Markus Jung

forsa-Studie: Abitur bleibt wichtiger Karrierefaktor - unabhängig vom Bildungsweg

11 Beiträge in diesem Thema

Das Abitur ist immer noch von besonderer Bedeutung, wenn eine Führungsposition zu besetzen ist. Jedem zweiten Personalentscheider in Deutschland ist es wichtig, dass eine potenzielle Führungskraft das Abitur vorweisen kann. Nur 14 Prozent sagen, ihnen sei in diesem Fall der Nachweis der Hochschulreife kaum oder überhaupt nicht wichtig. Dies ist eines der Ergebnisse der umfangreichen forsa-Studie im Auftrag vom ILS Institut für Lernsysteme und der Euro-FH Europäischen Fernhochschule Hamburg.

Im Januar 2010 wurden dafür 300 Personalverantwortliche in Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern zu verschiedenen Aspekten der berufsbegleitenden Weiterbildung befragt. Dabei zeigte sich auch, dass ein auf dem zweiten Bildungsweg erworbenes Abitur in der deutschen Wirtschaft auf große Akzeptanz stößt. 81 Prozent der befragten Personalchefs machen zwischen erstem und zweitem Bildungsweg keinen Unterschied, zehn Prozent bewerten ein im Erwachsenenalter erworbenes Abitur sogar höher. "Bei dieser positiven Einschätzung spielt sicherlich auch das Wissen um die herausragende Leistung eine Rolle, parallel zu Beruf und Familie eine so aufwändige Fortbildung zu absolvieren", erläutert ILS-Geschäftsführer Ingo Karsten die Umfrageergebnisse.

Insgesamt bescheinigen deutsche Arbeitgeber Absolventen von Fernlehrgängen grundsätzlich eine hohe Eigenmotivation (98 Prozent), Zielstrebigkeit (95 Prozent) und ein großes Maß an Selbstständigkeit (89 Prozent). Fernstudierende gelten darüber hinaus bei Personalverantwortlichen als sehr gut organisiert (89 Prozent), flexibel (85 Prozent) und offen für neue Ideen (82 Prozent). Drei Viertel aller Personalchefs rechnen damit, dass ein Fernstudienabsolvent neue Impulse ins Unternehmen bringt. "Mit dem Abschlusszeugnis eines Fernlehrgangs stellen Bewerber wichtige Soft Skills unter Beweis, auf die es neben allem Fachwissen im modernen Arbeitsleben immer mehr ankommt", betont Ingo Karsten.

Mit dem Namen ILS können übrigens sechs von zehn Personalentscheidern etwas anfangen, damit ist Deutschlands größte Fernschule auch gleichzeitig die mit großem Abstand bekannteste Fernschule unter deutschen Arbeitgebern. Dass auch immer mehr Arbeitsgeber ein Fernstudium beim ILS finanziell unterstützen, kann der ILS-Geschäftsführer bestätigen: "Bei vielen Teilnehmern übernimmt der Arbeitgeber einen Teil der Studiengebühren oder die volle Summe - dafür muss dieser aber auch von dem Weiterbildungsvorhaben wissen. Wir raten jedem, sich intern über Fördermöglichkeiten zu informieren und das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen."

Die forsa-Studie jedenfalls belegt: Rund sieben von zehn Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter bei privatem Weiterbildungsengagement, indem sie Kursgebühren übernehmen, zusätzliche Urlaubstage gewähren oder einen Bonus bei erfolgreichem Abschluss zahlen. Darüber hinaus steigen die internen Karrierechancen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Sechs von zehn Personalchefs geben an, dass diejenigen, die sich privat berufsbezogen fortgebildet haben, bessere Chancen bei der Vergabe höherrangiger Stellen haben.

Quelle: Presse-Mitteilung

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Wenn mir das ILS jetzt noch erklärt was die Fähigkeiten einer Führungskraft mit dem Abitur zu tun haben ... :confused:

Dass besonders ein Weiterbildungsanbieter diese kleinkarierte Schubladenmasche unterstützt nur um im eigenen Sinne Werbung zu treiben, macht es nicht besser.

Schade!

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Schwer zu glauben, aber ich habe wohl eine Vorgesetzte erwischt die die Selbstständigkeit nicht schätzt. Bei meinem letzten Mitarbeitergespräch wurde bemängelt, dass ich zu selbstständig arbeite.

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Schwer zu glauben, aber ich habe wohl eine Vorgesetzte erwischt die die Selbstständigkeit nicht schätzt. Bei meinem letzten Mitarbeitergespräch wurde bemängelt, dass ich zu selbstständig arbeite.

Vielleicht Angst, dass du ihr am Schluß über den Kopf wachsen könntest und sie nicht mehr über Dir steht?


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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Ein Fachhochschulabschluss ist gleichwertig mit der allgemeinen Hochschulreife!

Meinen die den geraden Weg übers Gymi, oder zählt FOS und FH-Abschluss dazu?


Beim Umtrunk auf ihr Staatsexamen stand sie zu nah am Fensterrahmen!

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Vielleicht Angst, dass du ihr am Schluß über den Kopf wachsen könntest und sie nicht mehr über Dir steht?

Ja dies scheint sehr wahrscheinlich zu sein. Aber schade ist das allemal.

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Ja dies scheint sehr wahrscheinlich zu sein. Aber schade ist das allemal.

In der Tat....was erwartet denn deine Vorgesetzte ? Das du Sie wg. jeder Kleinigkeit ansprichst ? Echt schade... :( Mein Chef ist froh, dass er diesbezüglich entlastet wird.

Ich war mal auf einem Kurs situatives Führen, da war das auch Thema...nur wenn der Mitarbeiter offensichtlich Hilfe benötigt, soll der Vorgesetzte intervenieren, hat der MA einen gewissen Reifegrad soll man diesem auch die Selbstständigkeit lassen....so wird das auch bei uns gehandhabt.

Das Vorhandensein des Abi spielt bei uns im Unternehmen so gut wie keine Rolle (auch bei der Besetzung von Führungskräften) - wichtig ist das Ergebnis der Leistung. Soweit meine Erfahrung. Finde ich eine gute Einstellung :)


BWL an der HFH (Diplom) - erfolgreich beendet 05/2011

Here we all are born into a struggle to come so far but end up returning to dust...(Steven Wilson)

 

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Dass ein Anbieter von Abiturlehrgängen eine Studie unterstützt, die belegt, dass Abitur wichtig sei, überrascht kaum.

Zweifelhaft ist indessen die Datengrundlage.

Die meisten Chefs die ich kenne interessieren sich keinen Deut dafür, ob jemand Abitur hat oder nicht - er oder sie soll einfach seine Arbeit vernünftig machen. WARUM derjenige das kann, interessiert sie nicht.

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In der Tat....was erwartet denn deine Vorgesetzte ? Das du Sie wg. jeder Kleinigkeit ansprichst ? Echt schade... :(

Nunja, es gibt solche und solche Selbstständigkeit. Der Begriff ZU selbstständig heißt eigentlich, dass man entweder sehr lange in eine falsche Richtung läuft ohne Rückversicherung, mithin Ressourcen verschwendet oder aber, das man seine Kompetenzen überschreitet und durch - gut gemeinte - Vorarbeit den Entscheidungsspielraum der Vorgesetzten einschränkt. ZU selbstständig kann sehr wohl negativ sein. Egal wie rum, hier scheint auf jeden Fall etwas nicht ganz richtig zu laufen, ob man sich nun nicht verstanden hat oder ob die Vorgesetzte eigennützig bremst.

Zweifelhaft ist indessen die Datengrundlage.

Das könnte meines Erachtens ein klassisches Beispiel vom Unterschied offener zu geschlossenen Fragen sein. frage ich "Ist das Abitur wichtig?" bekomme ich ein deutlich anderes Bild als wenn ich in den Antworten auf "Was ist Ihnen wichtig?" nach dem Abitur suche.

Ist ein Klassiker. Fragt man zum Beispiel offen, wo die drängenden Probleme der Gesellschaft liegen, wird Kriminalität nicht einmal von jedem zehnten genannt. Fragt man, ob Kriminalität ein drängendes gesellschaftliches Problem ist, sagen 90% der Leute ja.

Auch ist "Ist Ihnen das Abitur wichtig?" hinreichend unbestimmt gegenüber z.B. "Prüfen Sie systematisch auf das Vorliegen des Abiturs?".

Gruß

Stonie

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Auch ist "Ist Ihnen das Abitur wichtig?" hinreichend unbestimmt gegenüber z.B. "Prüfen Sie systematisch auf das Vorliegen des Abiturs?".

Gruß

Stonie

Exacto.

Mindestens deswegen sind Studien zu dem Thema, die von Instituten, die damit Profit erwirtschaften, völlig wertlos.

Ich würde gerne mal UNABHÄNGIGE Studien zu dem Thema sehen, die sich differenziert damit auseinandersetzen.

Aber an so etwas hat niemand Interesse - das könnte schließlich unangenehme Wahrheiten zu Tage fördern ...

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