Amlaruil

Versagensängste

23 Beiträge in diesem Thema

Hallo ihr Lieben,

im Januar geht es bei mir los: Ich versuche mich - wieder - an einem Studium.

1999 hatte ich bereits versucht während meiner Ausbildung ein Studium an der FOM zu machen und bin gescheitert. Ich bin vor allen nervlich an meine Grenzen gestossen. Nebenbei musste ich mir auch immer wieder sagen lassen, dass die Arbeit irgendwie vorgeht. Dennoch konnte ich irgendwie nie alles richtig machen. Bin ich früher gegangen um pünktlich zu Vorlesungen zu kommen, wurde ich meiner Arbeit nicht gerecht. Ging ich nicht hin, konnte ich den Stoff nicht. :( Nach 10 Semestern habe ich dann das Handtuch geschmissen.

Irgendwann vor 2 Jahren dachte ich mir, dass es ja nicht alles sein kann und habe den Personalfachkaufmann und die Ausbildereignungsprüfung gemacht. Auch mit Präsenzphasen und Prüfungen...und das ging. Endlich kam ich mir nicht vor wie der letzte Versager.

Nun bin ich beruflich an einem Punkt, wo ich ohne Studium nicht mehr weiterkomme und ich mich immer mit den Zweifeln gequält habe: Hättest du es unter anderen Voraussetzungen schaffen können?

Nun habe ich mich trotz wirklicher Angst dazu entschlossen, dass ich es nochmal versuche. Ich habe die HFH gewählt und extra ein Fernstudium um halt keine Präsenzphasen mehr zu haben. Ich darf sogar ins zweite Semester und ein paar Scheine danach werden mir auch anerkannt. Eigentlich bin ich sehr glücklich denn ich möchte es ja schaffen.

Aber dennoch habe ich immer noch Angst und mich überkommt auch echter Schwindel etc. weil ich mich glaube nie so richtig von meinem "Scheitern" damals erholt habe.

Habt ihr vielleicht einfach einen guten Rat für mich wie ich diese Sache jetzt möglichst positiv angehen kann?

LG

Nadine


HFH-Studentin - BWL - 2. Semester - Studienzentrum Düsseldorf

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Hallo Nadine,

wenn Du Deine Entscheidung von damals (ich würde das echt nicht als Scheitern bezeichnen) noch nicht verarbeitet hast, würde ich erstmal genau dort ansetzen und das für Dich klären.

Warum hat es nicht geklappt? - So wie ich es verstanden habe, hat Dich Dein Arbeitgeber nicht unterstützt und Du hattest so oft nicht die Möglichkeit, die Vorlesungen zu besuchen. Oder Du warst mit schlechtem Gewissen dort und hast dann in der Firma "Ärger" bekommen.

Also aus meiner Sicht war es damals für Dich die falsche Studienform und ein Fernstudium kommt Dir vermutlich mehr entgegen.

Und mit der HFH hast Du ja andererseits einen Anbieter gewählt, der auch viel auf Präsenzen setzt, die aber meines Wissens immer samstags sind.

Also, ich denke gute Voraussetzungen. Aber bestimmt werden Dir auch noch ein paar HFH-Studierende aus Ihrem Erfahrungsschatz weiter helfen können.

Viele Grüße

Markus


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Hi Nadine,

Du solltest denke ich vor dem Studienstart unbedingt noch mal ein paar Ziele fokussieren und Dich auch darauf besinnen.

Du scheinst trotz der Schwierigkeiten sehr ehrgeizig zu sein, anders kann ich mir es nicht erklären wie man 10 Semester unter derartigen Schwierigkeiten durchsteht - diese "Steherqualitäten" solltest Du Dir bewahren, dann hast Du schonmal Punkt 1 besiegt, der die meisten im Studium zum straucheln bringt, die Langzeitmotivation. Wenn Du höher eingestuft wirst und etwas lockerer studierst wirst Du keine 7 Semester benötigen - das ist auch ein Ziel das man sich vor Augen führen kann, zudem sagst Du selbst, Du benötigst es um weiter zu kommen, noch ein Ziel mehr das einem weiter bringt.

Zudem hast Du ja in den letzten 4 Jahren durchaus bewiesen das Du mit einer nebenberuflichen Weiterbildung klar kommst - das ist wieder ein Punkt den viele unterschätzen, Du hast bereits Erfahrungen dich nach der Arbeit erneut zu motivieren und etwas anderes zu tun.

Die HFH bietet Dir beim Studium die Freiheit auch auf Präsenzphasen zu verzichten, allerdings solltest Du das nicht tun - eine Erhebung ergab das die meisten Absolventen regelmässig die Phasen besucht haben. Im Gegensatz zur FOM hast Du aber nur 5-7 Blöcke im Semester die fast immer auf Samstag und selten auf Freitag nachmittag fallen, sprich hier hast Du die Freiheit, die Du bei der FOM nicht hattest.

Wie sieht es denn jetzt in Deinem Job aus? Arbeitest Du noch im gleichen Unternehmen? Wenn ja wie kommunizierst Du das Thema Fernstudium? Für Dich wäre es vielleicht sinnvoller erstmal "drauf los" zu studieren und selbst auszumachen, ob das HFH Studium etwas für Dich ist.

Der wichtigste Schritt vor dem Studium ist sicherlich, das Du Dich jetzt nochmal mit der Situation von damals auseinandersetzt und für Dich selbst überprüfst was heute anders ist und warum Du es selbst noch einmal wissen möchtest - schließlich hat dich ja niemand zur erneuten Immatrikulation gezwungen ;) und genau diese Beweggründe solltest Du Dir bewahren und es langsam angehen lassen. Du hast bereits Anerkennungen erhalten, sprich Du kannst z.B. auch die Prüfungen erstmal so verteilen das Du nur 3 im Semester hast.

Ansonsten findest Du hier im Forum viele Leute die in der gleichen oder einer ähnlichen Situation sind wie Du, hier gibt es Tipps und Tricks wie man sich organisiert, wie man mit Stresssituationen am besten umgeht und wie man sich auf wichtige Dinge konzentriert - nebenbei gibt es hier kostenlos das wunderbare therapeutische Instrument des Blogs (wer das möchte, kann hier gut Studiums-Ballast abladen).

Also, denk nicht an die Vergangenheit sondern an die Zukunft - es kommt eine spannende und interessante Zeit auf Dich zu.

mfg

Daniel

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Ich denke ebenfalls, dass es einen Versuch wert ist. Einfach wird es nicht. Die verfügbare Zeit ist sicher auch hier ein Knackpunkt. Angst es nicht zu schaffen hat jeder. Das ist normal.

Dass die HFH viel auf Präsenzen setzt, würde ich so nicht sagen. Zudem sind sie absolut nicht für das erfolgreiche Bestehen einer Prüfung erforderlich. Nicht wenige sagen es ist vergeudete Zeit dort hinzugehen, da ohnehin alles in SBen steht und die Dozenten nichts mit der Klausurerstellung zu tun haben. Ich würde die Zeit nicht unbedingt als "vergeudet" bezeichnen, aber viel gebracht hat es mir meist nicht. Ich habe von didaktisch katastrophal bis höchst lehrreich und amüsant so ziemlich alles erlebt. Somit überlege ich mir auch immer sehr genau, ob ich dahin fahre oder ob es sinnvoller ist, die Zeit am heimischen Schreibtisch zu verbringen. Und das, obwohl ich sehr nah dran wohne. Aus einer anderen Stadt dafür anzureisen würde mir nicht in den Sinn kommen. Viele Präsenzbesuche scheitern bei mir auch daran, dass es oftmals nicht möglich, die Unterlagen vorher zu sichten. Bei den Ing-Fächern sind die Themen dann oftmals derart kompliziert, dass es wenig bringt den Worten zu lauschen. Bei BWL mag das anders sein. Ohnehin sieht das sicher jeder anders. Zudem bin ich eher der Lese- als Zuhörtyp.

Wünsch Dir auf jeden Fall viel Erfolg !

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Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall mit dem Fernstudium versuchen!

Vor einigen Jahren habe ich ausbildungsbegleitend an der VWA den Betriebswirt gemacht und die VWA hat ein sehr ähnliches Konzept wie die FOM. Auch mich treibt es seit 2-3 Jahren um, doch noch mal einen richtigen akademischen Abschluss zu machen (aus beruflichen Gründe, wenn auch noch nicht akut). Ich habe mich lange mit dem Thema auseinandergesetzt und mich letztlich für die HFH entschieden. Ein erster elementarer Punkt war für mich die Entscheidung Fernstudium vs. Präsenzstudium (ja, die FOM hatte ich damals ebenfalls in der Auswahl). Ich habe mich für ersteres entschieden, aus meiner Erfahrung von der VWA heraus, denn ich bin mir relativ sicher, dass ich es nicht noch einmal geschafft hätte, jede Woche 1-3 Abende und gelegentlich den Samstag zu opfern. Damals wurde ich von meinem Ausbildungsbetrieb gefördert, heute hätte ich dafür quasi meine gesamte Freizeit opfern müssen und das steht kaum einer auf Dauer durch. Und wie du schon geschrieben hast: wenn du bei der FOM nicht zu den Vorlesungen gehst, fehlt dir der Stoff, denn anders kommst du da nicht dran und die Qualität der Skripte schwankt doch erheblich. Das fand/finde ich einen Riesenvorteil des Fernstudiums: verständlich aufbereitete Studienbriefe, wo alles Relevante drinsteht - und die Präsenzen sind (zumindest bei der HFH) freiwillig. Ob man da nun hingeht oder einem die Lehrbriefe reichen, hängt denke ich von jedem selbst ab bzw. tatsächlich auch vom jeweiligen Dozent. Kurz und gut heißt Fernstudium für mich: man kann sich den Stoff selbst bis zur Klausur einteilen, Präsenzen sind hilfreich aber es ist nicht tragisch, wenn man mal nicht hingeht. Und es steht kein Muss und Terminstress wie bei der FOM dahinter. Das einzige, was natürlich beim Fernstudium unumgänglich ist, ist Disziplin - aber du hast ja ganz offensichtlich den Willen, den Abschluss zu machen und das ist eine ganz wichtige Voraussetzung. Achja, und ein weiterer positiver Punkt für dich: du bringst Vorkenntnisse mit - auch das macht die ganze Sache einfacher!

Versuche dich nicht zu grämen, was du damals hättest schaffen können, wenn doch nur... Versuche es als (Lebens-)Erfahrung abzuhaken und sieh nach vorn. Nach meinem VWA-Abschluss habe ich mich zT sehr geärgert, dass ich mich habe "belatschern" lassen und nicht doch lieber ein Studium (mit echtem akademischen Abschluss) an der FOM gemacht habe - dann wäre mein Berufsstart nach der Ausbildung vielleicht nicht so holprig gewesen und außerdem hätte ich mir jetzt den ganzen Aufwand sparen können. Aber normalerweise trifft man solche Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen - und damals konnte ich es nicht besser einschätzen (es heißt ja nicht umsonst "hinterher ist man immer klüger";)). Auch bei dir wird es mindestens einen wichtigen Grund gegeben haben - z. B. dein Arbeitgeber, der dich nicht unterstützt hat und dir neben der Vollzeitausbildung kaum Raum für ein Studium liess. Selbst wenn sich dieser eine äußere Faktor nicht geändert haben sollte, mindestens ein anderer hat sich geändert: mit einem Fernstudium bist du nun viel flexibler.

Ich wünsche dir viel Erfolg!


Derzeit: Master Arbeits- & Organisationspsychologie an der Universität Wuppertal

Abgeschlossen: Bachelor BWL an der HFH

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Ich stimme Dir im Prinzip vollkommen zu, 2 Dinge sehe ich allerdings ein wenig anders:

jede Woche 1-3 Abende und gelegentlich den Samstag zu opfern.
Um das Studium an der HFH in der vorgegebenen Zeit zu schaffen, muss man sehr wahrscheinlich mehr Zeit "opfern".

mit einem Fernstudium bist du nun viel flexibler.
Flexibilität ist nun nicht gerade eine Eigenschaft, die ich mit der HFH verbinden würde. Da gibt es andere Hochschulen die dafür geeigneter sind. Klausuren werden nur einmal pro Semester angeboten und zumindest in meinem Studiengang liegen sie zeitlich oftmals unverständlich nah beieinander.

Wenn man sehr flexibel sein möchte, würde ich eher zu einer anderen Hochschule tendieren. Die Abläufe an der HFH sind eher starr.

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Naja, wenn man es ganz genau nimmt, wird man auch an der FOM mehr Zeit als nur die für die Präsenzen einbringen müssen. Ich meinte damit in erster Linie, dass man sehr regelmäßig terminlich fest gebunden ist im Sinne von "hingehen müssen". Bei einem Fernstudium ist es egal ob ich mich montags abends um 19 oder 20 Uhr hinsetze oder ob ich es an dem Tag ganz sein lasse und dafür dienstags etwas mehr tue. Das geht bei einem Präsenzstudium nicht. Auch ist man dort sehr viel mehr von der Lern- bzw. Lehrgeschwindigkeit anderer abhängig. Insofern ist man bei einem Fernstudium viel flexibler (auch bei der HFH) - natürlich gibt es Anbieter, die noch flexibler sind, aber Amlaruil hat sich ja anscheinend bereits für die HFH entschieden, insofern war für mich nur der Vergleich zum Präsenzstudium (FOM) relevant.


Derzeit: Master Arbeits- & Organisationspsychologie an der Universität Wuppertal

Abgeschlossen: Bachelor BWL an der HFH

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@yoda: Yepp, VWA und FOM gehören zum gleichen "Laden".

Von dem Bachelor-Aufbau der VWA weiß ich und habe ihn bewusst nicht gewählt, weil ich endlich einen akademischen Grad möglichst ohne "wenn und aber" wollte. Den einen Bachelor von denen gibt's in Zusammenarbeit mit einer holländischen Hochschule, ist meines Wissens nach aber nicht von irgendeiner Gesellschaft akkreditiert (habe extra nachgefragt). Den anderen gibt's von der BA Hessen, der zu dem Zeitpunkt noch nicht akkreditiert war (ist er das eigentlich inzwischen?) und zudem habe ich gelesen, dass diese BA keinen guten Ruf haben soll. Das wollte ich mir nicht (schon wieder) antun, zumal ich evtl. später gern einen Master machen möchte und ich hier nicht an die FOM gebunden sein wollte.


Derzeit: Master Arbeits- & Organisationspsychologie an der Universität Wuppertal

Abgeschlossen: Bachelor BWL an der HFH

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Vielen Dank für eure Anmerkungen!

Ja im Vorfeld habe ich mir viele Monate Gedanken dazu gemacht wo ich nun wieder anfange. FOM und VWA kamen halt wegen der Präsenzphasen nicht in Frage. Ich arbeite zwar immer noch in der gleichen Firma, meine neue Chefin ist aber sehr daran gelegen das ich studiere. Sie bedauert es ebenso wie ich, dass aus mir hier nur mit dem PfK-Abschluss "nichts werden" kann.

Euro-FH war mir ZU Euro - wenn ihr versteht, Akad hat mir vom Stundenplan her nicht so gefallen (und es werden keine IHK-Prüfungen anerkannt...) und irgendwie hat mir die Infoveranstaltung der HFH gut gefallen.

Die kleinen Klassen, das eben nicht anwesend sein MÜSSEN aber Fragen stellen KÖNNEN wenn man mit den Scripten alleine nicht so den Stoff packt.

Ich versuchs jetzt einfach mal...im Zweifelsfalle habe ich halt 6x240,00 € in den Sand gesetzt. Im Besten falle schaffe ich es. :)

Ich beneide die Menschen so, die ein parallel-Studium einfach so machen. Und ich wünschte, ich hätte es damals so geschafft.

Beim PfK wars halt auch so, dass ich mir halt viel Stoff kurzfristig in den Kopf gesogen hatte und ich irgendwie das gefühl habe, "do-it-yourself" liegt mir besser.

*seufz*

LG

Nadine


HFH-Studentin - BWL - 2. Semester - Studienzentrum Düsseldorf

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Na, du Hosenscheisserin...gg Ich fang auch im Jänner an aber ich geh ganz locker drauf los..... Ich hab ein Mittel gegen Versagensängste: Sex ;)

In diesem Studium wirst Du dann hoffentlich auch lernen, Dich anständig und in angemessener Form auszudrücken!


Viele Grüsse

Zippy

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