don78

Jobwechsel während Studium

16 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

ich weiß das daß Thema schon einmal besprochen wurde, wollte es aber dennoch wieder anreißen weil es mich im Moment persönlich betrifft und ich mir hierdurch ein paar neue Denkanstöße oder Anregungen erhoffe;)

Nun zu meiner Situation.

Bin seit 2,5 Jahren bei einem Ingenieurdienstleister(auch Verleiher gennant) angestellt und bin auch die ganze Zeit über bei ein und demselben Kunden eingesetzt. Dieser Kunde hat mir nun ein Jobangebot gemacht, was ja in der aktuellen Zeit eigentlich nicht allzuhäufig vorkommt. Gehaltstechnisch würde ich mich um ca. 15% steigern, 40h/Woche, "AT-Vertrag" also Überstunden mit Gehalt abgegolten, 10% Überstunden die Woche wird quasi erwartet und als üblich angesehen.

So weit so gut. Nun zu meinen Bedenken.

Ich pendel täglich ca. 130km(kpl.), habe durch meine Familiäre Situation, Tochter 1 Jahr, Sohn 3,5 Jahre, eh schon nicht die besten Grundvorraussetzungen und ich weiss nicht ob ich mir in der jetzigen Situation einen Gefallen damit tue.

Mit dem neuen Posten würde dann logischerweise mehr Verantwortung, mehr Stress einhergehen und mehr Flexibilität von mir erwartet werden.Da ich die letzten 2,5 Jahre gut beobachten konnte unter welchem Druck meine Kollegen teilweise arbeiten müssen, kommen mir halt die Bedenken:rolleyes:

Im Moment laufe ich als externer quasi autark nebenher, kann meine Zeit frei einteilen, habe kaum Druck und Stress, Überstunden fallen nur auf freiwilliger Basis an oder wenns beim Kunde brennt und werden ausbezahlt oder aufs Gleitzeitkonto geschoben, theoretisch 2 Gleittage im Monat möglich. Das einzig ungewisse ist das ich evtl. nach beendigung des Auftrags zu einem anderen Kunden komme, wo ich mich wieder neu einleben und einarbeiten muss und es evtl. nicht mehr so gut im Team läuft!?

Irgendwie habe ich ein ungutes Bauchgefühl bei dem Jobangebot und vermute das mein Studium sehr stark darunter leiden würde, da ich wie schon gesagt durch meine Familie auch nur stark begrenzte Ressourcen habe und froh bin das sich das alles so gut eingependelt hat und rund läuft.(nach der Geburt meiner süßen Tochter wars die ersten 1-11 Monate ein wenig "ermüdent":)

Wäre schön wenn Ihr Eure Meinungen kund tun könntet!!!

Schönen Abend noch.

Gruß Don (endlich lernfreier Abend):D


3.Semester WiIng. / SZ Essen

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Hi :-)

Also erstmal Glückwunsch zu deiner kleinen Familie und dem schon scheinbar ganz guten Jobangebot :-) Witzig ist, dass ich diese Situation sehr gut kenne und dich von daher supr verstehe. Aber ich will es relativ kurz machen: Von so einem Angebot, träumen manche Leute, die eben so ein festes Arbeitsverhältnis anstreben, aber nicht bekommen. Wenn es dir grundsätzlich eine gute Vorstellung ist, dieses Angebot anzunehmen, dann tu es! Denn sieh es mal so: Dein Studium ist berufsbegleitend und von daher ist die Situation, vor der du jetzt Angst hast, eher der Normalfall für viele Fernstudenten. Deine Familie ist für das Studium neben der erhöhten Arbeitsbelastung eine weitere zusätzliche "Belastung". Aber das kenne ich nur zu gut und ich kann dir sagen, dass es auch geht. Klar ist es nicht einfach, weil ich oft erst ab 20 Uhr lernen kann, wenn ich vom Job gestresst bin und die Kids endlich im Bett sind. Und am WE kommt man den ganzen Tag nicht ordentlich zum lernen, weil die Kinder ihren Daddy brauchen. Und dennoch habe ich es schon bis ins 4. Semester "geschafft" und lebe noch ;-) Ich bestehe meine Prüfungen leider nicht immer ganz so gut wie geplant, aber ich schaffe es irgendwie. Versuche dein Studium als Hobby zu betrachten, dass am Ende sogar einen Abschluss bringt. Dann nimmst du dir selbst den Druck aus der Sache. Und wenn du ein Semester länger machst: Na und!? Wenn stört das? Einen guten Job hast du doch nun :-)


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Ich kann da Ocean nur beipflichten. Das Studium ist etwas, das irgendwann vorbei ist (Hobby ist natürlich auch n schöner Begriff dafür ;) ). Danach bist du weiterhin in deinem Job den du NUN wählst. Natürlich sind die Rahmenbedingungen als Externer aktuell angenehmer, aber wie du selber sagtest, was wird später? Bei einer anderen Firma kann das ganz anders aussehen. Und dann kommst du zu deiner aktuellen Einsatzfirma bestimmt niemals wieder und niemals wieder an die Chance dort einen festen Arbeitsvertrag zu erhalten.

Mit der Doppelbelastung wird es nun erstmal hart. Aber später könntest du es sicherlich bereuhen. Außerdem machst du das Fernstudium um an einen besseren Job zu kommen oder nicht? Damit ist immer Verantwortung mit verbunden. Evtl. solltest du dir Gedanken machen was du machen willst, lieber externer Leihi oder "Karrieremann". Aber das Studium sollte diese Entscheidung nicht beeinflussen.


Bachelor of Arts

(abgeschlossenes Fernstudium bei der HFH - Studienzentrum Hannover - Studiengang BWL)

Disziplin ist am Anfang schwer. Dann macht sie alles leichter.

(Edita Gruberova)

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Hallo,

also ich muss erst mal sagen, ich kenne mich mit Leiharbeit nicht so gut aus.

Aber mir fällt folgendes auf:

Du bekommst 15% mehr Gehalt, es wird aber auch automatisch 10% mehr Arbeit erwartet. Damit bekommst unterm Strich letztlich nur 5% mehr Geld raus. Finde ich für einen Jobwechsel eigentlich nicht so viel. Dafür hast Du mehr Druck und Verantwortung.

Für Deinen neuen Arbeitgeber fallen auch bestimmt Unkosten weg, die sie vorher an Deinen Leiharbeitgeber zahlen mussten. Klingt irgendwie so, als bekäme die Firma fürs gleiche Geld einen Mitarbeiter, der mehr arbeitet als vorher. Liege ich damit richtig? Wenn ja, wäre mir das nicht so sympathisch und ich würde mich verarscht fühlen und langfristig ärgern.

Ist halt noch die Frage, wie ist die Jobsituation beim Leiharbeitgeber, kann es dort kritisch werden? Man hört ja immer: Wirtschaftskrise, da sind die Leiharbeitnehmer diejenigen, die es am ehesten trifft. Dann wäre der Wechsel vielleicht nicht verkehrt. Aber das ist halt von außen schwierig zu beurteilen.

Weiterhin ist die Frage, wie wichtig Dir Dein Studium ist und wie weit Du bist. Wenn Du das fertig hast, hast Du ja bestimmt auch gute Chancen auf besser bezahlte Stellen als im Moment. Macht vielleicht Sinn zu warten.

Und nimm Deinen Bauch ernst, der hat oft recht. ;)

Gruß

Schneemaus


WBH Informatik Diplom, 12/2004-10/2008

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Hallo,

danke für Euer Feedback!

In der Tat ist es für mich im Moment eine sehr schwere Entscheidung.

Das ist ja auch einer der Punkte der mich häufiger stutzig macht, ob es sich wirklich lohnt sich für ein paar Mark fünfzig diesen Stress aufzubürden.

Wegen dem Job beim "Verleiher" mache ich mir keine grossen Sorgen, Auftragslage stagniert im Moment zwar ein wenig, aber Sie suchen immer noch Leute da der Bedarf nicht gedeckt werden kann. Die Frima bedient hauptsächlich den Ingenieursektor im Maschinebau und da merkt man (noch) nicht allzuviel von der Krise.

@hannoverkathrin

Das Problem ist ja auch nicht das ich keine Karriere machen will oder lieber faul in meiner Ecke sitzen möchte, nur im Moment will ich mir das nur Ungern antun. Das es ein super Schritt in meinem Lebenslauf wäre ist mir auch bewusst, da die Firma wo ich einsteigen soll ein sehr renommierter Konzern ist und zu einem der Marktführer in dem Segment gehört.

Das machte die ganze Sache ja für mich so schwierig!

Und ausserdem möchte ich ja aus dem jetzigen Bereich raus wenn das Studium fertig ist, das ist ja mit einer der Gründe für das Studium. Von daher würde dieser Job eh nur Temporär für die Zeit des Studiums anhalten.

Bin aktuell im 3. Semester und das Studium ist mir schon sehr wichtig, eigentlich Prio 2 hinter der Familie würde ich sagen.

Und da für mich jetzt ein wichtiges Jahr im Studium bevorsteht(muss noch 2 Klausuren nachholen die ich wegen der Geburt meiner Tochter letztes Jahr schieben musste) und ich nach diesem Jahr mit dem Grundstudium durch wäre, ist halt die Frage ob es so klug ist jetzt zu wechseln?

@schneemaus

Wenns nach dem Bauch ginge, würde ich mich dagegen entscheiden.

Hmh, mal sehen....

Gruß Don


3.Semester WiIng. / SZ Essen

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Ich sehe es auch nicht unbedingt immer so positiv.

Genau die Rechnung die Schneemaus aufgestellt hat sollte man nicht vergessen. Du musst ja neben anderen Arbeitnehmern noch einen weiteren Punkt berücksichtigen.

Selbst ohen Fernstudium ist aber mehr Geld nicht immer besser - wichtig ist ja das Gesamtpaket, das Geld macht (leider?) nur ein paar Wochen/Monate glücklich, die Situation aber langfristig.

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Wer einmal nein sagt, wird nicht mehr gefragt. Zählts, oder zählts nicht?

Die Überlegung ist: was passiert wenn du nun das Jobangebot ausschlägst und darauf verweist dass du aktuell wegen dem Studium nicht mehr Arbeitszeit aufwenden kannst

a) Arschkarte, du kommst da niemals rein

B) Sie fragen was passieren muss damit du dich umentscheidest

Reaktionen auf "Ablehnung" sind verschieden und absolut unvorraussehbar. Vielleicht hättest du ja die Chance nach dem Studium einzusteigen.

Was in deinem 2. Post rüberkam: du scheinst zwar den Arbeitgeber zu schätzen, aber eigentlich liegt es dir nicht so am Herzen zu DIESEM Arbeitgeber zu kommen. Einen tollen Posten willst du haben, aber es kann auch Firma y werden. Wenn dies wirklich nicht dein "Traumarbeitgeber" ist, solltest du vielleicht wirklich ablehnen. Denn da stimme ich Schneemaus zu, der Bauch muss mitspielen.


Bachelor of Arts

(abgeschlossenes Fernstudium bei der HFH - Studienzentrum Hannover - Studiengang BWL)

Disziplin ist am Anfang schwer. Dann macht sie alles leichter.

(Edita Gruberova)

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Ich kann euch teilweise zustimmen, aber für mich ist es z.B. so, dass das Studium als berufsbegleitendes Studium Prio 3 nach Job und Familie ist. Aber das muss ja jeder selbst entscheiden. Du musst einschätzen, wie oft du die Chane bekommst, eine Festanstellung angeboten zu bekommen. Ob das mit dem Studium später mal klappen wird, kann dir keiner garantieren. Aber jetzt hast du die Chance, eine Festanstellung mit allen damit verbundenen Vorteilen anzunehmen. Wisst ihr, arbeiten müssen wir alle. Manchmal frage ich mich, in welcher beruflichen Realität manche leben :rolleyes:

Ich habe auch eine 40-Std.-Woche mit obligatorischen Überstunden, zeitlich oft schwer planbar, bin auch grad zum zweiten mal Vater geworden und habe trotzdem eine neue berufliche Herausforderung angenommen. Ich habe genau das angeboten bekommen, für das andere vielleichtein Studium absolvieren, um dann später eben auf solche Angebote zu warten. Ich wäre doch dumm, sowas nicht anzunehmen. Geld hin oder her: ein wenig mehr ist es bei dir schon, es ist ein Job bei einem namhaften Unternehmen, ist gut für die Vita, die Familie ist vielleicht besser abgesichert und du bekommst vielleicht mehr Verantwortung. Ich finde, das sind gute Gründe für ein "JA". Verantwortung ist nicht immer etwas Schlechtes.

Und übrigens: auch ich muss Klausuren wegen Geburt und eigener Krankheit nachholen. 3 an der Zahl in diesem Semester. Und ich beiß mich trotzdem durch. Wenn nicht, häng ich ein Semester dran. Kein Problem für mich, weils nichts kostet!


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Hallo Don,

wenn das ein renommierter Konzern ist würde ich sofort zugreifen. Priorität Nr. 1 Arbeit, Nr. 2 Familie, Nr. 3. Fernstudium. Wenn du dann dein Fernstudium beendet hast und bei einem renommierten Konzern von selbst kündigst wirst du überall mit Kusshand genommen und vielleicht von der Konkurrenz sogar von einem Headhunter abgeworben.

Wenn du später einmal weiter kommen möchtest, musst du auch anhand deines bisherigen Lebenslaufes beweisen können, dass du dazu fähig bist.

Gruß

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Hi,

ich glaube bei der Frage gibt es kein falsch oder richtig.Jeder setzt andere Prios und hat andere Hintergründe und Rahmenbedingung.

@chillie

Ich sehe es ähnlich, wenn die Gesamtsituation nicht passt wird man auf Dauer unglücklich, und dann? Mit der unbefriedigenden Situation leben bis man umsatteln kann.

Was ich mich die ganze Zeit frage ist, das man sich ja normalerweise auf einen neuen Job freut und es kaum abwarten kann loszulegen. Dies ist bei mir diesmal absolut nicht der Fall und ich habe halt ein wenig Panik davor wie es sich entwickelt wenn der Druck und Schwierigkeiten im Job noch dazukommt!?

@hannoverkathrin

Ich denke bei dem jetzigen nein wäre es endgültig und ich hätte wohl fast keine Chancen mehr dort einzusteigen.

Was ich auch nicht als so negativ empfinde, ich muss nicht unbedingt bei einem renommierten Unternehmen meine Bahnen ziehen.Wenn ich auf Teufel komm raus auf Karriere aus wäre, hätte ich direkt nach der Schule studiert

und den direkten Weg genommen ohne Umwege über Kinder und Familie.

Das es nicht falsch rüberkommt, ich bin auch bei dem "Verleiher" sehr zufrieden, komme sehr gut mit meinem Vorgesetzten zurecht, das Gehalt ist(nach jährlichen Gehaltsverhandlungen:D) für einen Dienstleister wirklich überdurschnittlich.

Und es ist in diesem Sektor wirklich nicht wie man es sich vielleicht vorstellt, mal hier ne Woche oder da ne Woche.Die Projekte woran man beteiligt ist gehen schon mal gut und gerne 12-18 Monate.

Dies ist auch mein erster Einsatz beim Kunden und wie gesagt schon 30 Monate vor Ort.

@ocean

Das Problem ist ja nicht das Arbeiten an sich.Ich denke das ich schon sehr einsetze und auch Bereichsübergreifend meine Augen offen halte und mitdenke und nicht nur Stur meine Arbeit erledige.

Freut mich für Dich das Du so viel Biss und Power hast;), aber man kann ja nicht davon ausgehen das alle die selben Ressourcen besitzen.

Das Problem an der Sache ist doch ich habe jetzt die Wahl und würde mir diese "Last" ohne wirkliche Erforderniss selber auferlegen.Bin ja zufrieden wie es läuft, dieses Angebot hat mich halt total aus der Bahn geworfen...ich gebe zu worüber wir hier diskutieren ist schon ein Luxusproblem, nur hilft mir dieses wissen darum auch nicht weiter:rolleyes:

Schönen Stressfreien Abend noch!

Gruß Don


3.Semester WiIng. / SZ Essen

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