flox

Tipps für Studienanfänger Verfahrenstechnik / LT, Maschinenbau, E-Technik

46 Beiträge in diesem Thema

Bekanntermaßen hat die Hochschule Anhalt ein recht umfangreiches Angebot an technischen Fernstudiengängen. An dieser Stelle möchte ich ein paar Tipps an künftige Fernstudenten der Studiengänge Verfahrenstechnik, Lebensmitteltechnologie, Maschinenbau und Elektrotechnik richten:

1. Für die meisten technischen Fernstudiengänge gilt ein Numerus Clausus. Ausnahmen sind (derzeit noch) Verfahrenstechnik und Lebensmitteltechnologie. Es gibt aber nicht in allen NC-Fächern immer tatsächlich so viele Bewerber, dass der NC zur Anwendung kommt.

2. Die Anforderungen in Mathematik sind relativ hoch und wer hier nicht sattelfest ist, kann im ersten oder zweiten Semester ernste Probleme bekommen.

3. Wer kein (Fach-)Abitur hat, sollte deshalb den Vorbereitungskurs für qualifizierte Berufstätige belegen. Der Vorbereitungskurs beginnt i.d.R. im März und endet im September (ein Semester). Die Präsenzveranstaltungen des Vorbereitungskurses finden etwa alle 2 Wochen (Freitag nachmittag und Samstag) statt.

4. Wer kein (Fach-)Abitur und auch keine Meister-/Technikerprüfung vorweisen kann, muss eine Aufnahmeprüfung an der Hochschule Anhalt bestehen ("Feststellungsprüfung" genannt). Achtung! Hier gilt ein anderer Bewerbungsschluss (derzeit 30. April für das Wintersemester). Allgemeine Aussagen zu dieser Prüfung sind kaum zu treffen, weil sie abhängig vom Studienfach und sogar von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfällt. Ein Spaziergang ist diese Prüfung aber auf keinen Fall!

Wer noch Fragen hat, kann einfach hier antworten!

Gruß

flox

bearbeitet von flox

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Moin,

schon mal vielen Dank das hier Jemand Tips einstellt,

leider habe ich dach Gefühl, das es hier nicht viele mit Erfahrungen von der FH Köthen gibt.

Ich kämpfe immer noch mit mir mich dort einzuschreiben:

-> Ich wohne im Norden, arbeite im Schichtdienst und habe Familie mit zwei Jungs (beide 7 Jahre)...

sind glaube ich nicht die besten Vorraussetzungen für ein Fernstudium.:confused:

-> Vorteile habe 3 Semester Verfahrenstechnik in Hamburg Bergedorf ( 1996 - 1998) hinter mir.....

Auf jeden Fall suche ich Mitstreiter, die entwerder zum SS2011 oder eher zum WS2011 sich auch einschreiben wollen.

und vieleicht auch aus meiner "Ecke" kommen, - wünschenswert aber keine Vorraussetzung

Über mehr Info bzw. Erfahrungen an der FH Köthen im Bereich Verfahrenstechnik wäre ich daher Dankbar....

viele Grüße

........

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Also Familie haben sehr viele Fernstudenten, im Schichtdienst arbeiten auch einige. Das macht die Sache einerseits sicher nicht leichter, aber andererseits ist ein Fernstudium oft auch die einzige Lernform die flexibel genug ist, so dass es überhaupt bei diesen Voraussetzungen klappen kann.

Bist Du schon auf die FH Köthen festgelegt, oder kommen für Dich ggf. auch andere Anbieter in Frage?

Viele Grüße

Markus


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Hallo Surver,

den zeitlichen und psychischen (v.a. in Bezug auf die Familie) Aufwand kannst Du erst beurteilen, wenn Du es ausprobierst. In Köthen halten sich die Kosten in Grenzen. Deshalb hab ich mir damals gedacht, ich probier es mal aus und sag lieber nach 1,2,3 Semester „Schnauze voll“, bevor ich nach einigen Jahren sage „hättest Du doch…“.

Schichtbetrieb muß kein Nachteil sein. Dann hast Du auch mal frei, wenn Deine Familie auf Arbeit/in der Schule ist, und kannst dann ungestört lernen. Ausschlafen bis zur Mittagsschicht wird allerdings nicht mehr drin sein ;-). Ein Problem kann allerdings hin und wieder der freie Freitag für den Präsenztermin sein. Das geht aber anderen auch so. Präsenztermine sind zwar i.d.R. nicht Pflicht (außer Praktika und Klausuren), aber da erfährst Du, was Du lernen musst.

Wenn Du schon 3 Semester studiert hast, dann würde ich gleich mal unverbindlich prüfen lassen, was davon angerechnet werden kann. Dann sparst Du Dir schon ein paar Semester (von 9). Das reduziert den Aufwand doch auch schon und die 3 Semester waren nicht umsonst. Das ist übrigens auch die einzige Möglichkeit, im SS einzuschreiben. Ansonsten beginnt das 1. Semester immer zum WS. Es gibt keinen individuellen Beginn (außer eben bei angerechneten Leistungen). Man durchläuft das Studium wie ein Klassenverbund mit den gleichen Präsenzen und den gleichen Klausuren…

Fazit: Ich würd’s probieren.

Viele Grüße

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Hallo und Danke .....

das stimmt flexibel ist die Variante, und finaziell kann ich ein Vollzeitstudium eh nicht wuppen,

war ein Grund warum ich damals aufgegeben habe, hatte nebenbei mehr gearbeitet als in den Vorlesungen

zu sitzen.

die FH Köthen ist meines erachtens die einzige FH die Verfahrenstechnik auf Fernschulbasis anbietet.....

lasse mich aber genre eines besseren belehren, vieleicht gibt es eine die "dichter" dran ist.....

laut Google gibt es leider keine anderen .....

Danke und viele grüße Lutz

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danke more ,

probieren werde ich es wohl, hatte seiner zeit schon mal nachgefragt ob evtl. einige Scheine anerkannt werden würden.

Soll aufgrund der unterschiedlichen Schulform und Abschlusses nicht möglich sein......

viele Grüße Lutz

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Hallo Lutz!

schon mal vielen Dank das hier Jemand Tips einstellt,

leider habe ich dach Gefühl, das es hier nicht viele mit Erfahrungen von der FH Köthen gibt.

Gern geschehen. :) Seinerzeit konnte ich selbst kaum Informationen / Erfahrungsberichte von Studenten finden, deshalb habe ich hier mal ein bisschen 'was geschrieben. Übrigens nennt sich der Laden inzwischen "Hochschule Anhalt (FH)".

die FH Köthen ist meines erachtens die einzige FH die Verfahrenstechnik auf Fernschulbasis anbietet.....

An der Uni Dresden gibt es ebenfalls ein Fernstudium Verfahrenstechnik - es handelt um einen Diplomstudiengang (Uni). Dieser hat eine Regelstudienzeit von 18 (!) Semestern.

Ich wohne im Norden, arbeite im Schichtdienst und habe Familie mit zwei Jungs (beide 7 Jahre)...

Ich wohne übrigens auch in Norddeutschland und habe Familie. Die Anreise nach Köthen 1x pro Monat ist eigentlich nicht das Problem. (Während des Vorbereitungskurses musste ich im Durchschnitt alle zwei Wochen nach Köthen fahren, dass war deutlich anstrengender.) Ich fahre am liebsten mit der Bahn, dann kann man während der Reisezeit noch ein bisschen lernen.

Allerdings ist es wichtig, dass der Arbeitgeber mitspielt. Man hat pro Semester 4-5 Präsenz-Wochenenden (Freitag nachmittags und Samstag bis mittags). Wenn die Anreise etwas weiter ist und man folglich den kompletten Freitag braucht, muss man also schon mal 8-10 Tage Urlaub pro Kalenderjahr allein für die Präsenzwochenenden einplanen. Hinzu kommt noch eine Präsenzwoche pro Semester, also 2x5 Tage = 10 Tage Urlaub. Insgesamt braucht man also 18-20 Tage Urlaub pro Jahr, wenn man an allen Präsenzveranstaltungen teilnimmt. (Je nach Bundesland werden bis zu 5 Tage der Präsenzwoche als gesetzlicher Bildungsurlaub anerkannt - den bekommt man zusätzlich zum normalen Urlaubsanspruch.)

Es gibt durchaus Firmen, die ihre Mitarbeiter für die Präsenzveranstaltungen bezahlt frei stellen. Einige übernehmen sogar die Studiengebühren und die Reisekosten. Letzteres ist vor allem dann der Fall, wenn der Arbeitgeber ein direktes Interesse an der Weiterbildung des Mitarbeiters hat.

Meine erste Präsenzveranstaltung habe ich zwar erst übermorgen, aber ich habe ja schon ein Semester den Vorbereitungskurs besucht und kenne einige Leute aus den höheren Semestern. Wenn Du also noch Fragen hast, werde ich versuchen, sie zu beantworten. :)

Gruß

flox

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hallo flox,

an der uni dresden werde ich wohl keine chance haben mich einzuschreiben.

habe meinen letzten abschluss an der fachhochschule technik gemacht.....

zu den präsenzveranstaltungen :

- ab wann und für welchen zeitraum werden die termine bekanntgegeben,

zwecks urlaubs- bzw. schichtplanung

- habe gehört das sehr viele mit pflichtveranstaltungen versehen sind und man

somit regelmäßig anwesend sein muss.

- sind die veranstaltungen für alle semester an den gleichen tagen / wochenenden?

danke schon mal und viele grüße lutz

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Hallo Lutz,

die Präsenztermine erhältst Du am Anfang für das ganze Semester. Es ist reichlich Zeit für die "Urlaubs"planung. Bei den Terminen ist auch der Stundenplan beinhaltet, so dass Du weißt, ob da Praktikum oder Vorlesung ist. Gerade in den ersten Semestern stehen auch die Klausurtermine hier schon fest. In höheren Semestern kann das etwas flexibler sein.

Ich würde mal davon ausgehen, dass man bei den Präsenzterminen anwesend sein sollte, auch wenn es nicht verpflichtend ist. Es kann mal vorkommen, dass man wirklich mal nicht kann, aber das sollte im eigenen Interesse eher die Ausnahme sein. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, welchen Anspruch Du an Dich und Deine Noten stellst. Wenn Du lediglich „durchkommen“ willst, dann kannst Du natürlich auch mal schwänzen.

Die Präsenzen für die unterschiedlichen Semester sind an verschiedenen Wochenenden. Sonst gäbe es auch ein ziemliches Problem mit Lehrsälen (Freitag sind auch die Präsenzstudenten da) und Unterkünften in Köthen. Dafür sind aber die verschiedenen Fernstudiengänge (Maschinenbau, E-Technik, Verfahrenstechnik, Lebensmitteltechnologie) eines Jahrgangs am gleichen Termin da. MB, VT und LT haben teils gemeinsame Vorlesungen. Ich gehe davon aus, dass Du wegen Fahrgemeinschaft fragst?

Viele Grüße

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Generell sollte man noch bedenken, dass ein naturwissenschaftliches bzw. technisches Studium viel Engagement erfordert. Für ein Fernstudium gilt das umso mehr. Entsprechend hoch sind die Abbrecherquoten beim Fernstudium Verfahrenstechnik (> 50%). Folgende Gründe habe ich bislang so gehört:

1.) Probleme mit Mathematik

2.) Beruflich zu stark eingespannt, deshalb zu wenig Zeit für das Studium

3.) Motivation nicht klar (Warum mache ich das überhaupt?)

4.) Nicht regelmäßig gelernt und dadurch den Anschluss verloren

5.) Studium zu schwierig / zu theoretisch

6.) Familie unterstützt das Fernstudium nicht (mehr)

Es ist bestimmt ganz gut, sich über diese Punkte Gedanken zu machen.

Gruß

flox

bearbeitet von flox

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