber im Moment nicht beantworten.

Gruß,

Sonja

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Ich schließe mich da Sonja uneingeschränkt an. Wenn Du was Handfestes möchtest mache die LPI Zertifizierung und beachte insbesondere Sonja's ersten Satz !

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Eine distributionsunabhängige Zertifizierung hört sich vielversprechend an, dies wäre mein Ziel.

Nun, dann stellt sich mir die Frage, ob einer der 3 Lehrgänge eine ausreichende Basis für die LPIC´s darstellt?

Die Fernschule Weber erwähnt es, sie hat allerdings auch den kürzesten Kurs.

Das lässt mich vermuten dass dann bei diesem speziellen Weber-Lehrgang hauptsächlich auf die Prüfungsvorbereitung eingegangen wird, im Gegensatz zu einem vielleicht breitgefächerteren Lehrgang bei SGD und ILS, oder? Habt Ihr Erfahrung in der Richtung?

Reicht ein 9monatiger Lehrgang für einen Anfänger wie mich, der Linux gerade mal buchstabieren kann? *g

Es gibt viele Anlaufstationen in Deutschland, in denen man die LPICs machen kann, wohl ~150 Euro pro Prüfung.

In einem Forum wird damit geworben, dass man sich allein durch dieses Forum auf die LPI-Prüfungen kostenlos vorbereiten könne. Wieder ein anderer meinte in einem Beitrag, sehr viele "Prüfanstalten" für LPI verlangen, dass man die kostenpflichtige Vorbereitung bei ihnen mache, um später dort die LPIC zu erreichen. Nun, dass find ich per Telefon raus.

e scheener omend!

bassi

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Die groben zeitlichen Unterschiede: 12 Monate bei SGD (Red Hat Linux), 18 Monate/9 Wochenstunden bei ILS (Suse Linux), 9 Monate/10Wochenstunden bei Fernschule Weber (Linux Debian).

Aus ganz praktischer Sicht: Mache irgendwas wo ein Novell Certified Engineer rausspringt, also Suse Linux.

Im Ausland könnte ein Red Hat Engineer besser sein, vor allem in Amerika oder England. Aber hier in D ist Suse IMO weiter verbreitet. Allerdings kann es sein, dass in D ein RH-Engineer genauso akzeptiert wird, wie ein Suse-Engineer. Du solltest mal Stellenanzeigen querlesen.

Das mit dem Engineer bitte nicht erstnehmen. Du musst mal bei beiden Firmen gucken, wie das heißt. Bei RH gibt es glaube ich einen Architekten. Wenn Du was hast: Poste doch bitte hier was Du machst und was Dich das ganze ungefähr kostet.

--------------

Update: Habe gerade gelesen, dass Du kaum/wenig Erfahrung mit Linux hast. Dann mache das erstmal :) Die Krux ist, dass man für einen Job Erfahrungen nachweisen muss. Und nur ein Irgendwie-Haus-Zertifikat klingt da komisch.

Es gibt übrigens (war ich mal Trainer für) Umschulungen von Arbeitsarbeit. Da haben die Leute zwei Jahre Vollzeit Linux gelernt.

Schon mal über ein Studium nachgedacht?

Happy Hacking!

bearbeitet von Tukaram

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Da haben die Leute zwei Jahre Vollzeit Linux gelernt.
Da wars wahrscheinlich auch Beschäftigungstherapie ;)

Nein im Ernst, ich stimme Dir vollkommen zu. Es ist unmöglich mit diesen Schulungen zum Linux-Admin/Systembetreuer zu werden. Ich drehe das ganze sogar um und sage man durch "Training-on-the-job" deutlich größere Mögichkeiten dazu. So ein Zertifikat bringt ohne praktische Erfahrung in diesem Bereich wenig. Zudem ist das ja eher eine Art Teilnahmebescheinigung. Wenn ich die Wahl hätte zwischen Bewerbern, einer ohne Zertifikat, dafür irgendeine technische Ausbildung und 2 Berufserfahrung und einer ohne Erfahrung aber mit Zertifikat, dann wäre meine Entscheidung klar.

Das soll Dich aber keinesfalls von der Weiterbildungsmaßnahme abhalten, aber vielleicht kannst Du irgendwie schon ein wenig in den Bereich praktisch hineinschnuppern ?

Viel Erfolg !

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Hallo,

ich habe erst heute den Beitrag gelesen und interessiere mich auch für diesen Kurs von der Fernschule Weber, bzw. stehe kurz vor der Anmeldung.

Ich habe Drucktechnik studiert, arbeite aber seit 18 Jahren in der Werbebranche und im Web-Bereich. Nun, Erfahrung ist sehr wichtig, aber ein Anfang/Einstieg muss erst einmal gemacht werden - warum nicht mit einem Kurs!

Die Ausbildung bei Weber dauert zwar nur 9 Monate, ist aber auf die wesentlichsten Sachen beschränkt. Andere Anbieter bilden 18 Monate aus, aber wenn in 6 Lehrbiefen nur über OpenOrg write und calc doziert wird, erübrigt sich jeder Kommentar. Meiner Meinung nach sollten Grundkenntnisse auf jeden Fall vorhanden sein! Eine komplette Umschulung/Neuorientierung ist in 9 Monaten doch etwas utopisch.

Gruß plutorion

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Tja!

Da steh ich nun, ich armer Tor! Ich geb euch natürlich recht was die Berufserfahrung angeht.

Welche Möglichkeiten seht Ihr denn, eine praktische Erfahrung aufzubauen, einmal abgesehen von einem Praktikums- bzw. festen Arbeitsplatz?

Gruß

Bassi

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Hallo Bassi,

so tragisch sehe ich das gar nicht. Wie schon erwähnt, muss du erst einmal anfangen!Eine gezielte Einführung in Linux durch ein "Fernstudium" bietet dir einen professionellen Einstieg in diese anspruchsvolle Thematik.

Eine Möglichkeit, um Kontakte und Ansprechpartner zu finden besteht darin, sich einem Linux-Verein anzuschliesen (so bin ich vorgegangen:-). Hier habe ich Leute getroffen, die mit den unterschiedlichsten Distributionen in den unterschiedlichsten Branchen arbeiten oder einfach nur Computer-Freaks sind. Keiner hat sich negativ über ein Fernstudium geäußert, im Gegenteil, mir wurde geholfen, die für mich richtige Ausbildung bzw. Fernakademie zu finden. Viele Vereine bieten auch gemeinsames Lernen für die LPI´s an.

Um ein Praktikum wirst du allerdings nicht herum kommen, es sei denn, du nimmst an den Seminaren von sgd oder ils teil (meist bieten die Schulen 2 Seminare mit insgesamt ca. 60 Stunden an, die ca. 12-16€/St. zusätzl. zu Buche schlagen:mad:).

Also, nur Mut - aller Anfang ist schwer , aber den ersten Schritt hast du schon gemacht indem du dich überhaupt mit dem Thema Weiterbildung auseinandersetzt.

Viele Grüsse plutorion :)

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Aufmunternde Worte, hab Dank dafür!

Momentan hab ich mich auf ILS eingeschossen, obwohl diese (genau wie SGD) nicht auf die LPI vorbereiten nach eigener Aussage. Aber ich werde trotzdem damit anfangen und mich zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit LPI befassen, wenn ich eher einen Aufwand/Nutzen abschätzen kann.

Die Lehrgänge von ILS u. SGD kamen für mich von vornherein in Frage, wenn wahrscheinlich auch nur zur Stärkung des Selbstwertgefühls. Die Kosten hab ich also eingeplant.

Vielen Dank für Eure Unterstützung und Infos!

Mit einem Auge im Buch,

Bassi

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