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Lutzbutz

Erfahrungsbericht HFH

17 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen

Im Internet habe ich jemanden gefunden, der akt. an der HFH studiert und Ende des Jahres wohl mit dem Studium fertig wird (Toi Toi Toi hierfür)

Auf meine Bitte, mir etwas über seine Erfahrungen an der HFH zu schildern, erhielt ich folgende Antwort:

Hallo Lutz,

danke für Deine Nachfrage. Ich studiere derzeit im 8. und somit auch letztem Semester BWL an der HFH. Wenn ich die HA beendet und die Dipl.arbeit abgebe, ist das Studium für mich Geschichte. Rückblickend auf die vergangen 4 Jahre kann ich eine durchweg positive Bilanz ziehen.

Zum meiner persönlichen Situation ist zu sagen, dass ich beruflich aus dem Bankensektor komme und dort stark eingebunden bin. Schon aus diesem Grund kam auch nur ein Fernstudium für mich in Frage. Zu Studienbeginn war ich 24 Jahre alt.

Das Studium unterteilt sich wie gewohnt in Grund- und Hauptstudium. Alle

nötigen Materialen werden Dir durch die HFH in Studienbriefen zugesendet. Das Material ist größtenteils aktuell und ist eine gute Grundlage für die Klausuren. Wenn Du also die Studienbriefe durchgearbeitet hast, bist Du fit für die Klausur. Das ist eine enorme Zeitersparnis, da Du selbst nicht unbedingt Material recherchieren musst. Das Grundstudium ist meiner Meinung nach der schwierigere Teil, da ein "Rundumschlag" begonnen wird. Mir persönlich viel die Mathematik am Anfang schwer, da die Gehirnwindungen erst wieder angestrengt werden mussten. - Es wird halt Abitur-Niveau verlangt-

Zum Arbeitsaufwand kann gesagt werden, dass die 20 Stunden Empfehlung der HFH/Woche übertrieben sind, aber vor den Klausuren ging das eine oder andere Wochenende drauf. Innerhalb der Klausurvorbereitung bietet die HFH regelmäßig Präsenzveranstaltungen in ihren Studienzentren an, die habe ich größtenteils besucht. Diese haben zum Verstehen beigetragen. Das sollte auch für Dich ein "Muss" werden. Dadurch kann der heimische Arbeitsaufwand stark reduziert werden.

Die Mitarbeiter der HFH ob es Lehrkräfte, Mitarbeiter im Studiensekretariat oder Prüfungsamt waren, konnten mir immer kompetent und hilfreich auf meine Fragen antworten. Zu keinem Zeitpunkt kam ich mir als Studierender allein vor. Ob am Telefon, per Mail oder persönlich wurde mir immer schnell geholfen.

Ich kann das BWL-Studium an der HFH nur empfehlen!

Er bat mich, seine eMail-Adresse und sonstige Infos nicht zu publizieren.

Wenn ihr aber noch konkrete Fragen hättet, würde ich diese sammeln und ihn um eine Antwort bitten.

Allerdings bitte nur solche Fragen, die hier bisher nicht geklärt werden konnten und auch nicht über die HFH beantwortbar sind.

Grüssle Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Mich würde interessieren, wie seine Klausurleistungen waren und mit welcher Note er abschneiden wird.

Ich habe nämlich oft gehört, dass es recht schwer sein soll und die Klausuren recht dürftig ausfallen.

Danke

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Ich hatte ihn jetzt noch weitere Fragen gestellt:

Frage:

Konnte dir deine bisherige Berufserfahrung im Studium helfen, oder weicht Theorie und Praxis zu stark voneinander ab?

Antwort:
die berufliche Erfahrung konnte ich anwenden und sie half mir im Studium weiter. Lediglich musste ich hin und wieder umdenken, da es natürlich Abweichungen zwischen einer Bank und der restlichen Wirtschaft gibt, aber alles halb so schlimm. :-)
Frage:
Wie hast du Arbeit, Studium Familie, Hobbys, Freunde etc. unter einen Hut bekommen und welchen Arbeitsaufwand hattest du grob pro Woche?
Antwort:
Das größte Problem beim Studium war das Zeitmanagement. Man muss in den von Dir genannten Bereichen Abstriche machen. Das Studium belastet die Beziehung. Du solltest frühzeitig über das Studium/Problem reden! Der restliche Freundeskreis hat Verständnis gezeigt. Durch das Vorwissen (siehe oben) musste ich nicht mehr als 10 Stunden/Woche für das Studium arbeiten. Da über die Woche sehr ausgeplant bin, verlagerte sich das Lesen/Lernen auf das Wochenende. Das Zeitproblem hatte ich aber ausschließlich im Grundstudium, da dort eine Vielzahl von Fächern behandelt wird.
Frage:
Ist Mathe wirklich so heftig? Bei mir sind´s mittlerweile schon 10 Jahre her (Fachhochschulreife), auch wenn das früher mein Lieblingsfach war ;-)
Antwort:
Mir persönlich ist die Mathe auf dem Gymnasium auch sehr einfach gefallen, aber nach 6 Jahren ohne wirkliche Herausforderung in dem Bereich war das Wissen nicht mehr frisch. Ich habe mir einen Mathematiklehrer zur Seite genommen und danach war es auch keine Hürde mehr. Ich hatte den Stoff ja schon einmal verstanden, warum sollte ich diesen nicht noch mal fressen?!

@kuni: ich möchte noch etwas warten und weitere fragen sammeln, bevor ich sie ihm stelle. falls es dir dringend ist, dann bitte kurze pn an mich

grüsse lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Hi Kuni !

ich bin derzeit auch im 8. Semester BW und habe nur noch meine Diplomarbeit vor mir. Zu den Noten kann ich folgendes sagen. Ich habe sehr viel Zeit investiert, durchschnittlich 15 Stunden die Woche (11 Monate im Jahr) und werde mit einem Durchschnitt zwischen 1,6 und 1,8 abschneiden, je nach dem wie die Dipl.-Arbeit ausfällt. Die Klausuren fallen eigentlich alle mit einem Schnitt von 3,x aus. Für gute Noten musst Du wirklich viel Zeit und Nerven investieren, und darfst Dir keine Ausrutscher erlauben. Problematisch ist, dass der Stoff nie eingegrenzt wird, und man für gute Noten eben alles lernen und wissen muss - in allen Fächern und Prüfungsleistungen.

War wirklich ein hartes Stück Arbeit über dann insgesamt 3,5 Jahre. Der Aufwand hat sich meines Erachtens aber gelohnt, da ich ab September einen neuen Job beginne, den ich ohne Studium wohl kaum bekommen hätte.

Mein Fazit aber ist, dass ich ein Fernstudium generell wohl nicht mehr machen würde. Der Kraftaufwand ist insgesamt einfach zu groß, Job, Freizeit, Freunde, Freundin etc. kommen einfach zu kurz. Man will ja schließlich auch noch leben, oder ? Ein Vollzeitstudium eröffnet da ganz andere Möglichkeiten - vor allem ausserhalb des Studiums !

Für weitere Fragen bin ich jederzeit offen !

Grüsse

CM

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Hallo CM

Danke für deinen Bericht.

Mein Fazit aber ist, dass ich ein Fernstudium generell wohl nicht mehr machen würde. Der Kraftaufwand ist insgesamt einfach zu groß, Job, Freizeit, Freunde, Freundin etc. kommen einfach zu kurz. Man will ja schließlich auch noch leben, oder ?

Das ist irgendwie auch meine größte Sorge. Aber andererseits sage ich mir immer, dass ich wohl nach diesen 4 Jahren noch 30 Jahre Arbeit vor mir habe - und schon relativiert sich das. Hoffe nur, dass ich das im Streß auch noch so sehe :lol:

Studierst du auch an der HFH? Kannst du die grundsätzlich positive Meinung über die HFH bestätigen?

Wie kamst du generelle mit dem Stoff zurecht? Welche Vorbildung hattest du und auf was für einen Job freust du dich gerade :D

Grüssle Lutz


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(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Hi Lutz,

ja, ich bin auch an der HFH. Die Eindrücke meines Vorredners kann ich bestätigen. Also das ganze drumherum wie Unterlagen, Betreuung etc. passt einfach. Was mir aber persönlich am meisten gefallen hat, ist das man seine Semester und das ganze Studium an sich langfristig planen kann. Alle Klausurtermine werden bereits ein Jahr zuvor bekannt gegeben, ich weiss ganz genau und sehr zeitig, was ich in welchem Zeitraum abarbeiten muss. Verschiebungen oder ganze Stornierungen von Vorlesungen oder Schwerpunkten bzw. von Wahlpflichtfächern und Kursen gibt es nicht. Das ganze ist sehr verlässlich. Die Studienbriefe sind meines Erachtens sehr gut. Das habe ich insbesondere bei der Anfertigung von Hausarbeiten gemerkt. Da man bei HA´ ja fast ausschließlich mit Sekundärliteraur arbeiten muss, erkennt man dann den Wert der Studienbriefe eigentlich erst richtig.

Ich persönlich habe kein Abitur, habe davor eine kfm. Ausbildung und den Betriebswirt an der VWA gemacht. Was mir letztlich auch den Zugang zum Studium ermöglicht hat.

Über den Job möchte ich micht nicht im Forum äussern. Eben nur soviel, dass ich ihn ohne Studium (und entsprechender Berufspraxis) wohl nicht bekommen hätte, da ein Hochschulabschluss Voraussetzung war - und ich eben kurz davor stehe !

Gruss

CM

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Hallo CM,

super Leistung, Du bist ja mit deinen Noten eindeutig über dem Durchschnítt!

Ich wünsche dir auf jeden Fall Glück für deine Diplomarbeit und vielen Dank für deine Antworten hier im Foum!

Liebe Grüße

Natalie :wink:


Natalie Schnack

Dipl. Wirtschafts-Ing. (FH)

Business-Coaching mit Profil

www.natalieschnack.de

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Hi,

als BW-Student (8. Sem.) an der HFH kann auch die Erfahrungen nur bestätigen. Das Studium ist ein Kraftakt mit sehr viel Verzicht. Man muss sich darüber im Klaren sein. Wenn man es dann aber probieren möchte, ist die HFH eine sehr gute Wahl.

:D

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Hallo Lutzbutz,

mein postgraduales Studium Wirtschaft) an der HFH neigt sich nun dem Ende entgegen. Alle Klausuren sind (mit guten Noten) bestanden und ich beginne nun mit meiner Diplomarbeit.

Rückblickend ein kurzes Feedback:

Es ist ein hartes Stück Arbeit (wie bei jedem berufsbegleitenden Fernstudium). Die HFH bietet allerdings dazu folgende Erleichterungen:

- kostenfreies Überziehen der Studiendauer (2 Sem. postgradual und 4 Sem. Vollstudium)

- Teilnahme an den Vorlesungen sind empfehlenswert aber nicht Pflicht

- Hausarbeiten und Diplomarbeit können zu aktuellen berufsbezogenen Themen geschrieben werden (Praxisbezug!)

Die HFH Dozenten sind nach meiner Erfahrung überwiegend sehr gut, da mit entsprechender Praxiserfahrung unterlegt. Der Dozent zum Thema Unternehmensplanung und marktorientierte Unternehmensführung war z.B. jahrelang Leiter der Baureihenplanung für einen süddeutschen Automobilhersteller. Das merkt man auch an der Qualität der Vorlesung.

Das Niveau ist als hoch einzustufen. Leider sind manche Vorlesungen durch die Fülle des Stoffs zum Teil ziemlich komprimiert. Da hilft nur eine gute Vorbereitung im Selbststudium. Andererseits ist dies eben der Preis den man bezahlen muß, wenn das Studium möglichst gut mit dem Job vereinbar sein soll.

Zur Auswirkung im Job: bei mir im Unternehmen wissen nur wenige vom Studium. Aber es hatte seine Auswirkung durch die Anwendung des Wissens:

1. Semester: Jobwechsel als Projektleiter und Einstieg mit einer Produktidee. Entwicklung des Prototypen.

2. Semester: Zunehmende Vermarktung des Produkts / Aufbau strategischer Partnerschaften. Break Even erreicht

3. Semester: Beförderung zum Teamleiter, Personal- Umsatz- und Budgetverantwortung, eigene Kostenstelle. Die ersten namhaften Referenzkunden

4. Semester: Umsatzziel um 50% überschritten trotz allgemeinem Katzenjammer in der Industrie

Diplomarbeit: zum Thema Produkteinführung / vorausgehende Marktanalysen.

Vor wenigen Tagen hat sich ein Headhunter gemeldet und mir einen Job bei einer anderen attraktiven Firma angeboten. Ich bin nun Ende 30 mit über 14 Jahren Berufserfahrung als Dipl. Ing. (FH). So etwas kann man auch ohne Aufbau-Fernstudium schaffen - aber sicher nicht so schnell und so effektiv. Also für alle, die es noch vor sich haben - lasst Euch nicht unterkriegen! :)

Viele Grüße

Leonardo66

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Hey Leonardo

Super!!! Vielen Dank für deinen Bericht. Damit hast du sicherlich nicht nur mir einen Motivationsschub gegeben. :lol:

Herzlichen Glückwunsch auch zu deiner bisherigen Karriere.

Du beschreibst es sehr gut, dass ein akad. Grad/Abschluß kein Garant für einen Karriereschub ist. Vielmehr ist es das Einbringen des neuen Wissens, um qualifizierter und kompetenter arbeiten zu können. Der Rest ergibt sich dann irgendwie.

Viel Erfolg mit deiner Diplomarbeit und für den anstehenden Studienabschluß. Kannst uns ja ab und an mitteilen, wie es so läuft.

Grüssle Lutz


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