Duinne

Studium ohne Wissen aus Abitur machbar?

25 Beiträge in diesem Thema

Einen wunderschönen guten Tag Leute,

ich hoffe es gibt viele nette Menschen, die mir ehrlich ihre Meinung zu meinen Zukunftsplänen schreiben können. Besonders dankbar wäre ich denen, die vielleicht sogar den selben Weg gegangen sind, wie ich ihn gedenke zu gehen.

Ich bin jetzt fast 21 Jahre alt, habe eine abgeschlossene Berufsausbildung als Technische Zeichnerin Fachrichtung Maschinen- und Anlagentechnik und über ein Jahr Berufserfahrung. Mit dieser Grundlage möchte ich gerne ein Fernstudium belegen, das im Moment erst einmal der Bachelor of Engineering sein soll.

Ein Fernstudium soll es deshalb werden, weil ich während meiner Stuienzeit reduziert arbeiten gehen möchte.

Erste Frage: Hat das jemand schon mal getan und kann mir derjenige auch ungefähr beschreiben, wie schlimm das wird? =)

Desweiteren habe ich nur einen Abschluss mittlerer Reife und befürchte deswegen eine große Wissenslücke, wenn ich mein Studium beginne.

Zweite Frage: Wäre es sinnvoll vorher noch ein Fachabi zu machen? Oder reicht ein intensives Vorbereiten auf's Studium aus?

Vielen Dank schon im Voraus für die Mühe, ihr würdet mir wirklich unglaublich weiterhelfen!

Duinne (noch ganz frisch in diesem Forum, also verzeiht mir bitte meine Unerfahrenheit...)

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Hallo Duinne,

Leider geht aus deinem Text nicht hervor welchen Studiengang du eigentlich belegen willst, aber ich schliesse jetzt aus den Infos, das es sich höchstwahrscheinlich um Maschinenbau o.ä. handelt.

Ich denke schon das es schaffbar ist, aber generell sind Ingenieurswissenschaften ein extrem harter Brocken. Ich kann dir nur sagen, dass ich es mir nicht zugetraut hab und deshalb mein Fachabi davor gemacht hab. Dauerte per Fernkurs 2 Jahre, aber ich denke es war wichtig und richtig so (fange jetzt diese Woche auch an mit dem Fernstudium zum Ing.). Diese Studiengänge sind eben auch sehr Mathelastig und hohe Durchfallquoten bestätigen den Schwierigkeitsgrad.

Ich weiß das klingt jetzt alles sehr abschreckend, aber das ist halt meine Meinung. Objektiv betrachtet, ist es auf jeden Fall machbar, denn du wärst sicher nicht die erste die ein Studium auf dem 3. Bildungsweg, also ohne Abi, gemeistert hat.


Aktuell: Fernstudium zum B.Eng. Technische Informatik (WBH, 5. Semester)

Abgeschlossener Fernlehrgang zur Fachhochschulreife Maschinenbau (SGD)

Ausbildung: Industriemechaniker Produktionstechnik

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Vielen Dank Webby für deine Meinung und deine Mühe!

Mit dem Studiengang Maschinenbau liegst du ganz richtig, bitte entschuldige die fehlende Info.

Dass es nicht leicht wird, habe ich mir schon gedacht. Gerade wegen Mathe, das mir wahrscheinlich an einigen Stellen Probleme bereiten wird.

Aber vielen Dank schon Mal, Webby!

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Ich würde mal sagen, es kommt stark darauf an wie du bisher in Schule und Ausbildung klar gekommen bist?

Wenn du eher der Typ bist, der leicht lernt und sich Dinge vor allem ohne fremde Hilfe leicht aneignen kann, dann solltest du auch ohne Regelzugang mit genug Fleiß das Studium schaffen, ob du es dann schwerer hast als eine "Knalltüte" mit Abi steht sowieso auf einem anderen Blatt.

Ansonsten hilft natürlich nur ehrlich zu sich selbst zu sein. Erkennst du spezifische Probleme wäre es sinnvoll diese anzugehen, wenn du dir die ganze Geschichte gar nicht zutraust oder zu viele Lücken (z.B. mehr als Mathe) siehst dürfte die Fachhochschulreife vorher sinnvoller sein.

Machbar ist es sicherlich und es gibt genügend Leute die es geschafft haben/schaffen - es hängt aber einzig und allein von deinen Fähigkeiten und insbesondere deiner Frustrationstoleranz und Langzeitmotivation ab.

Das sage ich vor allem deswegen, da in den nächsten Stunden hier sicher ein Post eines gewissen Users auftauchen wird, der behauptet wir sähen hier alles mit der rosaroten Brille und würden arglose unschuldige - aber total erwachsene und mündige - Leute ins offene Messer laufen lassen ... und die FH-Reife plus Präsenszstudium wäre in deinem Fall das einzig wahre ;)

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Auch dir danke ich, chillie!

Natürlich liegt es schlussendlich bei mir allein, da gebe ich dir völlig Recht. In meiner Berufsausbildung und in der Schule hatte ich keine Probleme. Sicher gibt es das ein oder andere Thema, wo man mal ein Brett vor dem Kopf hat aber ich bin in der Lage mir selbstständig einen Kopf darüber zu machen und mir das meiste selbst anzueignen mit den entsprechenden Materialien.

Leider reden wir hier aber nicht mehr von Bruchrechnung und Parabeln. Es sind schon komplexere Themen, von denen ich nicht weiß, ob man sie mal einfach so, wenn man etwas im Mathebuch gelesen hat und sich die entsprechenden Anwendungsbeispiele anschaut, auch wirklich lernen kann. Und falls ja, wie lange es dann dauert, um es zu begreifen. DAS sind meine Bedenken.

Was den anderen menschen angeht, von dem du sprichst: Nicht alle Meinungen muss ich in meine Entscheidung einbeziehen =) Und jemand, der mir seine Meinung aufdrücken möchte, sollte vielleicht die blaue Brille abnehmen.

Danke nochmal, chillie!

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Hallo Duinne,

musst du eine Aufnahmeprüfung ablegen oder bestimmte Kriterien erfüllen um ohne Abi studieren zu dürfen? Es liest sich bei dir nämlich so als wäre es einfach studieren zu dürfen. Ich habe auch kein Abi, muss aber die Hochschulzugangsprüfung ablegen, um mein Studium zu beenden.

Mein Studium - allerdings kein Maschinenbau - beinhaltet Mathematik (bzw. Statistik) worin ich in der Schule nie gut war. Das Studium läuft bei mir, bis auf Statistik eben, sehr gut. Für Statistik muss ich sehr viel lernen und brauche dafür Unterstützung. Zum Glück studiert mein Mann Physik und Mathematik, so dass keine zusätzlichen Kosten für Nachhilfe entstehen. Wenn du das Studium beginnst, dann solltest du damit rechnen, dass du evtl. mehr Aufwand (z.B. Mathematik) hast. Was sagt denn deine Fernschule dazu? Wenn man dort ohne Abi studieren kann, dann wird es dir ja nicht alleine so gehen. Vielleicht gibt es einen Vorbereitungskurs o.Ä.

Um nicht viel Zeit zu verlieren würde ich, falls die Studienkosten nicht allzu hoch sind, einfach mal beginnen. Vielleicht kommst du ja gut mit dem Lernstoff zurecht. Und solltest du merken, dass es dir noch zu schwer ist, dann könntest du immer noch aufhören und das Fachabi dazwischen schieben.

LG Tinka


B.Sc. Psychologie, FernUni Hagen (ab WS 2011/2012)

Diplom Ergotherapeutin (FH), DIPLOMA Hochschule (2011)

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Ich denke auch, es kommt auf dich persönlich und deine Auffassungsgabe an.

Dir sollte auf jeden Fall klar sein, worauf du dich da einlässt. Gerade Ingenieursstudiengänge bauen auf viel Mathematik auf und deshalb wird es dich lange begleiten. Sich 2-3 Semester durchzubeissen und dann kein Mathe mehr zu haben, wird da schlecht machbar sein.

Als ich vor der Entscheidung stand, habe ich mich fürs FachAbitur entschieden und zwar aus folgenden Gründen:

- Ich konnte schauen wie gut ich mit unterrichtslosem Lernen zurecht komme. (eine Art Fernlernerfahrung sammeln)

- Ich wusste nicht ob ich mir auf Anhieb das Studium zugetraut hätte und betrachtete das Fachabitur als eine Art Zwischenschritt, den mir keiner nehmen kann, wenn ich ihn habe (egal ob ich danach noch weiter mache).

- Das FachAbitur schadet nicht, es nutzt fürs Studium auf breiter Front, also in mehreren Fächern als nur in Mathe.

Letztenendes musst du selbst entscheiden. Aber ich habe den Weg übers Fachabitur bisher nicht bereut.

Ich studiere jedoch noch nicht, die Absicht steht aber felsenfest und das ziehe ich auch durch. :)


Das passt, wie das Kind in den Brunnen.

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Danke Tinka!

Meine Zulassungsbedingungen sehe folgendermaßen aus:

abgeschlossene Berufsausbildung, Abschluss mittlere Reife und 3-jährige Berufserfahrung. Somit könnte ich also auch ohne Abitur studieren gehen. Dies gilt jetzt ausschließlich für Berlin.

Das Fachabitur möchte ich eigentlich nur machen, wenn es für ein Studium empfohlen wird, da ich, wie schon erwähnt, eben auch ohne das Abi studieren könnte.

Was ich auf keinen Fall möchte, ist, ein Studium zu beginnen, um dann festzustellen, das es nichts für mich ist. Das fällt bei mir unter verschwendete lebenszeit =)

Was die Themen angeht, mit denen ich eventuell Probleme bekommen könnte, habe ich einiges an Hilfe - meine Firma, meinen Papa, der Ausbilder in technischen Berufen ist, meine Freund Dipl.Ing. und das ganze Internet. Somit wäre die Hilfe wohl gewährleistet.

Vielen Dank auch dir nochmal, Tinka!

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Man sollte vielleicht noch dazu erwähnen, dass der liebe Herr chillie soweit ich das mitgekriegt habe selbst ein Studium ohne Abi angefangen hat und ich glaube so ziemlich die allerbesten Noten hier im Forum (bzw. generell möglich) vorzuweisen hat ;):D

Nur mal so als positives Beispiel.

ABER die Frage ist auch noch, ob du überhaupt mit nur einem Jahr Berufserfahrung schon zu einem Studium ohne (Fach)Abitur zugelassen wirst. Schau dir da mal ganz genau die Bedingungen der Anbieter an, die du so im Auge hast. In der Regel werden ca. 3-5 Jahre Berufserfahrung vorrausgesetzt.

Dementsprechend würde da ein Zwischenschieben des Fachabis (zB bei der SGD, ILS oder an der Abendschule) sicherlich mehr Sinn machen, als die Zeit abzuwarten, bis es anderweitig klappt.

Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg und würd mich freuen, wenn du uns treu bleibst und von deinen weiteren Erfahrungen berichtest :)

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Dankeschön, XPectIT!

Gute Gedanken und hilfreich. Deine aufgeführten Gründe sind mir auch schon in den Sinn gekommen. Das Telekolleg ist mir ebenfalls bekannt und eine gute Vorbereitung auf die andere Art und Weise zu lernen. Das steht schon auf meiner Pro-und-Contra-Liste, die ich mir bezüglich des Fachabis erstellt habe.

Es ist wirklich schwer, diese Entscheidung, das kann ich euch sagen *seufz*

Aber offensichtlich tendiert es wohl zum Fachabi!

Hoffe aber immernoch, dass sich jemand findet, der meinen Zukunftsweg schon beschritten hat!

Danke, für die vielen Posts! schenll geht das hier...

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