fernstudium2009

Hochschulsystem der Zukunft

9 Beiträge in diesem Thema

Hallo Freunde,

mich würde es interessieren zu wissen wie ihr das Hochschulsystem der Zukunft seht. Wie wird es euer Meinung nach Aussehen?

Ich denke in der Hochschule der Zukunft wird das Selbststudium und höchstmögliche didaktische Qualität zum elementaren Bestandteil.

Die Studenten werden nicht jeden Tag zur Vorlesung gehen, sondern im Internet sich die Vorlesung in HD und in Top-didaktischer Qualität anschauen. Hochschulen werden sich zu Verbänden zusammen schließen um, Online-Vorlesungen in didaktischer Topqualität zu produzieren. Das ist vernünftig, weil in Deutschland z.B. hunderte Dozenten den Kurs "Einführung in die BWL" vortragen, die Inhalte sind fast identisch. Besser wäre es wenn der didaktisch beste Dozent seine Vorlesung aufnimmt und ins Internet stellt.

Das ist die einzigste Möglichkeit um die didaktische Qualität zu erhöhen, weil man nicht hunderte von Dozenten zu top-Didaktiker ausbilden kann. Deshalb wäre es besser wenn man den besten Didaktiker nimmt und seine Vorlesungen ins Internet veröffentlicht.

Zur Hochschule geht man nur noch um die Prüfungen abzulegen, für Projektarbeit und Soft Skills Training. Also immer dann wenn eine Präsenz zwingend erforderlich ist.

Zusammengefasst heißt es, die heutigen Präsenzhochschulen werden zu einer Mischform aus Fernhochschule und Präsenzhochschule.

bearbeitet von fernstudium2009

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Interessante Überlegungen.

Ja, ich denke auch, dass in Zukunft das Online-Lernen bzw. Fernstudium einen höheren Stellenwert erlangen wird und gerade für Massenvorlesungen wie in dem von Dir genannten Bereich (wo in den Vorlesungen eh kein Platz für Fragen ist) kann ich mir das sehr gut vorstellen.

Was mir in Deinem Konzept fehlt, ist aber der Hinweis auf die Bedeutung der Betreuung. Frei werdende Kapazitäten sollten genutzt werden, um den Studierenden in Workshops und Sprechstunden zur Verfügung zu stehen und viel Raum für praktische Übungen zu geben. Rückfragen könnten natürlich wie im Fernstudium schon üblich auch vermehrt auf virtuellem Wege gestellt werden.


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Besser wäre es wenn der didaktisch beste Dozent seine Vorlesung aufnimmt und ins Internet stellt.

Wer ist der didaktisch beste Dozent und wer entscheidet das? Und was ist mit jemandem, der den didaktisch besten für den didaktisch schlechtesten hält? Der muss ja dann zwangsläufig ins Ausland gehen, wo eine solche Normierung nach Didaktiker und Nicht-Didaktiker nicht stattgefunden hat, oder zumindest nicht in dem Maße.

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Ein Tagesablauf eines Studenten würde dann ungefähr so aussehen.

Montag, aufstehen und eine Online-Vorlesung im z.B. Kurs "Einführung BWL" ansehen. Danach selbständiges Lernen und Nachmittags zu Präsenzkursen wie Rhetorik, Übungen, Präsentationstechnik an die Hochschule gehen.

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Danach selbständiges Lernen und Nachmittags zu Präsenzkursen wie Rhetorik, Präsentationstechnik an die Hochschule gehen.

Ich halte es in einem solchen System für unerlässlich, dass Studenten in einem gesonderten Kurs auch die Möglichkeit erhalten, solche Abläufe vorgestellt zu bekommen bzw. tatsächlich eine Einführung ins Lernen erhalten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich das "selbstständige Lernen" einfach unter den Tisch hätte fallen lassen, zumindest damals.

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Interessante Überlegungen.

Ja, ich denke auch, dass in Zukunft das Online-Lernen bzw. Fernstudium einen höheren Stellenwert erlangen wird und gerade für Massenvorlesungen wie in dem von Dir genannten Bereich (wo in den Vorlesungen eh kein Platz für Fragen ist) kann ich mir das sehr gut vorstellen.

Richtig. Es ist nämlich total unvernünftig wenn jeden Tag hunderte zu einer Massenveranstaltung gehen sollen, wenn sie es auch Zuhause anschauen können. Der Dozent sollte lieber die Vorlesung auf Video aufnehmen und ins Internet stellen, so müsste er auch nicht jedes Semester dasselbe vorlesen, sondern hätte mehr Zeit für Betreuung und Verbesserung der aufgenommen Vorlesung.

Die Ressourcen werden so anders verteilt und alle profitieren davon.

Die Hochschulen könnten auch ihre Mitteln bündeln und gemeinsam Online-Vorlesungen produzieren. Sie hätte so mehr Geld dafür und könnten sowohl Fachexperten, Didaktiker und Lernpsychologen bei dieser Produktion beteiligen um höchstmögliche didaktische Qualität zu erreichen.

Die Qualität eines Kurses würde dann nicht mehr so stark vom Dozenten abhängig sein, weil alle eine Online-Vorlesungen mit einem hohen didaktischen Niveau "besuchen".

Nach einiger Zeit würde ein Markt für Video-Vorlesungen entstehen. Die Hochschulen kaufen sich die produzierten Video-Vorlesungen auf und benutzen die Hochschulplattform um es den Studenten zu präsentieren.

bearbeitet von fernstudium2009

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Für die heutigen Fernhochschulen wäre das eine interessante Idee. Da sie viel Erfahrung in diesem Bereich besitzen. Sie müssten nur zusätzlich Vollzeit-Studiengänge anbieten, zusätzliche Online-Vorlesungen produzieren und tägliche Präsenzveranstaltungen für Übung, Softskill Training usw anbieten.

Es gibt z.B. bei myprof.de Dozenzen die extrem gute Bewertungen sogar in schwierigen Kursen wie Mechanik bekommen. Wieso nicht einfach seine Vorlesung aufnehmen und sie auf jede Hochschulseite anbieten. So würde die Qualität massiv steigen und alle Studenten profitieren davon.

Online-Video-Vorlesung ist für mich die einzigste Möglichkeit um die Lehrqualität kostengünstig stark zu verbessern.

Mein Traum wäre ein Markt für Video-Vorlesungen, indem Unternehmen(z.B. Verlage) Video-Vorlesungen in hoher Qualität produzieren und sie an die Hochschulen verkaufen. Die Hochschulen veröffentlichen diese dann auf der Internetseite für ihre Studenten und bieten weitere Dienstleistungen wie Betreeung, Softskills Training usw. an.

bearbeitet von fernstudium2009

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Natürlich muss auch Fachkompetenz dabei sein. Das ist auch das Problem der heutigen Dozenten nur wenige haben Fach- und Didaktische Kompetenz gleichzeitg. Unterhaltung hat nichts mit Didaktik zutun.

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Abgesehen davon, dass "didaktisch gut" eine reine subjektive Entscheidung ist, werden sich die dann zurückbleibenden unzähligen Dozenten vermutlich doch arg auf den Schlips getreten fühlen.

Kernaspekt ist in meinen Augen die nicht objektiv beschreibbare "didaktische Top-Vorlesung". Bleiben wir bei Deinem Beispiel Mechanik. Die einen mögen Formeln, die anderen mögen verbale Erklärungen (in der Form "Keine Panik vor Mechanik"). Was ist denn nun "besser"? Wer soll das entscheiden? Und dann noch über ganz Deutschland (oder Europa?) hinweg! Viel einfacher wäre es doch auf Vorlesungen komplett zu verzichten und das didaktisch beste Buch zu kaufen. Welches auch immer das ist. Welchen Vorteil Deiner Meinung nach eine "didaktische Top-Vorlesung" gegenüber einem "didaktischen Top-Buch"?

Wir können uns in Deutschland (Europa) nicht mal auf einheitliche Studienbedingungen einigen, wie dann bitte auf solche Details wie einzelne Vorlesungen??

Das Ganze funktioniert auch nur in Grundlagenfächern. Spätestens ab dem Master wird jeder Professor sein eigenes Bier anbieten wollen.

Wie willst Du das lösen?

Es sind interessante Gedanken, die Du äußerst, aber ich halte sie für ziemlich weltfremd.

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