Socke7

Selbstknechtung

12 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich bin noch ganz neu hier und (wer hätte das gedacht) hätte da mal ein paar Fragen zum Thema Fernstudium und persönliche Entwicklung :)

Ausgangslage:

Ich habe mein Fachhochschulreife an der zweijährigen höheren Handelsschule gemacht. Danach kam die Ausbildung zum Groß -und Außenhandelskaufmann und später der Außenhandelsfachwirt (IHK).

Ich bin jetzt 33 Jahre alt und habe bisher als Reederei-Einkäufer in verschiedenen Firmen in Hamburg gearbeitet, wo ich auch jetzt noch wohne.

Langsam nagt wieder das schlechte Gewissen an mir und ich möchte mich gern weiter entwickeln. Dazu muss ich sagen, dass meine schulischen Leistungen in der Vergangenheit eher mittelmäßig ausgefallen sind. Dazu kommt ja die eher mäßige Qualität des bisherigen Werdegangs wenn man von den akademischen Voraussetzungen ausgeht, die auf mich zukommen. Ich bin ehrlich gesagt etwas eingeschüchtert in Bezug auf den mathematischen Teil.

Planung:

Mein finales Lernziel steht noch nicht fest. Ich möchte mir aber alle Möglichkeiten offen halten, die auch höheren akademische Abschlüsse zulassen.

Interessant finde ich die Kombination BWL/Psychologie bzw alles was den mathematischen / controlling / rewe - anteil auf ein notwendiges Minimum reduziert.

Meine Fragen:

- Macht es Sinn, vor dem Bachelor den Betriebswirt zu machen, um ihn sich anrechnen zu lassen und um ein Zertifikat schon einmal sicher zu haben nach Abschluss? Welcher Betriebswirt macht Sinn? Kann man den dipl. BW theoretisch in einem Jahr berufsbegleitend bewältigen? Wo würdet Ihr das machen?

- Welche Schulform würdet Ihr mir empfehlen? Ich möchte schon gern weg von den FH´s wenn das realistisch ist.. entweder mit Beginn des folgenden Studiums oder danach.

- Falls ich wider erwarten noch zur akademischen Rakete werden sollte.. :rolleyes: Welchen Bildungsweg würdet Ihr an meiner Stelle einschlagen, wenn das Ziel der Dr. Titel währe?

Danke schonmal für´s Lesen.

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Hi,

schulischen Leistungen in der Vergangenheit eher mittelmäßig ausgefallen sind

Wie Du schon sagst, das ist Vergangenheit. Wer bereit ist ein Fernstudium auf sich zu nehmen scheint wohl eher nicht die Trantüte zu sein die sich überall durchmogelt sondern hat ein Ziel, welches auch dafür sorgt das meist alles ganz anders ist als "früher", besonders wenn früher doch schon mehr als 10 Jahre her ist.

eher mäßige Qualität des bisherigen Werdegangs

Sieh es so, Abiturienten und Fachabiturienten haben im "schlimmsten" Fall gar keinen Werdegang. Besonders an einer FH ist Praxiswissen gar nicht so hinderlich wenn man sich in die Theorie einarbeitet.

alle Möglichkeiten offen halten

Das wird schwierig, man kann nicht alles gleichzeitig wollen - im Fernstudium brauchst Du nicht nur ein Ziel sondern viele Teilziele. Einer der Top-Motivatoren ist es ein Oberziel zu haben das man jederzeit herauskramen kann um dabei neue Energie und Motivation zu tanken. Sprich Du solltest auf jeden Fall wissen was Du machen willst und welcher Abschluss Dir dafür weiter hilft.

Interessant finde ich die Kombination BWL/Psychologie bzw alles was den mathematischen / controlling / rewe - anteil auf ein notwendiges Minimum reduziert.

BWL ohne Mathe kriegst Du nur in Weiterbildungen und nicht akademisch. Allerdings ist das Niveau gar nicht so hoch, die FH-BWL Mathe erfordert vor allem Fleiß, man kann sich alles erarbeiten muss aber eben genügend Zeit einplanen. Ob Du wirklich ein Problem mit Mathe hast wirst Du übrigens erst herausfinden wenn Du es versuchst, evtl. plagt Dich ja nur eine schlechte Erinnerung an Mathe verbunden mit müden Lehrern? Viele Stellen gerade im Fernstudium plötzlich fest wie viel Spaß Mathe doch machen kann.

Macht es Sinn, vor dem Bachelor den Betriebswirt zu machen

Wenn Du WIRKLICH studieren willst dann meiner Meinung nach nicht. Zum einen gibt es evtl. schon für Deinen Fachwirt 1-2 Module angerechnet (je nach Hochschule) zum anderen kostet der BW Zeit (2-3 Semester?) und Geld (für 1-2 Semester). Die Anrechnungen bei der HFH liegen dann bei ca. 2,5 Semestern, allerdings ist die Kostenersparnis nicht so hoch.

Bist Du Dir unschlüssig ist es auf jeden Fall nicht verkehrt kleine Brötchen zu backen und erstmal das zu nehmen was naheliegend ist.

Welche Schulform würdet Ihr mir empfehlen? Ich möchte schon gern weg von den FH´s wenn das realistisch ist..

Das verstehe ich nicht?

Falls ich wider erwarten noch zur akademischen Rakete werden sollte.. Welchen Bildungsweg würdet Ihr an meiner Stelle einschlagen, wenn das Ziel der Dr. Titel währe?

Bachelor an der FernUni Hagen (gut abschließen) => Master an der FernUni Hagen (sehr gut abschließen) => Promotion an der FernUni Hagen

Alternativ kannst Du das natürlich z.B. auch an der HFH studieren B.A. -> MBA -> Ph.D (geschätzte Kosten ca. 60tsd EUR ohne Reisekosten in die USA)

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Interessant finde ich die Kombination BWL/Psychologie bzw alles was den mathematischen / controlling / rewe - anteil auf ein notwendiges Minimum reduziert.

Chillie hat es ja schon geschrieben, BWL funktioniert nicht ohne Mathe. ReWE/Controlling hat sehr wenig mit Mathe zu tun. An FH's gibt es oftmals nur einen erforderlichen Matheschein. Das sollte Dich nicht abhalten.

Welche Schulform würdet Ihr mir empfehlen? Ich möchte schon gern weg von den FH´s wenn das realistisch ist.. entweder mit Beginn des folgenden Studiums oder danach.

Verstehe ich auch nicht. Ein akademisches Studium findet nicht an einer Schule sondern an einer Hochschule statt. Eine FH ist eine Hochschule. Eine Universität auch. Wenn Du keine FH möchtest (warum nicht??), dann bleibt dir in D nur die Fernuni Hagen. Hier solltest Du Dich auf ein deutlich höheres/theoretischeres Niveau und vermutlich wesentlich anders aufbereitete Unterlagen gefasst machen.

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es stellt sich -wie chillie schon gesagt hat- welches Ziel du mit deiner Fortbildung verfolgst? wo willst du in 5 Jahren stehen?

die nächste Frage ist, wieviel Aufwand du betreiben willst? liegt dir eine Präsenzweiterbildung mehr oder willst du daheim lernen dann wann du willst?

in den Fortbildungen zum staatl. geprüften Betriebswirt, die als Präsenzveranstaltung angeboten werden, ist meines Erachtens der Mathe-Anteil nicht so hoch. Auch gibt es z. B. praktische Betriebswirte oder ähnliches - auch dabei ist der Mathe-Anteil weniger hoch.

Einen akademischen Abschluss wirst du ohne Mathe allerdings nicht bekommen. Aber Mathe ist auch auf FH-Niveau machbar - und das sagt dir jemand, die ganz gewiss kein Mathe-Genie ist. Es ist allerdings zeitaufwändig und erfordert viel Übung...

Wenn du wirklich das Ziel hast, zu promovieren, ist der Weg über die Fern-Uni Hagen der sicherste. Aber du solltest dir auch im klaren darüber sein, dass bei der FernUni Hagen die Mathe-Anteile am höchsten sind.

Wenn du bei einer FH studierst, hast du mit einem guten Abschluss auch die Möglichkeit zu promovieren. Oder du kannst zunächst deinen Bachelor bei einer FH machen und den Master dann bei der FernUni Hagen - Möglichkeiten gibt's genug. Bis zum Doktorhut wirds aber auf den meisten Wegen ca. 10 Jahre (3 Jahre Bachelor, 2 Jahre Master, 3-5 Jahre für die Promotion) dauern - ne verdammt lange Zeit...

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Hi,

BWL ohne Mathe kriegst Du nur in Weiterbildungen und nicht akademisch. Allerdings ist das Niveau gar nicht so hoch, die FH-BWL Mathe erfordert vor allem Fleiß, man kann sich alles erarbeiten muss aber eben genügend Zeit einplanen. Ob Du wirklich ein Problem mit Mathe hast wirst Du übrigens erst herausfinden wenn Du es versuchst, evtl. plagt Dich ja nur eine schlechte Erinnerung an Mathe verbunden mit müden Lehrern? Viele Stellen gerade im Fernstudium plötzlich fest wie viel Spaß Mathe doch machen kann.

Doch, Bachelor IBC an der AKAD. Kein Statistik, kein Wirtschaftsmathe, dafür Englisch bis Übersetzerniveau (gleiche Sprachlichen / Übersetzermodule wie Dipl.-Wirtschaftsübersetzer an der AKAD).


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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Doch, Bachelor IBC an der AKAD.

Aber das ist auch kein BWL-Studium! Der Abschluß ist B.A., aber die Studieninhalte gehen ganz klar in den Bereich Kommunikationswissenschaft. Sowas gibt es auch an einigen Präsenzhochschulen, das hat aber nur am Rande mit BWL zu tun. Nur weil 1 oder 2 Fächer BWL im Namen haben, ist es aber kein BWL-Studium. Das kommt so ziemlich bei jedem Studium vor, auch Ing, Informatik usw.

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der Anteil BWL ist ca. 30 Prozent.

Vergleichbar wie andere Studiengänge, die BWL im Namen haben z.B.

Dipl.-Wirtschaftspädagogik, oder ähnliches.

Qualifiziert vor allem für mittleres Management in internationalen Unternehmen.


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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So.. zweiter Versuch.. man sollte immer den Text in den Zwischenspeicher laden bevor man den "Antworten-Knopf" drückt *leiser Seufzer"

Danke Euch für die Antworten.. ich versuche mal möglichst strukturiert zu antworten:

FH und Uni:

Das war ein Missverständnis meinerseits, pardon. Für mich war FH die Fachhochschule, die ich meiden möchte. Ich wollte also sagen, dass ich

lieber an einer Universität studieren möchte.

Meine Lernziele:

Klar definiertes Ziel ist für den Beginn ein akademischer Grad, der später ggf. aufgebaut werden soll bis zum Master oder sogar Dr.

Naheliegend dafür scheint mir der Bachelor und nicht das Diplom zu sein aufgrund der gegenwärtigen Umstellung.

Meine beruflichen Ziele:

Ich möchte raus aus dem Einkauf und mich für diese Aufgabengebiete vorbereiten:

•Marketing

•Vertrieb

•Public Relations

•Marktforschung

•Interne und externe Unternehmenskommunikation

•Unternehmensberatung

•Kommunikationsberatung und -training

•Selbständige Tätigkeiten wie z.B. als Trainer, Coach, Berater, Prozessbegleiter

Die Kursauswahl:

Bachelor mit Bezug zu den oben genannten Gebieten.

Die Auswahl der Uni:

- Sollte in Hamburg oder Umgebung sein.

- Muss berufsbegleitende Lehrgänge anbieten

- Der Arbeitsaufwand für einen Abschluss in der Regelstudienzeit sollte nicht über 15-20 Std. liegen. Mehr kann ich nicht bewältigen.

- Fernstudium oder anteiliges Präsensstudium für mich zweitrangig sofern ich zeitlich klar komme. Arbeite halt Vollzeit.

- Monatliche Prüfungsmöglichkeiten und individuelle Gestaltung des Studienablaufes währen mir sehr wichtig.

- Der Bachelorkurs sollte möglichst gut auf meine og Berufsziele vorbereiten.

Damit habe ich glaub ich einen Teil der Fragen beantwortet. Ich habe mich natürlich auch schon ein wenig schlau gemacht und erste Unterlagen von verschiedenen Unis angefordert. Aber das möchte ich hier nicht mit einfließen lassen weil wir dann vermutlich in einer Diskussion über diese spezifischen Unis landen, die ja nicht die für mich besten sein müssen.

Zu Euren verbleibenden Fragen und Kommentaren :

Mathe:

Irgendwie bekomme ich das schon hin. Ich möchte nur keinen Kurs erwischen, der überdurchschnittlich viel Wert auf Mathmatik legt. Dass ein Bachelor mit wirtschaftswissenschaftlicher-Ausrichtung gewisse Mindestanforderungen stellt, ist verstanden.

Controlling und Rewe:

Siehe Mathe

BWL:

Ich möchte nicht so sehr generalist werden. Lieber spezialisiere ich mich bis zum Master in Richtung meiner Interessen (siehe auch angestrebte Berufsfelder) soweit möglich.

Englisch:

Kann ich

So.. jetzt Zwischenspeichern und los geht´s.. danke fürs Lesen!!

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Ok, verstanden :-) Es sollte fast alles machbar sein, bis auf das hier:

Die Auswahl der Uni:

- Sollte in Hamburg oder Umgebung sein.

Es gibt nur eine Fernuni in D: die Fernuni Hagen.

Zudem wünschst Du Dir offensichtlich eine sehr praktische Ausbildung. Das passt nicht zur Lehre einer Uni. Was hast Du gegen Fachhochschulen?

Außerdem kollidieren Deine Mathe-Wünsche mit dem Wunsch BWL an einer Uni zu studieren. Klassisches Problem einer Linearen Optimierung mit Nebenbedingung -> Lösung lernst Du im BWL-Studium :-)

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Controlling und Rewe:

Siehe Mathe

Hallo,

für die Mathematik in Rechnungswesen langen eigentlich die zehn Finger. Alternativ ein Minimalst-Taschenrechner, falls schriftliche Addition zu schwierig ist. Die Anforderungen entsprechen ungefähr 5/6. Klasse Schulmathematik.

Aber egal welches betriebswirtschaftliche Fach man studiert: Man kommt nicht um Lineare Gleichungssysteme, Lineare Optimierung, Mathematik unter Zeitdruck (Statistik), Grenzwert, Extremwerte, Differentiale, ... vorbei.

In den von Dir genannten Fächern werden die mathematischen Kenntnisse eher nicht benötigt. Aber möglicherweise in Materialwirtschaft, in VWL, in Finanzierung, in Statistik...

Mein Vorschlag: Mach einen Matheauffrischungskurs.

Viele Grüße

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