Matthias

Bachelor oder Diplom? Eine Sammlung von Meinungen und Erfahrungen! MHD bis 2012.

13 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

nachdem hier in den verschiedensten Unterforen mit den facettenreichsten Argumenten das Thema "Bachelor oder Diplom" verstreut diskutiert wurde und anscheinend immer noch Diskussionsbedarf besteht, möchte ich hier die Argumente rund um dieses Thema sammeln.

Sobald ich etwas mehr Zeit finde, werde ich auch meine Argumente für einen der beiden akademischen Grade zum Besten geben, womit ich hiermit euren Argumenten der Vortritt lasse ;-)

Schöne Grüße

Matthias

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Eine echte Mehrleistung wäre es gewesen, wenn Du bisherige Meinungen gesammelt und hier rein kopiert/verlinkt hättest. Dieses unendliche Thema nochmal komplett von vorne? Die Suchfunktion sollte jeder der sich für ein Studium interessiert bedienen können. Ich halte mich daher zurück.

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Sinnlose Frage, da der Bachelor keinerlei Vorteile gegenüber dem Diplom hat... ;-)

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Auf die Gefahr die Endlosdiskussion wieder zu beginnen:

- der Abschluss geht schneller

- die Leute gehen schneller arbeiten

- bei gleicher anzahl studienplätze können 25%

mehr Leute den Abschluss machen

So, oder so ähnlich müssen sich das damals die Politiiker schöngeredet haben, als sie Bologna zugestimmt haben.

Ich finde, das das deutsche Diplom ein echter Wettbewerbs- / Wissensvorteil war. Naja die Diskussion ist unterm Strich müßig. Es gibt eine Deadline, danach hat man dann ja eh nicht mehr die Qual der Wahl...

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Vielleicht sollte man auch die Fakten im Auge behalten. Tatsache ist:

Es soll nicht der Bachelor das Diplom abloesen (welches eigentlich?), sondern Bachelor und Master sollen Diplom und Diplom (FH) abloesen. Der Master hat den Umfang eines Uni-Diploms, es gibt keinen objektiv gerechtfertigten Grund, anzunehmen, dass die Leute dort weniger lernen wuerden. Im Gegensatz zu den immer wieder kolportierten Geruechten gibt es keine Master-Quote. Es gibt zahlreiche Zulassungsfreie Master-Studiengaenge, so dass de facto jeder, der will, einen Master machen kann. Warum unter diesen Bedingungen ein Verfall des Niveaus stattfinden soll, hat mir noch keiner schluessig erklaeren koennen. Die Aussagekraft von Einzelbeispielen ist beschraenkt, ich habe als Mitarbeiter einer Hochschule nichts dergleichen Beobachten koennen.

Bachelor/Master hat mindestens einen echten Vorteil, naemlich die Moeglichkeit, eine Berufsphase einzuschalten und sich (auch ohne zwischenzeitliche Beruftaetigkeit natuerlich) im Master neu orientieren zu koennen.

Uebrigens: Eine "meiner" frueheren Hochschulen hat mit Diplom genau einen Nobelpreistraeger hervorgebracht oder zumindest beschaeftigt, meine jetzige ueber 80 - ohne jemals ein Diplom-System gehabt zu haben.

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Bachelor/Master hat mindestens einen echten Vorteil, naemlich die Moeglichkeit, eine Berufsphase einzuschalten und sich (auch ohne zwischenzeitliche Beruftaetigkeit natuerlich) im Master neu orientieren zu koennen.

Den gleichen Vorteil haben auch die Diplomierten. Oder dürfen die Diplomieten denn nicht arbeiten und später noch einen Master machen? Aber wenn beide den gleichen Vorteil haben, ist es dann einer *g*

Uebrigens: Eine "meiner" frueheren Hochschulen hat mit Diplom genau einen Nobelpreistraeger hervorgebracht oder zumindest beschaeftigt, meine jetzige ueber 80 - ohne jemals ein Diplom-System gehabt zu haben.

Das war jetzt die abwegigste Begründung für die Vorteilhaftigkeit der Bachelors gegenüber dem Diplom die ich je gehört habe. In den USA wirst du hunderte von Universitäten finden die noch niemals einen Nobelpreisträger hervorgebracht haben. Also ist deine Ableitung bestenfalls fragwürdig.

Ich glaube Du bist derjenige, der bei unseren Projekten die Wirtschaftlichkeitsrechnung macht. Die sind ähnlich "absonderlich" ;-)


ehemaliger Fernstudent.

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Natuerlich kann ein Diplomer auch noch einen Master machen, nur hat er fuer sein Diplom schon laenger gebraucht. Ausserdem gibt es die Chance, einen Master zu machen, fuer Diplomer auch erst seit dem Bachelor-Master-System (davon, dass einer ins Ausland geht oder aehnlichen Exoten mal abgesehen). Also hat erst das Bachelor-Master-System diesen Vorteil hervorgebracht. Im traditionellen deutschen System ist zwischenzeitliche Berufstaetigkeit und/oder Umorientierung nicht vorgesehen.

Und dass auch ein Bachelor-Master-System keine Nobelpreistraeger garaniert, ist richtig. Und zeigt genau das, was ich sagen wollte, naemlich, dass die Qualitaet nicht an der Abschlussbezeichnung haengt. Weder wird Deutschland untergehen, weil es nichts mehr gibt, was Diplom heisst, noch wird Bachelor-Master Wunder bewirken. Aber genau diesen Eindruck erwecken die Diplombefuerworter und eigentlich ist es doch laecherlich. Wenn Professor Maier Elektrotechnik I fuer Diplomer liest, macht er das genauso gut oder schlecht wie wenn er das fuer Bachelors macht und die Leute sind danach genauso klug oder dumm egal ob sie Elektrotechnik I im Diplom oder im Bachelor gehoert haben.

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Die Argumentationskette wird oft aufgebaut, aber zwischen einem Master der freiwillig auf ein Diplom aufgesetzt wird und einem Master der in den allermeisten Branchen zwingend auf den Bachelor aufgesetzt werden muss, liegt meines Erachtens schon ein Unterschied.

Im übrigen gibt es Aufbaustudiengänge schon seit Jahrzehnten, diese dauern meistens nicht länger als ein Master.

Bis auf BWL gehen alle anderen sinnvoll angelegten Bachelor-Studiengänge 8 Semester, das Dimplom FH lag bei 9 Semestern, beinhaltete jedoch auch 6 Monate mehr Praxis in Firmen. Lediglich beim Diplom an der UNI bringt der Bachelor jetzt einen zeitlichen Vorteil.

Durch den faktischen Masterzwang wurde die Studienzeit an der FH damit sogar um mindestens 2 Semester verlängert (wobei, zugegeben, zumindest die Qualifikation mit steigt).

Daß jemand nach dem Bachelor in den Beruf einsteigt und dann irgendwann später aufhört zu arbeiten, nochmal an die UNI geht um den Master zu machen, ist eine vollkommen weltfremde Vorstellung. Wer zahlt solange das Haus ab? Bezahlt Rechnungen? Schafft Futter auf den Tisch und finanziert den Balettunterricht der Tochter? Bis auf jene Glücklichen mit reichen Eltern werden die allermeisten niemals aus ihrem Beruf aussteigen können:

Also gibt es für die allermeisten Studenten nur drei Alternativen:

1. Sofort nach dem Bachelor den Master machen (was entgegen ihrer Aussagen nicht für jeden möglich ist, staatlich angestrebte Quote ist ja 30%, hier werden ja schließlich die Einsparungen realisiert. Zudem fällt das Bafög weg)

oder

2. Den Master niemals machen und mit dem Bachelor leben

oder

3. Den Master berufsbegleitend zu absolvieren. Hier liegt wohl die Zukunft und der Massenmarkt für die Fernstudiumsanbieter und Hochschulen, die auf die Misere ja irgendwie reagieren müssen (z.B. Teilzeitstudium, Abendstudium).

Im übrigen sage ich nicht, dass bei Diplom alles besser war oder bei einer Wiedereinführung sich die zahllosen Probleme im Deutschen Bildungssystem in Wohlgefallen auflösen würden, aber ich sage mit dem Bologna-Prozess wurde vieles zerstört und verschlechtert was gut war und die Vorteile sind bestenfalls minimal.

Natuerlich kann ein Diplomer auch noch einen Master machen, nur hat er fuer sein Diplom schon laenger gebraucht. Ausserdem gibt es die Chance, einen Master zu machen, fuer Diplomer auch erst seit dem Bachelor-Master-System (davon, dass einer ins Ausland geht oder aehnlichen Exoten mal abgesehen). Also hat erst das Bachelor-Master-System diesen Vorteil hervorgebracht. Im traditionellen deutschen System ist zwischenzeitliche Berufstaetigkeit und/oder Umorientierung nicht vorgesehen.

Und dass auch ein Bachelor-Master-System keine Nobelpreistraeger garaniert, ist richtig. Und zeigt genau das, was ich sagen wollte, naemlich, dass die Qualitaet nicht an der Abschlussbezeichnung haengt. Weder wird Deutschland untergehen, weil es nichts mehr gibt, was Diplom heisst, noch wird Bachelor-Master Wunder bewirken. Aber genau diesen Eindruck erwecken die Diplombefuerworter und eigentlich ist es doch laecherlich. Wenn Professor Maier Elektrotechnik I fuer Diplomer liest, macht er das genauso gut oder schlecht wie wenn er das fuer Bachelors macht und die Leute sind danach genauso klug oder dumm egal ob sie Elektrotechnik I im Diplom oder im Bachelor gehoert haben.


ehemaliger Fernstudent.

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Nun soll der deutsche Bachelor nicht reichen.

http://tinyurl.com/d5bozb

wer will schon nach England ... ?! ;-)


Master of Science: (Innovations- und Technologiemanagement) (2013)

Bachelor of Engineering (B. Eng.)- Technische Informatik (Automatisierungstechnik) (2011)

technischer Betriebswirt IHK (2005)

staatlich geprüfter E-Techniker (1989)

Lehre zum Elektrogerätemechaniker (1984)

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Nun soll der deutsche Bachelor nicht reichen.

http://tinyurl.com/d5bozb

Ja, das ist schon absurd !

Es gibt ja einige britische Unis (u.a. die OU), sie deutsche Berufsakademie-Diplome (also Nicht-Hochschulabschlüsse) britischen Bachelors gleichstellen und darüber auch eine Urkunde ausstellen.

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