pmike

Zeitliche Beschränkungen?

15 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebe Fernstudiumexperten,

soeben erhielt ich eine Stellungnahme des Projektleiters meines aktuellen Studiengangs an der HS Wismar/WINGS, die die zeitliche Belastung und deren Beschränkung zum Gegenstand hatte.

Da ich eure Meinungen als Fernstudenten, mit teilweise mehrjährigen Erfahrungen, hierbei sehr schätzen würde, möchte ich euch diese Stellungnahme nicht vorenthalten.

Laut dem Projektleiter darf nach den Vorgaben für den Fernstudienbereich eine gewisse wöchentliche Belastung nicht überschritten werden. Deshalb muss das eigentlich auf 6 Semester angelegte Studium des Wirtschaftsrecht für den Fernstudienbereich auf 8 Semester ausgedehnt werden. Nach Aufschlüsselung der anteiligen Lehrangebote bedeutet das eine Beschränkung auf 23 Minuten Vorlesung pro Fach pro Woche. Da sich aber bereits nach der ersten Woche abzeichnet, dass die Aufnahmekapazität der einzelnen Teilnehmer weit höher liegt, steht man hier vor einem Problem. Nachdem bereits erste Hinweise eingegangen sind, wonach in der Möglichkeit, mit diesem Online-Angebot kürzere Studienzeiten zu ermöglichen, ein Wettbewerbsverstoß gesehen wird und verhindert werd soll, wird um eine rege Diskussion zu diesem Thema gebeten.

Wie bereits gesagt schätze ich eure Meinungen sehr und würde mich freuen, wenn ihr - unter Berücksichtigung eurer Erfahrung bei den verschiedensten Anbietern - eure Gedanken hierzu kundtun könntet.

bearbeitet von pmike

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Ich hoffe Du meinst 6 Semester und nicht 6 Monate ... wenn man 1 Semester auf 8 Semester aufbläht dann würde ich mir mehr als veräppelt vorkommen ;)

23 Minuten Vorlesung halte ich übrigens für einen Witz. Allein das Fernstudium der HFH bietet heruntergerechnet auf die einzelne Semesterwoche ca. 100 Minuten Präsenzzeit.

Ich verstehe nicht ganz wie dieser Studiengang denn ablaufen soll ... 23 Minuten Vorlesungen... der Rest der Woche wird darüber diskutiert und dafür bekommt man am Ende einen akademischen Grad?

Sorry wenn ich das etwas überspitzt formuliere ... aber entweder WINGS ist sich selbst noch nicht schlüssig wie der Studiengang ablaufen soll (was bei den vorab herausgegebenen Infos ein echter Gau wäre) oder die Qualität passt sich den Kosten an.

Ein guter Hinweis scheint mit zu sein von Wettbewerbsverstössen zu sprechen ... ich kenne das Hochschulgesetz nicht auswendig, die Studiengänge stehen doch nicht in Wettbewerb... bei anderen Fern-Hochschulen könnte man ja theoretisch wenn man alles weiss fast jede Woche eine Prüfung schreiben und nach 1-2 Semestern fertig sein.

Was mich einfach irritiert ist der starre Zeitplan, damit wird man kaum viele Leute werben können, wenn ich nebenberuflich studiere muss sich doch das Studium dem Leben anpassen nicht anders herum. Der andere Punkt ist ... was soll nach den 23 Minuten denn passieren? Nur Diskussion? Das freut sicher Freunde griechischer Philosophen ist aber doch nicht zielführend ... andere Hochschulen geben Wochenstudienzeiten von 15-20Std. pro Woche an ... was soll also nach 23 Minuten passieren?

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Hmm, das vermeintliche Problem der HS Wismar/Wings wundert mich etwas.

Zum einen schließe ich mich Chillies Ausführungen an, zum anderen frage ich mich, wo denn das Problem tatsächlich liegt. Nach der Schilderung könnten z.B. die Studiengänge formal auf eine längere Zeit angelegt werden, jedoch mit der Option für jeden Studierenden schneller arbeiten zu können?!

Fast so läuft es bei uns an der FernUni: Vollzeit 6 Semester, Teilzeit (nebenberuflich) 12 Semester. Aber es bleibt Dir überlassen als nebenberuflicher TZler in 6 Sem. durch zu sein.


"Aber denken kann ich, was ich will, solange ich mir selbst nicht widerspreche." (Kant)

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Also das finde ich so ohne weiteren Hintergrund völlig absurd. Warum 23 min ? Was soll das ? Warum nicht 24 min ? Und was wenn man sich gar keine Vorlesungen anhören möchte, sondern lieber ein Buch liest ?? Ich verstehe das ganze Konzept irgendwie nicht. Oder ist damit gemeint, dass wenn man alle Präsenzstudieren eines Semesters addiert im Schnitt 23min pro Woche herauskommen ? Aber warum sollte das nicht überschritten werden ?

Das mit dem Wettbewerbsverstoß verstehe ich dann irgendwie überhaupt nicht mehr. Kannst Du das genauer erklären ? Wer verstößt hier gegen was und vor allem in welchem Wettbewerb ?

Das Ganze macht zumindest von dem was ich hier lese einen sehr ungeplanten Eindruck auf mich.

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Ups, selbstverständlich meinte ich 6 Semester und nicht 6 Monate :D

Ehrlich gesagt bin ich derzeit etwas sprach- und ratlos. Die Frage nach dem "und dann?" stelle ich mir auch andauernd. Ich halte 23 Min/Fach/Woche etwas arg viel zu wenig. Zwar bezieht sich diese Zahl anscheinend nur auf die Vorlesungen - Diskussionsrunden, Wiederholungsaufgaben und Übungsklausuren sind hier nicht inkludiert - doch frage ich mich, wieviel Minuten reine Vorlesung an einer Präsenzhochschule dagegen stehen würden. Also wieviel Zeit verbringe ich an einer Präsenzhochschule in einer Vorlesung?

Das der Workload natürlich viel höher ist als 23 Min./Fach/Woche ist klar, steht ja auch gar nicht zur Diskussion, doch selbst wenn ich den Zeitaufwand für das Drumherum mit dem 3-4 fachen der Vorlesungszeit ansetze kommt es mir viel zu kurz vor.

Ich finde, die Informationen, die derzeit von den Verantwortlichen ausgegeben werden - oder eben nicht ausgegeben werden - verunsichern total. Noch habe ich keine wirkliche Vorstellung davon, wie genau dieses Studium ablaufen wird. Die Informationen aus der Broschüre und der Studienberatung decken sich im Moment zumindest nicht mit dem, was sich einem hier bietet.

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Ich entschuldige mich dafür, dass alles etwas chaotisch ist :)

Zu den Zeitangaben:

Wie die Projektleitung auf die Angabe 23 Min./Fach/Woche kommt kann ich - leider - nicht mit Sicherheit sagen. Ich kann nur durch das, was ich derzeit sehe Rückschlüsse ziehen.

Ein Fachmodul ist - so wie es sich derzeit darstellt - in ca. 110 einzelne Vorlesungen unterteilt. Jede Vorlesung ist im Schnitt ca. 5 Minuten lang. Somit ergibt sich für ein Fachmodul eine Gesamtvorlesungszeit von ca. 550 Minuten.

Wenn ich diese 550 Minuten/Fach runterrechne, komme ich ungefähr auf diese ominösen 23 Min./Fach/Woche. Die genauen Zahlen kenne ich nicht, daher muss ich hier stark runden ;)

Die Frage zu den Wettbewerbsverstößen kann ich leider überhaupt nicht beantworten. Als ich diese Aussage in der Stellungnahme las, dachte ich, mich tritt ein Pferd. Mein erster Gedanke war dann nämlich: Wenn ich die Belastung scheinbar nich erhöhen darf, dürfte ja niemals jemand unterhalb der Regelstudienzeit studieren.

Wie aenny bereits angemerkt hat, ist dies aber durchaus zulässig. Meine bessere Hälfte studiert auch an der FernUni Hagen in Teilzeit und macht definitiv mehr, als das Teilzeitstudium eigentlich vorsieht. Von daher stehe ich hier vor einem Rätsel.

Ich hoffe inständig, dass die Informationen so schnell wie möglich klarer werden. Wenigstens stehe ich mit meiner Auffassung, das die HS Wismar Probleme sieht, wo gar keine sind, und Probleme ignoriert, wo definitiv welche sind, nicht alleine da.

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in ca. 110 einzelne Vorlesungen unterteilt. Jede Vorlesung ist im Schnitt ca. 5 Minuten lang.

?? Sehr merkwürdig. Eine Vorlesung dauert 5min ??? Warum das denn ? Bekommt Ihr denn eigentlich auch schriftliche Unterlagen?

wieviel Minuten reine Vorlesung an einer Präsenzhochschule dagegen stehen würden

Das kann man natürlich schlecht vergleichen. Hier prallen ja völlig andere Konzepte aufeinander. Selbstverständlich sind die Zahlen an einer Präsenzhochschule um einiges höher.

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pmike, kannst Du uns vllt. aufklären wie sonst die Wissenvermittlung weiterläuft? Diskussionen hast Du schon erwähnt und Studium der Gesetze wird wohl auch noch dazumkommen aber gibt es noch zusätzliche Skripte, Aufgaben, Hausarbeiten usw., woran orientiert sich die Wissensvermittlung?

Wie läuft es denn mit Klausuren, sind die zeitlich an etwas gebunden oder können die frei abgelegt werden. Ich meine irgendwo gelesen zu haben das man nach Best-of-5 Onlineprüfungen ablegt um dann zur Klausur zugelassen werden... das scheint ja dann auch reglementiert zu sein?

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@Michael Knight: Lass es mich anders ausdrücken... Die Vorlesungen zu den einzelnen Fachmodulen sind in 110 einzelne Stücke unterteilt. Jedes Stück ist ca. 5 Minuten lang. Stell es dir wie bei einem Film auf DVD vor, der in mehrere Kapitel unterteilt ist. So kann man direkt zu einem Thema springen und muss nicht immer die gesamte Vorlesung vor- und zurückspulen auf der Suche nach einer bestimmten Information ;)

Es existiert eine Art Inhaltsverzeichnis, wo man einfach die einzelnen Teile anklicken und anhören kann.

@chillie: Viel mehr, als auf der Homepage zum TakeLaw-System steht, kann ich dir leider nicht sagen. Da bislang außer den Vorlesungen nichts freigegeben wurde, muss ich wohl darauf vertrauen, das die Angaben dort in irgendeiner weise umgesetzt werden.

Angeblich sollen Übersichten, Zusammenfassungen, Definitionen, und Unterlagen zum Lernen ohne Computer als PDF zu jeden Fach online abrufbar sein. Bislang ist dies jedoch nicht der Fall. Scheinbar muss das System erstmal richtig in Gang gebracht werden.

Das mit den Best-of-5 Onlineprüfungen stimmt jedoch - zumindest hoffe ich es :) Es soll so sein, dass die Onlineprüfungen möglich sind, sobald man einen entsprechenden Bearbeitungsstand mit den restlichen Funktionen erreicht hat - wie auch immer dies gemessen werden soll. Wenn man min. 3 der 5 Onlineklausuren besteht, bekommt man ein Formular um sich für die Präsenzprüfung anmelden zu können. Die Präsenzprüfung erfolgt dann gegen Vorlage des Ausweises in einer der 60 Prüfungsstellen - wobei bislang niemand genau weiß, wo diese sein werden :(

Die Prüfung wird - genauso wie die Vorbereitungsklausuren - online erfolgen. Nur ist man diesmal halt namentlich bekannt und wird beaufsichtigt. Die Bewertung der Klausur bekommt man direkt nach dem Ausfüllen der Klausur mitgeteilt. Man muss also nicht mehr warten bis der Prof. die Klausur korrigiert hat.

So weit zumindest die Theorie. In der Theorie hieß es auch, die Klausuren können jederzeit abgelegt werden. Also nicht die Hochschule gibt den Termin vor, sondern ich sage der Hochschule wann ich die Klausur schreiben möchte. Da die Zulassung zur Prüfung aber von der Bearbeitung der einzelnen TakeLaw Systeme abhängt, und die Bearbeitung ja aufgrund der zögerlichen Freischaltung nicht erfolgt, gibt es wohl erst am Ende eines jeden Semesters die Möglichkeit eine Klausur zu schreiben. So kann ich aber auch kein Semester überspringen in dem ich den Stoff einfach vorziehe.

Ich möchte nicht zu viel Kritik am Gesamtkonzept üben. Bislang stehen mir einfach viel zu wenige Informationen zur Verfügung. Da man immer nur Brocken an Informationen bekommt, verwirrt es mehr als das es nutzt.

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Hi

das klingt ja toll aus meiner Sicht. Da überleg ich mir doch gleich mal, mich auch anzumelden - im Sinne eines Doppelstudiums. Ich lass mir dann meine BWL-Scheine anerkennen und mach halt das bisschen Online-Recht mit. Ist ja auch recht preisgünstig.

Klingt echt genial - den Bachelor nehm' ich auch gleich mit!

Und nein: so ironisch, wie das vielleicht geklungen hat, ist es nicht wirklich gemeint.

Ich will jetzt nicht extra das Informationsmaterial anfordern - das verschicken die bestimmt per Post und kostet denen nur Geld (das sie dringend für was anderes brauchen). Kann mir bitte jemand, der das Infomaterial hat, eine Fächerauflistung zuschicken?

Die dürfte ja nicht geheim sein und ist bei allen anderen Studiengängen online für jedermann einsichtig - d.h. welche Fächer man vom 1. bis zum letzten Semester alle absolvieren muss, kann und darf. Wäre sicher interessant, welche BWL-Scheine ich mir evtl. anrechnen lassen könnte.

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