yoshua

Ist die FernUNI Hagen so viel schwerer als eine FernFH?

22 Beiträge in diesem Thema

Hi Freunde,

was mich interessiert ist ob die FernUNI Hagen in vergleichbaren bzw. den selben Studiengängen(Bachelor) wie an einer FernFH schwerer ist?

Gruß

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Die Fernuni Hagen ist anders:

z. B. Wirtschaftswissenschaften:

Fernuni = Universität: Abschluss: Bachelor of Science, d. h. mehr mathelastige Module

Jedes Modul hat einen Workload von 10 CPs, d. h. du lernst 1 Semester und schreibst am Ende des Semesters die Klausur oder am Ende des darauffolgenden Semesters

Überwiegend Theorie, z. B. Modelle, ableiten usw, d. h. Sachen theoretisch erklären anhand allgemein gültiger Formeln

Viele Klausuren im multiple choice Verfahren.

Fernfh = Fachhochschule: Abschluss: Bachelor of Art, weniger mathelastige Module.

Die Kurse haben in der Regel weniger CPs, d. h. weniger Stoff pro Klausur zu bearbeiten, dafür mehr Klausuren, d. h. die Klausuren sind während des laufenden Semesters.

Gruß

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Hallo,

was mich interessiert ist ob die FernUNI Hagen in vergleichbaren bzw. den selben Studiengängen(Bachelor) wie an einer FernFH schwerer ist?

Das Niveau an der FernUni ist schon sehr hoch, auch im Vergleich zu Präsenzuniversitäten. Man hat in Hagen wohl schon immer sehr viel Wert auf die Reputation gelegt, und dies hat man wohl vor allem an den Kenntnissen und Fähigkeiten der Absolventen festgemacht. Man will eben nicht, dass der Eindruck entsteht, die FernUni sei keine "richtige" Universität und hier könne quasi jeder so nebenbei ohne großen Aufwand zum Akademiker werden. Daher hat man das Niveau entsprechend hoch aufgehängt.

Eindrucksvoll belegt wird das aus meiner Sicht auch anhand der Klausurstatistiken, siehe z.B. mal unter http://www.fernuni-hagen.de/wiwi/download/info3.pdf (Seite 11)

Die Quote der nichtbestandenen Klausuren liegt bei vielen Fächern bei 20-40 %, teilweise (gerade in den Anfängermodulen wie Mathe etc.) bei fast 50 %.

Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, durchzufallen und die Klausur in einem halben Jahr erneut schreiben zu müssen, relativ hoch ist. Da der empfohlene Studienplan für Teilzeitstudierende aus meiner Sicht eh schon überladen ist, verliert man dann schnell mal ein oder zwei Semester, weil man Klausuren nachholen muss oder Klausuren aufschiebt, wenn man zu wenig Zeit für die gründliche Vorbereitung hat.

Dieses Problem gibt es an den FHs sicherlich nicht so extrem (Ich kann hier nicht für alle sprechen, aber an der HS Wismar in Wirtschaftsinformatik war es jedenfalls das genaue Gegenteil).

Allgemein kann man zum Unterschied zwischen Fachhochschulen und Universitäten sagen, dass es bei einem FH-Studium eher darum geht, sich wissenschaftliche Methoden und Modelle anzueignen, um sie dann in der Praxis anzuwenden (hoher Praxis- und Anwendungsbezug).

An einer Universität geht es darüber hinaus (also zusätzlich) immer auch darum, diese Modelle, wissenschaftl. Theorien und Paradigmen selbst zu hinterfragen, herzuleiten, zu verbessern etc. Dazu muss man sich über das o.g. anwendungsbezogene Wissen hinaus auch die Forschungsmethoden des jeweiligen Faches gründlich aneignen und mit ihnen sicher umgehen können.

Und diese Modelle und Methoden sind eben fast immer sehr formal, meistens mathematisch abstrakt formuliert und eben nicht anschaulich und praxisnah (Das liegt in der Natur der Dinge, denn hier geht es ja gerade um die Abstraktion). Aber sich damit zu beschäftigen ist eben deutlich schwieriger (und oft auch erstmal langweiliger) als bei praxisbezogenen Inhalten.

Siehe zu dem Thema auch mal diesen Thread: http://www.fernstudium-infos.de/fernuni-hagen/20754-will-wirtschaftsinformatik-ohne-abi-fernuni-hagen.html

Michael Knight hat den Unterscheid zwischen Uni und FH dort sehr treffend dargestellt.

Grüße,

Lippi

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Euren Aussagen nach ist ein UNI Absolvent "breiter" gebildet so scheint es mir...

Und demnach wird UniAbsolventen sicherlich etwas mehr zugetraut im späteren Berufsleben...?

Dass es das "gleiche" ist später wäre in meinen Augen nicht fair denn der UniAbsolvent hat anscheinend etwas mehr zu tun während des Studiums.

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Die Quote der nichtbestandenen Klausuren liegt bei vielen Fächern bei 20-40 %, teilweise (gerade in den Anfängermodulen wie Mathe etc.) bei fast 50 %.

Die HFH bewegt sich in Ihren Durchfallquoten eigentlich in einem sehr ähnlichen Level, wobei beim gros der Fächer die Quote bei der ewigen Statistik eher konstant an die 30% geht. Bei den Modulen im ersten Semester geht es auch erstmal hoch.

Finde ich eigentlich interessant das der Unterscheid doch nicht so groß ist - wobei aber schlußendlich die Verteilungskurve sicherlich etwas anders aussehen wird.

Euren Aussagen nach ist ein UNI Absolvent "breiter" gebildet so scheint es mir...

So steht es aber nicht in den Beiträgen, sondern es ist ziemlich genau mit anders beschrieben.

Du versuchst in Deinen ganzen Beiträgen stets das Pferd von hinten aufzuzäumen und fragst ob Studiengang A oder Studiengang B besser ist... aber wofür denn? Genauso verhält es sich mit dem Uni Studium - manche Arbeitgeber benötigen Theoretiker andere Praktiker. Wenn denn das Uni-Studium das letzte Wort wäre, würde es doch kaum FH-Abgänger geben.

Und demnach wird UniAbsolventen sicherlich etwas mehr zugetraut im späteren Berufsleben...?

Wenn es um theoretische Modelle und um forschende Arbeitsweise geht natürlich, ansonsten siehe oben.

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Fernuni = Universität: Abschluss: Bachelor of Science, d. h. mehr mathelastige Module

Fernfh = Fachhochschule: Abschluss: Bachelor of Art, weniger mathelastige Module.

Die Abschlussbezeichnungen sind willkürlich, ein B Sc muss nicht mehr Mathe enthalten als ein B A. Im mag sein, dass es im konkreten Falle so ist, aber irgendeine Regel dieser Art kann man nicht aufstellen.

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Die Abschlussbezeichnungen sind willkürlich, ein B Sc muss nicht mehr Mathe enthalten als ein B A. Im mag sein, dass es im konkreten Falle so ist, aber irgendeine Regel dieser Art kann man nicht aufstellen.

Die Abschlussbezeichnungen sind nicht willkürlich! Ein B.Sc. wird, in der Regel, für technische oder naturwissenschaftliche Studiengänge vergeben. Und natürlich enthält ein technischer Studiengang mehr quantitative Methoden als ein B.A.

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Ich moechte hier gerne zur urspruenglichen Fragestellung zurueck kommen. Ich habe ja schon einige Fernunis ausprobiert und komme auf Grund meiner Erfahrungen zu folgendem Ergebnis:

Die Fernuni Hagen hat ein sehr hohes Niveau, es wird aber vor allem dadurch schwer, dass die Materialien sehr schwer verstaendlich sind und die Paedagogik eher mangelhalft ist wenn ueberhaupt vorhanden.

Ich moechte das direkt mit drei anderen Fernunis vergleichen, die ich kennengelernt habe. Beispiel ist hier jeweils das Fach Mathematik, alles auf Bachelor Niveau.

1. Die Unterlagen der FU Hagen sind vollstaendig aber leider sehr schwer verstaendlich. Ich habe die als Friss oder Stirb Mentalitaet betrachtet. Auf Fragen wurde nur sehr verzoegert geantwortet.

2. Die Unterlagen der OU sind genau so vollstaendig wie die der FU Hagen. Allerdings wird hier versucht ueber die Lernmedien ein verstaendnis der MAterie zu bekommen, die Studenten werden abgeholt. Die Lernergebnisse sind aber die selben wie an der FU Hagen.

3. An der Privatfh-Darmstadt waren die Matheunterlagen leidlich gut, allerdings laengst nicht so theoretisch wie in Hagen oder an der OU. Insgesamt wird an der Privatfh-Darmstadt IMHO weniger Stoff vermittelt (war allerdings auch ein Informatik Studiengang und nicht Mathe).

4. An der USQ wiederrum empfand ich Mathe aehnlich wie an der FU Hagen. Vielleicht von der paedagogischen Ausrichtung her etwas besser aber doch eher nach dem "Friss oder Stirb" Prinzip aufbereitet.

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Die Abschlussbezeichnungen sind nicht willkürlich! Ein B.Sc. wird, in der Regel, für technische oder naturwissenschaftliche Studiengänge vergeben. Und natürlich enthält ein technischer Studiengang mehr quantitative Methoden als ein B.A.

Kann sein, muss aber nicht:

B.Sc. Psychologie ist bei der Fernuni Hagen bei den Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften zugeordnet, da ist jetzt auch inhaltlich nicht soviel naturwissenschaftliches dabei.

Liebe Grüße

Miia

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Ob B.Sc. oder B. A. legt die Akkreditierungsstelle fest.

Die prüfen und akkreditieren den jeweiligen Studiengang und je nach Gewichtung, Sonnenstand, Ebbe oder Flut usw. sagen die dann ob es ein B. Sc. oder B.A. wird.

Da in Bologna beschlossen wurde den Bachelortitel nicht weiter zu zergliedern (wie z.B. Bachelor of Business Administration and Engeneering) sagt er ohne einen Blick ins Supplement ohnehin wenig aus.

z.B. wurde nach der Akkreditierung aus dem angestrebten B. of Law der HFH ein B.A. und erst nachdem die HFH die Module (mehr Recht, weniger Wirtschaft, gar keine Mathe!) geändert hat war ein B. of Law möglich. Die Studenten wollten unbedingt den B. of Law. Ob der Studiengang dadurch praxisgerechter wurde?

Was das Vergleichen von Uni und FH angeht, so ist das so sinnvoll wie das Vergleichen von Diplom und Master, Äpfel und Birnen und innländischen mit irgendwelchen ausländischen Studiengängen... Aber scheinbar stellen sich diese Fragen jeden Monat neu, so wie die Geha oder Pelikan Frage ;-)

bearbeitet von rafnixx

ehemaliger Fernstudent.

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