Mickimaus

Pädagogikstudium an der Open University

22 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich bin 40 Jahre alt, Mutter von drei Kindern, Industriekauffrau mit abgeschlossenem BWL-Studium (VWA), gebe seit zwanzig Jahren Nachhilfe in Deutsch und Englisch und stehe in keinem angestellten Beschäftigungsverhältnis. Nun möchte ich mich in beruflicher Hinsicht neu orientieren und habe deshalb die Absicht, Erziehungswissenschaften zu studieren, was mir in Deutschland aufgrund gesetzlicher Beschränkungen als Fernstudium nicht möglich ist. Deshalb würde ich gerne an der Open University den Studiengang " Childhood and Youth Studies" (Bachelor-Abschluss) absolvieren und würde mich deshalb gerne mit jemandem austauschen, der sich eventuell in einer vergleichbaren Situation befindet und schon eine Weile dabei ist oder gar abgeschlossen hat. Natürlich habe ich bereits intensiv die Informationen der OU gelesen, aber mich interessieren Erfahrungen aus 1. Hand und da eigentlich alles:

die Qualität der Materialien, der Zeitaufwand (reichen im Schnitt 3 Stunden pro Tag?), die Kosten, wie gut funktioniert der Postweg, wie oft sind Prüfungen abzulegen, wann muss man erstmals nach Milton Keynes reisen, wie läuft es da ab usw.

Ich wäre euch s e h r dankbar, wenn ihr mir dazu vielleicht etwas sagen könntet.

Vielen lieben Dank!

Mickimaus

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Hallo,

ich kann nichts zum Bachelor in Childhood and Youth Studies sagen. Ich studiere Psychologie, es überschneiden sich aber einige Kurse.

Die Qualität der Materialien ist sehr gut. Ich kann dahingehend nicht meckern. Die Bücher sind ordentlich strukturiert und didaktisch 1A.

Vom Zeitaufwand muss man mit 12-15 Std. pro Woche rechnen, je nach Studienphase (Beginn des Studiums, vor Abgabe von TMAs und Klausuren) auch mehr.

Die Kosten kannst du dir selber ausrechnen, die stehen bei jedem Kurs dabei, du musst nur darauf achten, dir die Gebühren für Deutschland anzeigen zu lassen.

Der Postweg ist sicherlich das schwächste Glied im Studium. Was den Versand der Kursmaterialien angeht, so hatte ich bisher keine größeren Schwierigkeiten - naja, einmal musste ich nachfordern, weil das Studienmaterial nicht bis zum Kursstart ankam. Aber dafür war es dann innerhalb von zwei Tagen da. In der Regel schickt man TMAs (=Einsende- oder Hausarbeiten) online ab, hin und wieder gibt es aber Tutoren, die das nicht akzeptieren oder die TMA ist so aufgebaut, dass man sie zwingend per Post schicken muss.

Prüfungen im Sinne von Klausuren finden nur statt, wenn dies im Kurs vorgesehen ist. Du kannst bei jedem Kurs sehen, ob er mit einer Klausur (=examination) abschließt oder nicht. Manche Kurse enden mit einer sog. ECA, das ist eine Arbeit, die zu Hause angefertigt wird und per Post an die OU geschickt wird. Im Laufe des Kurses sind in reglemäßigen Abständen TMA (tutor-marked assignments) anzufertigen. Das sind Einsendeaufgaben, die sich auf bestimmte Kapitel beziehen und den bis dahin erlernten Stoff abfragen. Vom Zeitumfang her sollte man die TMAs aber nicht unterschätzen, sie fordern auf jeden Fall Planung und etwas Zeit.

Ob du überhaupt nach Großbritannien reisen musst, kannst du auch den jeweiligen Kursbeschreibungen entnehmen. Nur wenn eine sog. Residential School angesetzt ist, ist ein Aufenthalt notwendig, aber nicht immer zwingend. Die OU bietet auch Alternativen an. Da ich selber noch keine residential school absolviert habe, kann ich zum Ablauf wenig sagen. Es gibt da aber meines Wissens Berichte im Forum, die du mithilfe der Forumssuche oder direkt im Unterforum der OU finden kannst.

Gruß,

Sonja

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Hallo,

vielen Dank für deine Infos.

Ich würde gerne noch wissen, wie gut du mit deinen Englischkenntnissen zurecht kommst. Ich beherrsche die englische Sprache sehr gut, aber das ist "Schulenglisch". Wie sieht es aus, wenn man "conversation" mit seinem Tutor führt? Ich denke gerade darüber nach, "quasi als Vorbereitung" einige Stunden Gesprächsnachhilfe bei einem englischen Muttersprachler zu nehmen, da ich unsicher bin, ob meine Gesprächssicherheit ausreichend ist. Was meinst du? Auf jeden Fall bin ich im Dialog zu langsam und das könnte ich ja noch trainieren.

Darf ich mal fragen, wie lange du schon dabei bist??

Ich würde gerne noch wissen, ob die Angaben der Kosten bei der OU den Tatsachen entsprechen oder ob man

letztendlich doch mehr bezahlen muss, vielleicht durch Bücher, die zusätzlich angeschafft werden müssen oder ähnliches.

Viele Grüße....

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Als Besonderheit zu den Kosten im Vergleich zum deutschen Fernstudium fällt mir noch ein, dass sich diese auch während des Studiums ändern können.


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[..] und habe deshalb die Absicht, Erziehungswissenschaften zu studieren, was mir in Deutschland aufgrund gesetzlicher Beschränkungen als Fernstudium nicht möglich ist.

Darf man fragen, welche gesetzlichen Beschränkungen das sein sollen?

Grüße,

Lippi

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Ich würde gerne noch wissen, wie gut du mit deinen Englischkenntnissen zurecht kommst. Ich beherrsche die englische Sprache sehr gut, aber das ist "Schulenglisch". Wie sieht es aus, wenn man "conversation" mit seinem Tutor führt?

Normalerweise kommuniziert man über E-Mails. Und der Tutor ist ja zum Helfen da. Grammatikfehler in E-Mails führen nicht zum Punktabzug :)

Allerdings sollte Dein Englisch gut genug sein um akademische Texte zu verstehen und um akademische Essays zu schreiben. Oft gibt es auch Audio-CDs, die man sich anhören muss (allerdings werden meist Transskripte zur Verfügung gestellt),

Ich würde gerne noch wissen, ob die Angaben der Kosten bei der OU den Tatsachen entsprechen oder ob man

letztendlich doch mehr bezahlen muss, vielleicht durch Bücher, die zusätzlich angeschafft werden müssen oder ähnliches.

Viele Grüße....

Wenn für einen Kurs ein Buch angeschafft werden muss, steht das in der Beschreibung. Musste ich aber noch nie. Ansonsten musst Du nur die Fahrtkosten zu den Prüfungen zusätzlich rechnen - aber die sind alle in Deutschland.

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Hallo,

dankeschön für eure Antworten!

Zu Lippi: Ich habe mich in den letzten Jahren immer mal wieder nach der Möglichkeit eines Fernstudiums Pädagogik umgesehen. Vor wenigen Jahren wurde das noch als Fernstudium, ich glaube es war Hagen, angeboten, dann aber nicht mehr. Meine Kinder waren zu diesem Zeitpunkt aber noch zu klein, als dass ich dieses Projekt hätte realisieren können. Als Begründung wurde angegeben, dass gerade Pädagogik ein hohes Maß an Praxis erfordert und deshalb für "Branchenfremde" nur als Präsenzstudium zu absolvieren ist, da die Vermittlung des Stoffes so wohl effizienter sei. Da habe ich mich auch kundig gemacht: Für Mütter mit ganz kleinen Kindern gibt es Erleichterungen während des Studiums, teilweise auch Betreuungsmöglichkeiten. Aber man muss in der Zeit von 08.00 - 18.00 Uhr (Duisburg wäre da meine nächste "Anlaufstelle") abkömmlich sein und dafür sind meine Kinder immer noch zu jung und dafür habe ich sie ja auch nicht.

Ein Fernstudium Pädagogik ist hier nur möglich, wenn man in diesem Bereich tätig ist oder entsprechende Erfahrungen vorweisen kann und ich bin leider komplett wirtschaftsorientiert ausgebildet. Im Ausland, z. B. auch in Österreich, oder eben England wird das anders gehandhabt. Ich weiß nicht, ob "gesetzliche Beschränkungen" es richtig ausdrücken, aber die Vorschriften sind eben so. Auch Holland ist problematisch. So bin ich auf die OU gekommen.

Gruß

Angelika

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Ach so, den Begriff "gesetzliche Beschränkungen" hatte ich ganz anders verstanden.

Der Studiengang "Bildungswissenschaften" der Fernuni entspricht nicht Deinen Vorstellungen?

Grüße

Lippi

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Hallo,

danke für deinen Tipp. Der Studiengang "Bildungswissenschaften" ist noch recht jung und in Bezug auf die Studieninhalte ist er nicht ganz das, was ich mir vorstelle. Ich möchte die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als Schwerpunkt meiner Studien wissen. Kennst du dich aus? Darf ich fragen, was du machst? Hast du Erfahrungen mit der OU? Kannst du mir vielleicht auch noch etwas zu Holland sagen? Nach Rücksprache mit dem Kultusministerium soll es da auch noch Möglichkeiten geben, da muss ich noch mal recherchieren. Die Einschreibefrist in England endet am 22.12. Letztendlich werde ich abwägen, wobei ich in meiner Situation eigentlich keine Kompromisse mehr eingehen möchte. Hagen wäre natürlich einfacher, schon wegen der Sprache. Aber wenn ich mir mit 40 und meinem familiären Hintergrund das noch mal antue, dann sollte es diesmal das Richtige sein. Es ist wirklich nicht ganz einfach, sich in diesem Dschungel und den bürokratischen Hürden zurecht zu finden.

Gruß

Angelika

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Hallo Angelika,

ich studiere jetzt Wirtschaftsinformatik und arbeite seit 10 Jahren im IT-Bereich. Ich habe aber früher mal Pädagogik (auf Diplom) studiert und parallel Psychologie und Soziologie im Magisterstudiengang an der FernUni Hagen. Mit der OU oder der niederländ. Fernuni habe ich keine Erfahrungen.

Grüße,

Lippi

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