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Hallo allerseits,

nach den Semestern eins, zwei, drei und vier folgt überraschenderweise der Bericht zum fünften Semester. Und ich hole auf, seit dem letzten Bericht sind gerade einmal fünf Monate ins Land gezogen.

Diesmal dauerte es mit dem Bericht nicht ganz so lange, da die Ergebnisse der Klausuren fix vorlagen, ich also nicht warten musste, und sich sonst außerhalb der Kurse nicht viel Berichtenswertes ergeben hat. An den organisatorischen Abläufen hat sich eigentlich gar nichts geändert, sieht man davon ab, dass die korrigierten Klausuren nicht mehr in Kopie zugeschickt werden. Da haben wir Studierenden es wohl etwas mit dem Austausch übertrieben, so dass auch die Hochschule nicht mehr die Augen verschließen konnte. Sei es das verletzte Urheberrecht oder das menschliche Bedürfnis der Professoren, Aufgaben von Zeit zu Zeit wiederzuverwenden, man kann die Klausuren nun nur noch in Bochum einsehen.

Der Vollständigkeit wegen noch der in der Vergangenheit bemühte Indikator für den Erfolg des Studiengangs: Es sind jetzt 95 Nutzer auf der Lernplattform aktiv.

Nun ohne weitere Umschweife zu den belegten Modulen:

Das Modul 7 - Kryptographie (Infos der isits) war das letzte normale Modul im Wert von 10 Credit Points. Das Modul, welches von Dr. Gregor Leander geschrieben und betreut wurde, vertiefte noch einmal die Inhalte aus meinem zweiten Semester, diesmal alles auf deutsch. Mal wieder wurden DES, AES, RSA und Co. behandelt, allerdings wurde nun auch detailliert auf Angriffe gegen die Verfahren eingegangen. Natürlich wurden die Angriffe auf diese mächtigen kryptografischen Verfahren auf ein Niveau herunter gebrochen, welches mit Papier und Bleistift noch handhabbar war. Ob ich dieses Wissen deshalb jemals in der Praxis anwenden kann, sei mal anheim gestellt, aber das gilt wohl für viele akademische Betrachtungen, das geflügelte Wort kommt ja nicht von ungefähr.

Der Kurs wurde als Skript und in der W3L-Plattform bereitgestellt. Außerdem wurde das Buch Einführung in die Kryptographie von Johannes Buchmann geschickt und ausdrücklich auf das online verfügbare A Computational Introduction to Number Theory and Algebra von Victor Shoup verwiesen. Im W3L-Kurs gab es auch zahlreiche Tests zur Wissensprüfung, darüber hinaus stellte der Dozent auch Übungsaufgaben zur Verfügung und bot an, diese zu korrigieren, was ich aber aus Zeitmangel nicht genutzt habe. Es gab auch wieder die obligatorische Probeklausur samt Musterlösung. Die richtige Klausur habe ich dann im April geschrieben. Diese war anspruchsvoll, aber machbar. Als Hilfsmittel waren ein Taschenrechner und das Skript zur Vorlesung zugelassen, das Ergebnis gab es nach gut drei Wochen per Mail.

Ganz anders war hingegen das begonnene Modul 9 - Die Wahlpflicht-Vertiefung. Hier habe ich im vergangenen Semester drei verschiedene Teilmodule belegt und von Ablauf und Prüfungen her waren auch alle drei Teile äußerst unterschiedlich.

Im Teilmodul ISO 27001 (3 CP) von Wilhelm Dolle ging es neben dem namensstiftenden ISO-Standard vor allem um die Arbeit des deutschen BSI und die Voraussetzungen und Vorgehensweisen zur Zertifizierung. Zum Teilmodul gehörten zwei Praxistage, als Material gab es eine gut 200seitige PowerPoint-Präsentation sowie eine kleine Fallstudie, die schon vor den beiden Praxistagen zu bearbeiten war, um vor Ort besprochen zu werden. Die eigentliche Prüfung war dann aber wieder eine klassische Klausur ohne Hilfsmittel. Das Ergebnis gab es nach gut einem Monat per Mail.

Zwei Praxistage und eine Präsentation als Material gab es ebenfalls beim Sicherheitsmanagement in der Praxis (5 CP) (Infos der isits) von Dr. Lampros Tsinas. Zu den Praxistagen reiste ich dann ganz arglos mit dem Zug. Vor einem Jahr hatte ich ja schon mit einer turbulente Zugfahrt zu tun gehabt, als am Tag der Klausur von Modul 5 zig Stuttgarter im Zug saßen, die zum Meisterschaftsspiel nach Bochum fuhren. Das war allerdings rein gar nichts gegen die unvorbereitete Fahrt an Weiberfastnacht ins Ruhrgebiet ...

Die Prüfung in diesem Teilmodul bestand aus einer zu bearbeitenden Fallstudie, die im Rahmen der Praxistage vorbereitet wurde und dann noch einmal mit dem Dozenten im Rahmen eines Mailwechsels zu diskutieren war. Im Anschluss an die Praxistage wurde auch elektronisch noch einmal eine Menge Material zur Verfügung gestellt. Eine Note gab es gut zwei Monate später.

Zu den beiden bisher genannten Teilmodulen gab es kein gedrucktes Material und auch kein Skript oder etwas in der Plattform. Anders war das beim Teilmodul Datenschutz (2 CP) (Infos der isits) von Dr. Kai-Uwe Loser, mit dem ich die 20 Credit Points des letzten Semesters voll machte. Das Modul behandelte die Grundsätze des Datenschutzes im Allgemeinen und die deutsche Gesetzgebung und die Prinzipien und Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes im Besonderen. Neben einem Skript, dessen Inhalte online gingen, enthielt die Lernplattform auch mehrere Einsendeaufgaben, deren Ergebnisse 20% der Modulnote ergaben. Die restlichen 80% galt es in der ersten und wohl auch einmaligen gut 20minütigen mündlichen Prüfung zu machen. Das Ergebnis wurde gleich im Anschluss an diese verkündet.

Immer noch fanden alle Prüfungen in den Räumen der Ruhr-Uni statt.

So, jetzt habe ich nach vier Prüfungen insgesamt schon ganze 90 von meinen 130 Credit Points gesammelt und von zehn Modulen neun komplett und das letzte zu zwei Fünfteln erledigt. Das ist doch eigentlich gar keine schlechte Quote und macht Mut für den Rest.

Dieser Rest sieht bei mir so aus, dass ich aktuell die letzten 15 Credit Points in der Wahlpflicht-Vertiefung (Modul 9) durcharbeite. Belegt habe ich die Kurse Firewalls und weitere Sicherheitsmechanismen (5 CP), Grundlagen der Webentwicklung (5 CP) und Softwaremanagement (5 CP). Den Bericht dazu dann wenn alles klappt Ende des Jahres.

Dann sitze ich hoffentlich an meiner Master-Arbeit, deren Thema und Betreuung ich aktuell organisiere.

Gruß

Stonie

bearbeitet von Stonie
Rechtschreibfehler im Titel ausgemerzt und den Inhalt des Moduls Datenschutz ergänzt.

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Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als Du Dich für den Studiengang entschieden und ihn begonnen hast...

Danke, dass Du uns immer wieder auf den neuesten Stand bringst und weiterhin viel Erfolg!

Viele Grüße

Markus


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Hallo Markus,

tja, wie die Zeit vergeht, unglaublich, damals saß ich noch unverheiratet in einer anderen Wohnung und war bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt, die Zeit rennt ... aber dafür brauchst Du mit Deinem Nachwuchs glaube ich nicht mich als Beleg ...

Und das Berichten mache ich doch gerne, schon zur Selbstmotivation. Wobei ich mich zugegeben etwas kürzer fasse, da die gesammelten Informationen mittlerweile wohl doch etwas zu speziell fürs breite Publikum werden.

Dabei ist auch der eigentliche Inhalt des Sicherheitsmanagements in der Praxis auf der Strecke geblieben: Hier wurden verschiedene Organisationsmöglichkeiten und Sicherheitsarchitekturen diskutiert (darum drehte sich auch die Fallstudie) und dann wurden noch in großem Umfang mögliche Awareness-Strategien behandelt.

Gruß

Stonie

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Hallo,

wer sich einen Eindruck vom Modul 7 - Kryptographie verschaffen möchte, der sei auf die reale Entsprechung im Präsenzstudiengang verwiesen, nämlich die frühere Vorlesung Kryptografie II von Gregor Leander in Bochum.

Auf der entsprechenden Seite des Bochumer Lehrstuhls für Kryptologie und IT-Sicherheit finden sich das Skript (!) und Aufgaben inkl. Lösungen, die sehr nah an den Inhalten des Fernstudiums sind:

http://www.cits.ruhr-uni-bochum.de/lehre/kr2ss08.html

Gruß

Stonie

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