McSun

Diplomarbeit extern schreiben

9 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich hoffe, es kann mir jemand weiterhelfen:

Mein Studium neigt sich dem Ende entgegen und ich mache mir langsam Gedanken zur Diplomarbeit. Dabei möchte ich nach Möglichkeit die Gelegenheit ergreifen die Diplomarbeit in einem anderen Unternehmen zu schreiben als ich derzeit beschäftigt bin. Grund ist, der Versuch mit der Diplomarbeit einen Einstieg in ein anderes Berufsfeld zu finden. Ein Kollege von mir hat im Fernstudium seine Diplomarbeit in der Firma seines Profs geschrieben, hatte keinen Diplomandenvertrag, hat niemanden was gesagt, das hat geklappt. Angenommen ich bekomme das zeitlich geregelt und finde ein passendes Thema (die beiden Randbedingungen sollen hier mal vorausgesetzt sein, bitte nicht diskutieren) ist für mich die (Arbeits-)rechtliche Seite interessant oder welche Hürden könnten dabei schwierig zu nehmen sein? Ich habe ja meinen Arbeitsvertrag und hätte zusätzlich einen Diplomandenvertrag in einer anderen Firma - ist das zulässig? Hat jemand damit Erfahrung bzw. auf diese Art seine Diplomarbeit geschrieben?

DAnke an alle im voraus!

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Ein Problem könnte sein, dass es sich bei einer Diplomarbeit, die für ein anderes Unternehmen geschrieben wird, letztlich um eine Nebentätigkeit handeln könnte, egal, wie man es nennt. Nebentätigkeiten aber sind meist genehmigungspflichtig.

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Genehmigungspflichtig ist IMHO gar nichts, aber meldepflichtig. Einen Arbeitsvorbot darf niemand aussprechen. Wenn bei der anderen Tätigkeit die Firma kein Konkurrent ist zum "Hauptarbeitgeber" sehe ich keine rechtlichen Probleme. ABer wie gesagt nur meine leihenhafte Meinung

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Ob eine Genehmigungs- oder Informationspflicht besteht, ergibt sich normalerweise aus dem Arbeitsvertrag bzw. ergänzenden Unterlagen dazu. Oft ist es so, dass Tätigkeiten, die in Konkurrenz zur Haupttätigkeit stehen könnten genehmigt werden müssen und über alle anderen Tätigkeiten informiert werden muss. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Arbeitgeber einen Anspruch darauf hat, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft dem Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Wer als zum Beispiel jede Nacht in einer Diskothek tätig ist und dadurch tagsüber am Arbeitsplatz einschläft, bringt seinen Job in Gefahr.


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Danke für eure Antworten! Ich will mal kurz den Stand mitteilen. Vielleicht hilft es anderen, die Ähnliches vorhaben.

Das Unternehmen, in dem ich die Diplomarbeit schreiben will, möchte eine Freistellung meines jetzigen AG haben. Aus versicherungstechnischen Gründen ist es wohl nicht möglich z.B. seine Urlaubszeit dafür zu nutzen in einem anderen Unternehmen eine Arbeitsleistung zu erbringen. Ist aus meiner Sicht einigermaßen nachvollziehbar.

Meine Idee fällt daher flach.

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Muss denn die Diplomarbeit IN einer Firma geschrieben werden? Kann man die nicht zuhause schreiben wie andere wissenschaftliche Arbeiten? Ich stelle mir das auch für meinen Abschluß schwer bis unmöglich vor. Schließlich wird man nicht als Diplomand bezahlt und geht auch nicht zum Schreiben ins Geschäft... insbesondere wenn man Fachfremd studiert.


Aktuell: Fernstudium zum B.Eng. Technische Informatik (WBH, 5. Semester)

Abgeschlossener Fernlehrgang zur Fachhochschulreife Maschinenbau (SGD)

Ausbildung: Industriemechaniker Produktionstechnik

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Muss denn die Diplomarbeit IN einer Firma geschrieben werden?

Nein, muss nicht. Schließlich könnte es ja sein, dass der Student entweder gar nicht in einem Unternehmen beschäftigt ist oder das Unternehmen dies nicht erlaubt oder - wie Du schreibst - es vollkommen fachfremd ist. Dennoch kann man wohl sagen, dass es insbesondere bei einem Fachhochschulstudium "normal" ist, die Abschlußarbeit in bzw. für ein Unternehmen zu schreiben. Zumindest an der HFH konnte man sich aber für den Fall, dass das absolut unmöglich ist auch ein Thema von der Fachhochschule zuweisen lassen. Das birgt natürlich die Gefahr, dass das Interesse daran eher gering ist.

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Zudem regt die HFH z.B. auch einen gewissen Praxisanteil an. Dieser muss aber nicht unbedingt durch ein reales Unternehmen untermauert sein. Hier reicht ggf. auch ein realistisches Modell, dass du z.B. auch als Fachfremder in deinem Unternehmen beobachten kannst, aber eben als anonymen Fall vorträgst und daraus dann deine Arbeit entwickelst.

Meine BSP-Arbeit ist z.B. stark auf einen Fall aus meinem Unternehmen ausgerichtet, allerdings habe ich eben im Zuge der besseren Bearbeitbarkeit ein paar Rahmenbedingungen anders definiert und aus meiner Erfahrung in einem anderen Unternehmen ergänzt um in einem sinnvollen Rahmen zu bleiben. Ich denke hier kann man auch als fachfremder mit offenen Augen genügend praktische Anregungen im Umfeld finden.

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...stark auf einen Fall aus meinem Unternehmen ausgerichtet, allerdings habe ich eben im Zuge der besseren Bearbeitbarkeit ein paar Rahmenbedingungen anders definiert...

Genauso mach ich es bei meiner DA derzeit auch: Meine "Forschungsfrage" setzt schlicht und ergreifend eine neuere Systemumgebung voraus als diejenige, die wir im Unternehmen einsetzen, und somit muss ich ein realistisches Modell eines neueren Systems unterstellen. Das Thema entspringt zwar aus meinem Arbeitsbereich, jedoch schreibe ich nicht unmittelbar für das Unternehmen, bei dem ich beschäftigt bin. Dennoch kann ich aber die gewonnenen Erkenntnisse dort sinnvoll einsetzen (nach dem nächsten Releasewechsel *g*).

Einige Kommilitonen von mir handhaben das ähnlich, von daher: Thema angelehnt an den Arbeitsbereich, aber nicht konkret vom Unternehmen vorgegeben kommt also des öfteren vor. Unabhängig davon schreiben alle Komms die ich persönlich kenne ihre DA / Bachelor Thesis in der Freizeit und nicht tagsüber im Unternehmen. Von daher ist es natürlich schade wenn das Unternehmen für welches du schreiben möchtest auf einer Freistellung besteht und dir nicht die Möglichkeit gibt, diese in der Freizeit zu schreiben.


BWL an der HFH (Diplom) - erfolgreich beendet 05/2011

Here we all are born into a struggle to come so far but end up returning to dust...(Steven Wilson)

 

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