Fohlenboy

Entscheidungshilfe: Erfahrungen mit der HFH erbeten (Alternative zur Fernuni Hagen)

13 Beiträge in diesem Thema

Guten Morgen,

neben einem Vollzeitstudium der BWL, kommt für mich auch ein Fernstudium infrage. Nach vielen Recherchen kommen für mich eigentlich nur die HFH aus Hamburg und eventuell auch die Fernuni Hagen in Betracht.

Zweitere erscheint mir aber nicht so passend für mich zu sein, da der Anteil mathematischer Inhalte sehr hoch zu sein scheint und generell das Niveau auch eher theoretisch angelegt ist, während die HFH ja eher FH Niveau hat. Ich muss aber nicht in der Zukunft in einer Unternehmensberatung etc. arbeiten, sondern mir würde eine gute kaufmännische Stelle in einem Industrieunternehmen vollkommen ausreichen.

Ich habe bislang das Abitur und eine kaufmännische Ausbildung absolviert und habe diese mit gutem Erfolg abgeschlossen.

Könnt Ihr mir eure Erfahrungen mit der HFH schildern? Gerne alles, was auch so einfällt.

Der Studienplan scheint sehr vielseitig zu sein, da auch internationale Module belegt werden müssen und man viele Schwerpunkte wählen kann.

http://www.hamburger-fh.de/studienangebot/bwl/module/index.php

Allerdings habe ich gelesen, dass die Skripe der HFH schlecht sein sollen, stimmt das?

Der Vorteil der HFH wäre für mich, dass ein Studienzentrum hier in der Nähe angesiedelt ist und das Studium eben bereits nach sieben Semestern absolviert ist, während die Uni Hagen ja neun Semester veranschlagt.

Die höheren Kosten der HFH könnte ich mir, da berufsbegleitend, leisten.

Präsenzveranstaltungen wären mir schon wichtig, da ich jemand bin, der oftmals Fragen hat bzw. Fragestellungen aufwirft.

Als dritte Alternative kommt für mich übrigens auch der Staatlich geprüfte Betriebswirt infrage, auch wenn dieser nicht ganz das Niveau eines Uni/FH Abschluss hat. Er ist aber prima berufsbegleitend und in Präsenzphasen zu erreichen.

Vielen Dank

bearbeitet von Fohlenboy

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Allerdings habe ich gelesen, dass die Skripe der HFH schlecht sein sollen, stimmt das?

Wo hast Du denn sowas gehört?

Könnt Ihr mir eure Erfahrungen mit der HFH schildern? Gerne alles, was auch so einfällt.

Was genau möchtest Du denn wissen? Wenn Du Erfahrungen haben möchtest kann ich Dir die Blogs ans Herz legen, ansonsten natürlich das Forum.

Bei konkreten Fragen ist es allerdings etwas einfacher.

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Meine Erfahrungen mit der HFH sind extrem gut. Kann ausschließlich positives Berichten.

Die Skripte der HFH gibt es nicht. Es gibt Studienbriefe und keine zusammengebastelten Fresszettel der Dozenten. In den meisten Fällen sind die SBs gut oder sogar sehr gut. Gibt auch welche die nicht so toll sind. Schlecht sind sie eigentlich nie und bestimmt fast immer besser als alles was du an Präsenzhochschulen bekommst (Es gibt ja sogar einen gewissen Stolz der Präsenzstudenten das Studium mit möglichst schlechten Skripten zu bewältigen, da sie dadruch ihre Eigenständigkeit unter Beweis stellen können. Jedenfalls haben sich dementsprechend hier im Forum schon einige geoutet, denn dieses Thema wurd schon mehrmals diskutiert)

Der staatlich geprüfte Betriebswirt ist nicht schlecht, hat aber mit einem Studium nichts zu tun und könnte sogar parallel erworben werden.

bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gelöscht

ehemaliger Fernstudent.

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Hallo,

was ich wissen möchte ist u.a.

1) Wie gut und hilfreich sind die Präsenzveranstaltungen der HFH

2) Gibt es Vorbereitungs/"Nachhilfe"Kurse für Module, in denen man Probleme haben oder auf die man sich so besser vorbereiten könnte

3) Wie läuft das mit dem Kontakt zu den Dozenten bzw. Leuten, die man bei Fragestellungen aufsuchen kann

4) Das mit dem Skripten habe ich irgendwo hier im Forum gelesen. Jemand meinte, dass diese oftmals Fehler beinhalten und hier wurden explizit fachliche Fehler angesprochen. Auch sei der Inhalt angeblich viel zu oberflächlich angeschnitten und man müsse sich selbst viel in anderen Quellen informieren

5) Wie mathelastig ist das Studium? Ich hatte nie größere Probleme auf dem Wirtschaftsgymnasium oder dem kaufmännischen Rechnen in der Ausbildung. Einen Mathe LK habe ich allerdings nie besucht und ich hätte mir den auch nicht zugetraut. Bin jetzt keiner, der unbedingt mit einem 1,0er Schnitt seinen Abschluss machen muss ;o), aber ein guter Abschluss sollte dabei schon herausspringen.

6) Gibt es auch Veranstaltungen/Seminare, in denen man an seiner Persönlichkeit arbeiten kann?

Den SGB kann ich schon mal als eine Alternative verbuchen, daher würde ich die HFH nur dann in Betracht ziehen, wenn mich diese Möglichkeit überzeugt.

Da ich aber auch die Möglichkeit einer Vollzeitperspektive ins Auge fassen muss (falls ich bis September keinen neuen Job finde), kommt für mich hierfür die FH Bielefeld in Betracht, aber zu dieser kann man hier sicherlich niemand etwas sagen.

Das war's erst einmal ;o)

Danke

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OK, Fohlenboy, weil Du es bist *g*

Ich rede übrigens immer vom Diplom-Wirtschaftsingenieurstudiengang

Zu 1) Je nachdem welches Fach und welcher Dozent. Ich war in vielen Präsenzen, aber nicht in allen. Und meistens war es gut oder sehr gut, manchmal auch nicht so toll. In jedem Fall schadet es nichts und man bekommt Kontakt zu Mitstudenten und dem Prof/Doz der später die Klausur bewerten wird (also Einblick in dessen Wertesystem)

zu 2) Selten. Für Mathe gibt es manchmal besondere Kurse. Ansonsten ist es dein Problem, Du bist schließlich Student und nicht an der Förderschule. Privat Nachhilfe zu nehmen, oder sowas mit anderen Studenten aufzuziehen, steht Dir natürlich frei. Es gibt auch die Studienberatung, die habe ich aber nie gebraucht.

zu 3) Am besten natürlich bei Präsenzen, gerade dazu sind diese da. Dann kann man noch per Mail anfragen stellen, sei es direkt an den Prof wenn der seine eMailadresse ausspuckt und immer und jederzeit an die Studienberatung. Bei Verwaltungsfragen steht die die SZ-Verwaltung und die Verwaltung in Hamburg zur Verfügung. Ich habe dabei so gute Erfahrungen gemacht, dass ich in den Verdacht käme Schleichwerbung zu betreiben würde ich alles schildern. Wenn Du selber keinen Prof auftreiben kannst für Hausarbeiten und Diplomarbeit bzw. Thesis, dann stellen die auch einen Prof oder geben Dir Tipps welcher der vielen HFH-Dozenten dein Betreuer sein könnte usw..

zu 4) Die SB sind meisten sehr gut. Aber nicht immer. Manche sind fehlerfrei, andere nicht. Meistens gibt es schon eine Errata aber nicht immer.

Generell werden die SB von dutzenden verschiedener Professoren erstellt und darum schwankt es eben. Aber ich selber fand die allermeisten SBs einfach super und außer Werkstofftechnik und VWL würde ich die jederzeit weiterempfehlen.

Die SBs selber werden nahezu immer von Professoren bzw. einer Gruppe von Professoren usw. erstellt, also von Leuten die die akademische Ochsentour hinter sich haben. Aber auch die Studienbriefe die "nur" von Doktoren oder Diplomierten erstellt wurde, sind mir nie über aufgefallen. Von Zeit zu Zeit werden die SBs auch aktualisiert und somit mehr oder weniger der aktuellen Lage angepasst.

Der Inhalt der SBs variiert natürlich, je nach Prof aber meistens ist es eine (eben mehr oder weniger aktuelle) Zusammenfassung der wichtigsten Standardliteratur, bzw. was der Professor dafür hält. Es erspart dem Studenten also das Lesen mehrerer Fachbücher und enthält alles was zum Bestehen der Prüfung notwendig ist. Darum gehen die SBs selten in die Tiefe, wenn ein Thema der Studenten besonders interessiert steht es im ja Frei es zu vertiefen, eine Literaturliste ist immer angegeben, aber es ist fast niemals notwendig. Zumindest wenn man FH-Reife hat, die ist eben die Basis jedes FH-Studiums.

Mein persönliches Highlight: Es gibt einen Studienbrief zum Thema Projektmanagement, den ich für das Beste zu diesem Thema überhaupt halte (und ich habe immerhin 15 Bücher zu dem Thema gelesen und mich sogar durch 3 englischsprachige Wälzer gequält)

zu 5) Wie in jedem Studium gibt es Mathe beim WI-Studiengang sogar viel Mathe. Da auch in zahlreichen anderen Ingenieursfächer viel Mathe drinsteckt. Bei BWL ist die Mathe sehr viel einfacher und wenn Du das ABI geschafft hast, dann sollte mit genug Übung die Matheprüfungen für dich kein Problem sein. Viel mehr als ABI-Niveau wird da nicht verlangt, IMHO

zu 6)Nein, die Seminare für Singen und Lachen wurden abgeschafft :-) Deine Persönlichkeit kannst Du in Diskussionen mit Chillie oder Michael stählen *g*

Es gibt das Fach Betriebspsychologie, da kannst Du dich dann reinsteigern

Gruß

Rafnixx

bearbeitet von Markus Jung

ehemaliger Fernstudent.

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OK, da man Rafnixx dem alten Tatsachenverdreher nicht immer alles glauben kann, antworte ich eben nochmals, hier nun speziell für BWL ;)

1) Wie gut und hilfreich sind die Präsenzveranstaltungen der HFH

Das ist abhängig von Vorkenntnissen, Dozent, Ort und Zeit. Jedes Studienzentrum organisiert das selbst sprich es gibt 17 BWL SZ in Deutschland, somit 17 Möglichkeiten das es gut läuft aber auch 17 Möglichkeiten das der Dozent nur aus den SBs vorliest.

Ich pers. versuche alle zu besuchen um einfach ein paar Anregungen zu bekommen und zu wissen was dem Dozenten pers. am liebsten ist, denn er korrigiert auch Deine Klausur.

2) Gibt es Vorbereitungs/"Nachhilfe"Kurse für Module, in denen man Probleme haben oder auf die man sich so besser vorbereiten könnte

Wie schon gesagt, an manchen SZ bietet die DAA einen Brückenkurs Mathe an - ansonsten ist das Studium dafür da zu lernen was Du nicht weisst. Wenn Du Probleme hast musst Du Dich selbst darum kümmern, im schlimmsten Fall indem Du noch ein Semester mehr Zeit für ein Fach brauchst.

3) Wie läuft das mit dem Kontakt zu den Dozenten bzw. Leuten, die man bei Fragestellungen aufsuchen kann

Wie schon gesagt, die Dozenten erreicht man bei der Präsenz, manche geben dort Ihre eMail Adresse o.ä. bekannt. Ansonsten kann man sich zentral an die Studienfachberatung wenden, dort erhält man meist innerhalb von 24h eine Antwort auf die Fragen.

4) Das mit dem Skripten habe ich irgendwo hier im Forum gelesen. Jemand meinte, dass diese oftmals Fehler beinhalten und hier wurden explizit fachliche Fehler angesprochen. Auch sei der Inhalt angeblich viel zu oberflächlich angeschnitten und man müsse sich selbst viel in anderen Quellen informieren

Das kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber gut.

Die Studienbriefe haben Fehler wie die Unterlagen anderer Fernhochschulen auch - 7000 Studenten erhalten alle 6 Monate Ihre Unterlagen, das sind riesige Auflagen die besonders aufbereitet sind. An einer FH verteilt ein Prof. zur Not sein Powerpoint das er jederzeit ändern kann oder verweist dezent auf Fachliteratur.

Wirklich falsch sind die Studienbriefe bisher nur in VWL - wobei falsch hier auch eine fachliche Geschichte ist, in der aktuellen VWL verwendet man eben andere Begriffe die groben Steps bleiben die gleichen.

Ansonsten sind die Unterlagen stets verständlich und zum großen Teil erstklassig aufgebaut. Sekundärliteratur benötigt man maximal, wenn man absolut nicht mit dem Thema klar kommt... aber dann wird die Auswahl schwierig. Gültiger Lehrstoff steht in den SB, wenn Du aus einem anderen Buch lernst, lernst Du evtl. am Stoff vorbei und vllt. fürs Leben aber nicht für die Klausur.

5) Wie mathelastig ist das Studium? Ich hatte nie größere Probleme auf dem Wirtschaftsgymnasium oder dem kaufmännischen Rechnen in der Ausbildung. Einen Mathe LK habe ich allerdings nie besucht und ich hätte mir den auch nicht zugetraut. Bin jetzt keiner, der unbedingt mit einem 1,0er Schnitt seinen Abschluss machen muss ;o), aber ein guter Abschluss sollte dabei schon herausspringen.

Mathe gehört zum Grundstudium, sprich die Note taucht auf der Bachelorurkunde eh nicht auf - die geforderte Mathe in BWL ist ziemlich übersichtlich. Ich habe kein Abi und habe das mit 1,0 abgeschlossen, dafür habe ich einen ganz normalen Aufwand gehabt der nicht über die von der HFH vorgeschlagene Selbststudienzeit hinausgeht. Die anderen Fächer basieren dann nur noch auf mathematischen Grundkenntnissen, sprich minimaler Anspruch an Differenzialrechnung u.ä.

6) Gibt es auch Veranstaltungen/Seminare, in denen man an seiner Persönlichkeit arbeiten kann?

Fernstudenten haben bereits erstklassig ausgebildete Persönlichkeiten, sonst würden sie sich sowas nicht zutrauen :cool:

Ansonsten kannst Du während des Studiums ein Unternehmensplanspiel besuchen oder eLearning-Angebote zum Thema Soft-Skills wahrnehmen. Wenn Du allerdings dafür Zeit haben solltest, dann solltest Du vllt. eher an der Fernuni studieren ;)

Den SGB kann ich schon mal als eine Alternative verbuchen, daher würde ich die HFH nur dann in Betracht ziehen, wenn mich diese Möglichkeit überzeugt.

Ich würde es andersherum sehen. Ich habe einen IHK-Fachwirt, der mir nur persönlich nutzt. Ansonsten interessiert sich niemand für meinen Abschluss. Für den SGB drückst Du nebenberuflich auch fast 2,5 Jahre die Schulbank -

1 Jahr mehr und Du hast einen akademischen Abschluss in der Hand.

Da ich aber auch die Möglichkeit einer Vollzeitperspektive ins Auge fassen muss (falls ich bis September keinen neuen Job finde), kommt für mich hierfür die FH Bielefeld in Betracht, aber zu dieser kann man hier sicherlich niemand etwas sagen.

Hier gibt es sicher Leute die sagen werden, das ein Präsenzstudium immer die bessere Möglichkeit ist und andere Erfahrungen bietet.

Allerdings bin ich auch der Meinung - wenn das Fernstudium nicht nur ein Mittel zum Zweck ist, kann diese Lernform auch sehr nützlich sein.

Ob ich im Präsenzstudium derartig flexibel und Zielgerichtet studieren könnte steht für mich auf einem anderen Blatt.

Wenn Du allerdings noch unter 25 sein solltest und nicht kurz vor einer Beförderung mit irrsinniger Gehaltserhöhung stehst sind die Argument für ein Fernstudium schon knapp.

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@Fohlenboy:

Die HFH-Studienbriefe sind um Längen besser, als das was man an der Fernuni Hagen bekommt. Zweiteres entspricht schon eher dem was man an Präsenzunis an Skripten präsentiert bekommt und das ist ja größtenteils nur bedingt zu gebrauchen.

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Studienbriefe sind didaktisch besser als diese Scripte von Proffesoren die die Lehre nicht erst nehmen.

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Ist es möglich, irgendwie mal einen solchen Studienbrief der HFH zu lesen?

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im studienführer gibt es einen auszug

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