Dresdenian

Erfahrung mit "SMA - Sales Manager Akademie" ?

15 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

ich bin dzt. am überlegen einen MBA als Fernstudium bei der SMA - Sales Manager Akademie anzufangen.

www.mba.at

Hat denn bereits jemand Erfahrungen mit diesem Anbieter ?

Soweit ich in Erfahrung bringen konnte ist die Ausbildung wohl sehr gut und auch FIBAA akkreditiert aber ich hätte halt ganz gerne ein paar Insider-Infos ;)

Danke vorab für jede Rückmeldung.

Gruß

:)

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Hallo Dresdenian!

Ich war hier gerade auf der Seite - ich kenne diese Organisation nicht. Aber Du batest um Meinungen, und deswegen sollst Du meine bekommen:

Das Studium kostet 19.200 Euro. Wesentlich größer ist der Preis von 9600 Euro hervorgehoben, weil hier einmalig ein Höchststeuersatz von 50% unterstellt wird. Die Darstellung empfinde ich als sehr reisserisch und nicht gerade kundenorientiert (erst recht für eine Sales Manager Akademie).

Nach den Themen, welche hier Inhalt sind, ist keines im Bereich soziale Intelligenz als auch Verhandlungstaktik zu finden - somit wird jeder nach meiner Meinung mit diesem Abschluß ein guter theoretischer Verkäufer sein - aber nicht unbedingt selbst ein Spitzenverkäufer.

Wenn Du irgendwann mal Führungskraft im Verkauf werden willst, wo Du mit BWL Wissen glänzen möchtest, dann ist das sicherlich gut. Solltest Du aber ein leidenschaftlicher Verkaufsleiter werden wollen, welcher Verkauf wirklich lebt und beherrscht werden Dich die 19.200 Euro nicht weiterbringen.

Solltest Du letzteres Wollen, was auch mein Ziel ist, so empfehle ich eine Fachkaufmann für Vertrieb Ausbildung mit IHK Prüfung und wirklich guten reinen Verkaufsseminaren. Gerne kannst Du von mir Empfehlungen bekommen, dann sende mir bitte eine private Nachricht.

Viel Erfolg

wünscht


Oliver Schumacher

Lingen/Ems - Niedersachsen

Diplom-Betriebswirt (FH)

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Hallo Oliver,

super - danke für die ausführliche Antwort.

Mir geht es eigentlich weniger um den Bereich Vertrieb / Verkauf sondern die MBA Ausbildung ganz allgemein.

Derzeit arbeite ich im Bereich Bilanzbuchhaltung und wollte mir mit diesem MBA Studium meinen "Horizont erweitern" als auch meine Themenschwerpunkte von Arbeit vertiefen

Lt der MBA Übersicht hat man ja die folgenden Themenschwerpunkte:

• Unternehmensführung

• Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

• Marketingmanagement

• Finanzmanagement

und dazu kann man sich in 2 von 21 Wahlfächern spezialisieren wobei ich hier dann natürlich:

• Steuerrecht & Unternehmenssanierung

oder

• Steuerrecht & Wirtschaftsrecht

nehmen wollte.

Wäre es dann trotz Sales Akademie eher ungeeignet ? Als Ausbildung habe ich derzeit "nur" Buchhaltung & Industriekaufmann mit div. steuerlichen Zusatzausbildungen und das reicht halt leider nicht bzw kommt man selbst als Praktiker damit nicht gerade weiter.... :(

Als Alternative hatte ich noch den Fernkurs Bachelor & Diplom Kaufmann (Kombiausbildung) bei der EURO-FH - allerdings dachte ich das der MBA "höher angesehen" ist.... oder?

Wäre super noch einmal ein paar Meinungen zu bekommen.

DANKE!

Gruß

Steffen

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Die Aussage, dass "der MBA" höher angesehen wäre, als ein Bachelor oder gar ein Diplom (FH), ist so sicher nicht zu tätigen. Das mag zu Zeiten so gewesen sein, als (praktisch) alle MBAs echte Elitestudiengänge waren und die Möglichkeit einen MBA ohen voriges Studium zu absolvieren, eine echte Ausnahme war, die nur sehr guten Vorbehalten war. Nachdem inzwischen aber de facto jeder einen MBA ohne voriges Studium und de facto auch ohne weitere Anforderunge absolvieren kann, ändert sich das. Hinzu kommt eine spezielle Problematik bei dem genannten Anbieter: Es handelt sich nicht um eine Hochschule. Zwar ist er aufgrund einer (diskutablen) österreichen Rechtslage tatsächlich berechtigt, den MBA zu verleihen, aber eine Hochschule ist er deswegen noch lange nicht (und scheint auch die Anforderungen nicht zu erfüllen, sonst würde man doch die Anerkennung als Hochschule mitnehmen, oder?).

Ich persönlcih wäre sehr skeptisch bei solchen Abschlüssen und würde einen soliden Abschluss in BWL als mindestens gleichwertig betrachten. Der MBAler hätte bei mir jedenfalls keinen Vorteil, im Gegenteil, ich würde besonders genau prüfen.

Ein weiteres Problem: Der Abschluss ist in Deutschland (und wahrscheinlich auch in vielen anderen Ländern) nicht legal führbar (das war mein letzter Stand der Dinge, ich wüßte nicht, dass sich da was geändert hat). Falls Du also u. U. einen Wechsel ins Ausland nicht ausschließt, könnte das ein Problem werden.

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Hallo!

OK, wenn es Dir nicht auf den Verkauf speziell ankommt schlage ich einen Weg vor, welchen ich gegangen bin.

Du hast eine kaufmännische Ausbildung und könntest mit Hilfe von Meisterbafög eine Aufstiegsfortbildung zum Fachkaufmann oder Fachwirt machen mit IHK Abschluß. Zeitraum ca. 2-3 Jahre - Kosten ca. 4000 - 6000 Euro.

Dann könntest Du nebenberuflich ein Studium vielleicht auch an der PFH anfangen, bei welchem Du voraussichtlich im 2. oder 3. Trimester je nach Vorbildung durch die Aufstiegsfortbildung springen würdest. Investition ca. 7000 Euro und Zeitraum 2-3 Jahre.

Den Vorteil den ich bei dieser Empfehlung sehe ist, dass sukzessive Titel aufgebaut werden, welche aufeinander aufbauen und Wissen somit fester im Gehirn verankert wird. Ich selber mache derzeitig ein Fernstudium an der PFH Göttingen zum Diplom-Betriebswirt - und wenn ich nicht vorher an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie nebenberuflich studiert hätte, und 2 Aufstiegsfortbildungen mit Abschlußprüfung bei der IHK gemacht hätte wäre ich mit dem Lernstoff nebenberuflich sehr ins trudeln geraten. Denn einen Sprung von Industriekaufmann ins Studium an der PFH hätte ich wohl nie geschafft - auch jetzt geht es immer noch nicht "Leicht von der Hand".

Viele Grüße


Oliver Schumacher

Lingen/Ems - Niedersachsen

Diplom-Betriebswirt (FH)

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Hallo Zusammen

danke noch einmal für die ausführlichen Inputs :)

Habe aber noch eine Frage zum Satz "...Problem: Der Abschluss ist in Deutschland (und wahrscheinlich auch in vielen anderen Ländern) nicht legal führbar..."

Habe dazu im Internet über die SMA Sales Management Akademie folgendes gefunden:

"...Die AbsolventInnen dieses europaweit akkreditierten Studienlehrganges erwerben lt. 28. MBA-Verordnung, BGBI. II Nr. 127/2004 des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur den akademischen Grad des Master of Business Administration (MBA). Die Akkreditierung ist ein Gütesiegel für Universitäten und Studiengänge und erfolgt aufgrund einer Qualitätskontrolle durch das Ministerium, welches regelmäßig die Einhaltung bestimmter Mindeststandards bezüglich der Qualität des Lehrangebotes, etc. prüft. Die staatliche Akkreditierung ist das wichtigste Kriterium für die Anerkennung eines Abschlusses bzw. des MBA-Diploms in anderen Ländern..."

Jetzt stellt sich mir die Frage - wie kann ich denn definitiv rausfinden ob ein an der SMA erworbener MBA-Titel ausserhalb Europas (speziell in Deutschland) legal führbar ist ???

Danke noch einmal.

Gruß

Steffen

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Unabhängig von der Führbarkeit dieses Abschlusses würde ich mir an Deiner Stelle ganz genau überlegen, so einen Studiengang zu belegen. Stefhk3 hat es eigentlich sehr schön auf den Punkt gebracht. Ich würde sogar noch etwas weiter gehen und sagen, dass ein solides BWL-Studium (egal ob Bachelor oder Dipl.-Kfm. (FH)) für Dich eindeutig die bessere Wahl ist. Warum ? Du hast noch keinen akademischen Abschluß. Seine akademische Laufbahn mit einem zumindest formal sehr hoch aufgehängten MBA zu beginnen hinterlässt für mich einen merkwürdigen Eindruck. Nicht nur, dass ich die jeweilige Institution die das ermöglicht, überhaupt sehr krititsch ansehen würde, ich halte es auch didaktisch nicht für sinnvoll. Wenn ich das hier richtig verstehe, handelt es sich noch nichtmal um eine Hochschule ... und dafür knapp 20.000 Euro ??? Vorsicht !

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Hallo Steffen,

ich kann mich irgendwie mit dieser Organisation nicht anfreunden. Mir ist etwas aufgefallen, vielleicht sehe ich das aber auch falsch (in diesem Forum wird es sicherlich jemanden geben, welcher mich aufklärt, wenn ich falsch liege).

Auf der Seite des Anbieters steht:

Ihr Ansprechpartner für Westösterreich und Bayern: Herr Mag. Rudolf Mayr MBA

Nun habe ich mich über seinen Titel gewundert, weil es für mich so ähnlich klingt wie beispielsweise Herr Diplom Kaufmann Oliver S. MBA.

Bei Wikipedia habe ich recherchiert, was denn ein Magister ist (das weiss ich selbst nämlich nicht). Dort steht folgendes:

"In Österreich war bis 2006 Magister (männlich) bzw. Magistra (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. Das gilt sowohl im System der Diplomstudien (vier bis sechs Jahre ab Matura), als auch im neuen System der Magisterstudien, die im Sinne der Zyklen des Bologna-Prozesses eingeführt wurden. Hierbei werden ein bis zwei Jahre an ein Bakkalaureatsstudium angehängt. Ausnahmen sind die technischen Studien (Abschluss mit dem Grad Diplom-Ingenieur), die Studien der Human- und Zahnmedizin (Abschluss mit Doktorgrad, obwohl sie als Diplomstudien gelten) sowie diverse Universitätslehrgänge, die englische Bezeichnungen (z. B. Master of Science) verleihen.

Ab 2006 ist jedoch für neu eingerichtete Studien statt dem Magister der Grad Master zu verleihen und die bisher als „Magisterstudien“ bezeichneten Studien heißen „Masterstudien“. Diese dienen „der Vertiefung und Ergänzung der wissenschaftlichen und künstlerischen Berufsvorbildung auf der Grundlage von Bakkalaureatsstudien“ (Universitätsgesetz 2002) und wurden mit dem Universitäts-Studiengesetz (UniStG) 1997 eingeführt"

Nun scheint dieser Ansprechpartner also ein Master Master zu sein, seit wann gibt es denn sowas, ich dachte es gibt nur Dr.Dr.?!?

Vielleicht ist ja ein Österreicher hier, der diese Frage mal aufklären kann, aber spontan würde ich sagen, dass die sich selbst im Hinblick auf Ihrer Allgemeingültigkeit nicht ganz sicher zu sein scheinen, und sich deswegen lieber zweimal gleichwertig auszeichnen...

Kann hier jemand Licht in meine Gedankengänge bringen?

Achso, ich habe noch etwas gefunden. Wenn Du Dir die Studienunterlagen runterlädst wird dort als Aufnahmevoraussetzung stehen, dass ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität Voraussetzung ist - auf der Homepage selbst ist dieses eine Kann-Bestimmung, da hier auch eine Berufsausbildung reichen soll. Wenn die nicht einmal ihre Zulassungskritieren richtig einheitlich kommunizieren können möchte ich gar nicht erst wissen, wer die Lehrbriefe Korrektur liest...

Schon einmal Danke an alle, die mich zum Thema Magister aufklären werden...

bearbeitet von Oliver S

Oliver Schumacher

Lingen/Ems - Niedersachsen

Diplom-Betriebswirt (FH)

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Hallo Zusammen

danke noch einmal für die ausführlichen Inputs :)

Habe aber noch eine Frage zum Satz "...Problem: Der Abschluss ist in Deutschland (und wahrscheinlich auch in vielen anderen Ländern) nicht legal führbar..."

Habe dazu im Internet über die SMA Sales Management Akademie folgendes gefunden:

"...Die AbsolventInnen dieses europaweit akkreditierten Studienlehrganges erwerben lt. 28. MBA-Verordnung, BGBI. II Nr. 127/2004 des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur den akademischen Grad des Master of Business Administration (MBA). Die Akkreditierung ist ein Gütesiegel für Universitäten und Studiengänge und erfolgt aufgrund einer Qualitätskontrolle durch das Ministerium, welches regelmäßig die Einhaltung bestimmter Mindeststandards bezüglich der Qualität des Lehrangebotes, etc. prüft. Die staatliche Akkreditierung ist das wichtigste Kriterium für die Anerkennung eines Abschlusses bzw. des MBA-Diploms in anderen Ländern..."

Jetzt stellt sich mir die Frage - wie kann ich denn definitiv rausfinden ob ein an der SMA erworbener MBA-Titel ausserhalb Europas (speziell in Deutschland) legal führbar ist ???

Danke noch einmal.

Gruß

Steffen

"Definitiv rausfinden" kannst Du es, indem Du ihn führst und Dich verklagen lässt. Ein einfacherer Weg ist es, das Gesetz zu lesen. "Definitiv" ist das dann zwar nicht, aber solide (definitv entscheiden in der Tat nur die Gerichte). So, und die Hochschulgesetze der deutschen Bundesländer (der Wortlaut variiert etwas zwischen den Ländern, der Gehalt ist der gleiche) sagen, dass ein ausländischer akademische Grade geführt werden dürfen, wenn sie an einer nach dem Recht des Herkunftslandes anerkannten Hochschule durch ordnungsgemäßes, mit Prüfung abgeschlossenes, Studium erworben wurden und nicht gekauft wurden. Das Problem ist das "an einer nach dem Recht des Herkunftslandes anerkannten Hochschule", denn das ist bei SMA ohne Zweifel nicht der Fall. Die SMA ist nicht nach österreichischen Recht als Hochschule anerkannt. Sie ist ohne Zweifel berechtigt, die Abschlussbezeichnung MBA zu verleihen, aber für die Führung von Abschlussbezeichnungen, die keine Hochschulgrade sind und mit solchen verwechselt werden könnten, gibt es in Deutschland keine gesetzliche Grundlage. "Europaweit akkreditiert" ist Schmu. Erst mal ist die Akkreditierung österreichisch, eine europarechtliche Grundlage für die Akkreditierung von Lehrgängen universitären Characters, Studienlehrgängen usw. gibt es nicht und Österreich kann diese natürlich nicht schaffen. Morgen schließt in Portugal oder Rumänien die Grundschule mit einem MBA ab, das portugisische oder polnische Kultusministerium erklärt das für "akkreditiert" und alle polnischen oder portugisischen Grundschulabsolventen dürfen sich in Deutschland MBA nennen? So einfach ist es dann doch nicht.

Das ist aber nur meine Interpretation des Gesetzestextes und keine definitive oder irgendwie verbindliche Auskunft.

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Nun scheint dieser Ansprechpartner also ein Master Master zu sein, seit wann gibt es denn sowas, ich dachte es gibt nur Dr.Dr.?!?

Vielleicht ist ja ein Österreicher hier, der diese Frage mal aufklären kann, aber spontan würde ich sagen, dass die sich selbst im Hinblick auf Ihrer Allgemeingültigkeit nicht ganz sicher zu sein scheinen, und sich deswegen lieber zweimal gleichwertig auszeichnen...

Das halte ich allerdings für unzutreffend. Der Magister Artium alten Stils war ein anderer akademsicher Grad als ein MBA, insofern sehe ich nicht, warum man nicht beide Grade führen sollte. Übrigens muss der Herr Mayr seinen MBA ja nicht an der SMA gemacht haben, das ist sogar eher unwahrscheinlich. Aber selbst wenn, ist da in meinen Augen kein Zeichen, dass sie sich selbst misstrauen, sind einfach zwei verschiedene Stiefel. Auch Dipl-Kfm MBA halte ich übrigens für normal, wenn ich beide Grade hätte, würde ich die auch beide führen.

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