Conquer303

Weiterbildung, aber richtig!

20 Beiträge in diesem Thema

Hallo Leute,

seitdem ich von Ende Februar bis Mitte Mai kurzzeitig in die Arbeitslosigkeit "getaucht" war und durch diverse Vorstellungsgespräche gehen durfte ist mir eines klar geworden... ich brauche eine/mehre qualifizierte Weiterbildungen...

Kurz zu mir: Januar 2006 endete meine Ausbildung zum Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (bestanden). Seitdem bin ich in der Immobranche tätig. Vorab; ich habe die mittlere Reife... Bis dato ging es finanziell immer etwas bergauf. Mein neuer Job jedoch kostet mich gute 500 EURO brutto im Monat im Vergleich zum letzten. Aber hey, immer noch besser als zuhause zu sitzen....

Nun gut.. So weit der Stand der Dinge... Für mich steht fest, dass ich mich beruflich weiterentwickeln möchte.... eventuell auch in eine andere Richtung, wenn es denn Sinn macht. Ich könnte mir ein Fernstudium mit Präsenzunterricht am Wochenende vorstellen, aber auch ein reines Fernstudium.

Ich wohne zur Zeit in Flensburg, daher kann ich mich nur von Freitag bis Sonntag im Präsenzunterricht sehen lassen... Mal eben in der Woche von Flensburg nach sonst wo hin geht nicht so einfach...

Mögliche Richtungen sind:

- Immobranche (leitende Positon)

- It-Branche (Systemadmin bzw. Systemintegration: Linux-/Windows-Netzwerke)

- Betriebswirtschaft (leitende Position)

Mein Ziel: Möglichst sicherer Job mit möglichst hohem Gehalt (jaaa, klingt oberflächlich, ist aber so!)

Ich habe mir so ziemlich alles über die Fachmänner/Ökonomen/Bachelor und Master durchgelesen, was ich in den Tagen gefunden habe aber um so mehr ich las, desto unsicherer wurde ich. Was ist nun staatlich anerkannt, was in der Wirtschaft, welche Uni ist gut... IHK, FOM, VWA, Uni Hagen, usw... Ich will nicht irgend etwas besuchen, ich möchte dahin, wo jeder Arbeitgeber sagt: "Ja, das ist überzeugend!"

Natürlich will ich mich nicht irgendwie weiterbilden und später sagen: "Hauptsache Bildung!" Es muss erfolgsorientiert sein. Betriebliche Erfahrungen habe ich in so ziemlich allen Bereichen der Immowirtschaft. Im IT-Bereich bisher fast ausschließlich theoretische. Wie schwierig der Weg zum Erfolg ist, ist mir egal. Ich habe mir für die Weiterbildungsangelenheit insgesamt 5 bis 6 Jahre gegeben, gerne auch mit Erfolgsabschnitten (innerhalb der Zeit schon weitere Qualifizierungen, die es mir ermöglichen mehr Geld zu verdienen).

Mal so ein "Hirngespinnst":

Erstmal den Fachwirt (staatlich anerkannt bzw. wirtschaftlich anerkannt) Dadurch Jobwechsel mit mehr Gehalt. Durch diese "Vorbildung" wäre es dann sinnvoll, wenn mann dann z.B. die Zeit des Bachelorstudiums verkürzen könnte (darüber habe ich leider nichts aussagekräftiges gefunden)....Dann also den Bachelor. Dadurch mögliche Gehaltserhöhungen. Und zum Schluss den Master!

Apropos Bachelor und Master... Habe ich das jetzt richtig verstanden:

Für IT-Integration: Bachelor/Master of Science bzw. Bachelor/Master of Arts

Für Immo: Bachelor/Master of Arts oder Bachelor/Master of Business Administration

Irgendwie glaubt/sagt da jeder was anderes.... Ich will aber nicht glauben!!!! Wenn ich Geld in die Hand nehme, dann will ich wissen!!!! Also was soll ich studieren und wo? Ich will nicht nur gut, ich möchte sehr gut! Also ILS und SGD habe ich schon so gut wie ausgeschlossen! Die sollen nicht immer auf dem aktuellsten Stand der Dinge sein. Ein Freund hat bei SGD "studiert" und fand bei der Prüfung heraus, dass viel Lernmaterial einfach schon veraltet waren... Er hat es zwar bestanden, aber eben nicht so, wie er wollte... Und ich kenne ihn gut!! Der hat das Material nicht nur gelesen, der hat es verschlungen! Also nix da falsch gelernt.

Sorry für soo viel Text, aber mir ist das halt alles sehr sehr wichtig... Ich habe nur versucht meinen Standpunkt klar und deutlich zu machen.... Ich brauche halt keine la la Antworten.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus!

LG, Stephan

bearbeitet von Conquer303

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Hallo Stephan,

es freut mich, dass Du Dir schon grob im Klaren darüber bist, wohin Du willst. Jetzt geht es ja nur noch darum, den optimalen Weg zu finden.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann gehst Du davon aus, dass Du "nur" wegen einer Aufstiegsfortbildung - egal ob Studium oder ähnliches - mehr Gehalt bekommst, welches Du dann in die nächste Ausbildung investieren kannst.

Nach meiner Meinung freuen sich viele Arbeitgeber, wenn ihre Mitarbeiter sich weiterqualifizieren - sie honorieren es allerdings nur selten finanziell. Viel ist häufig schon gekonnt, wenn sich der Arbeitgeber an einer Weiterbildung finanziell beteiligt. Andere Arbeitgeber setzen sowas unter dem Aspekt "Investition in den eigenen Arbeitsplatz" stillschweigend voraus.

Eine weitere Problematik ist die, dass man nach meiner Erfahrung nicht unbedingt aufsteigt - und mehr verdient - nur weil man ein Diplom in der Tasche hat. Häufig ziehen Menschen mit weitaus schlechteren Qualifikationen an einen vorbei - die aber die besseren Beziehungen hatten.

Daher mein Lösungsvorschlag: Fange mit dem Weiterbildungsbereich an, der Dir am meisten Spaß bereitet. Ich kenne viele Menschen, die viel Geld verdienen nur weil sie das tun und gemacht haben, was ihnen Freude bereitet. Eine Weiterbildung nur wegen der Aussicht auf mehr Gehalt zu belegen halte ich für sehr anspruchsvoll - schließlich sind ja einige Jahre Ausdauer beim nebenberuflichen Lernen gefordert.

Mache Dir Gedanken, wo Du in 10 Jahren stehen willst. Überlege genau, was Dir dazu fehlt, damit Du an dieser Stelle bist - und richte darauf Deine Ausbildung aus. Möglicherweise ist der Bildungsweg bis hin zum Master gar nicht unbedingt das Optimum für Dich, da Du Dich vielleicht auch auf einer anderen Art und Weise mit anderen Seminaren im Arbeitsmarkt positionieren kannst.

Alles richtig im Leben - auch in der Weiterbildung - kann man leider nur selten machen. Denn mit der zunehmenden Entwicklung merkt man immer mehr Dinge, die man vorher gar nicht wahrgenommen hat. Im Rückblick betrachtet, würden viele einiges anders machen. Deswegen würden echte Wahrsager auch das meiste Geld verdienen.... Also fange an und lege los!

Frohes schaffen

wünscht

Oliver


Oliver Schumacher

Lingen/Ems - Niedersachsen

Diplom-Betriebswirt (FH)

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Hallo Oliver,

danke für Dein gutes Statement. Und ich muss Dir beipflichten. Ein Studium alleine berechtigt einen nicht dazu mehr Geld zu verdienen.

Mein jetztiger Arbeitgeber wird mir deswegen auch kaum mehr Geld zusprechen. Eine kleine Gehaltserhöhung wird es auf jeden Fall nach Beendigung der Probezeit geben. Mein Arbeitgeber hat schon durchblicken lassen, dass er mich auf jeden Fall weiter beschäftigen möchte aber er weiss auch, dass ich für die ersten 6 Monate auf Geld verzichtet habe.

Meiner Ansicht nach gibt es 5 Gründe, die zu einer Weiterbeschäftigung führen:

a: Der Arbeitgeber möchte einen weiter beschäftigen.

b: Der Job muss Spaß machen.

c: Die Kollgen müssen passen.

d: Das Finanzielle muss stimmen.

e: Die Arbeitszeiten und Urlaubstage müssen passen.

Bei mir sind d und e eben noch unterirdisch.

Sollten die Grenzen des Arbeitgebers dann immernoch zu weit unter den Mindesterwartungen des Arbeitnehmers liegen, muss der Arbeitnehmer halt Gründe vorlegen können, die für andere Arbeitgeber Grund genug sein Ihn einzustellen oder man sollte sich so weit gebildet haben auch in anderen Berufssparten Fuss fassen zu können. Daher mein Gedanke sich auf im Bereich Informatik weiterzubilden. Ob das allerdings wirklich in meinem Alter (Mitte 30) noch Sinn macht ist eben die Frage. Denn wie schon gesagt, praktische Erfahrung kann ich kaum bieten.

Ich will ja nicht gleich reich werden, aber so in 5 bis 6 Jahren muss so viel Geld da sein, um Kinder ohne Sorgen aufziehen zu können, mal in den Urlaub zu fahren und ein Hausbau wäre auch nicht schlecht.

Wäre schön, wenn ich von Euch noch weitere Hilfestellungen zu meine ganzen Fragen bekommen könnte.

Viele Grüße, Stephan

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Moin,

ist schon schwer was passendes in der Immo-Branche zu finden. Bin seit Jahresanfang an der Steinbeis eingeschrieben. Da gibts den Bachelor Real Estate. Das ganze läuft in Verbindung mit der DIA in Freiburg. Allerdings sind 2 x pro Jahr Präsenzen angesagt - wobei mir persönlich diese Lernform eher zusagt als reines Fern-Lernen.

Ähnliches bietet noch die ebs, wobei da zu viele Präsenzen nötig sind (bist kaum noch im Büro).

Alternativ vielleicht erstmal den Fachwirt über ILS/SGD machen und danach weiterschauen - glaub an der ADI kann man dann noch mit mäßigem Präsenz-Aufwand studieren.

Gruß,

moep3fx

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In der Immobilienbranche ist glaube ich einerseits die bereits erwähnte DIA nicht verkehrt und ansonsten natürlich (leider aber sehr teuer) die ebs und IREBS. In Bochum gibt es die EBZ, deren Ruf kann ich aber nicht recht einschätzen - ist aber auch ziemlich teuer, da kann man auch gleich zur ebs gehen. Alternative im Immobilienbereich wäre das noch relativ junge Feld (auf eigene Ausbildungsgänge bezogen) des Facility Managements. Hierzu gibt es Fachwirte (sollten GEFMA zertifiziert sein) oder Studiengänge (z. B. Bachelor bei der HFH).

IT und BWL sind vielleicht günstiger in der Ausbildung (weil mehr Auswahl/Wettbewerb).


Derzeit: Master Arbeits- & Organisationspsychologie an der Universität Wuppertal

Abgeschlossen: Bachelor BWL an der HFH

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Fachwirt FM (GEFMA) hab ich gemacht - meiner persönlichen Auffasung nach widerspricht das dem Slogan "Weiterbildung, aber richtig!". War nett, gab ein paar oberflächliche Einblicke in die FM-Welt, die auch interessant waren, aber richtig dolle lehrreich wars irgendwie nicht.

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Also da dir ein beruflicher Aufstieg und gute Verdienstchancen besonders wichtig sind, würde ich dir am ehesten raten, in einen Bachelor einzusteigen. Mit der mittleren Reife, einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Praxiserfahrung hättest du an den verschiedenen Fern-Fachhochschulen jedenfalls die Möglichkeit (unterschiedliche weitere Voraussetzungen), ein Bachelorstudium zu beginnen.

Mit deinen Voraussetzungen kannst du z.B. an der AKAD direkt mit einem Probestudium Bachelor beginnen. Während des Probestudiums erbringst du die gleichen Leistungen wie ein "normaler" Student. Je nach Studiengang mußt du dann noch 1 - 2 Fächer zusätzlich belegen (nennt sich Propädeutikum), um in bestimmten Bereichen das notwendige Niveau zu erreichen (z.B: Mathematik, etc.).

Die normale Variante (nicht Sprintvariante) dauert 4 Jahre, kann aber kostenlos und nach Ablauf der kostenlosen Verlängerung zu derzeit 98,00 Euro weiter verlängert werden.

Ich persönlich bin auch der Meinung, dass es sehr wichtig ist, dass einem ein Studiengang gefällt. ABER ich kann mir auch vorstellen, dass bei anderen Menschen die Motivation, eine bestimmte Position erreichen zu wollen, auch sehr stark sein kann. Du mußt wissen, wie diszipliniert du bist, da es vermutlich in diesem Fall noch mehr Disziplin benötigt, sich mit Dingen zu beschäfitgen, die einem nicht so sehr am Herzen liegen.

Ausser der AKAD kann ich dir den Studiengang der EURO-FH "Wirschaftsrecht" mit dem Schwerpunkt "Steuerrecht" empfehlen, rein unter dem Aspekt der späteren Beschäftigungs- und Verdienstchancen (das meine ich nicht auf diesen speziellen Studiengang bezogen, sondern auf die Branche der Steuerberatung!). Auch bei der Euro-FH dürftest du bei deinen Voraussetzungen die Möglichkeit haben, mit dem Studium zu beginnen. Aber da kenne ich mich nicht so gut aus, da ich selbst an der AKAD bin.

Grüße

Elke


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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du solltest dir zunächst Gedanken machen, ob du später eher in der IT oder im Immobiliensektor tätig sein möchtest...und dementsprechend dein Studium auswählen...

BWL ist natürlich in allen Branchen anwendbar - vielleicht gibt es irgendwo eine Hochschule, bei der du einen Schwerpunkt "Immoblienwirtschaft" belegen kannst. Ansonsten: wenn du gut Geld verdienen willst, liegst du mit dem Schwerpunkt Steuern oder Rechnungswesen/Controlling sicher nicht falsch.

Bei der HFH kannst du BWL mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik (oder auch die beiden anderen) studieren: https://www.hamburger-fh.de/studienangebot/bwl/index.php

außerdem gibt es dort einen eigenständigen Studiengang "Facility Management": https://www.hamburger-fh.de/studienangebot/facility/index.php

viellleicht wär das auch was für dich - da geht es aber eher um Immobilienverwaltung.

viel Erfolg bei deiner Entscheidung!

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Vielen Dank Euch allen schon einmal für die konstruktiven Beiträge.

Werde auf jeden Fall mal die Voraussetzungen für ein sofortigen Bachelor-Einstieg prüfen.

Wisst Ihr rein zufällig, ob man den Bachelor verkürzen kann, wenn man den Fachwirt macht? Wenn nicht, würde die Auswahl sowie so schon mal erleichtert werden.

Die HFH ist ja ACQUIN akkreditiert, während die FOM FIBAA akkreditiert ist. Welche Akkreditierung ist denn mehr angesehen?

LG, Stephan

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Ein paar Fragen sind ja noch offen....

1. Würde es in meinem Alter (33) noch Sinn machen auf IT umzusteigen?

2. ACQUIN gegen FIBAA - Welche Akkreditierung ist denn mehr angesehen?

3. Verkürzung mit Bachelor möglich?

LG, Stephan

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