emmy105

Einstiegschancen am Arbeitsmarkt mit Fernstudium (BWL) und OHNE Berufserfahrung?

10 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

wenn ich nun all die Informationen zu dem mich interessierenden Thema, die ich bis jetzt im Internet (sämtliche Foren etc.) gefunden habe, berücksichtigen würde, dann müsste ich mein Studium am besten sofort an den Nagel hägen und mich gleich irgendwo bei Aldi, Lidl und co. an die Kasse setzen (oder ähnliches), da mit dem, was ich vorzuweisen habe, die berufliche Perspektive für mich mehr als düster aussieht! :(

Ich studiere an der HFH BWL (Diplom) in Vollzeit. Habe, im Gegensatz zu den (wahrscheinlich über 90% der) Fern-Studies keinerlei Berufserfahrung bzw. Berufsjahre vorzuweisen (abgesehen vielleicht von den 2 Jahren Ausbildung zur Steuerfachangestellten, die ich trotz guter Noten dann aus eigener Dummheit abgebrochen habe).

Werde mit 29 wenn nicht sogar 30 Jahren erst fertig (werde also die 2 Überziehungjahre voll ausschöpfen) und will dann unbedingt im Controlling tätig werden (weil es mir mehr als alles andere liegt). Und hier kommt schon der nächste "Haken": meine Englischkenntnisse.

Bereits für Praktikumstellen im Bereich Controlling werden überall "sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift" vorausgesetzt.

Was gebe ich nun in meiner Bewerbung an??? Keine Englischkenntnisse...wäre auch gelogen, denn ich habe welche: und zwar einigermassen in "Wort", aber kaum in "Schrift".

Werde mir jedoch noch vor dem Praktikum mit Hilfe von Fachliteratur tiefgehende Excel-Kenntisse aneignen oder einen Excel-Kurs für Einsteiger im Controlling machen, so dass ich wenigstens damit evtl. noch "punkten" kann.

Mann soll ja nichts bereuen....,aber mittlerweile bereue ich, dass ich die Ausbildung damals Abgebrochen habe und dafür ein Studium begonnen habe. Ich wäre jetzt schon seit Jahren in einem (eigentlich sehr guten und oft gefragten) Beruf und hätte bereits Geld verdient, welches mit den Berufsjahren ja auch steigt.

Und so habe ich, wie gesagt, keine Berufserfahrung vorzuweisen, das Alter "drückt" schon kräftig, habe kaum Geld verdient (Nebenjobs zählen nicht) und habe außerdem noch, so als Krönung des Ganzen, nen Haufen Schulden am Ar......(BaföG, Studentenkredit).

Werde also mein berufliches Leben mit Tausenden € von Schulden starten, vorausgesetzt natürlich, ich ziehe das GAAAANZ GROSSE LOS, also quasie den 6er im Lotto, und bekomme gleich nach dem Studium überhaupt eine Stelle.

Also im Großen und Ganzen doch gar nicht mal sooo schlechte Aussichten für mich, oder?

Was meint ihr??

bearbeitet von emmy105

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Moin

Ich meine auf jeden Fall mal du solltest nicht alles so negativ sehen!

Wo liegt das Problem bei Englisch? Wenn es dir ein so großer Vorteil wäre lern es doch noch!

Zu den Berufsaussichten kann ich selbst nix sagen... Aber wie gesagt, ich denke mit ein bisschen mehr Optimismus wird das auch...

Außerdem finde ich dass man schon bereuen darf, aber du kannst das mit der Ausbildung wohl nicht mehr ändern also mach einfach das Beste aus dem was jetzt eben möglich ist!

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Hey Alexa 2001,

danke dir für deine aufbauende Worte ;)

Ich habe das ganze ja auch deutlich optimistischer gesehen! Der Pessimismus ist quasie das Resultat meiner Internetrecherche, denn nach alldem was da steht, könnte man abschließen und zusammenfasend so was wie "Der Zug ist für mich abgefahren" sagen.

Und natürlich ziehe ich das jetzt konsequent durch. Ich habe doch nicht die ganzen Schulden gemacht um jetzt alles hinuschmeißen. Dann habe ich ja wirklich GARNICHTS "in der Tasche" und kann gleich bei der ARGE eine Nummer ziehen.

Ist halt einfach nur schade, dass die Ausichten so wenig motivierend sind und dass ein abgeschlossenes Studium und "sogar noch" die Bereitschaft viel zu leisten und Engagement zu zeigen, heutzutage !noch nicht einmal! die halbe Miete sind bzw. noch lange kein Freischein zu einem (einigermaßen) Gutbezahlten Job sind.

Naja, wie dem auch sei........es wird sich ja dann später zeigen, ob es in meinem Fall berechtigt war, gleich "den Tefel an die Wand zu malen". :cool:

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Ist halt einfach nur schade, dass die Ausichten so wenig motivierend sind und dass ein abgeschlossenes Studium und "sogar noch" die Bereitschaft viel zu leisten und Engagement zu zeigen, heutzutage !noch nicht einmal! die halbe Miete sind bzw. noch lange kein Freischein zu einem (einigermaßen) Gutbezahlten Job sind.

Ähm, ich weiss ja nicht - vielleicht sehe ich das einfach anders, aber einen Freischein für einen guten Job gab es noch nie, wer gute Leistung bringt kann aber ohne 100%ig in ein Schema zu passen einen guten Job finden.

Wenn Du so negativ bist warum hast Du denn damit angefangen? Deine Ausbildung würde Dich auch nicht sehr viel weiter bringen und mit dem HFH Studium hast Du ein abgeschlossenes Hochschulstudium - das Du sicher nicht bei 40tsd-EUR im Jahr einsteigst ist sicher ein anderes Thema, aber wenn Du nicht an einen bestimmten Ort gebunden bist wirst Du auch etwas finden können.

Am Englisch allein wird es nicht liegen, wenn Du bei einem VG deine negative Grundstellung nicht in den Griff bekommst ist das sicher eine größere Hürde als Englisch, was man eigentlich auch während des Studiums ziemlich gut lernen kann. Ich würde Dir raten regelmässig Nachrichten in Englisch zu lesen, Englische Podcasts zu hören und Dich einfach mehr mit der Sprache zu beschäftigen. Das diese Anforderung besteht mag schon sein, aber es gibt genügend Controller die brauchen auch kein Englisch - evtl. solltest Du Dich nicht nur an großen Firmen orientieren.

Klar, kleinere schreiben vllt. nicht so präsent Praktikumsplätze aus aber einen Versuch wäre es sicher wert.

Pessimismus aufgrund von Internetrecherche ist doch wirklich Contraproduktiv - damit zieht man sich nur selbst runter und zerstört seine Motivation.

De fakto bist Du also nach dem Studium ca. 6 Jahre älter als der durchschnittliche Absolvent - das ist meiner Meinung höchstens dann ein Problem wenn Du bei den großen Firmen einen Arbeitsplatz möchtest, denen wird von Absolventen die Tür eingerannt und die suchen sich die Arbeitnehmer so aus, wie sie sich das vorstellen.

Im kaufmännischen akademischen Bereich ist aber vor allem im Mittelstand viel Luft - und dort wird eher auf den Menschen gesehen. Ich persönlich habe mich vor kurzem für eine kaufmännische Stelle (OK nur Sachbearbeitung) auch für eine Bewerberin um die 30 entschieden und gegen die "jungen Hüpfer" weil ich das hier nicht gebrauchen kann, das hat nichts mit Erfahrung zu tun (die Dame hatte sogar eine relativ frische Umschulung) sondern mit der eigenen Präsentation.

Ich hoffe Du findest Deine Motivation wieder, vergeblich sind Deine Bemühungen sicher nicht!!

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Ein Student der die Hochschule im Präsenzunterricht abschließt hat auch keine Berufserfahrung und viele sind auch schon 30, wenn sie das Studium abschließen.

Englisch kannst du an der VHS oder anderen Institutionen lernen, es gibt auch Intensivkurse.

Praktika sind natürlich empfehlenswert.

Was ich dir vor allem empfehle ist Optimismus.

Gruß

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@Emmy:

Du solltest zusehen, dass du dir anhand von diversen Praktika bzw. Werkstudijobs Berufserfahrung aneignest, da v.a. BWL ein recht sinnfreies Studium ist, in dem man kaum Sachen lernt, die man später gebrauchen kann. Also Englisch pauken und Praxiserfahrung sammeln, dann klappt´s auch mit nem Job.

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@Emmy:

Du solltest zusehen, dass du dir anhand von diversen Praktika bzw. Werkstudijobs Berufserfahrung aneignest, da v.a. BWL ein recht sinnfreies Studium ist, in dem man kaum Sachen lernt, die man später gebrauchen kann. Also Englisch pauken und Praxiserfahrung sammeln, dann klappt´s auch mit nem Job.

Das ist vielleicht etwas scharf formuliert, prinzipiell deckt sich das mit meinen Erfahrungen und meiner Meinung.

Es ist zugleich einer der wesentlichen Gründe, warum ich nochmal studiere. Simpson, Du solltest auch bedenken, dass wir beide an einer Uni studiert haben und deswegen sicher so eine extrem praxisferne Meinung über das Studium haben.

Englisch sehe ich prinzipiell als Muss an, egal ob Du das im Job benötigst. Da solltest Du zumindest einigermaßen kommunizieren können.

Den zuvor geäußerten Kommentar, dass die meisten Präsenzstudenten erst mit 30 fertig sind und keine Berufserfahrung haben kann ich nicht bestätigen. Die meisten sind früher fertig und Berufserfahrung bzw. Praktika sind gerade im BWL Bereich ein Muss, so dass viele diverse Praktika aufweisen können. Man muss sich hier einfach vor Augen halten, dass BWL ein extrem überlaufener Bereich ist und die Firmen sich die besten rauspicken können. Ich selbst würde meine Chancen trotz Berufserfahrung (auf anderen Gebieten) und Uni-Studium als äußert gering einstufen, ein Job im wirtschaftlichen Bereich zu bekommen, der zumindest halbwegs anspruchsvoll ist und wo ich nicht wie ein Kassierer bezahlt werde.

Ich möchte Deine Motivation nicht schmälern, aber das ist einfach die Erfahrung, die ich bei mir, Kommilitonen die in ähnlicher Situation wie ich sind und Kommilitonen die in deutlich besserer Position sind als ich gemacht habe.

Dennoch ist es natürlich nicht aussichtslos. Du schreibst, dass Du in Vollzeit an der HFH studierst (warum eigentlich ???). Nutze diese Studentenzeit, um Deine Berufserfahrung über Praktika zu erhöhen. Wenn es irgendwie geht, versuche einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt einzuschieben (verbessert gleichzeitig Deine Englischkenntnisse). Das sind 2 wesentliche Faktoren für BWL-Studenten ! Ich habe beides versäumt und erachte das als meinen größten Fehler in meiner Ausbildung. Letztlich hat das dazu geführt, dass ich nochmal studiere, um mich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren.

Insgesamt ist es auch eine Frage Deiner Ziele. Möchtest Du nur irgendwo unterkommen oder einen anspruchsvollen Job mit ordentlichem Gehalt (damit meine ich so 60.000 € aufwärts) ?

Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch oder bist jetzt gar deprimiert. Ich wünsche Dir nur das Beste !

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Hallo zusammen,

da v.a. BWL ein recht sinnfreies Studium ist, in dem man kaum Sachen lernt, die man später gebrauchen kann.

Das ist ja mal eine interessante Feststellung.

@ Simpson: Hat Michael recht damit, dass du dich damit auf ein Uni-Studium beziehst?

@ alle: Hat das mal jemand (bezogen auf ein Bachelor-BWL-Studium an einer Fernhochschule oder auch allgemein) untersucht?

Ich meine was sagen Absolventen dazu?

Welche Studieneinheiten mache ich nur für den Abschluss und welche bringt mir was für die Berufspraxis?

Gruss

eule

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@Eule:

Jupp.

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Würde das deutsche BWL-Studium auf problemorientiertes Lernen basieren dann hätte man natürlich mehr Nutzen. Die Niederländer haben es erkannt. In Deutschland regieren weiter die Bedenkenträger und Theoriegeschwätz.

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