Markus Jung

Sollten sich Fernstudenten am Bildungsstreik beteiligen?

32 Beiträge in diesem Thema

Einen Artikel im Blog Fernstudium-Wissen.de mit dem Titel Fernstudenten, auf zum Bildungsstreik! möchte ich gerne aufgreifen.

Überfüllte Hörsäle dürften die Ausnahme sein bei den (ggf. wenigen) Präsenzveranstaltungen, staatliche Studiengebühren gibt es auch selten - wobei die FernUni Hagen darüber nachdenkt, in welcher Form diese auch im Fernstudium sinnvoll wären, und ein Teil der Fernstudenten ist eh an privaten Hochschulen eingeschrieben.

Aber sind diese, seit ihr, nicht auch von der Studienreform und dem deutschen Bildungssystem, der (mangelnden?) finanziellen Unterstützung etc. betroffen?

Ich möchte hier keine Meinung ausdrücken und auch nicht zur Teilnahme am Bildungsstreik aufrufen - wohl aber zur Teilnahme an der Diskussion darüber.

Auf Eure Beiträge freue ich mich - vielleicht nimmt ja sogar der eine oder andere von Euch bereits an Aktivitäten teil?


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Aus Spaß habe ich bereits verlauten lassen, dass ich meinen Hörsaal besetze ... allerdings ist das im eigenen Arbeitszimmer ein recht sinnloses Unterfangen :lol:

Ansonsten bin ich vielleicht nicht der richtige Diskussionspartner, denn neben fehlenden Finanzen und vllt. einer zu engen Studienstruktur (warum nur 6 und nicht 7 oder 8 Semestrige Bachelor) finde ich nicht viel "zu meckern".

Es fehlt eher das umdenken, ob tatsächlich so viele Studenten als Freigeist dies und das studieren würden und so uns alle mit ihrem Wissen erfreuen halte ich für ein Gerücht. Die Generalgelehrten von früher hat es auch vor der Reform nicht mehr gegeben und das ist im 21sten Jahrhundert meiner Meinung nach auch nicht der Sinn einer akademischen Ausbildung.

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Also ich habe an meiner Hochschule bisher praktisch nicht das geringste zu meckern. Ich würde mich bei einzelnen Fächern über 2-3 Klausurtermine mehr pro Jahr freuen und ich muss sagen die Hochglanzcover der Studienhefte fühlen sich besonders in Kontakt mit meinen Fingernägeln wirklich ganz furchtbar ekelig an :lol:

Nee, aber für mich gehen die Streiks auch über die Hochschulen hinaus. Ich habe viel mehr am Schulsystem vor der Hochschule auszusetzen, beteiligen tue ich mich an den Streiks allerdings nicht. Ich muss ganz egoistisch sagen, ich habe im Moment für mich näherliegende Probleme ;)

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Hallo,

ich muss sagen, bis vor einigen Tagen hab ich mir zum Thema Bildungsstreik keine Gedanken gemacht.

Bis letzten Sonntag, als ich in ner "Spätabendlichen Talkshow" einen Studenten sitzen hab sehen, der sich ein paar Mal drüber beschwert hat, dass er wegen den Studiengebühren in den Semesterferien arbeiten muss. Hab leider nicht mitbekommen, welchen Studiengang der belegt hatte.

Über den Studenten konnt ich mich dann so richtig aufregen.

Ja, wo leben wir denn, wenn der fünf mal erzählen muss, wie schlechts ihm geht, weil er in den Semesterferien arbeiten muss und er unter anderem deswegen streiken muss.

Wir als Fernstudenten arbeiten ja meistens das ganze Jahr, und wenn ich meine 5 1/2 Wochen Jahresurlaub nehmen kann, nehm ich die überwiegend zum lernen her.

Ich muss im Monat 350 Euro Studiengebühren bezahlen, + Miete + sonstige Nebenkosten.

Und ich bin auch nicht "sponsorend by Mum and Dad".

Und der meckert über 500 Euro im Semester? Ich versteh die Welt nicht mehr....

Denn wir investieren mit dem Geld ja in unsere Zukunft und was ist wichtiger als die Zukunft?

Das war mein "Senf" zum Thema Bildungsstreik.

LG Lisa

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Mir liegt das Thema Bildungsstreik etwas schwer im Magen. Liegt aber daran, dass ich mal als Präsenzstudentin an eben einem solchen Streik teilhaben durfte, das Ganze ein oder zwei Tage lang ganz lustig war und dann aber tierisch auf den Zeiger gegangen ist. Die ganze Energie, die vielen Gespräche und Diskussionen waren dann übrigens total für die Tonne, und ich persönlich denke, dass ca. 90 % der Studenten an solchen Bildungsstreik einfach nur die tolle Zeit genießen, die sie dann eben nicht in Vorlesungen verbringen.

Was das Bildungssystem allgemein angeht sollten sich Fernstudenten ganz dringend einbringen, und zwar weil die meisten Fernstudenten neben dem Beruf und dem Familienleben um einen Abschluss kämpfen, der sie nicht nur mehrere Tausende gekostet hat sondern der auch einen gewissen Wert und Anerkennung in der Gesellschaft haben muss. Dafür muss man aber nicht warten, bis ein paar Spätpubertierende die Mensa besetzen.

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Habt Ihr die Fotos davon gesehen, was die Streikenden aus dem Casino der Uni Frankfurt gemacht haben?

http://www.flickr.com/photos/goethe-uni/sets/72157622800477749/

Da braucht man sich dann wohl nicht mehr zu wundern, wenn es zur Zwangsräumung kommt - und wenn die eigentliche Kritik der Studierenden nicht mehr ernst genommen wird. Wenn hier wirklich Studierende am Werk waren (und nicht irgendwelche Vandalen, die die Situation ausgenutzt haben), dann haben diese sich meiner Meinung nach hinsichtlich ihrer Studierfähigkeit selbst disqualifiziert...


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Schaden im hohen fünfstelligen Bereich

Oje... Studiengebühren sind günstiger... :rolleyes:

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Ich ergänze meine Worte von oben:

Dafür muss man aber nicht warten, bis ein paar Spätpubertierende die Mensa besetzen, darin einen Malwettbewerb veranstalten und Stühle und Tische aufeinanderstapeln.

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Ich denke Studenten privater Hochschulen haben nicht viel mit dem Bildungsstreit zu tun.

Ich habe mir bei meinem Erststudium in Berlin ein paar Sitzungen der Streikenden angehört. Die wollten lebenslang umsonst studieren, ohne Leistung zu bringen und dabei noch unterstützt werden. Außerdem fand ich, dass da erstaunlich viele waren, die gar nicht studiert haben, denen es nur ums Dagegensein ging. Ich finde es richtig, wen man sich dafür einsetzt, dass die Lehre verbessert wird, dass Studenten unterstützt werden, die sich das Studium sonst nicht leisten können. Aber das ging so sehr am Ziel vorbei, dass ich mich nicht beteiligen wollte. Außerdem hat der Streik die Falschen getroffen. Ob wir wollten oder nicht, wir durften nicht in die Uni und konnten deshalb auch keine Vorlesungen oder Klausurvorbereitungsstunden besuchen. Als sie damit gedroht haben uns an den Klausurtagen auch nicht in die Uni zu lassen habe ich sogar ausversehen eine Flitzeraktion ausgelöst. Irgendwie haben die meine Ironie nicht verstanden. ;)

Thema: RE: Streik in einer Woche mit aller Macht beenden

anderer vorschlag (Website) - 27.11.03 22:41

was haltet ihr davon euch nackt auszuziehen und laut eure argumente schreiend vor der uni rumzulaufen? das würde aufmerksamkeit auf euch ziehen und wäre bestimmt effektiver!

Thema: RE: Streik in einer Woche mit aller Macht beenden

Ewgenij - 27.11.03 22:48

Kann das nicht warten, bis es etwas kälter ist? ;)

Thema: RE: Streik in einer Woche mit aller Macht beenden

kID - 28.11.03 16:36

hey, in koeln haben se das gemacht und haben super aufmerksamkeit bekommen :)

Thema: RE: Streik in einer Woche mit aller Macht beenden

Ewgenij - 29.11.03 02:37

Und jetzt steht es auch auf der AStA-Streikseite. Wow.

!!!FLITZERAKTION GEPLANT!!!

28.11.2003 14:21

Wir geben unser letztes Hemd für die Bildung. Klartext: Wir treffen uns am Mc Donalds vorm Bahnhof Zoo, ziehen uns bis auf Schuhe und Unterhose aus, (wer will kann auch ganz nackicht)und rennen ein paar hundert Meter über den Breitscheidplatz Richtung Kurfürstendamm. Wann? - wird von den TeilnehmerInnen auf dem Vorbereitungstreffen Mo,1.12. 16.00Uhr in Asta- Villa 2. OG, Rudi-Dutschke-Plenarium entschieden.

Geplant ist Körperbemalung /-beschriftung, Trillerpfeifen, ev. eine Flagge und natürlich Medienpräsenz, sonst bringt der Spass ja nix.

GESUCHT: NOCH MEHR MITSTREITERiNNEN

melden unter flitzmit@hotmail.com

Seid hart, macht mit, habt Spass!!! :o)


______________________________________

fast fertig!

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Hallo,

ich muss sagen, bis vor einigen Tagen hab ich mir zum Thema Bildungsstreik keine Gedanken gemacht.

Bis letzten Sonntag, als ich in ner "Spätabendlichen Talkshow" einen Studenten sitzen hab sehen, der sich ein paar Mal drüber beschwert hat, dass er wegen den Studiengebühren in den Semesterferien arbeiten muss. Hab leider nicht mitbekommen, welchen Studiengang der belegt hatte.

Über den Studenten konnt ich mich dann so richtig aufregen.

Ja, wo leben wir denn, wenn der fünf mal erzählen muss, wie schlechts ihm geht, weil er in den Semesterferien arbeiten muss und er unter anderem deswegen streiken muss.

Wir als Fernstudenten arbeiten ja meistens das ganze Jahr, und wenn ich meine 5 1/2 Wochen Jahresurlaub nehmen kann, nehm ich die überwiegend zum lernen her.

Ich muss im Monat 350 Euro Studiengebühren bezahlen, + Miete + sonstige Nebenkosten.

Und ich bin auch nicht "sponsorend by Mum and Dad".

Und der meckert über 500 Euro im Semester? Ich versteh die Welt nicht mehr....

Denn wir investieren mit dem Geld ja in unsere Zukunft und was ist wichtiger als die Zukunft?

Das war mein "Senf" zum Thema Bildungsstreik.

LG Lisa

Das ist genau mein Empfinden zu dem Thema. Nur das ich in einer Sichtweise etwas Mitleid habe. Es sollen ja alte Diplomstudiengänge 1:1 ( vom Stoff her) einfach in 6 Semester geknallt worden sein und dann in Bachelor umbenannt. Das finde ich halt krass.

Das man nun zu wenig Freiheit hat allerdings ist auch wieder so ne Sache. Auf der einen Seite wurde jahrelang rumgeheult das alles zu unstrukturiert wäre und man sich im Studium nicht zurecht finden würde. Viele haben die Struktur für ihr scheitern im Studium benannt und konnten viel besser ein etwas "verschulteres" FH Studium machen. Nun haben die Studenten Struktur bekommen und heulen rum das dadurch Freiheiten flöten gegangen sind. Man kann es hier halt keinem Recht machen. Und das es gut möglich ist ein Studium + Privatleben + Beruf in den Griff zu bekommen, na dafür sind wir ja wohl ein Paradebeispiel!

Aber um es genau zu sagen... Wir haben keinen Grund zu demonstrieren... warum sollten wir es dann auch tun? Wenn wir Probleme haben gehen wir zu unserer Uni sagen denen das und die sorgen dafür das wir weiter zufrieden sind damit wir möglichst noch unseren Master bei denen machen.


Bachelor Logistikmanagement (Euro FH) abgeschlossen

Master Wirtschaftswissenschaften (Fernuni Hagen) gestartet

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