Michael976

VWA oder HFH

33 Beiträge in diesem Thema

Hallo alle zusammen!

kurz zu meiner Person: 33 Jahre, Realschulabschluss, 2 jährige Höhere Handelsschule, kaufmännische Ausbildung zum Bürokaufmann

Nun habe ich einige Beiträge hier gelesen, die mehr oder weniger hilfreich für mich sind.

Deswegen möchte ich jetzt selber meine Situation erklären.

Ich war bei einigen Info-Veranstaltungen und habe jetzt aussortiert. Es sind noch 2 Institutionen im Rennen. Ich kann mich aber leider auf den letzten Metern irgendwie nicht entscheiden. Ziel ist der Bachelor-Abschluss (Betriebswirtschaft), aber min. der Betriebswirt!

1. Institut: VWA, 8 Semester, 36 Monatsraten á 120 Eur (1 - 6 Semester) und 12 Monatsraten á 240 Eur (7 - 8 Semester) + 1.500 Eur Immatrik.Gebühr, also insgesamt 8.700 Eur Studiengebühren. Abschluss Bachelor of Arts in Kooperation mit der Hessischen Berufsakademie.

2. Institut: HFH, 7 Semester, 42 Monatsraten á 230 Eur = 9.660 Eur insg. (inkl. Studienbücher)

Vorteile VWA:

- flexibler, da Stufenmodell z.B. nach 6 Semester hat man den Wirtschafts-Diplom Betriebswirt (VWA) und weitere 2 Semester den Bachelor.

- 120 Eur/mtl. bis zum 6 Semester tun erstmal auch nicht weh.

Nachteil:

- 8 Semester statt 7

- Wertigkeit ???

Vorteil HFH:

- gebührenfreie Überschreitung der Regelstudienzeit um 3 Semester

- 7 Semester Regelstudienzeit

- Wertigkeit ???

Nachteil:

- unflexibler, da man die 7 Semester durchstehen muss und man bei Abbruch des Studiums letzendlich nichts in der Tasche hat

- 230 Eur/mtl. haut ganz schön ins Budget rein (Ihr wißt schon, Familienvater, verheiratet etc.)

Wer kann mir mit Rat zur Seite stehen, seine Meinung äußern oder vielleicht die Vor -und Nachteile ergänzen?

Ich wäre Euch dankbar wenn Ihr mir helfen könntet.

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Wirtschafts-Diplom Betriebswirt

Nee Du bekommst ein Diplom auf dem Steht das Du Betriebswirt VWA ist und keinen Diplomabschluss. Auch wenn die VWAn gerne versuchen das anders aussehen zu lassen.

Effektiv ist Deine Begründung der Flexibilität nicht nachvollziehbar. Du hast nach 6 Jahren Semestern den VWA-Betriebswirt und nach 7 den Bachelor an der HFH.

Brichst Du die VWA ab hast Du nichts (behaupte ich einfach mal), brichst Du das Hochschulstudium ab bekommst Du Modulzertifikate und die geschafften ECTS-Punkte bleiben erhalten und sich auf andere Studiengänge anrechenbar.

Es geht hier nur um ein Semester - wenn Du es bis dahin geschafft hast wirst Du auch den Rest schaffen, ich glaube die Abbrecherquote der HFH nach dem Grundstudium ist marginal ... ich kenne Leute die studieren nun schon fast 9 Semester an der HFH aber sie machen jedes Semester immerhin eine Klausur um irgendwann fertig zu werden.

Die Kosten sind natürlich nicht zu überschätzen, da hast Du recht, aber ich komme auf etwas anderes bei der VWA

also insgesamt 8.700 Eur Studiengebühren

36*120 + 24*240 + 1500 = 11.580

Egal wofür Du Dich entscheidest, Du kannst natürlich das ganze steuerlich absetzen. Bei mir ergibt sich dadurch eine Reduktion der Belastung um ca. 30% - müsstest Du Dir selbst mal durchrechnen. So oder so bleibst Du aber nicht auf den vollen Kosten alleine sitzen.

Alternativ könntest Du dich eventuell für eines der aktuelle laufenden Stipendienprogramm bewerben. Da gibt es aber eben keine Erfolgsgarantie.

Was Du auf der Kostenseite natürlich nicht vergessen darfst sind die Anreisekosten. Wie lange fährst Du zur VWA und willst Du wirklich 2(3?)x pro Woche Abends dort sitzen?

Bei der HFH musst Du zusätzliche Kosten für die Anfahrten zum Studienzentrum rechnen, es gibt ca. 6-7 Veranstaltungstage pro Semester am Wochenende. Je nachdem wie weit das weg ist kann das auch teurer werden. Im Hauptstudium musst Du dann eventuell auch ein Semester etwas weiter reisen.

Dafür hat das Fernstudium - wenn Du mit der Lernform zurecht kommst - den Vorteil das man Zuhause ist. Ich hab die nebenberufliche Weiterbildung schon durch und ich bin 1000x lieber Fernstudent und lerne an guten Tagen mehr und an schlechter weniger, als nach einem festen Terminplan Abends bis 21.00 Uhr in einem Schulungsraum zu sitzen. Das ist aber eben sehr individuell, insbesondere wenn man eher der kommunikative Lerner ist.

Da ich als HFH-Student natürlich befangen bin möchte ich aber dennoch noch eine Alternative ins Spiel bringen, die WINGS bietet als staatliche Hochschule das Studium in etwa für ähnliche Kosten an.

bearbeitet von chillie

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Aus eigener Erfahrung kann ich wegen der Anerkennung in der Wirtschaft nur dringend zur HFH raten. Ein vollwertiger akademischer Grad ist vorzuziehen!

Viele Grüße

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Nee Du bekommst ein Diplom auf dem Steht das Du Betriebswirt VWA ist und keinen Diplomabschluss. Auch wenn die VWAn gerne versuchen das anders aussehen zu lassen.

Also ich hatte Michael976 so verstanden, dass er bei der VWA nicht nur den Betriebswirt (VWA) in sechs Semestern machen möchte, sondern anschließend noch das zweisemestrige Aufbaustudium. Dann hätte er ja auch einen Bachelor. Die Flexibilität wäre dann nach 6 Semestern schon einen Abschluss zu haben. Der Bachelor wird dann von der Hessischen Berufsakademie vergeben, wobei dieser Bachelor-Abschluss anscheinend den Hochschulabschlüssen =121&tx_ttnews[backPid]=2714]gleichgestellt ist.

Hierbei frage ich mich allerdings, wie das in der Praxis aussieht. Sind diese Bachelor-Abschlüsse der Berufsakademie wirklich genau so anerkannt wie von einer (Fach-)Hochschule? Ich könnte mir vorstellen, dass Arbeitgeber da schon einen Unterschied machen.

Die Flexibilität bei der VWA, einen Abschluss schon nach 6 Semestern zu bekommen, halte ich angesichts der geringen Akzeptanz dieses Abschlusses für keinen besonderen Pluspunkt. Vor allem wenn du nach 7 Semestern einen Bachelor ohne wenn und aber bei der HFH erlangen kannst.


2. Fachsemester Bachelor-Studiengang Web- & Medieninformatik bei W3L

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Ich würde auch eher zur HFH tendieren.

Den Betriebswirt (VWA) kriegst du auch erst nach 6 Semestern, wenn du es bis dahin durchhältst, dann ist der Rest auch kein Problem mehr. Und nach nur einem Semester mehr erhältst du an der HFH einen Bachelor, der auf jeden Fall vollwertig anerkannt ist. Wie der Bachelor der BA ist kann ich nicht einschätzen. Zudem denke ich auch, dass die Modulzertifikate und die ECTS dir nicht weniger bringen als der Betriebswirt (VWA) - solltest du wirklich aufhören oder eine Pause einlegen müssen.


Dipl.-Betriebswirtin (FH)

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Ich studiere zz bei der HFH für den Bachelor, als Vorbildung habe ich den Betriebswirt VWA. Kurz und knapp: wenn es irgendwie geht, mach es lieber gleich "richtig" und geh (in diesem Fall) zur HFH! Mir hat der VWA-Abschluss so gut wie gar nichts gebracht!

Dadurch stand ich vor kurzem vor der Entscheidung, wo ich den Bachelor nachhole und habe mich klar gegen die VWA (trotz geringerem Kosten- und Zeitaufwand) entschieden. Ich zweifle jetzt hier schlichtweg einmal die gleichwertige Anerkennung dieses Abschlusses in der Wirtschaft an (meine persönliche Einstellung). Wenn dir aber das Konzept der VWA zusagt (quasi Präsenzstudium), käme dann die FOM für dich in Frage? Oder hast du diese bereits "aussortiert"?

Um es klar zu stellen: Ich möchte mit meiner Aussage nichts über die Qualität des Unterrichts an der VWA sagen (die fand ich ganz gut), es geht mir einzig und allein um die Anerkennung ihrer Abschlüsse (da wurde ich bisher zumindest beim Betriebswirt bitter enttäuscht).


Derzeit: Master Arbeits- & Organisationspsychologie an der Universität Wuppertal

Abgeschlossen: Bachelor BWL an der HFH

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Hallo,

ich würde dir auch dringend zur hfh raten !!!! Du bekommst einen akademischen Abschluss den dir das sog. vwa "Studium" nicht bietet. Also wenn du nen staatlich anerkannten Abschluss haben willst definitiv hfh. Die vwa wirbt mit Anerkennungen usw. aber im Grunde genommen sind das fadenscheinige Aussagen. Ich hab es selbst gemacht und gesehen wie viele FH´s das anerkennen :mad: Daher kann ich Goewyn nur zustimmen.

@Chillie: "Egal wofür Du Dich entscheidest, Du kannst natürlich das ganze steuerlich absetzen."

Zum Thema Steuern kann ich nur sagen, dass das vwa "Studium" als Weiterbildung gesehen wird (steuerlich) und man die Kosten daher als Werbungskosten absetzen kann. Ein Studium z.B. an der hfh wird (wenn es dein erstes Studium ist) als Erststudium gesehen, womit man die Kosten als Sonderausgaben geltend machen kann. Die SA sind aber gesetzlich begrenzt.

Nur über diesen Wert muss man auch erstmal drüber kommen ;)

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Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen und dir zur HFH (bzw. dem richtigen Studium) raten. Der VWA ist einfach etwas sehr Umstrittenes, die einen sehen ihn förmlich auf Studium-Niveau, andere kennen diese Sparte gar nicht. Bei mir war der ausschlaggebende Gedanke Aufwand-Nutzen. Ich kann beim gleichen zeitlichen Aufwand einen echtes Studium absolvieren. Warum sollte ich mich dann mit der 2. (oder noch geringeren Wahl) zufrieden geben?

Eine Freundin aus meinem Ausbildungsjahrgang macht aktuell den Betriebswirt VWA hier bei einem lokalen Anbieter. Sie ist 3-4 Mal die Woche in der Uni. In einem Saal voll mit über 200 Leuten. Die Skripte sind nicht selten mies und die Professoren wohl auch nicht so die Wucht. Am Ende des Semesters muss sie 8 Klausuren in 2 Monaten schreiben. Eigentlich ist sie nur an der Uni oder am Lernen. Ich bin jedes Mal froh wenn ich sowas höre dass ich mich für ein Fernstudium entschieden habe. Und mit der HFH bin ich aktuell sehr zufrieden.

Wenn es dir so ums Geld geht, hast du schon einen Blick auf die FernUniHagen oder die Diploma geworfen?


Bachelor of Arts

(abgeschlossenes Fernstudium bei der HFH - Studienzentrum Hannover - Studiengang BWL)

Disziplin ist am Anfang schwer. Dann macht sie alles leichter.

(Edita Gruberova)

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Nach 4 Semestern hast du an der VWA schon den Abschluß als XY-Ökonom.

http://www.vwa-gruppe-bcw.de

-> wobei dies abhängig von der jeweiligen VWA ist, in München gibts keine Spezialisten (XY-Ökonom), sondern nur den Betriebswirt (VWA) und anschließende Aufbaustudiengänge (XY-Betriebswirt (VWA))


Dipl.-Betriebswirtin (FH)

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