Sunny22

Hilfe bei Wahl von Fernstudiengang: Psychotherapie

10 Beiträge in diesem Thema

Hallo an alle,

ich bin eben erst auf dieses Forum gestoßen und hoffe, hier ein paat Tipps zu bekommen...

Ich studiere zurzeit Architektur (5. Semester) an einer Gesamthochschule,

bin allerdings nicht wirklich glücklich mit meiner Wahl. :(

Ich würde so gerne was in der Richtung Psychologie machen, was aber als Studium leider flach fällt, da ich einen Abischnitt von 3,2 hatte...

Jetzt habe ich gesehen, dass die bei ALH und ILS "Psychotherapie" als Fach anbieten. Das käme meinem Traumberuf ja schon nahe, nur habe ich keine Erfahrungen mit einem Fernstudium... Ist dieser Abschluss dann wirklich anerkannt? Es steht da was von "behördlicher Prüfung"... Und sind diese beiden Anbieter in diesem Fach gleichwertig?

Was kann man denn genau mit so einem Abschluss anfangen? Ich will mich nicht unbedingt direkt selbstständig machen...

Deshalb wäre es mir schon wichtig, dass ich auch

irgendwo "unterkomme".

:wink:

Vielleicht hat ja jemand diese Ausbildung angefangen und könnte mir somit etwas beratend zu Seite stehen. :lol: Oder gibt es evtl. noch andere Fernstudien, die was mit Psychologie zu tun haben? (Verhaltenstherapie etc....)

Bin für jede Art von Ratschlägen dankbar.

Liebe Grüße,

Sunny

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Wenn das Fernstudium auch auf Englisch sein darf, kommt evt. die Open University für dich in Frage.

Viele Grüße

Markus

bearbeitet von Markus Jung
Ungültige Links entfernt.

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Erst mal danke für die schnelle Antwort!

Bin zwar nicht schlecht in Englisch, aber das würde ich mir dann doch nicht zutrauen...

Mir ist vor allem wichtig die Frage beantwortet zu bekommen, was man mit so einem Abschluss machen kann...

Bitte helft mir! :wink:

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Hat denn keiner Erfahrungen auf diesem Gebiet??? :(

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Hallo Sunny!

Ich vermute Du meinst folgendes:

die angebotenen Fernlehrgänge, von denen Du berichtest, bereiten auf die behördliche Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz vor. Mit diesen Kursen bieten viele Institute Fernkurse an, mit denen Du nach Auskunft der Institute eben das nötige Grundwissen in Psychotherapie erlangen kannst um Dich dann bei Deinem zuständigen Gesundheitesamt für die Heilpraktikerprüfung Psychotherapie anzumelden. Das die umgangssprachlich als "Kleiner Heilpraktiker" bezeichnete Zulassung zur Heilkunde beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (der klassische Heilpraktiker "großer Heilpraktiker" darf sowohl körperliche als auch psychische Leiden behandeln, der "kleine Heilpraktiker" nur psychische Leiden) . Die Kurse sind bei einigen Anbietern von der Zentralstelle für Fernunterricht nach dem Fernunterrichtsgesetz überprüft. Dies kannst Du an den Zulassungsnummern erkennen (Es werden auch Kurse angeboten, die nicht überprüft sind). Die Ausbildungsangebote in diesem Bereich sind nicht gesetzlich geregelt. Du solltest beachten, dass es sehr viele Anbieter gibt, die solche Kurse im Programm haben (Fernlehrgang, Präsenzkurse, Selbststudium...). Die Qualität ist zum Teil sehr unterschiedlich. Einige Anbieter versenden auf Anfrage Probelektionen. Es handelt sich hier nicht um ein akademisches Fernstudium sondern um einen Fernlehrgang der von sehr unterschiedlichen Autoren verfasst sein kann. Auch Heilpraktikerschulen in Präsenzform haben solche Lehrgänge im Angebot: z.B. Paracelsus oder Amara oder Thalamus etc.... Weitere Fernkursanbieter sind z.B. Kreawi, Impulse, BTB. Wenn Du den Kurs abgeschlossen hast, bekommst Du von dem Institut eine Bescheinigung über die Teilnahme. Die kannst Du dann zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung beim Gesundheitsamt einreichen.

Wenn Du mal nach "Heilpraktiker Psychotherapie" googelst wirst Du sicher viele vertiefende Links finden.

Grüße

Crespin

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Vielen Dank für deine Antwort! Bringt mich schon ein Stück weiter. :D

Du hast recht mit deiner Vermutung: Ich möchte auf die Prüfung beim Gesundheitsamt durch so einen Fernlehrgang vorbereitet werden. Ich denke da an den, wie du es sagst "kleinen Heilpraktiker", da ich die physische Heilung (vorerst) nicht lernen möchte.

Ich interessiere mich nur für Kurse, die weitgehend ohne Präsenz auskommen, da ich ansonsten meist große Entfernungen in Kauf nehmen muss...

Kannst du mir einen Anbieter empfehlen? Ich habe im Moment ILS, SGD oder AHL im Auge...

Ich habe im Moment noch Bedenken, dass ich mit der Ausbildung nachher nur etwas anfangen kann, wenn ich mich selbstständig machen will. Das ist aber nicht unbedingt der Fall. (vielleicht später mal)

Gibt es auch Betriebe, Kliniken oder ähnliches die einen mit so einer Ausbildung einstellen?

Der Lehrgang "Personal Coach" wäre für mich auch noch interessant...

(vielleicht zusätzlich?)

Liebe Grüße,

Sunny

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Sorry, meinte natürlich ALH als Anbieter... :oops:

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Hallo nochmal...

-> Ich interessiere mich nur für Kurse, die weitgehend ohne Präsenz auskommen, da ich ansonsten meist große Entfernungen in Kauf nehmen muss...

Also es gibt eine Menge Kurse im Selbststudium oder Fernstudium die keine oder nur eine geringe Präsenzzeit vorsehen. Es gibt auch Kurse die ohne diese Präsenzzeiten auskommen wollen (Institut Kappel, Kreawi,BTB). Meiner Ansicht nach solltest Du bedenken, dass Du Dich auf eine therapeutische Tätigkeit vorbereitest und es in diesem Zusammenhang mehr als sinnvoll und auch nötig ist in Seminaren von erfahrenen Therapeuten zu lernen. Im Anschluss an die Zulassung durch das Gesundheitsamt wirst Du vermutlich ohnehin nicht ohne eine Zusatzausbildung auskommen. In den Kursen lernst Du in der Regel nur Krankheitslehre und grundsätzliches zu Therapieverfahren. Das bedeutet dann aber noch nicht, dass Du eine fundierte Therapietechnik beherrscht um einen Klienten zu behandeln. Und spätestens dann wirst Du vermutlich nicht um eine Ausbildung herumkommen, die mit viel Präsenz verbunden ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man fundiert Therapieverfahren rein im Selbststudium lernen kann. Dazu ist immer Begleitung und Supervision sowie Praxistraining nötig. Es gibt natürlich auch hier wieder Institute die "Therapieausbildungen" im Selbststudium oder nur mit wenigen Tagen Präsenz anbieten (BTB, Institut Kappel). Ich persönlich finde das bedenklich. Psychiater und Psychologische Psychotherapeuten haben mehrjährige Grundstudiengänge und nochmal mehrjährige Therapieausbildungen gemacht um diese Tätigkeit verantwortungsvoll ausüben zu können. Da kann ich mir kaum vorstellen, dass man mit solchen Selbststudienkursen tatsächlich die nötige Kompetenz erwirbt um erkrankten Menschen zu helfen. Aber das ist meine persönliche Meinung. Sicher gibt es dazu auch andere Sichtweisen.

Kannst du mir einen Anbieter empfehlen? Ich habe im Moment ILS, SGD oder AHL im Auge...

-> Empfehlungen möchte ich nicht so gerne aussprechen, da ich auch nicht weiss wie gut oder schlecht einzelne Anbieter sind. Ich kenne nur die Kurse zum Psychologischen Berater von Impulse und ALH. Daher kann ich zu der Qualität von Psychotherapiekursen der Anbieter nix sagen.

Hierzu kannst Du unter www. natur-forum.de sicher mehr Informationen und Austausch finden. Dort sind viele HP Anwärter und es wird sich dort auch über verschiedene Schulen ausgetauscht.

-> Ich habe im Moment noch Bedenken, dass ich mit der Ausbildung nachher nur etwas anfangen kann, wenn ich mich selbstständig machen will. Das ist aber nicht unbedingt der Fall. (vielleicht später mal)

Gibt es auch Betriebe, Kliniken oder ähnliches die einen mit so einer Ausbildung einstellen?

Soweit ich das überschaue werden Heilpraktiker kaum irgendwo eingestellt. Ich bin da nicht so bewandert, aber ich weiss aus dem klinischen Bereich (Krankenhäuser etc., - arbeite selbst in einem) dass dort keine HP´s zu finden sind. Das ist eben der Arbeitsbereich von Ärzten und Psychologischen Psychotherapeuten. Außerdem scheint es ja wohl auch einen berufspolitischen Streit zwischen Medizinern und HPs und den Psychologischen Psychotherapeuten / Psychiatern und den HP Psych. zu geben. Die HP´s werden immerwieder sehr kritisiert und in Frage gestellt. Sogar von Forderung nach Abschaffung des Heilpraktikergesetzes habe ich gelesen.

Ich hab bislang nur gehört, dass HP Psych in eigener Praxis oder als Freiberufler arbeiten.

-> Der Lehrgang "Personal Coach" wäre für mich auch noch interessant...

(vielleicht zusätzlich?)

Der ist, soweit ich das in Foren gelesen habe, ähnlich den Kursen des Psychologischen Beraters. Zum Psychologischen Berater kannst Du mit der Suchfunktion im Forum einiges an Postings finden.

Aber auch mit dieser "Ausbildung" wirst Du vermutlich keine Anstellung finden. Auch die PB´s und Personal Coach arbeiten, denke ich, eher freiberuflich (sinnvoller Weise z.B. auch als Zusatzqualifikation zu einem bestehenden Beruf). Die müssen sich gegen Psychologen und Pädagogen auf dem Markt behaupten. Vielleicht sind Tätigkeiten im Berich Ehrenamt oder Seelsorge der Kirche denkbar. Aber mit einer solchen Ausbildung wird es schwierig sein in Beratungsstellen oder ähnlichen Einrichtungen unterzukommen.

Gruß

Crespin

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Finde es wirklich super, dass du dir so viel Mühe damit machst, mir ausführlich zu antworten. Danke dafür! :)

Also, ich kann deine "Kritik" gut nachvollziehen. Würde genau so auf meinen Satz reagieren. Ich habe vor, mir mit dem Fernlehrgang ein theoretisches Wissen aufzubauen (was genau, weiß ich noch nicht so recht, Personal Coach, HP-Psychotherapie oder evtl. sogar Tierheilpraktiker) und nach der Theorie will ich dann erst bei einem Heilpraktiker praktische Erfahrungen sammeln und die wirklich wichtigen Dinge lernen. Ich würde mich nie einfach nur durch das Wissen aus dem Selbststudium in der Lage fühlen, einem Menschen mit psychischen Problemen zu helfen.

Diese Fernkurse kosten eben eine Menge Geld (was ich mir auch selbst nebenher erarbeiten muss) und da ist es einfach nur günstiger, wenn ich in dieser Zeit nicht soweit reisen muss...

Auf das Natur-Forum bin ich auch schon gestoßen und ich muss sagen, das ist schon eine gute Entscheidungshilfe.

Hast du selbst den Kurs zum PB gemacht?

Liebe Grüße,

Sunny

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Hi Sunny22:

vielleicht kann ich Dir ein bisschen mehr Infos geben als die anderen. Ich hab mich mal vor längerem auf den Hp Psych. vorbereitet gehabt und hab mich sehr gezielt auch mit Weiterbildung und Selbstständigkeit befasst. Ausserdem besteht ein Groß meines Bekanntenkreises aus selbstständigen HPs, die zum Teil auch in eigener Praxis arbeiten.

Erstmal zu den Lehrgängen: die Qualität ist sehr unterschiedlich und die Lehrgänge nicht unbedingt besser als an einer normal-schulischen Ausbildungsstätte. Die Sache ist aber in erster Linie, dass man ganz genau wissen sollte, was man damit anfängt. Und das hört sich jetzt vielleicht schwarzmalerisch an, aber Du konkurrierst im Endeffekt mit anderen, die bereits viel Erfahrung haben und diese Titel als Weiterbildung nutzen, insofern stehst Du mit Fernstudien auf verlorenem Posten, wenn Du Dir die Praxis nicht irgendwo anders aneignest.

Ich würde Dir also dringend(!) empfehlen, VORAB (und/oder zeitgleich) ein Praktikum in einer sozial-psychologischen Stelle zu machen und eventuell gleich herauszufinden, ob sie Dich mit einem HP Psych (was ein anerkannter, aber alternativer Titel ist, den Du also irgendwie durch praktische Ausrichtung stützen solltest) zu einem Training übernehmen würden, mit Aussicht auf Festanstellung.

Die Regel ist das noch nicht. In meinem Freundeskreis gibt es zwar vorallem eine sehr erfolgreiche junge HP, die in einer Gemeinschaftspraxis arbeitet, allerdings heisst erfolgreich nicht, dass sie schon davon leben könnte, sondern lediglich, dass sie mit Angeboten wie Labordiagnostik und Schmerztherapie auch gut bei den klassischen Ärzten mithalten kann. Und diese Aussicht wird sich in den nächsten 2-3 Jahren nicht ändern. Man wächst in diesem Bereich sehr langsam.

Coaching ist eine ganz heikle Sache, die ich Dir aus Gründen, die auf der Hand liegen, erst empfehlen würde, wenn Du viel viel Erfahrung hast - Coaching heisst nämlich, jemand anderen unter seine Fittiche zu nehmen und zu trainieren. Das machen meistens Spezialisten und Kommunikationsprofis, Durchschnittsalter 35-50, deswegen sind die Ausbildungen auch so teuer. Diese Dienstleister holen sich das meist durch Firmenschulungen wieder rein. Das gleiche gilt für Mediation: dazu ist meist eine vieljährige Erfahrung im juristischen oder psychologischen Bereich gefragt (das ist aber meist auch die Vorraussetzung durch den Anbieter).

Ich möchte Dich hier nicht runterschrauben, aber man hat schnell mal Illusionen, wie die Wirklichkeit aussehen könnte.

Meine Empfehlung wäre: es muss ja nicht Psychologie an der Uni sein, aber such Dir erst mal das Spezialgebiet aus, in das Du möglicherweise willst. Es ist schon viel konreter, wenn Du zB in die Logopädie willst, in einer Beratungsstelle arbeiten (zB für Sucht) oder was auch immer. Eine Spezialisierung brauchst Du nach der Zulassung sowieso, weil die Überprüfung alleine Dir nichts nutzt, ausser dass sie eine staatliche Zulassung bedeutet. D.h. Du darfst offiziell in Deutschland arbeiten.

Wenn Du aber weisst, was genau Dich glücklich macht, kannst Du Dich auch parallel damit befassen und den Titel für einen konkreten Berufszweig nutzen.

Und nachdem Du noch sehr unsicher scheinst: es eilt nicht immer so sehr wie es scheint...erlaub's Dir selbst, dass Du Dich für das entscheidest, worin Du für Dich als Job wirklich Sinn siehst - vergiss aber bitte nicht, dass es keinen ewig-angenehmen Job gibt (ich weiss nicht, was Dir an Deinem jetzigen Studium nicht gefällt, aber sei Dir dessen einfach bewusst, dass vorallem soziale Berufe Arbeit mit Menschen bedeuten und es da, vielleicht mehr als in anderen Bereichen, auch sehr schlechte Tage geben kann)...aber dann such Dir eine ordentliche Basis, weil das sonst mit dem Studien abbrechen auch mal schnell ausufert;-) mein gut-gemeinter-Ratschlag.

Ich hoffe, meine Tips helfen Dir was :-)

wenn Du gar nicht weisst, was machen, empfehle ich Dir, ein halbes Jahr oder länger in diversen Einrichtungen zu schnuppern. Hört sich vielleicht an wie verlorene Zeit, aber dann siehst Du einfach den Alltag. Petri Heil, viel Glück!

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