Ocean

Was anstelle MBA?

13 Beiträge in diesem Thema

Hi zusammen,

auch wenn es mal wieder eine dieser Grundsatzfragen ist:

Der MBA soll ja in seinem ursprünglichen Grundsatz Absolventen nicht-akademischer Studiengänge Mangement-Skills vermitteln. Man sagt, dass der MBA also für WiWi-Absolventen nicht wirklich Sinn macht.

Was ist denn nun aber die Alternative für Wiwis, wenn der MBA für sie eigentlich nicht gedacht ist, aber alle Welt den MBA als das (in meinen Augen nicht nachvollziehbare) Nonplusultra darstellt!???

An die Spitze gehts ja nur mit MBA. Andere Abschlüsse scheinen ja Manager-Magazine überhaupt nicht zu kennen...


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Ich sehe das als Hype in den hohen Bereichen.

Es gibt da sicher keine endgültige Aussage. Wichtig ist was der Markt fragt nicht das was man selbst für sinnvoll hält. Wenn der Markt dabei bleibt und MBAs anfragt - die Hochschullandschaft auch sehr spezielle MBAs für WiWi anbietet wird man nicht drumherum kommen wenn man mitspielen möchte.

Für das mittlere Management ist der Begriff allein sicherlich schon schwieriger unterzubringen. Ich stelle mir einen B.A. vor der sich etwas verbessern will - macht einen der unzähligen Standard-MBAs und steht dann evtl. vor verschlossenen Türen da hier ein Emporkömmling erwartet wird.

Aktuell treibt diese Entwicklung wohl komische Knospen... allerdings sollte man als Otto-Normalangestellter vllt. auch nicht zu viel auf die komischen Magazine hören.

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Da stelle ich aber in den Stellengesuchen aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Bereich einen ganz anderen Trend fest. 2. Fremdsprache verhandlungssicher + möglichst Sprachkenntnisse der 3 Sprache.

hotknife


„Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter

oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen,

als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft

und dem Maß unserer Menschlichkeit.“

(Martin Luther King)

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Naja das ist etwa so generell wie der "Zwangs-MBA" - es gibt durchaus Sparten und auch Positionen bei denen ein Multilinguist ziemlich in die Röhre guckt.

Vor allem in einem Mittelständischen Unternehmen benötigt man z.B. in ReWe oder Controlling kaum jemanden der mehrer als Sprachen spricht ... aber ist schon klar die großen Firmen können sich aussuchen wen sie wollen und deren Anzeigen sind eben viel präsenter.

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Naja, die Wahrheit steckt wohl irgendwo in der Mitte. Und die Manager-Magazine kennen ja auch nur Harvard, Oxford und Co. Bei denen gibt es scheinbar keine Absolventen von Fachhochschulen oder "normalen" Universitäten. Man könnte den Eindruck gewinnen "normale" Absolventen brauchen sich für halbwegs gute Posten gar nicht erst bewerben. Ich verstehe nicht, dass sich ein ganzes Land die handvoll elitärer Kreise zum Maßstab für Bildung macht. Wir sehen ja täglich, was die Top-Manager-Eliten an Geld und Existenzen verzocken und versemmeln :-(

Aber sind spezialisierte MBAs nun wirklich die Alternative? Zumal spezialisierte MBAs ja nun völlig entgegen der dem eigentlich generalistischen Ansatz des Ur-MBA stehen.

Und außerdem glaube ich, dass ich in einem mittelständischen Unternehmen mit etwa 500 Mitarbeitern auch mit einem "Durchschnitts-MBA" von einem Fernstudienanbieter deutlich mehr Engagement und Qualifizierung zeige, als 80% der restlichen Belegschaft. Und das ist der Grund, warum auch ein "Mittelklasse-Master" mich hier sicher weiterbringen kann, als den Rest der Kollegen.


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Wichtig ist was der Markt fragt nicht das was man selbst für sinnvoll hält.

Äh, Jaein! Natürlich muss man schauen was der Markt wünscht, aber wir sind uns sicherlich alle einig, dass man selbst auch Interesse an dem Thema haben sollte.

Wahrscheinlich hast du das gar nicht so gemeint sondern nur nicht ganz konkret formuliert gehabt oder ich hab einfach mal wieder die Goldwaage ausgepackt.

Ich habe ewig gedacht ich studier kein BWL, gibts ja wie Sand am Meer... Aber letztendlich sieht man ja wo ich gelandet bin :)


Bachelor of Arts

(abgeschlossenes Fernstudium bei der HFH - Studienzentrum Hannover - Studiengang BWL)

Disziplin ist am Anfang schwer. Dann macht sie alles leichter.

(Edita Gruberova)

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Das meinte ich damit nicht - wir sind ja beim MBA im WiWi Bereich und dort gibt es nicht so viele Ausprägungen.

Wenn der Markt unter den BWLern nunmal einen MBA fordert kann man selbst (so wie ich) noch so überzeugt sein das es Quark ist, wenn man Punkt X erreichen möchte muss man mitmachen.

Ich persönlich war auch lange Zeit der Meinung, das ich mit Praxis und Weiterbildung ähnliche Positionen erreichen kann - aber Fehlanzeige, überall dort wo ein Abschluss als Must-have angegeben wurde, kamen meine Unterlagen postwendend zurück. Da war für mich die Entscheidung Betriebswirt IHK oder Studium ziemlich schnell klar.

Wenn ich irgendwannmal mit Abschluss an einer ähnlichen Stelle stehe muss ich genau so entscheiden - aus Liebhaberei würde ich eher andere Sachen studieren ;)

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Aber was ist denn nun die sinnvolle Alternative?

Wenn z.B. ein Jurist einen MBA macht, dann ist das zum einen im Sinne der Intention eines MBA. Er lernt grundlegenes betriebswirtschaftliches Know how auf akademisch eigentlich nicht so hohem Niveau. Der MBA glänzt ja eher durch praktische Aspekte. Dann kombiniert er sein Fachwissen mit den Management-Kenntnissen und ist DER Elite-Absolvent.

Bei studierten Wirtschaftswissenschaftlern hingegen macht der MBA also wenig Sinn, weil der BWLer ja eigentlich schon alles kann, was der MBA-Student im Urschleim und im Grundlagenbereich wieder durchkaut. Man würde vieles nur wiederholen. Und für die paar angeblich ach so tollen Management-Kenntnisse, gibt doch kein Mensch so viel Geld aus. Für einen BWLer ist also schlussendlich nur das Alumni-Netzwerk und der gute Name einer Elite-Schule auf der Urkunde der Grund, einen MBA zu machen. Von daher empfehlen viele "Fachleute, einen eher konsekutiven Master oder einen spezialisierten Master zu machen.

Wie aber soll nun ein Wirtschaftswissenschaftler das gleiche Ansehen eines MBA-Absolventen erreichen, wenn jeder sagt, er sollte gar keinen MBA machen, weil es Quatsch ist!?? Obwohl ER im Bereich "Business Administration" ja eigentlich der Profi ist und nicht der im Schnellverfahren BWL-geschulte MBAer. Gibt es hier letztlich gar keinen adäquaten Ausbildungsweg für Wiwis?

Eigentlich müssten doch alle Betriebswirte die gehypten Absolventen sein, oder wie seht ihr das? :cool:


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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"Eigentlich müssten doch alle Betriebswirte die gehypten Absolventen sein, oder wie seht ihr das

??? Wie meinen. Verstehe ich nicht.

hotknife, der gehypte Dipl.-Betriebswirt (FH)


„Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter

oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen,

als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft

und dem Maß unserer Menschlichkeit.“

(Martin Luther King)

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Ich bin zwar bislang kein Freund des MBA, dennoch denke ich, dass er für alle BWLer sinnvoll sein kann. In meinen Augen kann man das nicht mit einem BWL-Studium vergleichen. Beim MBA muss viel "aktiver" studiert werden. Präsentieren und Diskutieren, das Ganze oftmals auf Englisch. So etwas machen viele BWLer in ihrem Studium nicht ein einziges Mal! An der HFH gibt es bspw. kein einziges Seminar.

Der MBA ist für mich absolut kein abgespecktes BWL-Studium oder Studium im Schnelldurchgang. Nach einem MBA ist man sicher kein ausgereifter Top-Manager, nach einem BWL-Studium aber ganz bestimmt nicht.

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