Andre2882

Master Banking and Finance / Studienunterlagen AKAD allgemein

9 Beiträge in diesem Thema

Hallo Leute,

schon seit längerem spiele ich mit dem Gedanken, ein Fernstudium im Bereich Banken/Finanzdienstleistungen zu beginnen. Leider gibt es noch nicht allzu viele berufsbegleitende Masterprogramme mit diesem Schwerpunkt. Ein bekannter Anbieter eines solches Studienganges ist natürlich die AKAD bzw. WHL in Lahr. Ich habe mich daher intensiv über das Studium informiert. Unter anderem habe ich eine Informationsveranstaltung in Stuttgart besucht und ich war bei einem persönlichen Beratungstermin in Lahr. Hierzu muss ich sagen, dass der Anbieter einen sehr professionellen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Vor allem das Beratungsgespräch war sehr kompetent, freundlich und zuvorkommend.

Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen: Bei meinem Termin in Lahr wurde mir auch die Möglichkeit eröffnet, die Studienunterlagen anzuschauen. Dies fand ich hervorragend und äußerst transparent, weswegen ich das Angebot gerne angenommen habe. Allerdings war ich hinsichtlich des Umfanges der Studienbriefe sehr überrascht. Ich ging davon aus, dass man einige Studienbriefe mit einem Umfang von mehreren hundert Seiten zum Selbststudium erhält. So ist es bspw. bei der TU Kaiserslautern im Master-Studiengang Wirtschaftsrecht (den absolviert gerade ein Freund von mir). Hier hatten die Studienbriefe teilweise gerade mal 20 oder 30 Seiten. Bei der WHL ist es so, dass viel mit Standard-Lehrbüchern gearbeitet wird, die man zu den Lehrbriefen zugeschickt bekommt. Die Studienbriefe geben praktisch nur eine Anleitung, was man lesen soll und stellen dem Leser am Ende eines Kapitels zusätzlich Übungsaufgaben. Daneben gibt es Beihefte, in denen Zeitungsartikel o. ä. zusammengetragen werden, die ebenfalls relevant sind. In Anbetracht des m. E. saftigen Preisen von insg. 14.220 € war ich diesbezüglich sehr enttäuscht. Ich hätte die Gebühren besser nachvollziehen können, wenn ich gesehen hätte, dass sich hier namhafte Autoren die Arbeit gemacht haben, um den komplexen Stoff in didaktisch für das Fernstudium zugeschnitten Studienbriefen aufzubereiten. Stattdessen erhält man "Leseanleitungen" für Standardliteratur, die oftmals von den betreuenden Professoren selbst verfasst wurde. Irgendwie komme ich mir da etwas "abgezockt" vor in Anbetracht des hohen Preises, insbesondere wenn ich den bereits o. g. Studiengang Wirtschaftsrecht an der TU Kaiserslautern damit vergleiche, bei dem eigens für diesen Studiengang Lehrmaterial verfasst wurde, bei einem Gesamtpreis von ca. 4.200 € (also 10.000 € günstiger!).

Ich wäre euch für Rückmeldungen hierzu sehr dankbar, also ob ich das völlig falsch sehe oder ob ihr das auch nachvollziehen könnt. Dieser Umstand hindert mich u. a. wirklich daran, das Studium aufzunehmen. Kosten und Leistung stehen für mich einfach nicht in einem adäquaten Verhältnis zueinander.

Wird diese Vorgehensweise (Bücher+Leseanleitung) bei anderen Studiengängen der AKAD bzw. WHL auch praktiziert? Oder ist hier sogar jemand anwesen, der den Masterstudiengang Banking und Finance gerade absolviert und kann mir hierzu berichten?

Des Weiteren wollte ich euch noch fragen (sofern ich das unter diesem Thema darf): Habt ihr andere Vorschläge für ein (im Idealfall kostengünstiges) Studium im Bereich Banking? Ich habe mich schon verschiedentlich umgeschaut, aber leider gibt es nur sehr wenige Alternativen mit überwiegend deutschem Sprachanteil (Frankfurt School, Steinbeis mit gleichen Konzept / von Prof. Lister aufgebaut, war vorher bei AKAD!), die allerdings noch teurer sind...

Also sorry für meinen langen Text! Für zahlreiche Rückmeldungen/Meinungen wäre ich euch sehr dankbar!

Viele Grüße,

André

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Hallo,

genau diese Gedanken habe ich auch gerade.

Ich interessiere mich für den MSc. Wirtschaftsinformatik bei AKAD und bei der FH Köln/Dortmund im Verbundstudium. Während es bei dem Verbundstudium eigens von einem Institut erstellte Studien-Unterlagen gibt, werden bei AKAD in den meisten IT-Fächern Bücher mit Research Guides verwendet.

Ich sehe es ähnlich, dass Lehrbücher nicht mit eigens für das Fernstudium erstellte Unterlagen vergleichbar sind und die Studiengebühren im Falle der Lehrbücher dann zu hoch sind.

Das Verbundstudium kostet alles in Allem ca. 3.500€ gegenüber 12.000€ bei AKAD. Ob es sich dabei um eine staatliche oder private Hochschule handelt, ist mir als Absolvent eines letztlich egal.

Viele Grüße,

Silke


MSc. IT im Gesundheitswesen Donau-Universität Krems (2016)

Diplom (FH) Informationsmanagement (2000)

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Hallo,

ich kann mir vorstellen, dass nur wenig aufbereitetes Material vorhanden ist, da die Studiengänge noch recht neu sind. Von den Diplom- und Bachelorstudiengängen weiß ich, dass hier fast jedes Modul eigene Studienbriefe besitzt.

Der Preisunterschied von einer öffentlichen Hochschule und AKAD resultiert natürlich daraus, dass sich eine öffentliche Hochschule nicht zum größten Teil aus den Studiengebühren tragen muss.

Zurück zu den Studienbriefen: Hier gebe ich euch vollkommen recht. Ohne die Unterlagen für den Master zu kennen würde ich mir für diesen ebenso aufbereitete Unterlagen wünschen wie für meinen Diplom-FH-Studiengang.

Beste Grüße

Matthias

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Hallo

und vielen Dank für eure Antworten! Es beruhigt mich, dass nicht nur mich das Konzept mit den Büchern stört.

@Matthias: Der Master-Studiengang in Banking und Finance ist kein neuer Studiengang, den gibt es mind. seit 2003. Ich denke in dieser Zeit hätte man es schon schaffen können, Lehrbriefe zu entwickeln. Auffällig ist allerdings, dass der Vorgänger des aktuellen Lehrstuhlinhabers von Finance and Banking an der WHL, Prof. Dr. Lister, einen sehr ähnlichen Studiengang an der Steinbeis Hochschule aufgebaut hat. Ein Arbeitskollege von mir absolviert diesen gerade und hat mir gesagt, dass es dort genau so funktioniert: Zu fast allen Modulen werden Bücher verschickt mit entsprechenden Leseanleitungen. Das Studium an der Steinbeis ist sogar noch teurer (mind. 18.800 €!). Dieses Studienkonzept scheint also eine "Erfindung" von Herrn Lister zu sein, zumindest für den Bankenbereich. Wie gesagt, ich empfinde es in gewisser Weise als "Geldmacherei" und, überspitzt ausgedrückt, Vermarktungsplattform für die Bücher der Dozenten.

Nochmal @Matthias: Bezüglich der Studiengebühren hast du ja argumentiert, dass eine private Einrichtung wie die AKAD/WHL sich gänzlich durch die Studiengebühren finanzieren muss. Daher sei es verständlich, dass die Studiengebühren höher liegen, als bei einer staatlichen Hochschule. Du hast damit sicher recht, jedoch kann ich den Preis von fast 15.000 € selbst dann nicht nachvollziehen. Wie Silke richtig angemerkt hat, ist es mir als Studenten außerdem relativ egal, ob der Titel von einer privaten oder staatlichen Hochschule verliehen wird. Meines Erachtens müsste sich eine private Hochschule bei höheren Gebühren auch durch eine bessere Leistung auszahlen und das sehe ich bei der Versendung von Büchern eben nicht. Wie gesagt, dies wird etwas relativiert, wenn man die Gebühren anderer Anbieter wie z. B. der Frankfurt School sieht. Da ist die WHL wieder "relativ günstig". Wahrscheinlich gehen die Hochschulen einfach davon aus, dass Banker so viel Geld verdienen, dass sie auch hohe Studiengebühren locker tragen können. ;-)

Viele Grüße,

André

P.S.: Wie gesagt, falls jemand noch einen Tipp bezüglich einem Studium im Bereich Banking für mich hat, wäre ich dafür sehr dankbar!

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Dieses Studienkonzept scheint also eine "Erfindung" von Herrn Lister zu sein, zumindest für den Bankenbereich.

Ist es sicherlich nicht, dass entspricht dem amerikanischen Prinzip des Fernstudiums, da gibt es in der Regel auch einen Katalog von Büchern, die man zu bearbeiten hat - damit läuft das Ganze in dem Bereich 1:1 wie in Präsenz.

Meines Erachtens müsste sich eine private Hochschule bei höheren Gebühren auch durch eine bessere Leistung auszahlen und das sehe ich bei der Versendung von Büchern eben nicht.

Ich würde das Fehlen von speziell aufbereiteten Unterlagen nicht unbedingt so negativ bewerten. Wichtig ist viel mehr, dass die Bücher auch tatsächlich zum Selbststudium geeignet sind.

Allerdings ist das im Zusammenhang mit der Preisgestaltung natürlich schon nochmal ein anderes Thema. Die Frage ist dann, wo das gezahlte Geld hingeht. In die Studienbriefgestaltung schonmal nicht, also sollte man viel hinsichtlich Betreuung, Ausstattung und Sonstigem erwarten können. Falls das gegeben ist, sollten die Sache mit den Bücher nicht so dramatisch sein bzw. zumindest relativiert werden können.

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Huhu ihr bereits schlauen Leute,

also ich habe meine Anmeldung, Studienführer usw. grad vor mir liegen ich weiß nicht ob des des Angebot ist was ihr sucht aber die Diploma FH Nordhessen hat in den Unterlagen einen Master of Arts "Wirtschaft und Recht" (M.A.) mit den Schwerpunkten Arbeitsrecht, Finanzdienstleistungen, Steuern und Revision und Versicherungsrecht...und so wie ich des seh für 9.000 - 10.000 €, Dauer 4 Semester, um 4 weitere kostenlos verlängerbar, Vorraussetzungen: bestandene Bachelor- oder Diplomprüfung, wer nur den Anschluß Befriedigen hat muss ein mündliches Eignungsgespräch führen.

So das hab ich mal kurz zusammengefasst und rausgeschrieben.

Lg

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@Sonnenschein23: Vielen Dank für den Hinweis, die Diploma habe ich diesbezüglich auch schon "auf dem Radar", wobei ich hier schon ein paar negative Eindrücke bei Anfragen gewonnen habe.

@Wybren: Das mit "Erfindung" war auch nicht wörtlich gemeint, deswegen auch die Anführungszeichen. Bei deutschen Fernstudiengängen habe ich allerdings bisher noch kein Konzept gesehen, das so stark auf Bücher abstellt.

Ich gebe dir Recht, man sollte die Gebühren nicht nur auf die Lernunterlagen beziehen, andere Aspekte sind sicherlich auch im Zusammenhang zu würdigen. Jedoch sind die Studienmaterialien und ggf. Präsenzunterrichte für mich die mit Abstand wichtigsten Qualitätsfaktoren bei einem Fernstudium, die dann auch gerne etwas kosten dürfen, wenn sie gut sind. Die Betreuung kann für mich keine 10 TEUR und mehr ausmachen. Außerdem frage ich mich, wie bspw. die TU Kaiserslautern (Fernstudiengang Wirtschaftsrecht, ca. 4.000 €) oder die PFH Göttingen (z. B. M. A. Advanced Management, ca. 7.500 €) es schaffen, das Studium zu deutlich geringen Kosten anbieten zu können. Und hier werden sogar eigens angefertigte Studienbriefe verwendet. Wie gesagt, ich finde Studiengebühren und Leistung stehen für mich bei der AKAD bzw. WHL einfach nicht in einem adäquaten Verhältnis, auch wenn sich die Studiengänge wirklich sehr gut anhören.

Gibt es zufällig noch weitere Vorschläge für ein Fernstudium im Bereich Banking?

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Hallo zusammen,

ich interessiere mich ebenfalls für den Master of Finance an der WHL. Ich habe mich nun schon seit längerem mit dem Thema befasst. Für mich kommt nur ein Master mit starkem Bezug auf Finance in Frage und ich würde gerne Vollzeit weiterarbeiten.

Dies wird nur vom Master an der WHL erfüllt! Alle anderen Programme die in Frage kommen sind leider alle Teilzeit (Frankfurt Scool of Finance etc...)

Das Kosten/Leistungsverhältnis gefällt mir allerdings auch nicht besonders gut! Die Frage nach den Lehrmitteln hat sich bei mir auch schon gestellt - weswegen ich auch immernoch unentschlossen bin!

Für Anregungen bezüglich anderer Alternativen wäre ich dankbar!

Viele Grüße und schonmal danke für die Antworten!

Florian

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Hallo,

bei meiner Recherche über das Studium Master Finance & Banking bin ich auf diesem Thread gestossen. Da ich das gleiche Anliegen habe, wollte ich mal nachhören, ob einer der Threadteilnehmer das Studium realisiert oder eine Alternative gefunden hat?

Viele Grüße,

To

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