Markus Jung

Ist jeder gleichermaßen für die Lernform Fernunterricht geeignet?

14 Beiträge in diesem Thema

Ein Fernstudium ist eine sehr flexible Lernform, die optimal für eine berufsbegleitende Weiterbildung geeignet ist. So könnte der Gedanke entstehen, dass ein Fernstudium eigentlich für alle Weiterbildungswilligen der beste Weg sei. Dem ist aber nicht so. Es gibt durchaus Voraussetzungen, die Fernlerner mit bringen sollten, um erfolgreich sein zu können.

Deshalb muss jeder zunächst für sich selbst herausfinden, ob die Fernunterrichtsmethode den persönlichen Lerngewohnheiten entspricht. Dafür eignet sich die Probezeit, die bei allen Angeboten vorhanden ist. Diese sollte genutzt werden, um sich intensiv mit den Unterlagen zu beschäftigen und in das Fernstudium einzusteigen.

Die eingangs angesprochenen Voraussetzungen betreffen vor allem das Lernen durch Lesen sowie Fragen der Selbstmotivation und der Unterstützung durch das persönliche Umfeld.

[...]

Außerdem ist es für ein erfolgreiches Fernstudium wichtig, sich gut selbst motivieren und organisieren zu können. Zwar geben die Fernschulen und Fernhochschulen oft Ratschläge mit auf den Weg, wie sich die Teilnehmer organisieren können und in welcher Reihenfolge die einzelnen Lerneinheiten bearbeitet werden sollen, aber letztlich muss jeder Teilnehmer selbst diese Zeiten in seinen Wochenplan einsetzen und diese dann auch wirklich nutzen. Anders als im Präsenzunterricht gibt es keine festen Termine, zu denen ein Dozent wartet. Der Teilnehmer entscheidet selbst, wie er seine Zeit nutzt und wann er sich um das Fernstudium kümmert.

Ganz wichtig ist auch, dass Freunde und Familie das Fernstudium akzeptieren und möglichst auch unterstützen. Sonst sind Konflikte vorprogrammiert, denn man lernt doch oft zu Hause und dann muss für das Umfeld klar sein, dass man zwar da ist, aber trotzdem nicht verfügbar ist. Insbesondere wenn (kleine) Kinder mit im Haushalt sind, ist dies oft gar nicht so einfach zu realisieren.

[...]

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gekürzten Auszug aus dem Buch 100 Fragen und Antworten zum Fernstudium von Anne Oppermann und Markus Jung. Das Buch mit den ungekürzten Antworten auf diese und 99 weitere Fragen ist bei Amazon.deir?t=markusjungfer-21&l=as2&o=3&a=388264 oder direkt beim FELDHAUS VERLAG erhältlich.

bearbeitet von Markus Jung

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Hallo

Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, welche Persönlichkeitsmerkmale Ihr alten (und jungen) "Fernstudiumshasen" für besonders wichtig haltet, damit man das eigene Weiterbildungsprojekt tatsächlich erfolgreich abschließt. Vielleicht mögt Ihr ja mal berichten...?

Viele neugierige Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Das wesentliche ist ja in Eurem Artikel geschrieben :)

Für mich wichtig war und ist, dass ich ein Mensch bin der gerne liest und sich ganz gut selbst motivieren kann (z.B. durch die Aussicht auf eine bestandene Klausur). Sehr wichtig ist aus meiner Sicht das man die Unterstützung von Partner/Familie hat um den Kopf freizubekommen fürs lernen....

Für den Abschluss des Weiterbildungs"projekts" braucht man den langen Atem....aber nach jeder Etappe kommt man seinem Ziel ja näher....

Ich hab für mich rausgefunden, dass das Fernstudium die richtige Lernform für mich ist. Jetzt z.B. entspann ich mich erst noch ein bisserl und nachher mach ich dann was. Bei Weiterbildungen in Abendform (hab ich einmal gemacht) hab ich mich immer mehr oder minder widerwillig (oft ziemlich müde) direkt vom Büro hingeschleppt und war froh wenn ich wieder zuhause war. Ich kenn aber auch einige die genau die unmittelbare Möglichkeit brauchen, Fragen zu stellen....für diese ist u.U. ein Fernstudium nicht so geeignet...


BWL an der HFH (Diplom) - erfolgreich beendet 05/2011

Here we all are born into a struggle to come so far but end up returning to dust...(Steven Wilson)

 

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Ich kann aus beiderlei Sicht berichten (Abendschüler und Fernstudent).

So sehr das abendliche in die Schule watscheln quälend sein kann, so sehr hat es einen Vorteil: auch wenn man nur hingeht und sich berieseln lässt, schreitet das ganze voran.

Sogar wenn man nicht anwesend ist.

Meine Erfahrung mit beidem ist allerdings: man sollte sich SEHR genau überlegen, ob man sich auch derlei einlässt. Wenn es um das Abitur geht, ist eine Präsenzschule von Vorteil; schlicht wegen der Möglichkeit Bafoeg zu bekommen usw.

Für alles weitere (nicht-Abitur) sollte man sich eher überlegen, etwas an einer staatlichen Hochschule zu machen. Die meisten Fernkurse sind meiner Erfahrung nach (ich habe mit sehr vielen Leuten zu tun gehabt, die welche absolvieren wollten) fachlich mehr als kritisch zu betrachten: meist ist das Material veraltet oder fachlich fragwürdig.

Man sollte nie vergessen: Bildung ist ein finanzkräftiger Markt. Die Zentralstelle für Fernunterricht prüft die Lehrgänge zwar, aber sie MACHEN sie nicht. D.h. sie prüfen sehr viele formale Kriterien, aber eine ausgiebige inhaltliche Prüfung ist nicht gewährleistet; zumindest keine, die eine Sicht eines Lernenden nachvollzieht.

Es gibt sehr viele Anbieter und sie alle werfen Angebote auf den Markt, die sie an den Mann bringen wollen.

Es sollte daher äußerst kritisch beäugt werden, ob das Angebotene wirklich den Nutzen bringt, den man sich davon verspricht.

Was wiederum eine Aussage über die "Anforderungen" an einen Fernlernenden macht: man braucht sehr viel Geduld ggf. schlechtes Material aufzuarbeiten und sich DENNOCH selbst zu motivieren.

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Hallo

Zur ZFU:

Die ZFU (bzw. die von ihnen hinzugezogenen externer Gutachter) überprüfen die Lehrgänge selbstverständlich auch inhaltlich - und zwar bis in die feinsten Feinheiten. ;-)

Ich gebe Dir alledings Recht: Weder die ZFU noch der Gutachter können sich wahrscheinlich voll und ganz in die Rolle eines Lerners hineinversetzen. Aber sie versuchen es nach Kräften...

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Du schmeißt hier aber schon einiges durcheinander, wenn Du eine staatliche Hochschule mit einem Fernkurs vergleichst. Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, musst Du dann schon Präsenzstudiengänge an staatlichen (und ggf. privaten) Hochschulen mit Fernstudiengängen an staatlichen (und ggf. privaten) Hochschulen miteinander vergleichen.

Und für diese gelten die gleichen Regeln: Sie müssen staatlich anerkannt sein und es wird durchaus auch die Qualität der Inhalte geprüft - bei den Studiengängen nach Bologna kommt außerdem die Akkreditierung hinzu. Die ZFU-Zulassung ist daher nur ein Aspekt, der ja auch nur für die privatwirtschaftlich organisierten Fernstudiengänge hinzu kommt.

Fernkurse hingegen kannst Du nur mit anderen Weiterbildungen bei VHS oder privaten Anbietern vergleichen. Hier stimme ich Dir in sofern zu, dass es im Fern- aber auch im Präsenzbereich eine große Bandbreite gibt, was die Qualität angeht. Die ZFU-Zulassung stellt hier zumindest sicher, dass die Rahmenbedingungen passen und der Kurs Mindestanforderungen an die Qualität erfüllt, aber mehr auch nicht - ist aber immer noch mehr, als bei privaten Präsenz-Angeboten, die jeder ohne Prüfung auf den Markt bringen kann.


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Wenn es um das Abitur geht, ist eine Präsenzschule von Vorteil; schlicht wegen der Möglichkeit Bafoeg zu bekommen usw.

Auch bei einer Vorbereitung auf das Abitur mit dem ILS (o.ä.) ist man BAFöG berechtigt. Das ist also kein Entscheidungskriterium.

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Für alles weitere (nicht-Abitur) sollte man sich eher überlegen, etwas an einer staatlichen Hochschule zu machen. Die meisten Fernkurse sind meiner Erfahrung nach (ich habe mit sehr vielen Leuten zu tun gehabt, die welche absolvieren wollten) fachlich mehr als kritisch zu betrachten: meist ist das Material veraltet oder fachlich fragwürdig.

Man sollte nie vergessen: Bildung ist ein finanzkräftiger Markt. Die Zentralstelle für Fernunterricht prüft die Lehrgänge zwar, aber sie MACHEN sie nicht. D.h. sie prüfen sehr viele formale Kriterien, aber eine ausgiebige inhaltliche Prüfung ist nicht gewährleistet; zumindest keine, die eine Sicht eines Lernenden nachvollzieht.

Es gibt sehr viele Anbieter und sie alle werfen Angebote auf den Markt, die sie an den Mann bringen wollen.

Es sollte daher äußerst kritisch beäugt werden, ob das Angebotene wirklich den Nutzen bringt, den man sich davon verspricht.

Was wiederum eine Aussage über die "Anforderungen" an einen Fernlernenden macht: man braucht sehr viel Geduld ggf. schlechtes Material aufzuarbeiten und sich DENNOCH selbst zu motivieren.

das kann dir aber bei einer Präsenzhochschule genauso passieren...ich denke die Qualitätsstandarts von Fernhhochschulen sind wesentlich vergleichbarerer als die von Präsenzhochschulen. Es ist leicht möglich, die Qualität von Studienbriefen und Klausuren (was ja die Herzstücke von Fernhochschulen sind) zu überprüfen. Aber ist es möglich, in jede Vorlesung, in jedes Seminar von Präsenzhochschulen jemanden zu setzen, der die Qualität überprüft? sicher nicht

Es gibt mit Sicherheit Präsenzhochschulen, die einen höheren Qualitätsstandart haben als Fernhochschulen. Genauso sicher gibt es aber Präsenzhochulen, die einen niedrigeren Standart haben (ich habe mal mit einem Studenten gesprochen, der von der Dozentin einen Fragekatalog von 20!! Fragen bekommen hat mit dem Hinweis, daraus würde sich die Klausur zusammensetzen).

Ich finde es insofern schwierig, alles über einen Kamm zu scheren. Schwarze Schafe gibt es immer und das wird sich wohl auch in Zukunft nicht vermeiden lassen. Aber jede Art der Fortbildung hat seine spezifischen Vor- und Nachteile und diese muss man sich im Vorfeld unbedingt klar machen.

Und wenn du mit deinem Fernstudium schlechte Erfahrungen gemacht hast, so tut mir das leid. Ich habe bei meinem eine Menge gelernt und davon profitiert.

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Und wenn du mit deinem Fernstudium schlechte Erfahrungen gemacht hast, so tut mir das leid. Ich habe bei meinem eine Menge gelernt und davon profitiert.

Ganz im Gegenteil. Mein Fernstudium war eine Bereicherung.

GERADE DESHALB jedoch blicke ich skeptisch auf das Thema Fernunterricht / Fernlernen. Denn nur weil etwas für MICH gut ist, heißt das noch längst nicht, dass es das für andere ist.

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Denn nur weil etwas für MICH gut ist, heißt das noch längst nicht, dass es das für andere ist.

Das ist aber doch eine Allgemeinaussage, die auf wirklich alles zutrifft. Es wird immer Dinge geben, die Dir oder mir gefallen, und anderen nicht. Blickst Du dann auf alles im Leben so skeptisch?


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