Markus Jung

Benutzer-Aktivitäten in Communities: Participation Inequality

13 Beiträge in diesem Thema

In most online communities, 90% of users are lurkers who never contribute, 9% of users contribute a little, and 1% of users account for almost all the action.

aus:

Participation Inequality: Encouraging More Users to Contribute

(via Weiterbildungsblog)

Ohne das jetzt genau in Prozenten ausgerechnet zu haben, dürfte es auch bei uns so aussehen.

  • Die Masse liest schweigend und nicht-registriert (immerhin haben wir pro Tag bis zu 5.000 Besucher).
  • Einer kleiner Teil ist registriert (davon sind bis zu 200 pro Tag angemeldet) und trägt gelegentlich etwas bei.
  • Ganz wenige sind hier kontinuierlich sehr aktiv und tragen sehr viel zur Community bei.

Das scheint wohl grundsätzlich ein "Gesetz" zu sein und auch nicht verkehrt. Allerdings hat es auch die Gefahr in sich, dass die Wünsche einer Mehrheit von Usern gar nicht berücksichtigt werden.

Habt Ihr Ideen, wie wir das Verhältnis zumindest verbessern könnten? - Nun auf keinen Fall dadurch, dass die Aktiven weniger schreiben, sondern ich würde eher gerne einen Teil der weniger Aktiven motivieren wollen, auch zumindest Ihre Fragen etc. beizutragen. Oder finden wirklich alle gleich die benötigten Infos und haben deshalb gar keinen Bedarf, hier weiter aktiv zu werden?

Nur mal so als Diskussionsanregung - wenn Ihr mögt.

Ach ja, Feedback ist übrigens auch ohne Anmeldung möglich, über das Feedback-Forum (Link auf allen Seiten unten in der Fußleiste):

http://fernstudium.uservoice.com/pages/26638-allgemein

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K., Impressum

Fernstudium-Infos.de bei Facebook | Twitter | YouTube | mehr...

Markus Jung bei XING | LinkedIn | Twitter | mehr...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Sehr interessanter Einwurf!

[...]1% of users account for almost all the action.

[...]immerhin haben wir pro Tag bis zu 5.000 Besucher

Das hieße in der Theorie also, dass ca. 50 User für "almost all the action" verantwortlich sind. Das klingt tatsächlich sehr realistisch.

Eigentlich ist das ja schon schade, aber man erlebt dieses Verhältnis ja praktisch in allen größeren Gruppensituationen.

Eine Zeit lang hat mich unter anderem dieses Thema sehr beschäftigt. Wir haben sogar quasi "eine Gruppe erschaffen" und ein gemeinsames Ziel angeregt, an dem in etwa anderthalb Jahren ca. 1500 junge Leute zwischen 20 und 30 Jahren, jeder zu Anfang mit Feuereifer, beteiligt waren. Verhaltensweisen wurden beobachtet, dokumentiert und von quasi diesem einen Prozent wirklich versucht, zu verändern und zu verbessern. Geführt hat das ganze zu einer Menge interessanter Konflikte, aber zu einem vernünftigen, praktisch anwendbaren und erfolgreichen Ergebnis bin ich (sind wir) leider nicht gekommen. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob es eins gibt, solange das Motivations- und Einsatzverhalten in unserer Kultur eben so ist, wie es ist.

Wenn ihr was rausgefunden habt, was man da machen kann, lasst es mich wissen ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Habt Ihr Ideen, wie wir das Verhältnis zumindest verbessern könnten?

Normalerweise hätte ich irgendetwas angeregt, das in Richtung Belohnung geht. Aber gerade heute morgen habe ich im Radio dazu einen Beitrag gehört, der diese Belohnungslehre à la Pawlow ziemlich niedertrampelt.

Ich denke, dass es generell schwierig ist, User zu aktivieren wenn sie dies nicht aus eigenem Antrieb möchten oder schaffen. Wenn ich mal von mir selber als User (v.a. in anderen Foren) ausgehe, so kann ich für mich feststellen, dass ich am aktivsten bin, wenn:

  • mich die Materie, die in der Gemeinschaft diskutiert wird, wirklich betrifft,
  • ich mit der Art, wie die Diskussion abläuft, einverstanden bin,
  • ich mich in der Gemeinschaft akzeptiert fühle,
  • dadurch das Gefühl der Verbundenheit (Stichwort: Identität) entsteht.

Ob das jetzt hilft, die Aktivität bei den inaktiven Usern anzukurbeln, weiß ich aber auch nicht. :001_unsure:

Gruß,

Sonja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Viele der Leser / Nutzer beschäftigen sich nur über einen relativ kurzen Zeitrahmen mit diesem Themen (was und wo studieren?) und haben darüber hinaus keinen Bedarf sich im Forum dauerhaft aktiv zu betätigen. Es werden Fragen und Themen gelesen, die von Interesse sind. Hat man sein Wunschstudium gefunden bzw. die Antworten auf die Fragen, ist es erledigt.

Nur ein geringer Anteil (im Verhältnis zur Menge der Nutzer) setzt sích evtl. über einen längeren / langen Zeitraum mit den Themen auseinander oder beschäftigt sich dauerhaft damit. So stelle ich es mir zumindest vor. Ihr könnt mich gerne korrigieren, wenn ich hier falsch liegen sollte und / oder meine Sichtweise zu einseitig sein sollte.

Maßnahmen (wie das schon klingt!) Ideen habe ich auch gerade keine. Belohnungen sind nicht passend. „Freiwillig“ bedeutet, dass ich frei entscheide, ob ich etwas beitrage oder nicht. Ausserdem führt das wieder zu dem „Danke“-Button, den ich nicht gelungen finde.

Allerdings hat es auch die Gefahr in sich, dass die Wünsche einer Mehrheit von Usern gar nicht berücksichtigt werden.

Das kannst Du so aber nicht herausfinden, weil Du nicht weisst, welche denn die Wünsche der Mehrheit sind, die nicht berücksichtigt werden.

Oder finden wirklich alle gleich die benötigten Infos und haben deshalb gar keinen Bedarf, hier weiter aktiv zu werden?

Sehr viele Fragen sind in der ein oder anderen Form schon gestellt worden, so dass die Such-Funktion hier sicher einiges leistet und sich dieselben Fragen nur neu gestellt erübrigen.

In den Blogs aus Interesse und Neugier zu lesen, setzt keine weiteren Aktivitäten voraus.

Vielleicht steigt ja der ein oder andere Leser ein und meldet sich zu Wort! :)


Viele Grüsse

Zippy

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Danke für Eure ersten Rückmeldungen.

Ich werfe mal ein paar Möglichkeiten ein:

- Mehr Beiträge, die mit offenen Fragen an die Benutzer ändern

- Möglichkeit, auch ohne Registrierung Beiträge zu schreiben (tue ich mich sehr schwer mit) oder Blogs zu kommentieren (könnte ich mir schon eher vorstellen)

- Registrierte User ohne Aktivitäten ansprechen, ob sie offene Fragen haben

- mehr Umfragen, an denen ggf. auch ohne Anmeldung teilgenommen werden kann

- ...

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K., Impressum

Fernstudium-Infos.de bei Facebook | Twitter | YouTube | mehr...

Markus Jung bei XING | LinkedIn | Twitter | mehr...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Möglichkeit, auch ohne Registrierung Beiträge zu schreiben (tue ich mich sehr schwer mit) oder Blogs zu kommentieren (könnte ich mir schon eher vorstellen)

Ich würde hier meiner Linie treu bleiben. Besonders und gerade, wenn Du Dich schwer damit tust.

Worin besteht der Unterschied, ohne Registrierung im Forum zu schreiben und / oder in den Blogs zu kommentieren?


Viele Grüsse

Zippy

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Worin besteht der Unterschied, ohne Registrierung im Forum zu schreiben und / oder in den Blogs zu kommentieren?

In den Foren sehe ich mehr den Diskussionsgedanken und die Gefahr, dass jemand (negative) Statements abgibt ohne Kontaktdaten und dann wieder verschwindet.

Kommentare in Blogs beziehen sich dagegen immer auf schon vorhandene Beiträge. Es ist auch allgemein in Blogs üblich, dass diese ohne Registrierung kommentiert werden können. Außerdem könnte es jeder Blog-Autor so ein stellen, dass Kommentare erst freigegeben werden müssen - was aber wieder Aufwand bedeuten würde.

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K., Impressum

Fernstudium-Infos.de bei Facebook | Twitter | YouTube | mehr...

Markus Jung bei XING | LinkedIn | Twitter | mehr...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich stell mir gerade die Frage, ob überhaupt was geändert werde muss. Möglicherweise ist jeder mit der jetzigen Situation zufrieden? Wer nur lesen will, liest nur. Wer etwas fragen möchte, stellt seine Fragen. Wer einen dauerhaften Austausch möchte, tut dies z.B. in den Blogs.

Wenn die "Inaktiven" aktiver sein wollten, würden sie es doch bestimmt tun.

Das sind zumindest meine spontanen Gedanken zu dem Thema : )


WiIng an der HFH 2007-2012

Change Management, Laudius 2013

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich glaube nicht, dass die Registrierung ein unüberwindbares Hindernis darstellt. Man braucht einen Nickname und eine Emailadresse (die noch nichtmal die private sein muss), das Ganze dauert eine halbe Minute. Keine persönlichen Informationen werden verlangt, niemand muss seinen Namen und seine Adresse irgendwo preisgeben.

Ich finde, es ist also schon einfach genug, Beiträge oder Kommentare zu schreiben. Es noch einfacher zu machen, würde meiner Meinung nach wahrscheinlich nicht zu großartigen Veränderungen führen. Möglicherweise unterstützt es sogar negatives Verhalten, wie z.B. Spam oder "dumme Kommentare"?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

OK, also belassen wir es bei der erforderlichen Registrierung. Es könnte sein, dass für einige Benutzer die Möglichkeit zur Registrierung zu versteckt ist - das wird aber mit dem nächsten Großen Software-Update besser. Dann findet man die Schaltfläche zur Registrierung in unmittelbarer Nähe zum Login-Feld.


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K., Impressum

Fernstudium-Infos.de bei Facebook | Twitter | YouTube | mehr...

Markus Jung bei XING | LinkedIn | Twitter | mehr...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden